Lab- und Geocaching in der Altstadt von Heilbronn

Bei meiner abwechslungsreichen Geocaching-Tour durch Heilbronn habe ich nicht nur 20 spannende Lab-Caches geloggt, sondern auch faszinierende Bauwerke aus der Renaissance und dem Mittelalter entdeckt!

Lass dich von meinem Bericht inspirieren, folge meinen Spuren zu den schönsten Ecken der Stadt und genieße authentische schwäbische Maultaschen in einer meiner Restaurant-Empfehlungen. Eine GPX-Datei und ein Komoot-Link zum Nachwandern sind ebenfalls enthalten.

 

 

Lab- und Geocaching in Heilbronn

Nach meinem Besuch der tollen historischen Altstadt von Bad Wimpfen wollte ich mir am folgenden Wochenende die Altstadt von Heilbronn anschauen. Bei meinem Stadtrundgang habe ich mich überwiegend von den vorhandenen Lab-Caches leiten lassen.

Während meines etwa vierstündigen Besuchs (inklusive eines Mittagessens im Restaurant) sind mir 20 Funde von Labcaches gelungen. Auch den Virtual Das Käthchen von Heilbronn konnte ich ohne Probleme loggen. Im Jahr 2014 war ich schon einmal in der Stadt, um den Webcam-Cache am Marktplatz zu absolvieren. Diese Webcam Heilbronner Webcam ist immer noch aktiv!

Mit mehr Zeit und weiteren Laufwegen wären noch einige Funde mehr möglich gewesen.

 

Meine Anreise mit der Bahn

Auch für diese Reise habe ich das Deutschlandticket genutzt und bin mit dem Regionalexpress angereist. So erspare ich mir die nervige Parkplatzsuche und die Parkgebühren. Der Hauptbahnhof liegt sehr zentral. Von dort sind es nur etwa 800 Meter bis zum Marktplatz. Auf halber Strecke befindet sich das Parkhaus experimenta. Dort könnt ihr, falls ihr nicht den ÖPNV zur Anreise nutzen möchtet, derzeit für 1,50 € pro angefangene Stunde euer Auto abstellen.

 

Bis zum Neckar

Auf dem Weg vom Bahnhof in die Altstadt fällt mir dieses besondere Parkhaus ins Auge.

Durch die Glasscheiben kann ich erkennen, dass das Fahrrad von einem Mechanismus nach oben transportiert und abgestellt wird. Ich frage mich, ob ich das Vertrauen hätte, mein gutes E-Bike hier abzustellen. Die Technik finde ich allerdings höchst interessant! Ich folge weiter der Bahnhofstraße bis zur Friedrich-Ebert-Brücke, die mich über den Neckar führt.


Am Fluss liegen einige Schiffe. Ich kann ein Theaterschiff und ein Touristenschiff für Rundfahrten erkennen.

Ich gehe über die Brücke und biege dann in die nächste Straße rechts ab.

 

Über den Virtual wieder zurück zum Neckar

Nach einem kurzen Spaziergang erreiche ich das sogenannte Fleischhaus, einen prachtvollen Renaissancebau aus dem späten 16. Jahrhundert.

Ursprünglich diente das Erdgeschoss als Schlachthaus und Verkaufsstelle der Fleischerzunft, während in den oberen Stockwerken glanzvolle Gerichts- und Ratstage abgehalten wurden. Heute zeugt das Gebäude am Marktplatz nicht nur von der einstigen Handelsmacht der Stadt, sondern beherbergt nach einer wechselvollen Geschichte als Museum und Archiv ein lebendiges Stück Heilbronner Kulturgeschichte.

Ich laufe um das Fleischhaus herum und komme zu einer kleinen Statue des Heilbronner Käthchens. Dort logge ich den Virtual „Das Käthchen von Heilbronn“ mit einem Selfie, bei dem ich das Fleischhaus im Hintergrund habe.

Von dort gehe ich die paar Schritte zum Neckar und folge der Uferpromenade bis zum Götzenturm.

Der markante Götzenturm ist ein Überrest der mittelalterlichen Stadtbefestigung aus dem Jahr 1392. Er verdankt seinen Namen der Legende, dass der berühmte Ritter Götz von Berlichingen im 16. Jahrhundert hier eine Nacht in ritterlicher Haft verbracht haben soll. Der markante Sandsteinturm am Neckarufer ist heute nicht nur ein Wahrzeichen der Stadtgeschichte, sondern durch die moderne Skulptur auf seiner Spitze auch ein Symbol für die Verbindung von Tradition und Gegenwart.

