Geocaching-Meisterschaft 2020: Unsere Qualifikation!

Am letzten Samstag fand die Qualifikation zur Teilnahme an der 17. Deutschen Geocaching-Meisterschaft statt. Hierbei kämpfen 35 Teams aus zehn Bundesländern um einen Startplatz bei der Meisterschaft, die Mitte Juni in Karlsruhe stattfinden wird.

Im bewährten Team „The curious five“ habe ich daran teilgenommen. Wie es uns ergangen ist und welche Aufgaben wir bewältigen mussten, schildere ich euch im Folgenden …

 

 

Die Anmeldung

Um an der 17. Deutschen Geocaching-Meisterschaft teilnehmen zu können, musste man sich bis zum 15. Januar 2020 anmelden. Da sich insgesamt 35 Team aus insgesamt 10 Bundesländern bis dahin angemeldet hatten und insgesamt nur 18 Startplätze zur Verfügung stehen, war – wie auch schon in den letzten neun Jahren – eine Qualifikation notwendig. Da nicht erwartet werden kann, dass dazu alle Teams nach Karlsruhe anreisen, erfolgt diese online am heimischen PC. Der Termin am 8. Februar 2020 war schon bei der Anmeldung bekannt.

Für tower27 und mich ist diese Qualifikation ein kleines Jubiläum: Es ist die zehnte Qualifikation in Folge, an der wir teilnehmen!

Nach Anmeldeschluss erreicht uns eine ausführliche Mail mit Informationen zum Ablauf der Qualifikation. Diese Mail enthält eine kleine Überraschung für uns. Um an der Qualifikation teilnehmen zu dürfen, müssen wir schon eine erste Aufgabe erledigen: Wir müssen unser Team vor einem Ortsschild der Stadt fotografieren, die wir in unserer Anmeldung angegeben hatten. Da stellt uns wegen unserer vollen Terminkalender und der Kurzfristigkeit natürlich vor eine Herausforderung.

Irgendwie finden wir noch einem kleinen Zeitraum zwischen unseren vielen Terminen und machen ein Foto von uns im strömenden Regen. Naja – was soll’s – ist nicht wirklich schön oder kreativ, aber erfüllt ja voll die gestellte Aufgabe, denken wir zu diesem Zeitpunkt …

 

Die Aufgaben

Aus den bisherigen Informationsmails wissen wir, dass die Qualifikation um 11 Uhr beginnen wird und bis etwa 17 Uhr dauern wird. Sicherheitshalber treffen wir uns schon um 10 Uhr bei tower27, der von uns allen über den besten Internetanschluss verfügt: einen 400 MBit DSL-Anschluss! Wir bauen unsere IT-Technik auf, testen die Internetverbindung und das Einloggen auf der Webseite der Qualifikation: passt schon mal Alles!

Kurz vor Beginn erhalten wir eine Mail mit den letzten Informationen und dem Hinweis, dass die drei kreativsten Teams bei der Voraufgabe (Teambild am Ortsschild) jeweils zehn Punkte gutgeschrieben bekommen. Diesen Hinweis hätte ich mir in der Beschreibung der Voraufgabe gewünscht. Nachträglich das Bewertungssystem zu ändern finde ich recht fragwürdig.

In der letzten Informationsmail fällt uns am Ende eine sonderbare Grafik auf. Da wir noch Zeit bis zum Start der Qualifikation haben, versuchen wir sie zu entschlüsseln. Jemand aus dem Team ist diese Verschlüsselung geläufig, eine dazu passende Webseite ist schnell gefunden. Der entschlüsselte Text lautet: „Viel Erfolg“. Wir verschlüsseln ein „Danke“ und schicken es an das Orga-Team zurück …

Um Punkt 11 Uhr starten wir neugierig und auch leicht nervös in die Qualifikation. Alle Aufgaben werden in einem kurzen Youtube-Video angekündigt. Kurze Zeit später öffnet sich dann eine Seite mit einer Cache-Beschreibung (Listing). Darin erfahren wir, was für uns zu tun ist und für was es Punkte geben wird. Am Ende der Seite gibt es ein Eingabefeld, in dem die Lösung abgeschickt werden muss. Manchmal müssen mehrere Lösungen eingegeben werde. Jede einzelne Lösung kann nur einmal abgeschickt werden – will heißen, dass wir falsche Lösungen nicht mehr korrigieren können.

