Mein Jahresrückblick 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das ist für mich der richtige Zeitpunkt es mal Revue passieren zu lassen: Dieses Jahr war anders als die vorhergehenden! saarzwerg und ich sind mit vielen Plänen gestartet und nur wenige davon haben sich verwirklichen lassen.

Für uns war es ein Jahr mit nur wenigen Reisen und vielen Wanderungen. Trotz aller Widrigkeiten konnten wir einige besondere Geocaches finden, zünftige Wanderhütten besuchen. Davon möchte ich Euch heute berichten. Vielleicht ist ja auch etwas Passendes für Eure Ziele im kommenden Jahr dabei?

 

 

Januar

Im Januar war die Welt noch in Ordnung und von der Corona-Pandemie hat noch Keiner etwas geahnt. Wir haben unsere Jahresplanung vervollständigt: Wir wollen an Ostern einen Städtetrip nach Florenz und Pisa mit einem Abstecher nach San Marino unternehmen, zum Giga nach Prag fliegen, mit Freunden zwei Wochen Schottland erleben und im Herbst knapp drei Wochen mit einem Reiseveranstalter nach Südafrika.

Gleich zu Anfang des Monats sind wir eine tolle Geocaching-Runde von Schlurie gelaufen, die VHT-2-Runde bei Bad-Bergzabern. Die hat uns so gut gefallen, dass wir Ende des Monats gleich nochmal in diese Region gefahren sind, um auch noch die dritte Runde namens VHT-3 zu laufen. Diese Runden von Schlurie sind meine klare Empfehlung und jeden einzelnen Favoritenpunkt wert. Das Tolle dabei: Die Runden haben noch nicht einmal einen Kalender!

 

Februar

Im Februar war es dann endlich soweit – unser Termin bei „Prison Break“ stand an. Mit tower27 sind wir nach Pforzheim gefahren und durften dort einen tollen Geocache spielen. Er ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Obwohl er erst ein Jahr existiert, hat er schon 615 Favoritenpunkte bei einer Quote von 95% einsammeln können. Falls Ihr noch nicht dort wart, solltet Ihr Euch schnell einen Platz im Kalender reservieren. Über unseren Besuch habe ich den Blogbeitrag „Cacheempfehlung: Prison Break bei Pforzheim!“ geschrieben.

Am folgenden Wochenende fand die Qualifikation zur Geocaching-Meisterschaft statt, wo dieses Mal 35 Teams aus insgesamt 10 Bundesländern um die begehrten 18 Startplätze kämpften. Am Ende schaffte unser Team „The Curious Five“ den zweiten Platz, womit wir für die kommende Meisterschaft qualifiziert sind. Was wir dafür alles machen mussten, könnt Ihr im Beitrag „Geocaching-Meisterschaft 2020: Unsere Qualifikation!“ nachlesen.

Motiviert durch die besondere Challenge – Multi’s über 10 km bei uns in der Nähe, haben saarzwerg und ich uns eine schöne Wanderung im Pfälzerwald herausgesucht und sind den Bärensteig bei Bruchweiler-Bärenbach gewandert. Dabei haben wir Blut geleckt und gleich noch ein paar weitere Wanderungen, die sich gut mit Geocaching verbinden lassen, geplant.

 

März

In 2020 konnten wir nur ein Mega-Event besuchen. Darüber habe ich im Beitrag „Project Geocaching meets Beethoven – Mein Besuch beim Mega!“ ausführlich berichtet. Dort habe ich das erste und bisher einzige Mal meinen neuen Vortrag über den Mystery-Wizard halten können. Im Blog findet Ihr auch noch die zugehörigen Folien. Die Rückfahrt vom Mega gestalteten wir mit einem kleinen Umweg zu ein paar besonderen Geocaches, die uns sehr gut gefallen haben. Die Links zu diesen besonderen Dosen findet Ihr im Beitrag „Cacheempfehlungen für die Umgebung von Bonn“ .

Mitte des Monats hatten wir noch die Gelegenheit nach Wachtendonk zu fahren, um dort ein Wochenende zu verbringen. Ziel waren die tollen Geocaches von hotbina. Über dieses Erlebnis habe ich im Artikel „Cacheempfehlung Wachtendonk: 13 Geocaches mit 30.400 Favos“ berichtet. Dort findet Ihr den genauen Ablauf unserer Tour sowie eine Hotel- und eine Restaurantempfehlung.