 

Durch den modernen Teil der Altstadt

Obwohl die historische Altstadt im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, erinnert das Zusammenspiel der rekonstruierten Prachtbauten – darunter das Rathaus und die Kilianskirche – eindrucksvoll an die einstige Bedeutung der ehemaligen Reichsstadt. Heute prägt ein spannender Kontrast das Stadtbild: Mutige, moderne Architektur und zeitgemäße Neubauten füllen die Lücken der Geschichte.

Am Fleinertorbrunnen biege ich in die Fußgängerzone ein, die fast ausschließlich von modernen Gebäuden gesäumt ist.

In Heilbronn gibt es noch eine Galeria Kaufhof in einem typischen Gebäude, wie ihr es auch aus anderen Städten kennt.

Etwas weiter wird es bunt und recht futuristisch: Ich komme am Eingang der Stadt-Galerie vorbei. Auf der rechten Seite liegt das historische Gebäudeensemble des Deutschhofs, das ich mir später noch näher anschauen werde.

Die Fußgängerzone endet am Killiansplatz, an dessen Seite sich der Komödienbrunnen befindet.

Nachdem ich die Frage für den Labcache beantwortet habe, gehe ich zur Kirche hinüber.

 

Besuch in der Killianskirche

Die imposante Kilianskirche mit ihrem markanten Westturm aus dem 16. Jahrhundert ist ein Meisterwerk der Renaissance und das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt Heilbronn. Trotz der schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb der kostbare Hochaltar von Hans Seyfer wie durch ein Wunder erhalten. Er macht die Kirche heute zu einem Ort, an dem spätgotische Kunstfertigkeit und die bewegte Stadtgeschichte unmittelbar spürbar werden.

Auf meinem Weg zum Haupteingang komme ich am Sieben-Röhren-Brunnen vorbei.

Der geschichtsträchtige Brunnen wurde bereits im 16. Jahrhundert über einer ehemaligen Schwefelquelle errichtet und diente lange Zeit als zentrale Trinkwasserversorgung für die Heilbronner Bürger. Seine prachtvollen gusseisernen Röhren und das historische Gehäuse zeugen noch heute von der kunstvollen Wasserarchitektur der Renaissance. Damit ist der Brunnen einer der charmantesten Zeugen der städtischen Alltagskultur vergangener Jahrhunderte.

Etwas weiter links steht eine Skulptur des heiligen Christophorus. Die imposante Sandsteinstatue an der Südostseite der Kilianskirche erinnert an die mittelalterliche Tradition, den Schutzpatron der Reisenden an markanten Außenwänden zu platzieren. So sollte sein Anblick die Gläubigen vor einem jähen Tod bewahren.

Obwohl das Original im Laufe der Jahrhunderte durch Witterung und Kriegsschäden stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist die heutige Darstellung nach wie vor ein kraftvolles Symbol der Heilbronner Stadtgeschichte und wacht weiterhin über die Passanten am Fuße des Kirchbergs.

Danach gehe ich in die Kirche und bin von der Größe und der tollen Beleuchtung des Kirchenschiffs beeindruckt.

Nachdem ich mir den Hochaltar angesehen habe und durch den Innenraum geschlendert bin, verlasse ich die Kirche wieder.

Mein nächstes Ziel ist der Marktplatz.

 

Am Marktplatz mit dem historischen Rathaus

Der weitläufige Marktplatz bildet seit dem Mittelalter das pulsierende Zentrum Heilbronns und zeugt von der langen Tradition der Stadt als bedeutendem Handelsplatz.

Ein architektonisches Highlight ist das historische Rathaus, ein prachtvoller Renaissancebau, der nach seiner Zerstörung im Jahr 1944 unter Verwendung alter Fragmente originalgetreu rekonstruiert wurde. Besonders faszinierend ist die kunstvolle astronomische Uhr von Isaac Habrecht aus dem Jahr 1580. Sie ist bis heute ein Symbol für den einstigen Wohlstand und den technischen Fortschritt der freien Reichsstadt.

Bereits im Jahr 2014 konnte ich die Webcam Heilbronner Webcam erfolgreich auf dem Marktplatz vor dem Rathaus loggen.

Ich überquere die Straße und laufe in Richtung Deutschhof.

 

Rund um den Deutschhof

Nach zwei Straßen erreiche ich den Deutschhof. Das geschichtsträchtige Gebäude blickt auf eine über 800-jährige Vergangenheit zurück. Ursprünglich diente es als Residenz und Verwaltungssitz der Kommende des Deutschen Ordens.

Nach seiner aufwendigen Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg präsentiert sich das Ensemble als kulturelles Herzstück Heilbronns. In seinen Renaissance-Mauern beherbergt es die städtischen Museen und das Stadtarchiv.

Auf meinem Weg in den Innenhof komme ich durch ein Tor. Dort drehe ich mich um und schaue zurück auf das Deutschordensmünster, welches an den Deutschhof angebaut wurde.

