Geocaching & Wandern: Busenberger Holzschuhpfad

Am letzten Wochenende bin ich alleine den Busenberger Holzschuhpfad gewandert. Unterwegs lädt eine PWV-Hütte zur Einkehr ein und ich konnte viele tolle Aussichtspunkte und Felsen bestaunen. Und ja, unterwegs habe ich auch ein paar Dosen gesucht.

Insgesamt ist es eine anstrengende und fordernde Tour. Kommt mit auf die virtuelle, reich bebilderte Wanderung durch den Pfälzerwald …

 

 

Der Busenberger Holzschuhpfad

Mit 24,4 Kilometern Länge gehört er zu den längeren Premiumwanderwegen im Pfälzerwald. Das Deutsche Wanderinstitut hat ihn mit 71 Erlebnispunkten ausgezeichnet, was schon ganz ordentlich ist. Dort ist auch zu lesen, dass der Wanderweg zu 41% über schmale Pfade führt.

Für mich war es eine der anstrengendsten, aber auch schönsten Wanderungen im Pfälzerwald, die ich bisher erlebt habe. Insgesamt war ich sieben Stunden unterwegs und habe laut meinem GPS dabei über 1000 Höhenmeter überwunden.

Dieser Wanderweg führte mich über fünf Berggipfel mit sehr schönen Aussichtspunkten. Unterwegs musste ich öfter mal auf den vorher heruntergeladenen Track auf meinem GPS schauen, um den richtigen Weg zu finden. Scheinbar fehlen an einigen Stellen die Schilder oder sie sind recht ungünstig angebracht worden – so kenne ich das bei Premiumwanderwegen eigentlich nicht.

Es gibt mehrere Möglichkeiten in diese Wanderung einzusteigen – ich habe mich für den Wanderparkplatz Hexenplätzel am Sportplatz in Busenberg entschieden, welchen ich Euch in der interaktiven Karte weiter unten markiert habe. Dort steht eine große Informationstafel zum Busenberger Holzschuhpfad.

Der komplette Weg ist mehr oder weniger gut mit dem folgendem Schild markiert.

Auf der Strecke liegen 4 Tradis, ein Multi und ein Klettermystery. Dazu kommen noch die Geocaches an der Burg Drachenfels, die ich schon bei unserer Wanderung über den Bären-Steig gesucht hatte.

 

Durch den Langenwald

Kurz vor neun Uhr morgens bin ich am Parkplatz. Es ist stark bewölkt und kalt, also eigentlich nicht das ideale Wanderwetter. Dafür ist aber fast der komplette Parkplatz leer. Ich schultere meinen Rucksack und folge dem Wegweiser. Auf meinem GPS habe ich mir den Track des Busenberger Holzschuhpfad installiert und wandere ihn im Uhrzeigersinn. Am Parkplatz geht es in den Wald, der noch feucht von der Nacht ist. Es geht über einen breiten Forstweg bergab.

Einige Zeit später zweigt ein kleiner schmaler Pfad links ab. Er läuft parallel zum Forstweg, um etwas später wieder in diesen zu münden. Nach der nächsten Abzweigung startet der erste lange Anstieg des Tages: zunächst über einen Forstweg und später einen kleinen Wanderpfad, der sich in kleinen Serpentinen den Hang hinauf schlängelt. Oben angekommen bin ich überrascht keinen Aussichtspunkt vorzufinden … es geht einfach nur weiter über einen breiten Forstweg.

An der nächsten Abzweigung komme ich ins Grübeln, ich sehe keine Wegmarkierung mehr. Also bleibe ich auf dem breiten Forstweg. Als ich zuhause einen Blick auf die Karte werfe, stelle ich fest, dass der andere Weg an einer Felsformation vorbei geführt hätte und kurze Zeit später wieder auf den Forstweg trifft. Naja, wenigstens habe ich mich nicht verlaufen.

Anschließend erreiche ich den Abzweig zum Bühlhof, wo – wenn man bereit ist einen Umweg zu machen – die Möglichkeit zur Einkehr besteht.

