Schottland – Über die North Coast 500 von John o’Groats bis Inverness

An unserem letzten Tag auf der NC 500 schauen wir uns die Whaligoe Steps an und besichtigen das Dunrobin Castle mit seinem Park und den prächtigen Innenräumen. Am Nachmittag fahren wir nach Dornoch, wo wir einen Spaziergang am Strand machen und uns anschließend im mittelalterlichen Stadtkern umschauen.

Kommt mit auf den virtuellen Roadtrip über eine der schönsten schottischen Straßen, die North Coast 500!

 

 

Die NC 500 an der Ostküste

Leider scheint uns das Wetterglück verlassen zu haben: Als wir unsere Roadtour starten, schaut es ziemlich trübe und regnerisch aus. Für heute haben wir eine Strecke von 217 Kilometern geplant und wollen über die North Coast 500 von John o’Groats entlang der Ostküste bis nach Inverness fahren. Im Gegensatz zur Westküste sind hier die Straßen wieder breiter und wir kommen schnell voran.

Unterwegs kommen wir an Burgen …

… und Herrenhäusern vorbei.

Wir kommen heute morgen schnell voran – doch das Wetter wird immer schlechter.

 

Die Whaligoe Steps

Nach etwa einer dreiviertel Stunde Fahrt erreichen wir den kleinen Parkplatz in Whaligoe, einer kleinen Ortschaft, die nur aus wenigen Häusern besteht. Hier weist uns ein Schild den richtigen Weg zu den Treppen.

Zunächst spazieren wir einen kleinen Schotterweg entlang, bevor wir dann die sehr vielen Treppen hinuntersteigen.

Hier haben sich die Fischer aus dem Ort in der Mitte des 18. Jahrhunderts einen Zugang zu dem natürlichen Hafen zwischen den steilen Klippen geschaffen.

Insgesamt 365 Stufen führen hier hinunter zum Meer. Am Ende kommen wir zu einer kleinen ebenen Fläche, die heute eine Wiese ist.

Bei genauem Hinschauen sehen wir noch die Überreste von Maschinen, die wohl von den Fischern genutzt wurden.

Im Jahr 1808 gab es hier im Hafen acht Boote. In 1826 waren es schon 24 Boote. Danach ist die Zahl wieder rapide gefallen und heute haben die Treppen von Whaligoe nur noch eine touristische Bedeutung. Ein echter Lostplace …

Hier unten ist es sehr windig und stürmisch, weshalb wir schnell wieder mit dem Rückweg beginnen. Beim Aufstieg zählen wir die Stufen und suchen dabei den Tradi Whaligoe Steps, den wir Dank seines Hints gut finden können. Wegen des schlechten Wetters haben wir für diesen Besuch samt Geocaching gerade mal eine halbe Stunde benötigt.

 

Das Dunrobin Castle

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir unseren nächsten Sightseeing-Stopp: das Schloss von Dunrobin. Das Schloss ist von Mitte Juli bis Ende Oktober für Besucher geöffnet und kostet für Erwachsene 11 Pfund Eintritt. Unmittelbar vor dem Schloss gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Vor dort haben wir den ersten schönen Blick auf das Gebäude.

Gegen viertel vor elf stellen wir auf dem fest leeren Parkplatz unser Auto ab und gehen hinein, um unseren Eintritt zu entrichten. Im Ticket sind die Besichtigung der Innenräume, der Parkanlage und der Falkenshow enthalten.

Die Falkenshow

Da gleich nach unserer Ankuft die Falkenshow beginnen soll, gehen wir zunächst hinunter in den großen Park.

Schon von der großen Terrasse hinter dem Schloss und den Treppen in den Garten haben wir einen schönen Blick auf die liebevoll angelegte Anlage.

Wir spazieren mit den anderen Besuchern ganz nach links hinten in den Park, dort wo sich die Käfige der Raubvögel befinden. Ein Falkner erklärt uns die verschiedenen Tiere.

Dann nimmt er einen der großen Vögel auf seine Hand und geht zur großen Wiese hinüber. Er gibt uns noch einige Sicherheitshinweise und dann startet die Vorführung.

Er lässt den Raubvogel fliegen und lockt ihn immer wieder mit einer „gefiederten“ Kugel an einer Schur, die er immer wieder um sich schwingt, an. Ziel ist, dass der Raubvogel diese Kugel mit seinen scharfen Krallen fängt. Gelingt ihm das, so bekommt er eine Belohnung. Die Show dauert etwa eine halbe Stunde.

 

Die Parkanlage

Nach der Vorführung schauen wir uns im Park um.

Es gibt viele schöne Stellen und ich mache gefühlt unendlich viele Fotos.

