Der Bären-Steig: 3 Multis, 3 Tradis und ein Mystery

Am letzten Samstag sind saarzwerg und ich zu einer tollen Wanderung in die Südpfalz aufgebrochen: Auf dem Premium-Wanderweg können wir Wandern und Geocaching wunderbar miteinander verbinden.

Unterwegs bestaunen wir tolle Felsformationen, schauen an vielen Aussichtspunkten in die Ferne, kehren in einer Wanderhütte ein und besuchen die Überreste einer alten Raubritterburg. So macht Geocaching Spaß!

 

 

Am Start

Gegen 10:30 Uhr erreichen saarzwerg und ich den Wanderparkplatz am Friedhof in Bruchweiler-Bärenbach, in der Nähe von Dahn in der Südpfalz. An der Zufahrtsstraße zum Parkplatz liegt der Tradi „#82#TRES TABERNAE“ , der leicht zu finden ist. Er stammt vom Owner HECKEBUE, der leider inzwischen verstorben ist. Er hat viele Dosen in den Nordvogesen und im Pfälzer Wald gelegt. Für diese Geocache-Serie „Tres Tabernae“ wird für die Dosen #50 bis #90 noch ein Geocacher gesucht, der sie adoptieren möchte. Näheres findet Ihr im Listing.

Um die Jahreszeit ist der Parkplatz kaum gefüllt, zumal dort gerade eine große Baustelle ist.

Wir machen uns fertig für die Wanderung und starten unser GPS. Knapp hundert Meter vom Parkplatz entfernt, befindet sich der offizielle Startpunkt der Wanderung, der durch einen nicht zu übersehenden Holzbären markiert ist.

Gleich daneben wurde ein Schild aufgestellt, auf dem eine große Wanderkarte auf zwei Wanderwege hinweist: den Napoleon-Steig und den Bären-Steig.

Letzteren wollen wir heute erwandern und damit den Multi „Keep on rockin‘ – Bären-Steig“ lösen und loggen. Auf dem Schild ist dieser Wanderweg mit sechs Stunden, 13,5 Kilometern und 434 Höhenmetern angegeben. Auf meinem GPSmap 66s werde ich später mit Geocaching etwa 16,5 Kilometer bei einer Dauer von sechseinviertel Stunden haben.

 

Weiter zum Schuhfels

Wir wandern los. Der komplette Weg ist gut mit einen weißen Bären auf einem orangefarbenen Untergrund markiert. Insgesamt müssen wir, um die Finalkoordinaten berechnen zu können, an sechs Stationen etwas ablesen. Gut gefällt mir, dass alle Ablesestationen eine eindeutige Antwort haben. An diesem Wegweiser ermitteln wir den Wert für den ersten Buchstaben der Finalformel.

Unser Wanderweg verläuft kontinuierlich bergauf. Zuhause habe ich das Rätsel des Mysterys „Bruchweiler Krypto Cache“ gut lösen können. Bei der Verschlüsselung war etwas Handarbeit notwendig, da die gängigen Online-Tools nicht wirklich damit zurecht kamen. Leider scheint es nur noch eine Ersatzdose zu geben – der Owner ist seit April 2017 nicht mehr eingeloggt gewesen. Bei dem schönen Rätsel und Versteck wäre sicher eine Adoption sinnvoll!

Am Schuhfels angekommen, genießen wir die tolle Aussicht. Heute haben wir echt Glück mit dem Wetter und so können wir weit in die Ferne über den Pfälzer Wald nach Frankreich schauen.

 

Hinauf zum Drachenfels-Blick

Der Bären-Steig verläuft immer noch kontinuierlich bergauf. An den Kreuzungen und Weggabelungen ist der Weg jeweils unmittelbar an der Abzweigung und nach etwa hundert Metern gut markiert.

Am Drei-Eichen-Plätz’l besteht die erste Möglichkeit zu einem Picknick mit Tisch und Bänken.

Wir folgen immer weiter dem Bären-Schildern bergauf.

An der nächsten Kreuzung befindet sich eine weitere Station unseres Multis. Auch hier ist die gesuchte Information schnell gefunden und abgelesen. Gleich gegenüber steht ein Tisch mit Bänken – auch hier wäre ein kleines Picknick möglich. Dieser Wanderweg ist wirklich gut ausgestattet.

