Wandermulti: Dollbergschleife

Am Ostersonntag wandern saarzwerg und ich den zwölf Kilometer langen Wandermulti Dollbergschleife, der über die gleichnamigen Traumschleife verläuft. Trotz der moderaten Höhenunterschiede von nur ca. 265 Höhenmetern gibt es unterwegs einige schöne Aussichtspunkte.

Unser persönliches Highlight sind der Hunnenring, durch den der Premiumwanderweg hindurch geht, und die Überschreitung des höchsten Punktes des Saarlandes. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über diese Traumschleife …

 

 

Die Traumschleife Dollbergschleife

Gleich vorweg: Ja, ich habe diese Traumschleife bei mir in der Saarland-Rubrik gelistet, obwohl sie offiziell zu Rheinland-Pfalz gehört. Der Wanderweg verläuft jeweils etwa zur Hälfte auf saarländischer und auf rheinland-pfälzischer Seite. Da wir unterwegs den Dollberg überschreiten, welcher die höchste saarländische Erhebung ist, und wir uns den Ringwall von Otzenhausen („Hunnenring“) näher anschauen, der ein überregional bekanntes Sightseeing-Ziel des Saarlandes ist, habe ich diese Wanderung einfach mal im Saarland verortet.

Laut der Webseite des Wegbetreibers Saar-Hunsrück-Steig ist die Traumschleife Dollbergschleife ein Wanderweg mit 11,2 Kilometern Länge, auf dem 265 Höhenmeter überwunden werden. Vom Deutschen Wanderinstitut wurde die Dollbergschleife 2020 mit 73 Erlebnispunkten als Premiumwanderung zertifiziert. Die Wegführung ist sehr gut markiert.

Der offizielle Startpunkt befindet sich in Neuhütten bei der Köhlerhütte. Falls Ihr dort startet, passen auch die Markierungen, die jeden Kilometer des schon zurückgelegten Weges anzeigen.

Da wir jedoch den Multi Dollbergschleife suchen wollen, passt dieser Einstieg für uns nicht und wir stellen unser Cachemobil auf dem im Listing angegebenen Parkplatz ab. Der Multi besteht aus sechs einfachen Ablesestationen. Hier ist der Weg das Ziel, was mir persönlich sehr gut gefällt. Über das, was ich mir von einem Wandermulti wünsche, habe ich ja schon ausführlich im Beitrag „Was für mich einen guten Wandermulti ausmacht und wie ich ihn finde“ gebloggt.

Neben diesem Multi liegen auf der Wanderroute nur noch zwei weitere Geocaches, die ich Euch an der passenden Stelle in diesem Wanderbericht vorstelle. Natürlich sind auch alle Caches in der interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet.

 

Vorbei am Züscher Hammer

Nachdem wir gegen halb zehn Uhr morgens auf einem fast leeren Parkplatz unser Auto abgestellt haben, wandern wir los in Richtung des Züscher Hammers. Die Markierungen weisen uns den Weg: Es geht zunächst über einen kleinen Damm und anschließend über einen längeren Steg.

Über einen kleinen idyllischen Wanderpfad laufen wir parallel zu einem kleinen Wasserkanal.

Kurze Zeit später taucht schon der aufgestaute See des ehemaligen „Eisenwerks“ auf.

Ab etwa 1300 standen hier eine Schmiede und ein Pochwerk zum Zerkleinern von Erzen. Das Hammerwerk entstand 1697.

Heute kümmert sich der Förderverein Züscher Hammer um die Anlage. Wenn Corona endlich mal überwunden ist, kann jeden ersten Sonntag im Monat die Mechanik des Werkes im Rahmen einer Vorführung besichtigt werden. Wir folgen weiter dem ausgeschilderten Pfad am Bach entlang.

 

Am Stausee entlang

Dann öffnet sich das kleine Bachtal und wir kommen zum Nonnweiler Stausee. Über eine steile Rampe geht es kurz und knackig hinauf auf den Dammweg, der rund um den Stausee verläuft.

Dieser Abschnitt der Wanderung ist fast eben und auf dem breiten Weg lässt es sich sehr angenehm laufen.

Wir wandern durch einen schattigen Nadelwald. Ab und an können wir weiter unten den Stausee sehen. Am frühen Morgen liegt leider die andere Seeseite in der Sonne.

Am Dammweg gibt es einige Bänke und eine größere Picknick-Stelle mit einer kleinen Schutzhütte. Für uns ist es aber noch zu früh für eine Pause.

 

Rund um den Kloppbrucher Weiher

Dann verlassen wir den Nonnweiler Stausee und biegen nach links in den Wald ab. Ab hier teilt sich unser Wanderweg die Route mit der Hubertusrunde, die wir im letzten Winter bei Schnee gewandert sind. Wir wandern rund um den Weiher und gehen anschließend zu der kleinen Hütte, wo wir eine Information für unseren Wandermulti ablesen.

Am Weiher spiegeln sich die Bäume im Wasser.

Danach gehen wir wieder zurück zum Wanderweg und folgen den Markierungen über den großen Wanderparkplatz. An dessen Rand findet Ihr den Mystery Huskys Power Trail Bonus Gedenkdose, der inzwischen eigentlich ein Tradi ist, da seine Final-Koordinaten im Listing zu finden sind. Da wir diese Dose schon geloggt hatten, überqueren wir die Hauptstraße und gehen zum Keltenpark hinüber.

 

Hinauf zum Hunnenring

Nun folgt der Aufstieg hinauf zum Otzenhausener Ringwall, der bei uns zuhause immer Hunnenring genannt wurde. Am Weg finden wir die Informationstafel des Nationalparks Hunsrück-Hochwald.

