Geocaching & Wandern: 7 Tage im Hochschwarzwald

Entdecke meine siebentägige Wandertour durch den Hochschwarzwald, die ich Anfang Oktober selbst erlebt habe. Von spektakulären Schluchten über Gipfelerlebnisse am Feldberg bis hin zu gemütlichen Einkehrmöglichkeiten mit Schwarzwälder Kirschtorte und Käsespätzle – dieser Erfahrungsbericht liefert dir jede Menge Inspiration für deine eigene Auszeit.

Mit einem detaillierten Reiseverlauf, vielen Bildern, einer Hotelempfehlung in Bräunlingen und wertvollen Tipps zu Genießerpfaden, Geocaching-Spots und kulinarischen Höhepunkten planst du im Handumdrehen dein eigenes Schwarzwald-Abenteuer!

 

 

Meine Unterkunfts-Empfehlung für den Hochschwarzwald

Bei der Planung meines Wanderurlaubs habe ich mich für eine Unterkunft in Bräunlingen entschieden. Die Kleinstadt liegt am Rande des Hochschwarzwalds. In der historischen Zähringerstadt Bräunlingen verschmelzen Vergangenheit und Moderne, wenn dich ein spannendes Lab-Adventure durch die verwinkelten Gassen der Altstadt führt und du dabei an geschichtsträchtigen Baudenkmälern vorbeikommst. Alle meine geplanten Wanderungen sind meist mit einer Fahrzeit unter einer haben Stunde zu erreichen. Meine Wahl fällt auf das Hotel Lindenhof (Provisionslink), welches sehr zentral liegt und an Werktagen Halbpension anbietet.

Das Personal ist sehr freundlich und das Einchecken geht recht zügig. Ich bekomme ein großes Zimmer mit Balkon, Sitzecke und Schreibtisch im Nachbargebäude, welches mir sehr gut gefällt.

Das Badezimmer ist modern und ebenfalls recht groß. Meine Halbpension bekomme ich im Restaurant jeweils als Drei-Gänge-Menü, bei dem ich mir die Hauptspeise jeweils aus drei Gerichten auswählen kann.

Alle Abendessen habe mir gut geschmeckt. Die Küche möchte ich als leicht gehoben einstufen. Die Portionen haben mich selbst nach einem längeren Wandertag immer satt gemacht.

Sollte ich mal wieder in diese Gegend kommen, so würde ich das Hotel jederzeit wieder buchen.

 

Fortbewegung in der Region

Grundsätzlich versuche ich, vor Ort den ÖPNV zu nutzen. Für diese Wanderungen ist es mir allerdings zu aufwendig, die entsprechenden Bus- oder Bahnverbindungen herauszusuchen, zumal ich nach dem Wandern noch einige Lab- und Geocaches in schönen Orten suchen möchte. Leider sind die „Wanderparkplätze“ in Hinterzarten und am Feldberg kostenpflichtig. Wenn ihr also Geld sparen möchtet, solltet ihr zumindest zu den beiden Wanderungen mit dem ÖPNV anreisen.

Das einzige Mal, bei dem ich mein Auto stehen gelassen habe, war bei meinem Besuch in Donaueschingen, wohin ich ohne Umzusteigen von Bräunlingen aus fahren kann. Die Fahrt ist für mich kostenlos, da die Nutzung des ÖPNV in meiner Gästekarte enthalten ist.

 

Lab- und Geocaching im Hochschwarzwald

Unterwegs bin ich meist nur recht unspektakulären Dosen begegnet. Allerdings stellte der letzte Tag, an dem ich die Urseehochmoor-Runde gelaufen bin, eine schöne Ausnahme dar. Hier hat sich der Owner für die meisten Dosen etwas Besonderes einfallen lassen.

Mit von der Partie ist sogar eine besondere Box.

Die Runde ist zwar inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, meiner Meinung nach lohnt sie sich aber immer noch, da sie zu einem tollen Spaziergang durch eine schöne Landschaft einlädt.

Bei den sechs Premiumwanderungen habe ich keine Multicaches gesehen, die sich über die gesamte Wanderroute erstrecken. Bei manchen gibt es auf der Strecke ein paar Tradis, aber nicht bei allen. In den umliegenden Ortschaften laden oft ein oder mehrere Lab-Adventures zu einem Rundgang durch den jeweiligen Ort ein und präsentieren dabei das eine oder andere historische Gebäude.

