Geocaching & Wandern & Sightseeing: Kasteler Felsenpfad

Vor einiger Zeit sind saarzwerg und ich den Premiumwanderweg Kasteler Felsenpfad bei Saarburg gewandert. Es gibt sehr viele schöne Felsen zu bestaunen und einer davon kann sogar bestiegen werden.

Zum Abschluss der Tour besuchen wir die Klause Kastel, die auf einem Felsvorsprung erbaut wurde. Kommt mit auf diese virtuelle Wanderung!

 

 

Der Kasteler Felsenpfad

Kastel-Staadt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg. Sie liegt ganz idyllisch auf einem Felsplateau. Dort startet der Wanderweg Kasteler Felsenpfad, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 84 Punkten als Premiumwanderweg ausgezeichnet worden ist. Der Wanderweg hat eine Länge von 8,8 Kilometern und am Ende der Tour hatte ich gute 500 Höhenmeter auf meinem GPS. Mit einer ausgiebigen Mittagspause, der Besteigung des Altfelsens und Geocaching benötigen wir gute vier Stunden für die Wanderung und nochmal eine dreiviertel Stunde für eine kurze Besichtigung der Klause.

Auf dem Plateau gibt es einen Parkplatz und eine Informationstafel, die Euch den Verlauf des Kasteler Felsenpfads zeigt.

Dieser Premiumwanderweg ist sehr gut beschildert – an jeder Abzweigung zeigen Schilder Euch den richtigen Weg.

Praktisch finde ich, dass unterwegs auch Schilder für die schon zurückgelegte Entfernung zu finden sind – so ist jederzeit klar, welche Strecke noch zu bewältigen ist!


Über den kompletten Wanderweg führt der Multicache Traumschleife Kasteler Felsenpfad, der am Parkplatz beginnt. Seine acht Stationen entsprechen der empfohlenen Laufrichtung des Wanderwegs. Alle Stationen sind recht eindeutig und gut zu finden. Auf dem Plateau und unterwegs sind noch einige andere Geocaches zu suchen, die ich Euch in der interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet habe. Da wir nur wenig Zeit an diesem Tag hatten, sind wir nur einen Teil davon angegangen …

 

Auf dem Plateau

Gegen Viertel vor Zehn starten wir unsere Wanderung. Vom Parkplatz geht es zunächst in Richtung der kleinen Kirche.

Kurz davor biegt der Wanderweg rechts zu dem Aussichtspunkt „Elisensitz“ ab. Hinten rechts sehen wir schon den mächtigen Altfels, der sich aus dem Wald erhebt.

Anschließend führt uns der Premiumwanderweg ein kurzes Stück über den Friedhof, um uns in einem Bogen zum Eingang der Klause zu bringen.

Die Besichtigung derselben heben wir uns für den Abschluss unserer Wanderung auf, da wir auf diesem Teilstück auch am Ende unserer Wanderung wieder vorbei kommen werden.

 

Der lange Abstieg ins Tal

Vom Eingang der Klause laufen wir ein kleines Stück in Richtung des Parkplatzes zurück, bevor wir nach rechts zur Kante des Plateaus abbiegen. Dort befinden sich die Überreste eines römischen Amphitheaters.

Nun geht es in den Wald und  entlang der Abbruchkante stetig bergab. Nach wenigen Minuten kommen wir zu einem Aussichtspunkt mit einer Bank. Wir haben dort einen schönen Blick ins Saartal und auf die Ortschaft Serrig.

Wir wandern weiter bis zu einem kleinen Rastplatz auf einem Felsvorsprung. Dort teilt sich der Kasteler Felsenpfad. Wir folgen der empfohlenen Laufrichtung nach rechts.

Der schmale Wanderpfad führt uns nun unterhalb der Felswände des Plateaus vorbei. Mir gefällt es hier sehr gut. An einigen Felsen wurden Holzschilder mit den Namen angebracht.

An einem größeren Felsen schaue ich mal nach oben und kann ein steinernes Kreuz entdecken. Wir sind nun genau unterhalb der Klause, von der von hier unten an dieser Stelle bis auf das Kreuz nichts zu sehen ist.

Weiter geht’s. Unterwegs kommen wir an einer exponierten Felsnadel vorbei, deren Höhe wir für unseren Wandermulti ablesen müssen. Kurz danach kommt noch eine kleine ehemalige Behausung im Fels, die schon lange verlassen ist. Nachdem wir die felsige Nase des Plateaus umrundet haben, steigen wir in großen Serpentinen in das Tal des Pinschbaches hinab.

Bevor wir diesen überqueren, suchen wir noch schnell den ersten Tradi des Tages, den Felsenpfad 2. Hier wurde doch allen Ernstes ein Nano versteckt. OK – magnetisch gibt es hier nicht wirklich viele Möglichkeiten und so halten wir kurze Zeit später den Kleinen in den Händen.