Da es noch früh am Morgen ist, wandere ich weiter.

 

Über den Löffelsberg

Nach der nächsten Abzweigung stimmt der ausgeschilderte Wanderweg nicht mehr mit meinem GPS-Track überein. Was soll’s – ich folge den Markierungen. Ein schmaler Waderpfad bringt mich über kleine Serpentinen den Hang hinauf. Oben angekommen, sehe ich den ersten größeren Felsen des Tages. Die kleine Bank davor motiviert mich zu einer kleinen Trinkpause.

Danach wird es flacher. Mein Weg führt mich über den Kamm eines Hügels, auf dem viele große bemooste Steine liegen.

Ich erreiche den ersten Aussichtspunkt auf dem Löffelsberg. Dort gibt es eine Picknickgelegenheit, für die es aber immer noch zu früh ist.

Der Ausblick und die Stimmung an diesem Morgen sind atemberaubend. Ich mache unzählige Bilder und schreibe einen Facebookpost.

Über dem Fotografieren vergesse ich leider auf mein GPS zu schauen. Denn genau an dieser Stelle hätte ich den Tradi Holzschuhpfad – Pyramiden suchen können. Naja, werde ich diese schöne Tour eben noch einmal laufen … Ich folge weiter dem Wanderweg über den Kamm, der mit einigen weiteren großen Steinpyramiden markiert ist.

Nach einiger Zeit geht es wieder bergab zu dem nächsten Aussichtspunkt „Löffelsbergfels“. Dieser befindet sich auf einem Felsvorsprung.

Von hier oben habe ich einen tollen Blick in den Pfälzerwald. Der Bodennebel ist gerade dabei sich zu heben und verleiht dem Ganzen eine besondere Stimmung. Nicht ganz so gutes Wanderwetter hat also auch seine Vorteile!

Jetzt muss ich schon wieder schauen, wo es weiter geht? Ein Blick auf mein GPS hilft nicht wirklich, da dieser Teil des Busenberger Holzschuhpfades scheinbar geändert wurde. Das Schild vor Ort schaut eher wie ein Zuwegungsschild als wie eine Wegmarkierung aus. Da es aber kein anderes gibt, folge ich dem kleinen Pfad parallel neben dem Felsvorsprung nach unten. Dort erwartet mich ein großes Felsentor.

Anschließend schlängelt sich mein kleiner Pfad durch den Hang kontinuierlich nach unten bis zu einem Forstweg …

 

Hinauf zum Buhlstein

… um auf der anderen Seite in steilen Serpentinen wieder nach oben zu gehen. Der nächste lange Anstieg hat begonnen, an dieser Stelle sind 100 Höhenmeter zu überwinden. Es geht hoch zu den Buhlsteinen.

Oben angekommen, sehe ich einen Aussichtspunkt und eine Bank zum Ausruhen.

Die Aussicht ist an diesem Morgen aber leider nicht vorhanden. Ich befinde mich mitten in den Wolken.

Mein Wanderpfad läuft nun längs der großen Felsen entlang.

Es ist, als laufe ich durch einen Nebelwald.

Es ist kalt und feucht hier oben. Ich mache ein paar Fotos und versuche ein bisschen die Stimmung einzufangen. Dann wandere ich weiter über den Bergkamm.

 

Weiter zum Puhlstein

Ich erreichen einen kleinen Felsen. Ein Schild verrät mir seinen Namen: Puhlstein. Ist das jetzt ein Schreibfehler oder habe ich die Buhlsteine verlassen? Wieder zuhause erfahre ich durch eine kleine Recherche, dass wohl beide Namen für diese Felsen hier oben gebräuchlich sind.

Ich verlasse kurz meinen Wanderweg, um den Aussichtspunkt zu besuchen. Dort bin ich nicht alleine, ein Fotograf hat hier sein Stativ aufgebaut, um ein paar Fotos von diesem Nebelwald einzufangen. Ich mache auch ein paar Fotos mit meiner Wanderkamera und gehe dann wieder zum Wanderweg zurück.