Unmittelbar danach ging das Saarland in einen harten Corona-Lockdown und das war auch der richtige Zeitpunkt, um nach genau 3.333 Tagen meinen Geocaching-Streak endlich zu beenden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich in den letzten Monaten nur noch gequält, täglich einen Geocache zu suchen.

 

April

Inzwischen hat die Corona-Pandemie das Saarland fest im Griff. Die Lufthansa storniert unsere Flüge nach Italien – wir müssen monatelang auf die Rückerstattung warten. Wir bleiben fast ausschließlich in der näheren Umgebung und gehen im Saarland wandern – meist einen der vielen (bedosten) Premiumwanderwege. Die Reiseberichte von unseren Wanderungen im Saarland findet Ihr im Blog.

Auch der Dönerstag, an dem ich in den letzten Jahren ziemlich regelmäßig an einem Event teilgenommen habe, fällt Corona zum Opfer. Die Orga-Teams beginnen die Megaevents, die in den kommenden Monaten stattfinden sollen, abzusagen. Ich schreibe mir im Beitrag „Dönerstag und Geocaching in der Corona-Krise“ den Frust von der Seele.

Ende des Monats verlose ich ein paar Mund-Nasen-Masken, die ich von P.A.C. nach einem Test zusätzlich bekommen hatte. Bisher hatte ich nur „Gecaching-Hardware“ getestet!

 

Mai

In diesem Monat wird die Corona-Lage wieder etwas besser. Die Restaurants und Wanderhütten dürfen wieder Gäste empfangen. Ich schreibe den Beitrag „Geocaching unternimmt erste Schritte aus der Corona-Krise“ , in dem ich mir anschaue, wie derzeit die Lage bei den hochfavorisierten Geocaches in Deutschland ist.

Wir verlagern unseren Wanderschwerpunkt in den Pfälzerwald, wo wir tolle Felsformationen und atemberaubende Aussichtspunkte erwandern. Viele davon sind bedost. Mein persönliches Highlight in diesem Monat ist der „Dimbacher Buntsandstein Höhenweg„.

Gegen Ende des Monats knacke ich mit meiner Facebook-Seite die 2.500 Gefällt-mir-Marke. Dafür bedanke ich mich in dem Beitrag „Ich möchte einfach mal Danke sagen!“ .

 

Juni

Im Juni kann ich eine Stirnlampe von Ledlenser samt Akkucase testen. ich schreibe darüber die Beiträge „Ledlenser MH7 Stirnlampe – Mein Lampen-Test“ und „Ledlenser Powercase – Mein Test“ . Diese Lampe gefällt mir sehr gut!

Am 12.-14. Juni 2020 sollte eigentlich die Geocaching-Meisterschaft stattfinden, zu der wir uns im Februar qualifiziert hatten. Leider fällt auch sie Corona zum Opfer.

Auch in diesem Monat liegt unser Wanderschwerpunkt ganz klar im Pfälzerwald. Ich liebe es schöne Wanderungen mit Geocaching zu verbinden, in einer Pfälzerwaldhütte einzukehren oder an einem Aussichtspunkt ein Picknick zu veranstalten. Das Wetter ist uns hold und so sind viele Wanderungen möglich. Ihr findet unsere Tourberichte zum Pfälzerwald im Blog.

Mein persönliches Wanderhighlight des Monats befindet sich jedoch nicht im Pfälzerwald, sondern in der Nähe von Saarburg. Wir wandern den Kasteler Felsenpfad und sind begeistert!

 

Juli

Der Juli lässt zu, dass wir mal wieder etwas weiter wegfahren. Mit Freunden fahren wir an den Rhein und nehmen uns dort zwei Klettersteige vor, über die ein Wanderweg führt. Wir beginnen am Rabenacksteig und wechseln danach die Rhein-Seite, um den Mittelrhein-Klettersteig zu erwandern. Nach der Wanderung kehren wir in einem Ausflugsrestaurant ein und genießen bei einem guten Essen einen tollen Ausblick hinunter auf den Rhein.