 

Wanderpass für die Genießerpfade

Bei der Vorbereitung meines Wanderurlaubs habe ich mir die höchstbewerteten Premiumwanderwege in der Region ausgesucht. Dabei bin ich auf den Wanderpass des Hochschwarzwalds gestoßen. Für diesen kann man auf einigen Wanderungen Stempel sammeln und erhält schon ab drei Stempeln ein kleines Geschenk.

Glücklicherweise gibt es auf drei meiner ausgewählten Wandertouren jeweils eine Stempelstelle, sodass ich meinen Wanderpass füllen kann.

Nach meiner letzten Wanderung über den Feldberg habe ich nun genau drei Stempel in meinem Pass. Dafür erhalte ich diesen Schlüsselanhänger und darf mich ab sofort „Wanderbueb“ nennen.

Übrigens: Der Wanderpass kostet 2,90 € und kann nur in einer Tourist-Information erworben werden, die mit Personal besetzt ist. Die Info-Punkte gehören nicht dazu. Als ich es in Löffingen versucht habe, muss ich feststellen, dass ich dort per Videokonferenz mit einem Mitarbeiter verbunden werde. In den Tourist-Informationen in Titisee und am Feldberg kann der Wanderpass jedoch gekauft werden.

 

Reiseverlauf

Bei meiner Reiseplanung habe ich darauf geachtet, zunächst eine schöne Wanderung zu unternehmen. Dafür habe ich mir die zertifizierten Premiumwanderwege herausgesucht, die über die meisten Erlebnispunkte in der Region verfügen. In den meisten Fällen bleibt mir am Nachmittag noch Zeit, um mir einen schönen Ort anzuschauen und dabei Lab- und Geocaches zu suchen. Auch für eine zünftige Einkehr bleibt immer genügend Zeit. Für den Anreise- und Abreisetag suche ich mir kürzere Wegstrecken aus.

1. Tag – Gauchachschlucht & Bräunlingen

  • 8:00 Uhr – Anreise aus dem Saarland (265km, 3:20h)
  • In der Tourist-Information in Titisee einen Wanderpass kaufen
  • Anfahrt zum Wanderparkplatz
  • Premiumwanderung: Genießerpfad Gauchachschlucht (85EP, 2:30h, 5.60km, 159hm, mittel)

  • Unterwegs Einkehr im Biergarten der Burgmühle

  • Einchecken im Hotel Restaurant Lindenhof in Bräunlingen (6 Übernachtungen mit 4x Halbpension – bei meinem Besuch ist das Restaurant an den Wochenenden geschlossen)
  • Abendessen im Hotel
  • Abendspaziergang mit Labcaching in der historischen Altstadt von Bräunlingen

2. Tag – Rötenbachschlucht & Löffingen

  • Anfahrt Wanderparkplatz (18 Minuten, 19km)
  • Premiumwanderung mit Stempelstelle: Genießerpfad Rötenbachschlucht (88EP, 4:00h, 10.98km, 275hm, schwer)

  • Stadtbummel mit Labcaching in der Altstadt von Löffingen und weiter bis zur Wallfahrtskirche am Ortsrand

  • Einkehr im Café Fuss in Löffingen: Hier gibt es Schwarzwälder-Kirschtorte!
  • Abendessen im Hotel

3. Tag – 3-Schluchten-Tour & Donau-Eschingen

  • Anfahrt Wanderparkplatz (12 Minuten, 13km)
  • Premiumwanderung: Genießerpfad 3-Schluchten-Tour (90EP, 3:20h, 9.64km, 301hm, schwer)

  • Auto am Hotel abstellen und mit dem ÖPNV von Bräunlingen nach Donau-Eschingen zum Herbstfest
  • Einkehr in der Hofkonditorei Hengstler: Der Federweiße mit Zwiebelkuchen ist wirklich zu empfehlen!
  • Stadtbummel mit Labcaching in Donaueschingen und kostenlosem Besuch der Donauquelle

  • Rückfahrt mit dem ÖPNV nac Bräunlingen
  • Abendessen im Restaurant Piccantino in Bräunlingen

4. Tag – Viadukt- und Schluchtentour & Hüfingen

  • Anfahrt Wanderparkplatz (28 Minuten, 29km)
  • Premiumwanderung: Genießerpfad Viadukt- und Schluchtentour (91EP, 4:00h, 12.50km, 323hm, mittel)