Etwas weiter wollen wir kurz den Wanderweg verlassen, um einen kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt anzugehen.

Der Umweg hat nur wenige hundert Meter und er lohnt sich. Von dort habt Ihr einen schönen Blick auf die Burgruine Drachenfels, die wir im Laufe unserer Wanderung noch besteigen werden.

In der unmittelbaren Nähe vom Aussichtspunkt suchen wir den Tradi „Keep on rockin‘ – Drachenfels-Blick„, den wir nicht nur wegen der großen Dose gut finden können. Anschließend laufen wir wieder zurück zum Wanderweg.

 

Zum höchsten Punkt der Tour: der Jüngstberg

Nun folgt ein steiler Aufstieg auf den Jüngstberg, dem höchsten Punkt unserer Wanderung. Über einen schmalen Wanderpfad geht es in mehr oder weniger großen Serpentinen nach oben.

Kurz vor dem Gipfel tauchen die ersten Felsen am Wegesrand auf. Wir laufen einmal um den Felsen und erreichen das Gipfelplateau.

Auf der Westklippe des Jüngstberges, die als Aussichtspunkt ausgebaut wurde, sind nun zwei Dinge für uns zu tun: Zunächst beantworten wir die Frage einer Station unseres Wandermultis und beginnen dann den Kurz-Multi „Bruchweiler Jüngstberg Cache“ . Noch am Aussichtspunkt können wir seine Finalkoordinaten ausrechnen.

Nachdem die Arbeit erledigt ist, genießen wir die tolle Aussicht über den Pfälzer Wald. Insgesamt haben wir etwa eineinhalb Stunden vom Parkplatz bis auf den Jüngstberg benötigt. Während dieser Zeit verläuft der Wanderweg fast ausschließlich bergauf. Auf der gesamten Tour ist das der längste Aufstieg.

Der Bären-Steig führt an einigen Felsen auf dem Gipfelplateau des Jüngstberges vorbei. Dort oben suchen wir auch die Finaldose des Multis, die wir mit unseren berechneten Koordinaten gut finden können.

Anschließend geht es auf der anderen Seite des Gipfelplateaus auf einem schmalen Pfad den Berg hinunter.

 

Der lange Abstieg

Zunächst zieht sich unser Wanderweg als schmaler Pfad durch den Wald immer bergab. Später geht er in einen breiten Forstweg über. Kurz vor der „Jagdhütte“ suchen wir den Tradi „#84#TRES TABERNAE„, den wir trotz übler Vorahnungen überraschend gut finden können. An dieser Stelle waren kürzlich – deutlich zu erkennen – Waldarbeiter zugange …

Nach der nächsten Abzweigung erreichen wir die „Jagdhütte“, eine kleine Schutzhütte.

Von dort bringt uns ein breiter Forstweg der bewirtschafteten Hütte des Pfälzer-Wald-Vereins immer näher.

Unterwegs fällt mir dieser Baum in Auge. War da nicht etwas? Markiert nicht das Kreuz die Schatzkiste? Ich gehe nachschauen und werde enttäuscht. Leider ist am Fuß dieses Baumes so gar nichts zu finden!

Nach einer knappen Stunde taucht die Drachenfelshütte zwischen den Bäumen auf.

 

Einkehr in der Drachenfelshütte

Etwa in der Mitte unserer Wanderung erreichen wir gegen 13 Uhr die bewirtschaftete PWV-Hütte am Drachenfels. Die Öffnungszeiten und die aktuelle Speisekarte findet Ihr auf der Homepage der Drachenfelshütte.

Wir gönnen uns ein großes kaltes Radler und eine Portion Leberknödel mit Sauerkraut.

Obwohl es erst Mitte Februar ist, können wir schon draußen vor der Hütte in der Sonne sitzen und essen. Der Wirt bringt uns sogar noch ein paar Polster für die Bänke. Das nenne ich mal einen kundenfreundlichen Service!

 

Hinauf zur Burgruine Drachenfels

Eine gute dreiviertel Stunde Pause machen wir. Anschließend geht es steil nach oben. Nur einige Hundert Meter weiter ragt die Burgruine Drachenfels in den Himmel. Sie wurde auf einem Felssporn errichtet. Gleich zu Beginn der Steigung macht uns eine Hinweistafel auf die Geschichte der Burg aufmerksam. Wir betreten die Ruine durch den einzigen Eingang. Eine lange Treppe führt uns in die Burg.