Hätte ich doch nur vorher mal genauer ins Listing und vor allem ins Spoilerbild des Multis Einfach ein Cache „Der Sechste – Das Kind“, der auf dem Puhlstein gelistet ist, geschaut, dann hätte ich auf dem Weg hierher das Final heben können, ohne die Station 1 suchen zu müssen. Aber ich möchte diese Wanderung ja eh nochmal wiederholen …

 

Hinunter zur Kapelle St. Gertraud

Nun geht es zunächst steil den Berg hinab und anschließend über Forstwege durch den Wald und über Wiesen immer weiter nach unten.

Unten angekommen, quere ich zunächst die Straße und laufe dann ein kurzes Stück parallel zu ihr, bevor es wieder in den Wald hinein geht.

Kurz danach erreiche ich die Kapelle St. Gertraud, die aber leider verschlossen ist.

Nun geht es in Richtung der Drachenfelshütte: stetig leicht bergauf zwischen Feldern und Wiesen hindurch.

 

Hinauf auf den Schlüsselfels

Ab der Abzweigung zum Landgasthof Weissensteiner Hof wird der Weg wieder steiler. Es geht wieder in engen Serpentinen steil den Berg hinauf. Unterwegs begegnet mir diese imposante Felssäule.

Danach geht es ein längeres Stück flach weiter, bevor der letzte Anstieg wieder in kleinem Zickzack hinauf zum Aussichtspunkt führt. Von der Abzweigung zum Weissensteiner Hof bis hierauf habe ich schon wieder 100 Höhenmeter überwunden. Die Aussicht entschädigt mich für die Strapazen.

Ich kann von hier oben sogar die Burg Berwartstein in der Ferne sehen.

Ich beschließe hier meine Mittagspause zu machen. Zunächst suche ich den Tradi Heidenpfeiler und trage mich ins Logbuch ein. Dann packe ich meine Brote aus und lasse mich auf der Bank nieder. Beim Essen genieße ich die grandiose Aussicht! Zwanzig Minuten später setze ich meine Wanderung wieder fort. Unmittelbar hinter dem Aussichtspunkt steht diese Felsnadel.

Anschließend laufe ich über den Bergkamm vor bis zum Buchkammerfels. Dort war ich früher schon mal, um den Mystery Kleine Klettertour zur Heidenkammer (Buchkammer) zu suchen. Dafür habe ich aber mein Kletterseil genutzt, welches ich heute natürlich nicht dabei habe. Am Fels begint der steile Abstieg hinunter zur Drachenfelshütte.

 

Kurze Pause in der Drachenfelshütte

An der Drachenfelshütte lege ich noch eine zweite Rast ein und gönne mir eine kleine Rieslingschorle.

Trotz bescheidenem Wetter und Corona ist dort recht viel los. Ich trinke meine Schorle im schönen Aussenbereich und wandere danach weiter. Wer möchte, kann hier auch für kleines Geld ein leckeres Pfälzer Mittagessen bekommen. Auf einen einen Besuch der Burg Drachenfels verzichte ich heute – ich war ja erst im Febuar dort gewesen.

 

Recht flach durch Wald und Wiesen

Nach der Hütte ist der Busenberger Holzschuhpfad lange Zeit ohne wesentliche Steigungen.

Ich wandere über breite Forstwege in einem großen Bogen erst von der Drachenfelshütte weg und dann auf der anderen Talseite wieder in Richtung des Drachenfels zurück.

Der ist übrigens von einigen lichten Stellen unterwegs gut zu sehen.

Nach einiger Zeit verlasse ich den Wald und wandere durch ein grünes Tal. Ich laufe an der Wasgauschäferei vorbei.

Von dort unten kann ich einen Felsen aus dem Wald herausschauen sehen. Das wird mein nächstes Ziel sein.