 

1. Der Meilenstein

Gleich die erste Aufgabe ist ein Hammer für uns: Ein Logikrätsel, bei dem aus den Aussagen von zwei Personen, die jeweils nur ein Teilwissen haben, zu ermitteln ist, welchen Cache sich ein Geocacher als persönlichen Meilenstein ausgesucht hat.

Wir diskutieren laut im Team unsere Ansätze und kommen zu einem gemeinsamen Vorgehen. Es scheint zu passen und genau ein Geoache lässt sich so eindeutig aus der vorgegebenen Liste identifizieren. Wir geben unsere Lösung gefühlt recht schnell ab und hoffen, dass Alles soweit richtig war. Schon jetzt stellen wir fest, dass wir absolut nicht einschätzen können, wie gut wir uns schlagen, was richtig oder falsch ist und ob es für eine erfolgreiche Qualifikation ausreichen wird. Wir versuchen daher einfach nur konzentriert bei jeder einzelnen Aufgabe unser Bestes zu geben!

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse kann ich sehen, dass wir bei dieser Aufgabe die schnellsten waren und nur 10 der 35 Teams die richtige Lösung eingegeben haben.

 

2. Problem des Cachereisenden

Zunächst haben wir eine kurze Pause, die durch einen rückwärts laufenden Timer angezeigt wird. Dann ist es soweit: Die nächste Aufgabe öffnet sich. Auf einer Google-Maps-Karte werden Marker angezeigt, die in der jeweiligen Stadt aller teilnehmender Teams platziert sind. Unsere Aufgabe ist es, in Karlsruhe zu starten, jeden Marker einmal zu besuchen und wieder in Karlsruhe zu enden. Die Punktevergabe erfolgt nach der Reihenfolge der kürzesten Gesamtstrecke.

Jeder von uns probiert an seinem Rechner eine mögliche Strecke. Diese Aufgabenstellung ist in der Informatik unter dem Namen „Travelling Salesman“ bekannt und nicht trivial zu lösen.

Als wir ein Ergebnis knapp unter 2500 Kilometer erreichen geben wir ab und hoffen auf eine gute Punktzahl!

Später sehe ich, dass wir die 9.-besten bei dieser Aufgabe waren.

 

3. 3D-Stadtwappen

Anschließend folgt die Kreativaufgabe: Wir sollen unser Stadtwappen in 3D nachbauen.

OK – 3D – schnell entsteht die Idee Lego dafür zu nehmen, denn was ist mehr 3D als Bauten aus Lego-Steinen? Und ich bin echt froh, dass ich als Teamkapitän für uns Neunkirchen ausgesucht habe, welches ein recht einfaches Stadtwappen besitzt.

Hut ab ans Orgateam, welches sich in der Vorbereitung der Qualifikation die Mühe gemacht hat, alle Stadtwappen der teilnehmenden Teams in Erfahrung zu bringen.

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse kann ich sehen, dass hier fast alle Teams die volle Punktzahl für Ihre kreativen Arbeiten bekommen haben.

 

4. Mission Impossible

Anschließend wird’s wieder etwas aufwendiger: Wir müssen im Internet die allererste Email, die jemals nach Deutschland verschickt wurde, finden.

Im Netz finden wir leider nur einige mehr oder weniger gute eingescannte Bilder. Mittels OCR verwandeln wir ein gutes Bild in Text. Auf meinem Blog-Server, der unter Linux läuft, probiere ich mit sendmail herum. Wir entscheiden uns gemeinsam ins Risiko zu gehen und den Text über sendmail (mit dem ich bisher noch keine Erfahrungen gemacht habe) abzuschicken.

Die Qualifikationssystem bestätigt uns den Eingang und wir können lesen, dass zumindest der Text korrekt übermittelt wurde. Teilpunkte sollte wir hier bekommen haben. Ich bin schon ganz neugierig auf die Bekanntgabe der Ergebnisse der einzelnen Aufgaben. Mal schauen, was wir hier bekommen haben.

Hier haben wir eher schlecht abgeschnitten, 23 Teams waren hier besser als wir …

 

5. Das Pubquiz

Danach wird es hektisch!