Mitte des Monats werde ich auf die tollen Geocaching-Alltagsmasken von Ursula aufmerksam. Ich bestelle für saarzwerg und mich gleich drei Masken. Das Tolle an den Masken ist, dass Ursula den kompletten Erlös an Unicef stiftet. „So etwas“ unterstütze ich doch gerne!

Neben vielen Wanderung durch den Pfälzerwald ist die Wanderung mit Freunden über den Rimbach-Steig mein Wanderhighlight im Monat Juli!

 

August

Am ersten Wochenende konnten wir einen Termin beim Opfer des Bahnarbeiters ergattern. Zusammen mit Team Owen Meany fahren wir nach Dillenburg und lösen das Rätsel um den Bahnarbeiter. Für mich war dieser Multi eindeutig einer der besten Geocaches, die ich bisher spielen durfte. Ihr findet unsere komplette Tour unter „ Geocaching-Tour zum “Das Opfer des Bahnarbeiters”“ .

Eine Woche später fahren saarzwerg, tower27 und ich für ein Wochenende nach Ulm, um dort einen besonderen Geocache in Angriff zu nehmen: Wir wollen in die Ulmer Unterwelt. Der zugehörige Bonus verschlägt uns die Sprache. Über diese Tour berichte im Beitrag „Ulm – Geocaching im Festungsring [Cacheempfehlung]“ ausführlich. Falls Ihr Spaß an Lost-Places und besonderen Rätselstation habt, so solltet Ihr unbedingt mal dorthin fahren.

Ende August ist es dann endlich soweit, die Lufthansa hat unsere Flüge nach Edinburgh nicht storniert und die Corona-Lage lässt unsere zweiwöchige Reise nach Schottland zu. Gemeinsam mit drei Freunden mieten wir uns einen Van und drehen eine große Runde von Edinburg zur Insel Skye und über die NC500 hinauf zu den Orkneys und auf der anderen Seite wieder über Inverness durch die Cairngorms zurück nach Edinburg. Eine wirklich tolle Tour, die neue Kraft tanken lässt. Den Tourbericht mit der Tagesplanung und den Links zu den jeweiligen Detailartikeln findet Ihr im Beitrag „14 Tage Autorundreise durch Schottland“ .

 

September

Die erste Woche dieses Monats verbringen wir noch in Schottland. Aber auch der erste große Urlaub in diesem seltsamen Jahr geht irgendwann einmal zu Ende. Wir hatten Glück – wenige Wochen nach unser Rückkehr verschlechtert sich die Corona-Lage in Schottland und Reisen dorthin sind für Touristen nicht mehr möglich.

Wieder zurück unternehmen wir noch zwei Wanderungen im Pfälzerwald, bevor wir Ende September noch ein Wochenende mit einer befreundeten Geocacherin in Annweiler verbringen. Wir wandern dort den Premiumwanderweg Burgenweg und fahren zum Landauer Stadtcache. In und um Annweiler gibt es ein paar tolle und besonders gestaltete Geocaches. Einen Bericht hierüber bin ich Euch noch schuldig und werde ich im kommenden Jahr nachholen. Auf der Fahrt zurück ins Saarland machen wir noch einen Abstecher zur MRW-Runde von Schlurie, die uns wieder begeistert. Zum Abschluss fahren wir nach Dahn, um den abenteuerlichen Wandermulti „Der Goldene Kompass“ zu spielen. Hierbei solltet Ihr trittsicher sein und eine gewisse Kondition haben ;-)

 

Oktober

Am Anfang des Monats gehen wir wieder auf einige Wandertouren im Pfälzerwald. Mein persönliches Highlight ist der Busenberger Holzschuhpfad, den ich alleine erwandere. Auf knapp 25 Kilometern komme ich an tollen Felsen und grandiosen Aussichtspunkten vorbei. Er ist anstrengend – aber lohnt sich!