Etwas weiter fällt mir dieser Wappenstein für Deutschmeister Hartmann von Stockheim und Komtur Hans von Welden ins Auge.

Besonders sehenswert ist der idyllische Innenhof, in dem die Verbindung aus mittelalterlicher Ordensgeschichte und moderner kultureller Nutzung eine einzigartige Atmosphäre schafft.

In der anderen Richtung ist links der Eingang ins Museum und weiter hinten das Münster zu sehen.

An der Seite des Innenhofs finde ich eine weitere achteckige Stauferstele. Sie erinnert an die enge Verbindung Heilbronns zum berühmten Kaisergeschlecht der Staufer. Diese verliehen der Stadt im 13. Jahrhundert die wichtigen Stadtrechte und erhoben sie so zur freien Reichsstadt. Das Denkmal markiert historische Ereignisse wie die Erwähnung Heilbronns im Jahr 1225 unter Friedrich II. und symbolisiert die Wurzeln der Stadt als einstigen Stützpunkt kaiserlicher Macht in der Region.

Danach verlasse ich den Deutschhof und laufe einmal um die Außenmauern herum bis zum Münster.

 

Besuch im Deutschordensmünster

Nach einem kleinen Spaziergang erreiche ich den Haupteingang des Münsters.

Neben dem Eingang fällt mir diese Tafel ins Auge, welche die Geschichte des Münsters erklärt.


Das eindrucksvolle Deutschordensmünster St. Peter und Paul blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte als ehemalige Ordenskirche des Deutschen Ordens zurück. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus mit seinem charakteristischen Turm sorgsam wiederaufgebaut. Es vereint heute auf faszinierende Weise gotische Bausubstanz mit schlichter, eleganter Moderne.

Auf der rechten Seite befindet sich der älteste noch erhaltene Teil in Form einer kleinen Kapelle.

Im Bogen der Kapelle ist noch das Kreuz der Deutschen Ritter zu sehen.

Nachdem ich mich in der Kirche umgeschaut habe, setze ich meinen Stadtrundgang fort.

 

Ein großer Bogen durch die Altstadt

Ich laufe zur Allee, einer großen, mehrspurigen Ringstraße um die Altstadt. Eigentlich wollte ich dort das Lab-Adventure „Allee hopp“ spielen. Beim Lesen der Beschreibung wird mir jedoch klar, dass es mir zu aufwendig ist. Ich soll diverse Dinge zählen und in eine siebenstellige Zahl umwandeln. Darauf habe ich echt keine Lust!

Also laufe ich weiter zu dem kleinen Platz vor dem Stadtgarten und spiele zwei einfache Labs bei der Flügelnuss.

Anschließend gehe ich wieder in Richtung des Marktplatzes und komme am Hafenmarktturm vorbei.

Danach überquere ich den Marktplatz und schlendere wieder zum Neckar.

 

Über zwei Inseln zurück zum Hauptbahnhof

Nachdem ich den Fluß erreicht habe, mache ich ein Foto von dem futuristischen Gebäude der Experimenta.

Ein Lab führt mich zu einem blauen Bilderrahmen, wo ich noch einen schöneren Blick auf dieses Gebäude bekomme.


Danach wird es Zeit für mich an die Rückreise zu denken. Ich laufe zum Bahnhof und verlasse Heilbronn. Damit geht ein schöner Tag zu Ende.

 

Meine Restaurantempfehlung für Heilbronn

Zum Mittagessen gehe ich in Lehners Wirtshaus am Neckar essen. Hier gönne ich mir Maultaschen mit Kartoffelsalat und Bratensoße, die mir sehr gut schmecken.

Da ich mich gerade im Schwäbischen befinde, möchte ich auch die regionale Küche genießen. In diesem Wirtshaus ist das zu fairen Preisen möglich. Falls ihr mal in Heilbronn seid, möchte ich euch dieses Restaurant ans Herz legen.

 

Interaktive Karte meiner Tour durch Heilbronn

Auf der folgenden Karte könnt ihr die von mir besuchten Sightseeing-Spots meiner Tour durch die Altstadt von Heilbronn sehen. Die Lab- und Geocaches, die ich geloggt habe, habe ich euch ebenfalls in die Karte eingezeichnet. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Lab- und Geocaches öffnet sich das Listing bei einem Klick auf den Cachenamen. Meine Restaurantempfehlung habe ich euch mit einem roten Marker eingezeichnet.

Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Inzwischen habe ich diese Tour auch in meinem Komoot eingestellt.

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Wie hat euch mein Bericht von meinem Besuch in Heilbronn gefallen? Seid ihr selbst schon dort gewesen? Was habt ihr in der Stadt unternommen und angeschaut? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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