Wir versammeln uns hinter einem Rechner und versuchen die Fragen, die aus den Bereichen Geocaching und Karlsruhe stammen, zu beantworten. Bei einigen müssen wir die Antwort raten. Um im Internet nachzuschauen, sind die 20 Sekunden, die wir für jede Antwort haben, meist zu knapp.

Wir glauben ein paar richtige Antworten abgegeben zu haben – können uns jedoch kein Bild machen, wie wir hier wohl abgeschnitten haben …

Diese Aufgabe schließen wir als 6. ab.

 

6. House of Cards – Karlsruhe

Jetzt folgt eine Geschicklichkeitsaufgabe (quasi „ein Geocaching-Biatlon“) mit Outdoor-Teil. Wir sollen aus Spielkarten und Bierdeckeln jeweils eine Pyramide bauen. Die Spielkarten waren vorher angekündigt, die Bierdeckel nicht – sie werden für uns zu einer Außenaufgabe.

Im schon bewährten Außenteam besorgen tower27 und Sabine vom Team Owen Meany die Bierdeckel. Der Rest vom Team beginnt zu bauen. Wir stellen fest, dass das gar nicht so einfach ist, mit dem ganzen Adrenalin im Blut. Nach jeder Ebene machen wir ein Foto, um unsere Ergebnisse zu sichern, schicken es aber noch nicht ab. Als die Zeit zu Ende geht, schicke ich die beiden Bilder mit den höchsten Pyramiden ab …

Als 15. liegen wir hier im oberen Mittelfeld.

 

7. Cachelands

Als Nächstes müssen wir Aufgaben lösen, die aus dem Brettspiel Woodlands stammen. Eine wirklich schöne Idee, wie wir finden.

Zunächst haben wir zehn Minuten Zeit in einem Demospiel uns mit den Regeln vertraut zu machen. Das gelingt tower27 in dieser Zeit am Besten. Wir entschließen uns, diese Aufgabe an seinem Rechner zu spielen, zumal er auch den größten Monitor hat.

Drei Durchgänge sind zu absolvieren. Der erste ist recht einfach und nach zwei Minuten erledigt. Der nächste ist gemeinsam im Team auch schnell gelöst. Beim dritten brauchen wir etwas länger – ist aber auch für uns recht schnell machbar. Nach etwa der Hälfte der Zeit haben wir schon abgegeben.

Mal schauen, wie wir hier im Vergleich zu den anderen Teams abgeschnitten haben. Nach Bekanntgabe des Endergebnisses sind wir echt überrascht, wir waren die Schnellsten und damit sogar noch 8 Sekunden schneller als der Autor dieses Spieles.

 

8. Made in Karlsruhe

Und schon wieder müssen wir als Lösung ein Bild einreichen. Dieses Mal müssen wir im Haushalt von tower27 ein Produkt finden, welches aus Karlsruhe stammt und dieses (mit einem lesbaren „Karlsruhe“) zusammen mit unserem 3D-Stadtwappen fotografieren.

Schnell ist klar, dass DM-Produkte aus Karlsruhe stammen und dies auf der Rückseite zu lesen ist.

Wir machen schnell ein Foto und schicken es ab. Auch hier haben wir mal wieder keine Idee, wie gut wir bei dieser Aufgabe im Vergleich zu den anderen Teams liegen.

Hier geben wir als 4.-schnellstes Team ab.

 

9. Lyrics

Jetzt wird es problematisch. Wie sollen ein Lied anhand von Bildern, die den Liedtext abbilden, identifizieren. Danach die Bilder gemäß dem Liedtext in eine Reihenfolge bringen und daraus das Lösungswort bilden.

Zunächst haben wir so gar keine Idee. Wir googlen endlos Liedtexte im Internet und kommen auf keinen grünen Zweig. Auch die Hints, die im fünf-Minuten-Takt angezeigt werden, helfen uns zunächst nicht weiter. Dann fällt im Team Owen Meany der Groschen. Wir suchen den zugehörigen Text und beginnen die Bilder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Währenddessen wird der nächste Hinweis angezeigt, welcher unsere Theorie bestätigt. Wir bilden das Lösungswort und geben ab …

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse erfahren wir, dass bei dieser Aufgabe insgesamt 28 Teams besser waren als wir – hier haben wir uns total falsch eingeschätzt!