Mitte Oktober haben saarzwerg und ich knapp drei Wochen Urlaub. Es war geplant nach Südafrika zu reisen. Diese Reise wird uns storniert. Da auch die Situation in Deutschland zu diesem Zeitpunkt immer schlimmer wird, entscheiden wir uns dafür zu Hause zu bleiben. Wir nutzen die Zeit und schauen uns in den Kalendern der besonderen Geocaches um, die uns noch fehlen und haben Glück: Wir können an einem Wochentag einen freien Termin beim „Siegel des Königs“ ergattern und buchen uns eine Übernachtung in Braunfels. Über unsere Tour zu diesem besonderen Geocache und ins benachbarte Field-of-Fame berichte ich ausführlich im Beitrag „Cacheempfehlung: Braunsfels und das Siegel des Königs“ .

 

November

Unser Urlaub geht langsam zu Ende und wir können in unserer letzten Woche noch einen Termin beim Lillis Hexa Häusel in der Nähe von Heilbronn bekommen. Wegen der aufkommenden Corona-Einschränkungen organisieren wir diesen Besuch als Tagestour. Auf engstem Raum sind dort einige kniffelige Rätsel zu lösen und nach aufregenden Stunden tragen wir uns ins Logbuch ein. Unsere Erlebnisse verarbeite ich im Blogartikel „Cacheempfehlung: Lillis Hexa Häusel“ .

Am letzten Wochenende im Urlaub unternehmen wir eine weitere Tagestour, dieses Mal nach Aschaffenburg, wo ein Owner ein paar wirklich beeindruckende Geocaches gebaut hat. Alle sind technisch aufwendig gestaltet und bereiten uns einen Riesenspaß! Auch diese Erlebnisse bringe ich zu Papier im Beitrag „Cacheempfehlung: Steine 1-4 und die Geburtstagscaches“ .

Mein Wanderhighlight des Monats ist dieses Mal der Premiumwanderweg Römerpfad in der Nähe von Trier. Dort kommen wir an zwei Höhlen sowie zwei tollen Aussichtspunkte vorbei und wandern durch eine Schlucht mit einer großen Hängebrücke. Die Tourbeschreibung mit der gpx-Datei findet Ihr in dem Blogbeitrag „Geocaching & Wandern: Der Römerpfad“ .

 

Dezember

Langsam wird es ruhiger im Jahr. Im Dezember unternehmen wir keine größeren Touren mehr. Wir gehen im Nordsaarland in der Nähe des Losheimer Stausees einige Premiumwanderwege. Mein persönliches Wanderhighlight ist der Saarhölzbachpfad, wo wir über viele schöne Pfade durch verwunschene Wälder wandern und am Ende mit einem tollen Ausblick auf die Saar belohnt werden. Die zugehörige Tourbeschreibung bin ich Euch noch schuldig.

Besonders gefreut habe ich mich über die Weihnachtsaktion vom Geocaching-Magazin, an der ich teilnehmen durfte. Ihr findet sie auf Instagram.

Am zweiten Weihnachtstag fahren wir früh morgens zum Erbeskopf, um dort den Premiumwanderweg Gipfelrauschen zu wandern und den zugehörigen Multi zu suchen. Dort erleben wir ein tolles Winter-Wonderland mit einer geschlossenen Schneedecke. Die Tour macht uns großen Spaß und am Ende tragen wir uns ins Logbuch ein. Als wir wieder zu unserem Auto kommen, sind die Parkplätze vor Ort überfüllt und es herrscht Chaos. Was ein Glück, dass wir Frühaufsteher sind ;-)

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Das Jahr 2020 war für uns ein besonderes Jahr, in dem wir unsere Wanderleidenschaft wiederentdeckt haben. Insgesamt bin ich auf 65 Wandertouren gute 800 Kilometer gelaufen, wahrscheinlich soviel wie noch in keinem Jahr zuvor. Aber es hat mir großen Spaß bereitet und ich möchte es nicht missen. Ich hoffe, dass die Corona-Pandemie im kommenden Jahr abklingen oder zumindest beherrschbar werden wird und wir wieder Fernreisen unternehmen können.

Wir wünschen Euch einen guten Start ins neue Jahr und bleibt gesund!

saarzwerg & Jörg

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Wie ist es Euch im zurückliegenden Jahr 2020 ergangen? Welche Touren oder Projekte konntet Ihr noch verwirklichen? Was sind Eure Ziele für das kommende Jahr? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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