  • Lab- und Geocaching in Hüfingen

  • Abendessen im Landgasthof Weinstube in Bräunlingen

5. Tag – Säbelthomaweg & Hinterzarten

  • Anfahrt Parkplatz (32 Minuten, 35km, 8 € Parkgebühr/Tag)
  • Premiumwanderung mit Stempelstelle: Genießerpfad Säbelthomaweg (90EP, 4:00h, 10.9km, 325hm, mittel)

  • Etwa auf halber Strecke an einem Bauernhof gibt es eine Rastplatz und eine Getränkestelle, der der ich mich gegen eine geringe Gebühr gerne bediene.

  • Lab- und Geocaching in Hinterzarten

  • Einkehr in der Café-Bäckerei & Konditorei Unmüssig: Hier gibt es eine wirklich tolle Schwarzwälder-Kirschtorte!
  • Abendessen im Hotel

6. Tag – Feldberg

  • Anfahrt Parkhaus (37 Minuten, 42km, 15 € Parkgebühr/Tag)
  • Premiumwanderung mit Stempelstelle: Genießerpfad Feldbergsteig (87EP, 5:00h, 12.44km, 520hm, schwer)

  • Unterwegs Einkehr in Zastler Hütte: Die Käse-Spätzle solltet ihr mal probieren, echt lecker!

  • Nach der Wanderung im Haus der Natur Geschenk Wanderpass für 3 Stempel abholen
  • In Bräunlingen im Getränkemarkt der Löwenbrauerei das tolle Dunkelbier einkaufen
  • Abendessen im Hotel

7. Tag – Geocaching rund ums Urseehochmoor

  • Anfahrt Parkplatz (31 Minuten, 33km)
  • Geocaching-Runde Urseehochmoor: Die 6,6 Kilometer lange Strecke benötige ich zweieinhalb Stunden. Unterwegs kann ich 19 Geocaches loggen.


  • Rückfahrt ins Saarland (270km, 3:20h)

 

Mein Fazit

Mir hat dieser Wanderurlaub sehr gut gefallen: Viele Schluchten, schmale Pfade, besondere Wegführungen, tolle Aussichtspunkte und sogar ein Gipfelerlebnis wechseln sich in dieser Woche einander ab. Dazu kommen dann noch die Sightseeing- und Geocaching-Unternehmungen am Nachmittag, bei denen ich mir tolle kleine Orte anschaue. Obwohl das Wetter tageweise sehr windig und stellenweise auch regnerisch war, konnte ich die Touren so anordnen, dass alle machbar waren. Und ich habe festgestellt, dass unten in den Schluchten der Wind kaum zu spüren ist.

Auch kulinarisch hat mir diese Woche sehr gut gefallen: Die Halbpension im Hotel war genauso schmackhaft, wie die beiden Abendessen auswärts in einem italienischen Restaurant und einem Weinlokal. Rückplickend war Bräunlingen die richtige Wahl für meine Wander-Basis!

Habe ich euer Interesse geweckt? Der nächste Frühling kommt bestimmt! Wie wäre es mal mit einer Wander- und Geocaching-Auszeit im Hochschwarzwald?

 

Die interaktive Karte meiner Tour

Auf der folgenden interaktiven Karte könnt ihr nochmal die wichtigsten Wegpunkte meiner Tour durch den Hochschwarzwald und die angrenzenden Gemeinden sehen. Meine Unterkunft und die Einkehrmöglichkeiten, die ich genutzt habe, sind auf der Karte eingezeichnet. Alle Lab- und Geocaches, die ich während meiner Tour gefunden habe, sind ebenfalls in der Karte zu finden. Bitte beachtet, dass alle Links zu Unterkünften sogenannte Provisionslinks sind. Wenn ihr darüber bucht, kostet es euch nicht mehr und ich bekomme eine kleine Provision. Im Voraus besten Dank für eure Unterstützung meines Blogs!

Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Bei Komoot habe ich eine Collection mit den einzelnen Wanderungen und ein paar mehr Bildern eingestellt.

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Wie hat euch mein Überblicksartikel zu meiner Tour „7 Tage im Hochschwarzwald“ gefallen? Wäre diese Tour auch etwas für euch? Welche Mehrtagestouren verbindet ihr mit Geocaching? Wie immer freue ich mich über eure Kommentare unter diesem Beitrag!

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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