 

10. The Wheel of Knobel

Bei der nächsten Aufgabe müssen wir wieder basteln: Zwei Papierscheiben sind auszudrucken und auszuschneiden.

Daraus entsteht ein Rätselrad. Wir müssen darauf 18 Paare finden, die zusammen ein Wort aus dem Bereich Geocaching bilden.

Wir arbeiten mit nur einer Scheibe im Team, bilden die Begriffe und streichen sie durch. Ich sitze vor der Webseite und gebe die Begriffe ein. Ab und zu kann ich mich an der Begriffsfindung beteiligen und werfe ein paar Worte in den Raum. Wir kommen erstaunlich gut voran. Am Schluß bleiben vier Begriffe übrig, aus denen wir ein Bonus-Lösungswort bilden.

Wir vermuten, dass wir diese Aufgabe komplett richtig gelöst haben – doch was das am Ende im Vergleich zu den anderen Teams wert ist, wird erst die Bekanntgabe der Teilergebnisse zeigen …

Danach lief es wieder besser: Wir schließen als 4.-bestes Team ab.

 

11. Stadtwappen zuordnen

Dann wird’s witzig. Wir sollen eine Art „offenes“ Memory spielen und jeweils das Stadtwappen und das Bild vom 3D-Modell der einzelnen Teams zuordnen.

Hier sehen wir zum ersten Mal alle Wappen. Erneut bin ich froh, dass unser Stadtwappen so einfach ist. Manche Teams mussten sich hier richtig was einfallen lassen.

Wir stellen uns wieder hinter den großen Monitor und bearbeiten diese Zuordung im Team. Eigenlich sind die Paare einfach zu finden und wir klicken uns schnell durch die Aufgabe. Auch hier haben wir keine Idee, wie gut wir waren?

Beim gemeinsamen Klicken erreichen wir bei dieser Aufgabe sogar den dritten Platz.

 

12. Faltkonzert

Dann wird es richtig übel für uns: Es folgt ein Musikrätsel mit Noten! … und wir sind alle so unmusikalisch.

Wir basteln schnell die Rätselscheibe und das Faltkonzert. Doch dann beginnen unsere Probleme. Zunächst versucht tower27 die Noten auf dem Klavier zu spielen … leider können wir an seiner Interpretation das Lied nicht erkennen. OK – Planänderung – wir suchen nach Notenprogrammen im Internet, werden fündig und tippen die Noten dort ein. Die Noten werden gespielt und dieses Mal erkennt jemand aus dem Team, um welches Lied es sich handeln sollte … Wir geben das erste Lösungswort ab und machen mit den nächsten Noten weiter. Auch bei zwei und drei glauben wir das Lied zu kennen. Dann wird die Zeit knapp. Kurz vor Schluss raten wir den letzten Begriff und geben ab … hier waren wir sicher nicht gut?!

Nach Bekanntgabe der Ergebnisse bestätigt sich unser Eindruck: Wir waren hier echt schlecht – insgesamt 23 Teams waren hier besser.

 

13. Wer sind wir?

Bei der nächsten Aufgabe dürfen wir bei einem Dialog zwischen zwei Personen teilhaben.

Wir müssen erraten, um welche beiden Personen es sich handelt und diese als zwei Lösungen eingeben. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis wir erste Ideen haben. Zwischen den Sätzen vergeht immer eine gewisse Zeit. Bei der gesuchten Frau sind wir uns recht sicher und geben sie als Lösung ein. Der weitere Dialog bestätigt uns in unserer Einschätzung. Bei dem Mann haben wir zunächst auch ein gutes Gefühl – im weiteren Dialog stellt sich aber am Ende heraus, dass wir den „falschen“ ausgewählt und eingegeben haben. Hier haben wir sicher wieder kaum Punkte erhalten …

Da wir eine falsche Antwort eingegeben haben, landen wir bei dieser Aufgabe nur auf dem 31. Platz.

 

14. Schattenspieler (NC)

Wir werden informiert, dass im Anschluß die letzte Aufgabe dieser Qualifikation für uns kommen wird. Dieses Mal ist es ein typischer Mystery-Nachtcache.

