Project Geocaching meets Beethoven – Mein Besuch beim Mega!

Am letzten Wochenende fand in Bad Godesberg das Megaevent „Project Geocaching meets Beethoven“, welches den diesjährigen Project-Status erreichen konnte, statt.

Ob es meinen hohen Erwartungen gerecht werden konnte und wie es mir gefallen hat, berichte ich Euch in diesem Beitrag!

 

 

Meet & Greet

Am späten Nachmittag erreichen wir Bad Godesberg. Schon in der Vorbereitung unseres Mega-Wochenendes habe ich gesehen, dass für den Besuch des Vorevents ein (kostenpflichtiges) Ticket notwendig ist. Da die Veranstaltung ausgebucht ist und wir keines gekauft hatten, haben wir von einem Besuch dort abgesehen. Um mich nur in das vor der Tür liegende Logbuch einzutragen, war mir der Aufwand zu hoch …

 

Eventgelände & Infrastruktur

Das „Project Geocaching meets Beethoven“ findet in der Stadthalle von Bad Godesberg statt. Davor befindet sich ein großer kostenloser P&R-Parkplatz, der am Freitagabend noch einige freie Plätze aufweist. Unser gebuchtes Hotel liegt nahe der Altstadt von Bonn und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Wir stellen wir unser Auto dort ab und fahren mit der U-Bahn ins Zentrum von Bonn.

Am nächsten Morgen sind wir gegen 9:30 Uhr wieder an der Stadthalle. Da das Mega erst um 10 Uhr offiziell startet und wir nicht in der Schlange stehen wollen, starten wir zunächst zu einer Geocaching-Tour in Bad Godesberg, doch davon später mehr …

Gegen 13 Uhr sind wir wieder zurück an der Stadthalle und gehen hinein. Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine Warteschlange.

Die Halle ist mit allem ausgestattet, was für ein solches Event nötig ist. Im Hauptsaal ist die Bühne zu finden. Unmittelbar davor stehen nur Stühle und im hinteren Bereich des Saals gibt es auch Tische.

Selbst am Nachmittag wirkt die Stadthalle – obwohl das Wetter draußen derzeit noch trocken ist – recht voll auf mich. Gut, mit derzeit schon über 2000 Attended Logs, zählt „Project Geocaching meets Beethoven“ in diesem Jahr zu den größeren in Deutschland.

 

Event-Caches

Etwa 50 Geocaches wurden zum Mega in Bonn veröffentlicht. Wir nehmen uns gute drei Stunden Zeit um rund um die Stadthalle in Bad Godesberg zu Fuß ein paar Geocaches zu besuchen. Leider sind die Caches mit „[GCmB2020]“ im Namen über die komplette Stadt verteilt. So laufen wir einfach knapp 7 Kilometer durch Bad Godesberg.

Besonders gut gefällt mir die Muffendorfer Hauptstraße mit ihren schönen Fachwerkhäusern.

Am Ende des Straße finden wir den Tradi „Zum Wohl!„, dessen Dose recht schön gestaltet ist.

Dann laufen wir ein größeres Stück an einem Bismarkturm vorbei bis in ein kleines Waldstück kommen um dort am Bunker Marienforst den gleichnamigen Tradi zu suchen.

Wir verlassen den Wald wieder und laufen zur Godesburg, wo wir endlich mal einen Eventcache suchen können. Den Mystery „[GCmB2020] Eine Liebesgeschichte in Godesberg“ hatte ich schon zuhause gelöst. An den Finalkoordinaten finden wir eine kleine Gruppe Geocacher, die uns das Logbuch in die Hand drückt. Die Dose ist ein größerer Petling.

Auf der anderen Seite steigen wir den Berg wieder hinunter und laufen zum Tradi „BiBo Go„, der eine Large-Box für uns bereit hält. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelingt es uns die „Box“ zu öffnen und uns in Logbuch einzutragen.