 

Hinauf auf den Sprinzelfelsen

Ich biege aus dem Tal in den Wald ab. Es geht wieder steil den Berg hinauf. Es ist der vierte längere Ansteig für heute und langsam merke ich meine Beine. Es geht in engen Serpentinen nach oben zu den Felsen. Bevor ich jedoch einen Aussichtspunkt erreiche, biegt mein Wanderpfad wieder nach unten ab.

Er führt mich zu einem weiteren Felsentor, wo ich etwas meinen Kopf einziehen muss. Aber ein wenig Demut hat ja noch nie geschadet!

Auf der anderen Seite geht es jetzt wieder nach oben. Ich verlasse dort kurz den markierten Wanderweg und laufe entlang des Felsens vor bis zum Aussichtspunkt. Hier sollte man keine Höhenangst haben.

Die Aussicht lohnt sich aber. Inzwischen ist es aufgeklart und ich kann weit in den Pfälzerwald hineinblicken.

Auf dem Rückweg kümmere ich mich um den Tradi Felsenland Pfalz: Sprinzelfelsen, den ich gut finden kann. Anschließend laufe ich über den Kamm fast ohne weitere Steigungen weiter bis zum nächsten Aussichtspunkt auf der anderen Seite des Berges.

Hier mache ich eine kleine Pause an den Picknickbänken und gönne mir einen Riegel.

 

Hinunter zur Straße

Danach folge ich weiter dem Busenberger Holzschuhpfad hinunter ins Tal und quere die Straße.

Dort befindet sich ein Kreuz und der Wanderparkplatz Eilöchel. Wenn ich die Tour noch einmal wiederhole, würde ich wahrscheinlich eher dort starten.

 

Über den Eichelsbergfelsen

Es geht nun weiter übe einen breiten Forstweg in den Wald und anschließend über einen schmalen Pfad steil nach oben auf den letzten Berg dieser Tour. Im Anstieg schmerzen meine Beine inzwischen ein wenig.

Ich erreiche den unteren Aussichtspunkt, der mit einem Geländer abgesichert ist. Dort gibt es einen Tisch mit zwei Bänken. Die Aussicht auf Busenberg ist toll.

Ein Blick auf mein GPS zeigt mir, dass auf dem Gipfel ein Tradi versteckt ist. Was soll’s, wenn ich schon mal hier bin, mache ich diesen kleinen Umweg auch noch schnell. Es sind nur noch ca. 20 Höhenmeter bis ganz nach oben zur Felsplatte.

Die Aussicht hier oben ist besser als unten. In der Ferne kann ich sogar die Burg Drachenfels erkennen.

Der Tradi Felsenland Pfalz: 12. Eichelsbergfelsen ist schnell gefunden, nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz. Ich folge weiter meinem Wanderweg und komme zu einer kleinen Andachtsstelle.

Danach geht es immer geradeaus und leicht nach unten. Noch eine Treppe und schon habe ich wieder mein Auto erreicht. Eine sehr schöne, aber auch anstrengende Tour liegt nun hinter mir!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Tour über den Busenberger Holzschuhpfad bei Dahn sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

3 Kommentare:

  1. Pingback:DSM 2 1/2 – Folge 020 – Drei - Die schweigende Mehrheit 2 1/2Die schweigende Mehrheit 2 1/2

  2. Einer der Caches der mir heute noch in Erinnerung ist, https://www.geocaching.com/geocache/GC252V3_busenberger-holzschuhpfad?guid=34643dbe-845c-4d50-b5af-1a01d2711b89, wir haben ihn 2013 gemacht. Da wir den Wanderweg und den Cache gar nicht kannten hatten wir gedacht er hätte nur 5-6 km und durften dann lernen, dass er „etwas“ länger ist 8-) Er sollte eigentlich nur dazu dienen auf 9999 Funde zu kommen, um dann die Walddusche zu machen, wurde dann aber zur absolut schönsten Wanderung die wir in dem Urlaub gemacht haben. Erkennt man daran, dass ich selbst heute noch sofort an den Cache denke, wenn ich Holzschuhpfad höre 8-)

    MfG Jörg

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