Es folgen zwölf Bilder, die in Karlsruhe Gebäude bei Nacht zeigen. Diese müssen wir in die richtige Reihenfolge bringen. Am unteren Ende der Aufgabe fällt uns wieder die gleiche Verschlüsselung wie in der Informationsmail auf. Da wir vorbereitet sind, können wir sie schnell decodieren. Und ja, dieser Hinweis hilft uns sehr viel weiter – wir wissen nun, was zu tun ist.

Trotzdem ist es noch etwas Arbeit. Wir sortieren die Gebäude, berechnen die Koordinaten und überprüfen sie auf Google Earth. Mist – wir landen mitten im Wald. tower27 rechnet nach und findet einen Fehler. Die neuen Koordinaten führen uns zu einem See mitten in Karlsruhe. Das scheint zu passen. Ich gebe die Koordinaten als erste Lösung ein. Schnell ist auch der gesuchte weiße Text gefunden … wir geben ab und beenden diese Qualifikation. Wie, das ist uns immer noch nicht klar.

Bei der letzten Aufgabe haben wir ein gutes Gefühl, nur fünf Teams sind hier besser und nur 17 Teams können das Rätsel überhaupt lösen.

 

Die Ergebnisse und das lange Warten darauf

Es ist kurz nach 17 Uhr. Wir warten … als eine halbe Stunde später noch keine Ergebnisse vorliegen, fahren wir nach Hause. Den ganzen Abend über schaue ich in mein Smartphone – immer noch nichts da. Am späten Abend dann eine Kommunikation auf Facebook … es wird noch dauern … Nach Mitternacht dann eine Mail, dass das heute nix mehr wird und die Ergebnisse im Laufe des Sonntag kommen werden.

Gleich morgens lese ich auf Facebook, dass die Ergebnisse nachts wohl schon vorgelegen haben, man sich aber noch Zeit lassen will. Ich nehme an, dass sie dann gleich kommen. Aber zur Mittagszeit ist immer noch nichts da??? Keine neue Kommunikation und keine Ergebnisse? Für mich hat es fast den Anschein, als sei das Orgateam auf Tauchstation gegangen. Ich befürchte das Schlimmste …

Nach der langen Kommunikationspause erfolgt kurz vor 18 Uhr die Information, dass die Ergebnisse nun online vorliegen. Leider fehlt ein Link in der Mail. Da wir in einer Veranstaltung mit schlechtem Empfang sind, ist es eine Tortur die alten Zugangsdaten zu finden und sich auf der Qualifikationswebseite einzuloggen.

Dann folgt die Erlösung – wir haben uns qualifiziert und sogar mit einem ordentlichen zweiten Platz. Im Anschluss an die Ergebnisse erfahren wir, dass wir sogar den Sonderpreis für Woodlands/Cachelands abgestaubt haben. Das freut uns mächtig!

Apropos Freuen – auch unser Schwesterteam aus dem Saarland, die Saarsucher, haben es geschafft. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch. Auch freuen wir uns die genusscacher in Karlsruhe wieder zu sehen. Auch wenn wir Saarländer sind, so haben wir doch nix gegen diese „Pälzer“!

Hier nun das komplette Endergebnis:

Alle grün-unterlegten Teams haben einen Startplatz in Karlsruhe erreicht. Schade finde ich persönlich, dass es beim Team Wiesbaden nicht ganz gereicht hat. Es ist immer wieder schön Euch wiederzusehen!

 

Mein Fazit

Die eigentliche Qualifikation war super. Der größte Teil der Aufgaben hat uns großen Spaß gemacht und war immer irgendwie zu lösen. Die Technik auf dem Webserver hat tadellos funktioniert. Als Einleitung der Aufgaben ein Video zu nutzen, verleiht dem Ganzen eine persönliche Note! Eigentlich hätte diese Qualifikation die Messlatte für die kommenden Orgateams nochmal ein gutes Stück höher hängen können.

Jedoch wurden nach Ende der Qualifikation die Bilder der Voraufgabe aller Teams gezeigt. Darauf waren Teams zu erkennen, die, gemäß der Aufgabenstellung, die Aufgabe nicht erfüllt haben und trotzdem von der Orga zugelassen wurden. So wurden Teammitglieder nur als Bilder gezeigt oder Ortsschilder verwendet, die sich nicht am Ortseingang befinden … Auch die schon erwähnten Punkte für kreative Bilder bei der Voraufgabe erscheinen im Nachhinein als recht willkürlich. In der Auswertung ist jedoch zum Glück zu sehen, dass diese Voraufgabe keinerlei Eiinfluß auf die Qualifikation gehabt hat. Von daher ist nochmal alles gut gegangen!