Insgesamt finden wir auf den gut sieben Kilometern zehn Geocaches. Als die Zeit bis zu meinen Vorträgen etwas knapp wird, beschließen wir mit dem Bus zur Stadthalle zurückzufahren. Das ÖPNV-Ticket, welches zum Ticket gehört, gefällt mir richtig gut!

 

Registrierung

Da wir noch keine Zugangsbändchen haben,  werden wir, als wir in die Stadthalle hineinkommen, von Helfern in das Untergeschoss geleitet.

Das nervt mich jetzt schon wieder! Ich halte für das Orgateam zwei Vorträge (einen über den Mystery-Wizard und einen über c:geo) und hatte mich extra im Vorfeld nach dem Ablauf erkundigt. ÖPNV-Tickets hatte ich für saarzwerg und mich bekommen und nahm an, dass diese auch als Eintrittskarten zählen. Aber weit gefehlt! Ich stelle mich am Schalter für „außergewöhnliche Fälle“ an. Ein Helfer verweist mich an das Orgateam. Nach einem netten Gespräch bekommen wir unsere Zugangsbändchen. Wir laufen weiter zum Helfer-Point. Auch dort weiß man nichts von uns. Na, das klappt ja mal wieder super. Ich schildere die Absprachen und dass saarzwerg und ich je ein Helferpaket bekommen sollen … man verspricht mir sich darum zu kümmern und gibt mir noch einen Hinweis mit auf den Weg: Falls es Probleme mit der Technik geben sollte, soll ich mir jemanden vom Orgateam suchen! Das habe ich bei anderen Orgas aber schon besser erlebt …

 

Catering

In der Stadthalle finde ich zwei Catering-Stände – an einem werden Essen und Getränke angeboten. An dem anderen gibt es nur Getränke.

Die Preise sind – wie man sie auch von anderen Veranstaltungshallen kennt – für mich gerade noch akzeptabel, zumal wir vor meinen Vorträgen keine Zeit mehr haben, die Stadthalle zu verlassen und uns nach etwas „besserem“ umzuschauen.

 

Logbuch

Ein großer lackierter Flügel dient stilecht als Logbuch. Es liegen genügend Lackstifte darauf, so dass wir uns ohne Probleme verewigen können.

Um die Mittagszeit ist noch recht viel los. Kurz vor Schluss, so gegen 18 Uhr, kann ich …

… jedoch das Logbuch – ohne Menschen auf dem Bild – fotografieren.

 

Händlermeile

Auch auf diesem Megaevent sind die üblichen Geocaching-Verkaufsstände anwesend. Als erstes schaue ich am Stand vom Geocaching-Magazin vorbei und unterhalte mich mit Christian, dem Verleger vom Magazin.

Er weißt mich auf das bevorstehende Mega „Event am See“ hin, welches wir in der Vergangenheit schon öfters besucht haben. Dieses Mal passt der Termin bei uns leider überhaupt nicht – wir wollen zu dem Zeitpunkt nach Schottland.

Gleich neben an befindet sich der Verkaufsstand von Cache-Corner aus Berchtesgaden. Auf dem Parkplatz war mir schon vorher ihr Wohnmobil mit dem BGL-Kennzeichen aufgefallen.

Einen Raum weiter sehe ich Melanie mit Ihrem Geoversand-Stand.

Geschätzt dürften insgesamt so etwa sechs Geocaching-Verkaufsstände in der Halle gewesen sein. Von dem Pharma-Unternehmen Pfizer ist mir ein Informationsstand zum Thema Zecken ins Auge gefallen. Gesehen habe ich ebenfalls das Geotemporale Institut und Cacher-Reisen.

 

Labcaches

Für das Mega-Wochenende wurden insgesamt drei Lab-Abenteuer zu je 10 Labcaches gelegt. Ein Abenteuer befindet sich in der Stadthalle in einem Durchgangsraum und war nur den zahlenden Besuchern zugänglich. Gegen Mittag war dort noch recht viel los – um die Labs spielen zu können, musste man Geduld mitbringen.