 

Zum Altfels

Auf der anderen Seite des Baches geht es nun wieder leicht bergauf. Ein Schild macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns dem Altfels nähern.

Schon von Weitem ist die beeindruckende Felswand zu sehen. Kurz davor zweigen wir von einem breiten Forstweg auf einen schmalen Serpentinenpfad ab.

Eine Serpentine bringt uns ganz nah an eine Felsnadel heran. Von unten mache ich dieses Foto.

Nach einer weiteren Serpentine erreichen wir eine freie Fläche auf dem Kamm dieses Hügels. Wir stehen nun unmittelbar vor dem Altfels. In diesen wurden Stufen geschlagen, um so einen Weg auf den Gipfel anzulegen.

An einigen Stellen wurden zur Sicherung zusätzlich Stahlseile angebracht.

Der Aufstieg ist für mich einfach … ich fühle mich an keiner Stelle unwohl. Allerdings gilt es zu bedenken, dass der Anstieg immer schwieriger als der Aufstieg ist!

Oben auf dem Gipfel habe ich eine tolle Aussicht. Hier kann ich mich (unter Zuhilfenahme meiner Hände) frei bewegen. Allerdings ist Vorsicht geboten, da fast überall Absturzgefahr besteht. Ihr solltet hier trittsicher und schwindelfrei sein!

Bis ganz nach vorne gehe ich nicht, da ich dafür eine größere „Lücke“ überklettern müsste. Und da unten der saarzwerg auf mich wartet, möchte ich mich hier oben nicht allzu lange aufhalten.

Also drehe ich um und mache mich wieder auf den Weg nach unten.

 

Durch die Schlucht ins Tal

Wir wandern weiter. Zunächst geht es recht eben durch einen Wald …

… bis wir rechts über Treppen in eine Schlucht nach unten abbiegen. Im oberen Teil gibt es wieder Serpentinen und rechts und links des Weges sehen wir schöne Felsformationen.

An einer gibt es den Tradi markanter Fels zu suchen. Leider haben wir hier einen recht schlechten GPS-Empfang und so springen die Zielkoordinaten doch recht arg. Der Hint ist nicht wirklich hilfreich und ein Spoilerbild gibt es nicht. So brechen wir unsere sinnlose Suche ab und loggen den ersten DNF des Tages. Wir folgen weiter dem Wanderpfad nach unten, bis wir auf einen breiten Forstweg kommen. Dort finden wir eine Bank und beschließen darauf unsere Mittagspause zu verbringen. Es gibt Brote, Tomaten und hartgekochte Eier. Ein „Glas“ Rotwein zum Essen darf natürlich auch nicht fehlen.

Wir verbringen hier eine gute halbe Stunde, bevor wir unsere Wanderung wieder fortsetzen.

 

Hinauf in den Ort

Erneut überqueren wir den Bach auf einer schon ziemlich maroden Holzbrücke und beginnen auf der anderen Seite der Aufstieg hinauf zum Plateau.

Unser Wanderpfad ist recht idyllisch – er schlängelt sich an Felsen vorbei allmählich den Hang hinauf.

Eine gute Viertelstunde später kommen wir oben an. Der Weg führt uns durch den Ort. Gleich zu Beginn suchen wir den Tradi Felsenpfad START, den wir schnell finden können. Wir folgen der Beschilderung ein kurzes Stück durch den Ort bis zur letzten Station. Auf den Bänken des Dorfplatzes rechnen wir das Final unsere Wandermultis aus.

Anschließend nehmen wir auf der anderen Seite den Durchgang …

… und verlassen den Ort wieder in Richtung Wald.

 

Zurück zu den Felsen

Es geht nun wieder kontinuierlich über einen schmalen Pfad nach unten. Unterwegs kommen wir an dieser schönen Mariengrotte vorbei.

Nun ist es auch nicht mehr weit bis zu unserem berechneten Final. Kurz davor ist jedoch der Weg gesperrt, der uns auf direktem Weg in die Nähe bringen würde. Auf der Karte sehe ich noch einen zweiten Weg, der unterhalb der von uns berechneten Koordinaten liegt. Da im Listing nichts von einer Sperrung zu lesen ist, entscheiden wir uns dazu diesem Weg zu folgen. Laut meinem GPS kommen wir so bis auf 10 Meter heran. Ich steige in den Hang und suche die Stelle vom Spoilerbild vergebens. Zum Glück studiert saarzwerg die Logs und findet einen Eintrag, in dem von einem gesperrten Weg die Rede ist. Mit dieser Information und der Vermutung, dass sonntags wahrscheinlich keine Baumfällarbeiten durchgeführt werden, betreten wir den gesperrten Bereich und werden mühelos fündig.