Das Verbotsschild, das vor Schneebruch warnt und auf die Sperrung des Wanderwegs hinweist, wurde wohl vergessen.

Kurz danach kommen wir an einem großen Felsen vorbei. Hier hätten wir den Namen für unseren Wandermulti ablesen müssen, was wir aber vergessen. Es folgt eine kleine Runde durch den Wald und ein knackiger Aufstieg zum äußeren Ringwall.

Jetzt wird der Weg interessanter – wir steigen über Steinblöcke hinauf zum Aussichtspunkt.

Dort steht eine Sinnenbank, die leider schon besetzt ist als wir ankommen. Aber auch so können wir die tolle Aussicht über den Stausee genießen.

An dieser Stelle fällt mir auf, dass wir die letzte Station verpeilt haben. Natürlich habe ich keine Lust mehr ab- und anschließend wieder aufzusteigen. Zum Glück gelingt es mir die fehlende Information zu ergooglen.

 

Der Ringwall von Otzenhausen

Schon in der Vorbeitung dieser Tour war mir aufgefallen, dass die Dollbergschleife nicht an der Station D vorbeikommt. Wir entscheiden uns zunächst dem Wanderweg zu folgen und die Station von oben anzugehen, was sich später als genau die richtige Entscheidung herausstellt. Unser Wanderpfad läuft nun parallel zum inneren Ringwall. Wir kommen zum ehemaligen Eingangstor.

Anschließend biegen wir ins Innere ab und kommen zu einem Brunnen. Die Treverer, die hier wohnten, konnten sich damals auch bei einer Belagerung mit Wasser versorgen.

Es geht wieder leicht nach oben. Hinter den Bäumen sehen wir die Überreste des Ringwalls.

Oben angekommen finden wir einen Wegweiser. Die Dollbergschleife geht geradeaus weiter. Wir biegen jedoch hier nach rechts zum Königsplatz ab, um die Station D abzulesen, die von dieser Stelle ohne weitere Steigungen gut erreichbar ist.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an einigen Kunstwerken zum Thema Kelten vorbei.

Kurz danach steht eine Schutzhütte mit einer Picknick-Gelegenheit.

Es lohnt sich in die Hütte hinein zu gehen. Drinnen wurden einige Bilder über die Kelten aufgehängt.

Nachdem wir unsere Information abgelesen haben, gehen wir zurück zum Wanderweg und machen eine kleine Schleife zu einem Aussichtspunkt oben auf dem Ringwall. Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass der Aufstieg den Geübten vorbehalten ist. Naja, die Steine sind stellenweise locker, aber der kleine Aufstieg ist machbar …

Jedoch ist die Aussicht bescheiden – der Aufstieg lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Eine bessere Aussicht haben wir anschließend beim Verlassen des Hunnenrings. Über eine steinerne Treppe geht es hinauf.

Von dort oben kann ich weit in die Ferne blicken …

Auf der anderen Seite geht es über eine Treppe nach unten und anschließend in den Wald.

 

Über den Dollberg

Nun folgt die Überschreitung des Dollbergs. Zunächst über einen breiten Forstweg wandern wir durch einen dichten Tannenwald.

Es folgen nur noch wenige kurze Steigungen und wir erreichen einen besonderen Grenzstein.

Dort wurde 2006 der Tradi Die höchste Ecke versteckt. Die Dose ist leicht zu finden. Leider ist jedoch das Logbuch voll und müsste dringend mal getauscht werden. Gleich nebenan steht ein „Gipfelkreuz“ mit einem Schild, welches auf den höchsten Punkt des Saarlandes hinweist. Die 700 Meter haben wir Saarländer also nicht geschafft! Vielleicht sollten wir hier ein paar Steine ablegen. Die fehlenden knapp fünf Meter sollten doch zu schaffen sein.

Ein paar Meter weiter erreichen wir einen Picknickplatz mit einem Tisch und zwei Bänken. Der ideale Platz für unsere Mittagspause. Nach einer halben Stunde wandern wir weiter über den wirklich sehr idyllischen Bergrücken des Dollberg.

An der nächsten Abzweigung biegen wir nach links in einen dichten Tannenwald ein.

Er lichtet sich kurze Zeit später schon wieder und wir sind am oberen Ende einer Skipiste angekommen und haben eine grandiose Aussicht!

Es folgt ein kurzer Abstieg parallel zur Piste nach unten zur leider geschlossenen Skihütte.

 

Rund um Neuhütten

Auf dem letzten Abschnitt unserer Wanderung laufen wir jetzt einmal um den Ort. Dabei kommen wir am offiziellen Startpunkt an der Köhlerhütte vorbei.

Kurz bevor wir wieder die Hauptstraße queren, lesen wir noch schnell die letzte Station ab und können nun die Finalkoordinaten berechnen. Das Ergebnis überrascht uns ein wenig. Hoffentlich war meine ergooglete Information auch richtig?

Auf dem Weg zurück zu unserem Auto kommen wir noch zur Dollberg-Quelle.

Ein kleiner Verkaufsstand des örtlichen Weinhändlers. Im Angebot sind kleine Weinflaschen für den Rucksack und Schnäpse zum gleich trinken. Da wir die Idee mit der Vertrauenskasse toll finden, kaufen wir etwas und wandern dann weiter. Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Auto.

Über Wiesen und durch einen Tannenwald steigen wir zum Parkplatz ab und beenden eine sehr schöne Wanderung.

 

Das glückliche Ende

Übrigens – unsere berechneten Finalkoordinaten waren richtig.

Ich musste zwar etwas suchen – hab‘ dann aber die Dose finden können. Nun stehen wir im Logbuch!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Traumschleife Dollbergschleife sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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