Vom Burghof ist die Metalltreppe gut zu erkennen, die zum höchsten Punkt der Burg führt. Dort wollen wir hin!

Wir nehmen die in den Stein gehauenen Stufen nach oben. Die Burg wurde zu großen Teilen aus dem weichen Sandstein gehauen.

Fast haben wir es geschafft. Wir stehen auf den oberen Burgplateau, in dessen Mitte eine einzelne Felsnadel in den Himmel ragt. Unser Weg nach oben führt zunächst durch das kleine Tor an der Vorderseite, dann durch einen Durchgang auf die rechte Seite und über eine Metalltreppe nach ganz oben.

Von dort haben wir eine tolle Aussicht auf den Pfälzer Wald.

Vor dem Abstieg sind für uns noch zwei „Dinge“ zu erledigen: zum Einen die notwendige Information für das Final des Kurz-Multis „Medieval Cache III – Drachenfels“ zu suchen und anschließend eine Station unseres langen Wandermultis ablesen. Leider fällt mir erst am Final des Kurzmultis auf, dass ich Letzteres vergessen habe. So muss ich – getreu dem Motto: Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen – erneut auf den höchsten Punkt der Burgruine Drachenfels zurücklaufen.

Das Final des Kurzmultis ist schnell und leicht zu finden. Das Logbuch befindet sich in guten Zustand sicher verpackt in einer kleinen Munitionskiste.

Nach dem Loggen setzen wir unsere Wanderung fort. Wir verlassen den Drachenfels und laufen einmal um den Felsen herum.

Anschließend geht es über einen kleinen Pfad hinunter ins Tal.

 

Weiter zum Geierstein

Zunächst geht unser Wanderweg über eine Teerstraße, die bald in einen Forstweg übergeht. Wie laufen gemütlich ein kleines breites Tal hinauf. An dessen Ende geht es einen kleinen Sattel hinauf und wieder durch einen schönen moosigen Wald leicht bergab.

Dann folgt eine kurze und giftige Steigung: Es geht hinauf zum Geierstein. Hier müssen wir eine Umleitung nehmen, da der Weg auf der einen Seite gesperrt ist. Ich vermute wegen der Brut von Raubvögeln an den Felsen.

So laufen wir einmal um den Felsen herum und folgen dem breiten Forstweg auf der anderen Seite leicht bergan …

… entlang an der riesigen Felswand des Geiersteins.

Wir wandern weiter. Die Finalkoordinaten des „Keep on rockin‘ – Bären-Steig“ haben wir inzwischen ausgerechnet. Alle Zahlen waren sehr eindeutig zu bestimmen. An dieser Stelle ein Lob an die Owner für die tolle Arbeit! Nach etwas Suchen springt ein typisches Geocaching-Versteck ins Auge.

Bingo! Wir haben die Finaldose unseres Wandermultis gefunden und tragen uns ins Logbuch ein.

 

Über schmale Pfade zurück zum Parkplatz

Das letzte Stück unseres Wanderwegs verläuft zunächst über schmale Pfade, die einen Hang queren. Es ist recht idyllisch hier. Leider laufen wir direkt in die untergehende Sonne.

Gegen 16:45 Uhr erreichen wir wieder den Wanderparkplatz am Friedhof. Wow – das war wirklich eine sehr schöne Wanderung durch den Pfälzer Wald mit schönen Sightseeing-Spots. So macht Geocaching Spaß!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Bären-Steig sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis, Tradis und des Mystery nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon in der Südpfalz unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. vielen Dank für diese tolle Beschreibung. Wir waren in der vergangenen Woche in der Nähe von Dahn und haben uns auch anhand eurer Beschreibungen im Vorfeld informiert, welche Runden wir denn laufen wollen und Vorfreude geweckt. An der ein oder anderen Stelle hat uns euer Text auch beim Finden eines Geocaches geholfen (wobei dies absolut kein „Spoilern“ war).
    Leider konnten wir nicht alle diese interessanten Touren wandern, daher werden wir sicherlich noch einmal her kommen.
    Die Information am Drachenfels konnten wir leider nicht finden, aber dank des wachsamen und geschulten Cacherauges, haben wir die Dose dann doch ausfindig machen können.
    Am Geierstand ist die Umleitung inzwischen aufgehoben.

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