Danach laufen wir zum Kasteler Felsenfad zurück und setzen unsere Wanderung fort. Nun steigt der Wanderweg wieder an und es geht kontinuierlich nach oben. Wir wandern unterhalb von großen Felswänden vorbei. Diese sind sehr beliebt zum Klettern – da heute gutes Wetter ist, sind auch viele Kletterer hier unterwegs. Daher müssen wir auch auf die Suche nach dem Traumschleife Kasteler Felspfad – Der Tradi verzichten, da genau an diesen Koordinaten Kletterer zu Gange sind. Schade – hier wäe es echt sinnvoll gewesen, die Dose etwas weiter entfernt von der Kletterwand zu verstecken!

Auf unserem Weg kommen nun immer mehr beeindruckende Felsformationen zum Vorschein. Dieser Teil des Wanderwegs gefällt uns sehr gut. Wir laufen durch ein großes Felsentor.

Kurze Zeit später führt uns der Wanderweg durch eine enge Felsschlucht. Die Römer hatten hier einen Kontrollpunkt, um den Eingang in ihre Stadt zu überwachen. Über diesen Weg war ihre Stadt mit der Anlegestelle unten an der Saar verbunden.

Diese Felsen kommen uns bekannt vor …

… und wirklich, als wir oben aus der Schlucht herauskommen, stehen wir wieder an dem Picknickplatz, an dem sich der Kasteler Felsenpfad zu Beginn aufgespalten hat. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Eingang der Klause.

 

Besichtigung der Klause Kastel

Die Ursprünge dieser Klause gehen auf die Zeit der Kreuzüge im 13. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit wurden zwei Kammern in den weichen Sandstein gehauen, die an Golgatha erinnern sollten. Um 1600 wurde daneben eine zweigeschossige Kapelle errichtet, die jedoch später verfallen ist. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle auf den Resten der alten Anlage von Karl Friedrich Schinkel eine Grabkapelle für Johann von Böhmen erbaut.

Die Klause kann von April bis Oktober besichtigt werden. Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen derzeit 3,50€. Die genauen Öffnungszeiten findet Ihr auf der Webseite der Klause. Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch! Gegenüber vom Kassenhäuschen befindet sich ein Modell der kompletten Anlage samt allen Wegen. Dort könnt Ihr Euch anschauen, wie Ihr laufen möchtet.

Wir beginnen unseren Rundgang am Aussichtspunkt, der in gerader Linie hinter dem Eingang liegt. Von dort sehen wir das Dach der Klause, die Saar und die Ortschaft Serrig.

Links vom Aussichtspunkt geht eine Treppe zur Klause hinunter. Von dort sehe ich das erste Mal die Klause.

Doch bevor wir dort ankommen, geht es durch einen engen, in den Fels gehauenen, Spalt nach unten.

Unten angekommen sehen wir Öffnungen in der Felswand, an die die Klause angebaut ist.

Die Öffnung führt zu den beiden in den Sandstein gehauenen Kammern.

Wir können nicht um die Klause laufen, da diese auf der einen Seite an den Felsen angebaut wurde und auf der anderen Seite der Weg am Kreuz vorbei abgesperrt ist. Die Klause hat aber eine offene Tür, darin gibt es einen Durchgang zur anderen Seite. In der Klause schauen wir durch ein Gitter in die Grabkammer. Die Gebeine König Johanns liegen seit 1945 nicht mehr in der Klause, da diese auf Veranlassung des Staates Luxemburg in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Grabkapelle entfernt und nach Luxemburg in die Krypta unter der Kathedrale gebracht worden sind.

Anschließend verlassen wir die Klause auf der anderen Seite. Von dort haben wir einen besonders schönen Blick auf sie.

Nun wechseln wir erneut die Seite und spazieren zu dem Aussichtspunkt auf der anderen Seite. Hier ist die Ansicht nicht mehr ganz so schön, wie ich finde.

Von diesem Aussichtspunkt führt ein Weg in großen Serpentinen nach unten – wir folgen ihm. Unten angekommen sehen wir, dass sich unser Weg durch die Felsen hindurch fortsetzt.

Am anderen Ende dieses Durchgangs befindet sich eine kleine Plattform aus Gitterrosten. Von dort kann man den Kasteler Felsenpfad sehen, der sich unterhalb dieses Felsens entlang schlängelt. Beugt man sich etwas nach vorne, kann man rechts oben sogar noch einen Teil der Klause sehen.

Damit geht unser Besuch in der Klause zu Ende und wir laufen zurück zu unserem Auto.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Kasteler Felsenpfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Bonuscaches nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon in der Nähe von Saarburg unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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