Bei den Labs wurden recht schöne Ideen umgesetzt. Bei den folgenden kann man mit den Flaschen unterschiedliche Töne erzeugen um so eine Melodie zu identifizieren, die das gesuchte Lösungswort ist.

Oder mal lernt schnell Gebärdensprache um das Lösungswort auf einem Video zu „lesen“.

Die 10 Labs in der Stadthalle sind echt abwechselungsreich und etwas besonderes. Eine schöne Idee!

Grundsätzlich gut gefallen uns auch das Lab-Abenteuer „Beethoven in Bonn“, welches wir am Sonntagmorgen komplett durchgespielt haben. Hier „führen“ 10 Labcaches durch die Altstadt von Bonn – ein paar Bilder davon zeige ich Euch im Abschnitt „Location“.

 

Workshops / In der Halle

Gegen halb zwei ist es dann soweit – ich steuere den Parksaal II an, um mich auf meinen Vortrag über den Mystery-Wizard vorzubereiten und meinen Laptop anzuschließen. Das Orgateam hat mir eine Gebärdendolmetscherin angekündigt. Leider hängt sie noch auf einer anderen Veranstaltung fest. Daher starten wir mit gut zehn Minuten Verspätung. Das Warten hat sich gelohnt – Zoe übersetzt meinen Vortrag richtig klasse – und für mich ist es eine neue Erfahrung.

Beim Publikum kommt mein Mystery-Wizard gut an – ich bekomme am Ende einige Fragen und positives Feedback. Danach gönne ich mir eine Viertelstunde Pause, bevor ich mit meinem nächsten Vortrag zu c:geo beginne. Leider ist im Shop in der Ankündigung meiner Vorträge etwas schiefgelaufen: Statt den üblichen und von mir gewünschten 90 Minuten habe ich dieses Mal nur 60 Minuten. Gleich zu Beginn frage ich, ob ich die Installation weglassen kann – und so schaffen wir es in einer „guten“ Stunde.

Schön finde ich, dass sich ein Supporter und ein Entwickler aus dem c:geo-Team angekündigt haben. Neben einem netten Gespräch vor dem Vortrag hatte ich so die Gelegenheit, einige Spezialfragen aus dem Publikum an sie wieder zu reichen. Auch für diesen Vortrag bekomme ich viel positives Feedback.

Die Foliensätze beider Vorträge werde ich nach dem Mega „Glück Auf 2020“ Anfang April veröffentlichen, wo ich die Vorträge noch einmal halten werde.

Nun nehmen wir uns noch etwas Zeit um als Besucher in das Megaevent „Project Geocaching meets Beethoven“ einzutauchen. Natürlich statten wir der Fotobox mit dem Plakat aus Seattle einen Besuch ab. Schließlich wollen saarzwerg und ich auch den GC8FR0G loggen dürfen.

Anschließend schauen wir uns noch etwas die Abschlussveranstaltung auf der Bühne an …

 

Lackeys

Das Mega „Project Geocaching meets Beethoven“ hat Besuch von drei Lackeys aus dem HQ: Bryan, Cindy und Jennifer sind aus Seattle gekommen und stehen interessierten Geocachern Rede und Antwort.

 

Die Abschlussveranstaltung

Als wir gegen 17 Uhr in den Hauptsaal kommen, ist die Abschlussveranstaltung schon voll im Gange. Gerade spielen die „Dummerholics“ – eine wirklich gelungene Performance.

Danach kommen die Lackeys auf die Bühne. Bryan bedankt sich beim Orgateam für das tolle Mega, bei den ehrenamtlichen Reviewern und Übersetzern für Ihre Unterstützung und bei den Ownern, ohne die Geocaching nicht möglich ist. Bryan gibt das Mikrofon weiter an Cindy, die sogar ein paar Worte Deutsch spricht.

Anschließend wird das komplette Orgateam vorgestellt. Diesen Leuten haben wir „Project Geocaching meets Beethoven“ zu verdanken.

Gegen Ende der Veranstaltung warten wir alle auf die Verkündung des nächsten Project-Megas. Doch leider werden wir vom Project-Komitee informiert, dass derzeit noch die Bewerbungsfrist läuft.