Was bei mir gefühlt den sehr guten Eindruck der Qualifikation etwas gemindert hat, war das lange Warten auf die Ergebnisse in Kombination mit einer absolut unzureichenden Kommunikation. Je länger es dauert, umso mehr Fragen stelle ich mir? Ist der Server kaputt gegangen? Sind unsere Antworten (teilweise) verloren gegangen? Gefällt der Orga das Ergebnis nicht? … Ich merke, dass ich langsam paranoid werde und höre auf mir Fragen zu überlegen.

Um diesen üblen Gedanken entgegen zu treten, hilft eigentlich nur noch maximale Transparenz bei der Auswertung der Ergebnisse. Und diese wurde durch eine weitere Mail für mich zufriedenstellend geschaffen. Ich freue mich auf die nächste Mail mit den Musterlösungen, um zu sehen, was wir alles falsch gemacht haben ;-)

Abschließend möchte ich hier erwähnen, dass dies definitiv eine der schönsten, wenn nicht sogar die schönste Qualifikation war, an der ich bisher teilnehmen durfte. Ein ganz dickes Dankeschön an das Orgateam für diesen tollen Nachmittagsspaß. Euch ist ja jetzt sicher klar, dass das unsere Erwartungen an die Meisterschaft noch mehr in die Höhe getrieben hat!

** ** ** ** ** **

Wie hat Euch mein Bericht zur der Qualifikation zur 17. Geocaching-Meisterschaft gefallen? Wäre so eine Qualifikation auch etwas für Euch? Habt Ihr teilgenommen und wie ist es Euch ergangen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

8 Kommentare:

  1. Tolle, Großartige und sehr ausführliche Erklärung
    find das sehr gut mal mitzubekommen auf sehr detailierte art und weise und evtl sind wir nächstes Jahr auch mal am Start und probieren unser Glück
    Schöne Grüße Jollyrogger

  2. Ich finde diesen ausführlichen Bericht sehr gut, ich komme aus Karlsruhe und keine das Orga-team persönlich, habe soll knackig schwierige Aufgaben schon erwartet. Ich wünsche allen qualifizierten Teams eine tolle Meisterschaft hier in Karlsruhe.

  3. Schade, das in 9. gesuchte Lied würde mich schon interessieren ^^

  4. Auch wenn wir nicht qualifiziert sind, werden wir (Team Wiesbaden) garantiert zumindest teilweise zur Meisterschaft anreisen um die Teilnehmer seelisch und moralisch zu unterstützen. Insofern werden wir uns sicherlich in Karlsruhe treffen. Zur Quali selbst bleibt zu sagen, dass die Aufgaben sehr gut vor – und aufbereitet waren. Woran es bei uns letzendlich lag, müssen wir uns noch überlegen … irgendeine Ausrede fällt uns schon noch ein… ein dickes Lob auf jeden Fall ans Team dicke Bretter. Wenn die Meisterschaft so wird, wie die Quali, wird es super. Am dieser Stelle ist es vielleicht aber doch ganz gut, nur Zuschauer zu sein und nicht auf die Siegerehrung warten zu müssen – schließlich muss ich am Montag wieder arbeiten…

  5. Ich kann hier nur SAARFUCHS Recht geben. Es stand nirgends, dass die Aufgaben nicht veröffentlicht werden dürfen. Wo wäre da auch die Logik? Warum sollte man das nicht tun sollen? Klar, Lösungen zu veröffentlichen wäre ungeschickt. Also warum erst mal rumstänkern?

  6. Vielen Dank für deinen Bericht. Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht!
    Thomas aka tower27

  7. Super Aktion. Orga bittet In der Mail darum, Die Aufgaben nicht zu veröffentlichen…

    • Ich weiß ja nicht, welche Mail du bekommen hast? Aber in meiner wurde ich nur gebeten keine Lösungen zu veröffentlichen – und daran habe ich ich mich in diesem Jahr gehalten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.