Wir spazieren in einem großen Bogen von der Falkenwiese über die kleinen Wege und durch kleine Gassen, die durch hohe Pflanzen gebildet werden.

Immer wieder taucht das Schloss in einer anderen Perspektive auf. Das Einzige, was ich vermisse, ist etwas blauer Himmel mit Sonne. Aber leider kann man sich das Wetter in Schottland nicht aussuchen.

Auf dem Weg zurück zum Schloss kommen wir unter der großen Treppe an einem Tor vorbei. Natürlich bin ich neugierig und schaue mich darin um. Wieder habe ich eine neue schöne Perspektive gefunden, um den Park zu fotografieren.

Danach steigen wir die Treppen hinauf und schauen uns noch ein wenig im Schloss um.

Die Innenräume

Zum Glück habe ich mein Weitwinkelobjektiv mitgenommen – so kann ich jetzt die Räume gut fotografieren. Für die Besucher ist eine Einbahnstraße markiert, also ein Rundweg, der uns durch alle Räume führt, die zu besichtigen sind. Wir starten im großen repräsentativen Treppenhaus.

Dann laufen wir weiter zum Speisesaal, der noch eingedeckt ist.

Gleich daneben ist ein Musikzimmer, in dem man sich sicher früher gut ausruhen konnte.

Ein paar Räume weiter ist ein weiterer Tisch eingedeckt.

Und zum Schluss kommen wir in die Bibliothek, deren Wände mit unzähligen Büchern gefüllt sind. Ich glaube, hier würde ich mich auch eine gewisse Zeit wohlfühlen.

Anschließend gehen wir durch das enge Treppenhaus der Bediensteten wieder nach unten in die Küche, die heute ein kleines Café ist. Damit geht unser Besuch im Schloss zu Ende. Mit einer Mittagspause halten wir uns etwa zweieinhalb Stunden hier auf.

 

Das kleine Örtchen Dornoch

Nur etwa eine Viertelstunde Fahrt ist es von Dunrobin Castle nach Dornoch.

Besuch am Strand

Wir fahren zunächst durch den kleinen Ort hindurch zum Campingplatz und daran vorbei noch etwas weiter bis zu einem kleinen Parkplatz. Mit dem Aussteigen müssen wir jedoch noch etwas warten, da gerade ein Regenschauer niedergeht. Danach gehen wir etwas am Strand spazieren.

Dornoch ist bekannt für seinen riesigen Sandstrand.

Ich stelle mir gerade vor, wie es wäre bei 25° und Sonnenschein und warmen Wasser. Aber gibt es das in Schottland überhaupt?

Der historische Ortskern

Wir parken unser Fahrzeug in der Nähe der Kirche am Straßenrand und spazieren durch den Ort.

Hier gibt es viele kleine Häuschen, die recht alt ausschauen und deren Gärten echt liebevoll gepflegt sind.

Wir laufen einmal um die Kirche herum. Dahinter schließt sich ein alter Friedhof an.

In der Nähe suchen wir den Tradi Church Micro 8572…St Gilbert on High! und tragen uns ins Logbuch ein. Anschließend spazieren wir vor zur Hauptstraße.

Dort stehen in der Verlängerung des Dornoch Castle einige große Gebäude. Eins davon war das ehemalige Gefängnis.

Über die Hauptstraße schlendern wir wieder zurück zu unserem Auto und setzen unsere Fahrt fort.

 

Die Fahrt nach Inverness

Von Dornoch fahren wir noch knapp zwei Stunden bis wir am späten Nachmittag in unserem B&B ankommen. Unterwegs sehen wir schon wieder einige Bohrinseln, die hier geschützt in den Fjorden vor Anker liegen und dort auf den nächsten Einsatz warten.

Je weiter wir nach Süden kommen, um so mehr von diesen schwimmenden Riesen sehen wir.

Nachdem wir in unserem B&B eingecheckt haben, bleibt noch genug Zeit für einen ersten Besuch in Inverness. Aber davon werde ich Euch das nächste Mal ausführlich erzählen …

 

Interaktive Karte unserer Road-Tour

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Tour über einen Teil der North Coast 500 von John o’Groats bis nach Inverness sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Alle Sightseeing-Ziele, die ich hier im Beitrag vorstelle, findet Ihr auch in dieser Karte.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über unsere 14-tägige Mietwagenreise durch das nördliche Schottland. Eine Übersicht über alle Orte und Sightseeing-Spots, die wir besucht haben, findet Ihr in meinem Beitrag „14 Tage Autorundreise durch Schottland“ .

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon auf auf der North Coast 500 unterwegs gewesen? Was habt Ihr dort erlebt? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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