Wann und wie das nächste Project-Mega kommuniziert wird, wäre noch nicht klar. da wir am Abend noch mit Freunden zum Abendessen verabredet sind, verlassen wir die Stadthalle und fahren mit der U-Bahn zurück in unser Hotel.

 

Das Abschlussevent

Kurz vor neun Uhr verlassen wir unser Hotel und spazieren zum Platz vor der Kreuzkirche hinüber. Dort liegt schon das Logbuch zum Abschlussevent aus. Wir tragen uns ein.

Danach drehen wir noch eine größere Runde durch die Altstadt von Bonn, auf der wir die Labcaches von „Beethoven in Bonn“ loggen wollen.

 

Location

Die Altstadt von Bonn gefällt uns sehr gut. Dank eines Hotels in der unmittelbaren Nähe, verbringen wir beiden Abende und den Sonntagmorgen dort. Natürlich schauen wir auch beim „Beethoven“ vorbei, wo wir auch gleich eine Frage des Labcaches beantworten können.

Weiter geht’s zum Marktplatz mit dem alten Rathaus. Dort gibt es einen Virtual und eine weitere Frage eines Labs …

Nach einem Abstecher zum Rheinufer spazieren wir wieder zurück in die Altstadt. An einer Unterführung fällt mir dieses „Graffiti“ auf: In Bonn ist Beethoven überall präsent!

Für die Antworten zu den zehn Labcaches benötigen wir ziemlich genau eine Stunde, so dass wir kurz nach zehn Uhr die XXXXXX (auf Wunsch des Orgateams entfernt) erreichen, die gerade geöffnet hat. Leider hatten noch viele andere Geocacher diese Idee und so stellen wir uns in die Schlange um die Letterbox „[GCmB2020] Beethoven Letterbox“ loggen zu können. Somit haben wir einen weiteren Eventcache gefunden!

Mit diesem Stadtrundgang beenden wir unseren Besuch auf dem Mega in Bonn.

 

Mein Fazit

Irgendwie war ich von diesem Mega etwas genervt! Vielleicht hatte ich auch nur einen schlechten Tag?

Als Referent habe ich mich hier noch weniger wertgeschätzt gefühlt als in Hamburg. Ich fühlte mich allein gelassen und das, obwohl ich die beiden Vorträge fast umsonst gemacht habe. „Fast“ bedeutet in diesem Fall, dass ich für saarzwerg, die mich während der Vorträge unterstützt hat, und mich neben der Eintrittskarte samt ÖPNV jeweils noch jeweils ein Helferpaket erbeten hatte. Selbst das hat die Orga nicht hinbekommen und so sind wir mit zwei Coins nach Hause gefahren.

Als Besucher empfand ich die Stadthalle etwas zu klein für die vielen Besucher. Ich hatte stets das Gefühl mich an jemanden vorbei pressen zu müssen. Bei den Eventcaches habe ich von anderen Veranstaltern schon bessere gesehen. An dieser Stelle wäre sicher Idar-Oberstein zu nennen. Vor der Halle hätten ein paar Foodtrucks das Angebot sicher noch aufwerten können.

Die Sightseeing Labs haben mir gut gefallen, auch wenn ich den doch sehr eng eingestellten Geofence von nur 25 Meter als sehr übertrieben empfunden habe. Die Labs in der Stadthalle waren sicher etwas besonderes, wenn auch nicht unbedingt darauf ausgelegt in kurzer Zeit viele Geocacher spielen lassen zu können.

Trotz meiner Kritikpunkte war das „Project Geocaching meets Beethoven“ ein gutes Megaevent, so wie viele andere auch. Dem Orgateam zolle ich meinen Respekt eine solch große Veranstaltung gut über die Bühne bekommen zu haben.

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Habt Ihr auch „Project Geocaching meets Beethoven“ besucht? Wie hat es Euch dort gefallen? Oder warum habt Ihr Euch entschieden nicht dorthin zu fahren? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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