Cacheempfehlung: Zauberwald-Runde und Geocaching in Diez

Der Stadtwald von Hadamar, welches bei Limburg in Hessen liegt, beheimatet eine ganz besondere Geocaching-Runde, bei der Zeit, Geduld und viel Ausdauer gefragt sind. Daher verbringen saarzwerg und ich dort in der Nähe ein verlängertes Geocaching-Wochenende.

Neben unserem Besuch im Zauberwald von Hadamar schauen wir uns die historische Altstadt von Diez an und übernachten in einem ehemaligen Grafenschloss. Kommt mit auf die virtuelle Reise …

 

 

Anreise mit hochfavorisiertem TB-Hotel

Am Freitagnachmittag fahren wir im Saarland los und unser Navi prognostiziert eine Fahrt von guten zwei Stunden für die knapp 200 Kilometer Entfernung. Auf der Route nach Diez war mir in der Vorbereitung dieser Tour ein hochfavorisiertes TB-Hotel aufgefallen, welches von der Autobahn leicht zu erreichen ist. Wir parken auf dem empfohlenen Mitfahrerparkplatz und laufen zum TB Grand Hotel Idstein, welches schon von Weitem gut zu sehen ist.

Um an das Logbuch zu gelangen, müssen wir eine Aufgabe lösen, die uns jedoch leicht von der Hand geht. Für diese tolle Bastelarbeit lasse ich selbstverständlich einen Favoritenpunkt da! Wenige Minuten später sitzen wir schon wieder im Auto und fahren zur Grafenschloss-Jugendherberge in Diez, wo wir zwei Mal übernachten werden.

 

Durch die historische Altstadt von Diez mit LabAdventure

Nach dem Einchecken und dem Beziehen unseres Zimmers gehen wir zum Abendessen, welches drei Gänge hat und in Buffetform angeboten wird.Der Weg von der Lobby zum Speisesaal führt durch den Innenhof des Grafenschlosses. Wow – so eine tolle Location für eine Übernachtung hatten wir in Deutschland bisher noch nicht erlebt.

Nach dem Abendessen machen wir uns auf die historische Altstadt von Diez zu erkunden. Dazu bietet sich das LabAdventure “Schloßgeflüster” an, welches praktischerweise unmittelbar vor dem Eingang der Jugendherberge beginnt.

Nachdem wir die erste Station richtig abgelesen haben, verlassen wir das Grafenschloss, indem sich heute ein Museum und die Jugendherberge befinden.

Wir folgen der Schlossstraße und schlendern zwischen tollen Fachwerkhäusern hindurch.

Wir erreichen die nächste Station und geben die eindeutig zu ermittelnde Information in die AdventureLab-App ein. Danach laufen wir weiter in Richtung des Marktplatzes.

Dort angekommen bestaune ich den tollen Brunnen, an dem sich die nächste gesuchte Information befindet.

Über dem Marktplatz thront das Grafenschloss, in dem wir die kommenden beiden Nächte verbringen werden.

Wir verlassen den Marktplatz wieder und gehen über die alte Lahnbrücke, die für Fahrzeuge gesperrt ist.

Nachdem wir die vorletzte Information richtig abgelesen haben, stellen wir fest, dass sich die letzte Station in einiger Entfernung befindet. Wir laufen auf der anderen Lahnseite bis zur nächsten Brücke und überqueren den Fluss erneut. Dabei sind die Altstadt und das darüberliegende Grafenschloss toll zu sehen.

An der Brücke nehmen wir die Treppe nach unten und laufen auf dem kürzesten Weg zur letzten Station: einem Denkmal. Hier ist es recht dunkel und mit unseren Handylampen haben wir so unsere Mühe die letzte gesuchte Information richtig zu bestimmen. Nachdem das auch erfolgreich erledigt ist, laufen wir zurück zum Marktplatz und dann weiter durch die Fußgängerzone bis zur Treppe, die hinauf zur Jugendherberge führt.

Ein letzter Blick zurück in die Altstadt und kurze Zeit später stehen wir schon wieder vor dem Eingang unserer Unterkunft.

 

Cacheempfehlung: Durch den Zauberwald von Hadamar

Das Hauptziel dieses Geocaching-Wochenendes sind die besonderen Dosen im Stadtwald von Hadamar, die vom Team MaCa_48 im März letzten Jahres gelegt wurden. Die Runde ist knapp neun Kilometer lang und unterwegs sind etwa 190 Höhenmeter zu überwinden. Die Strecke führt fast ausschließlich über breite Forstwege und ist mit mindestens sechs Stunden angegeben. Am empfohlenen Startpunkt können wir mühelos einen Parkplatz finden. Alle notwendigen Informationen zu dieser Runde findet Ihr im ersten Geocache, dem Multi #01 Vermisst.

Die Runde ist nicht für Statistiker geeignet, da an vielen Dosen Zeit, Geduld und Ausdauer gefragt sind, um ans Logbuch zu kommen. Von allen Gadetcache-Runden ist diese hier die schwierigste, die ich bisher in Angriff genommen haben. Sie besteht derzeit aus fünf Multis mit ein bis drei Stationen und zwölf Tradis, bei denen, um ans Ziel zu gelangen, manchmal gleich mehrere Aufgaben zu erfüllen sind . Mit einer kurzen Mittagspause sind saarzwerg und ich insgesamt 6:45 h unterwegs und hatten viel Spaß und auch mal ein wenig Frust!

Wir starten um 9:20 Uhr am Parkplatz und laufen leicht bergab an einer Wiese entlang.

Nach kurzer Zeit erreichen wir die erste Station des ersten Multis, wo wir die Koordinaten seines Finals finden. Dort angekommen geht es darum die Finalbox zu öffnen, was uns nach etwas Fleiß auch gut gelingt.

Der nächste Geocache ist ein Tradi, der es jedoch in sich hat. Das erste Rätsel können wir schnell lösen, doch beim zweiten stehen wir auf dem Schlauch.

Zum Glück ist der Owner über die Chatfunktion der Geocaching-App erreichbar und hilft uns auf die Sprünge. Da hätten wir aber auch selbst darauf kommen können. Nachdem wir den richtigen Code eingegeben haben, lässt sich das Kryptex öffnen und wir tragen uns ins Logbuch ein.

Danach folgt eine schöne Bastelarbeit ohne Technik. Der vierte Cache jedoch wird unser Waterloo – ein Multi mit drei Stationen. Die ersten beiden können wir ohne Probleme lösen und gelangen so recht zügig zur Finaldose. Der Multi ist mit D5 bewertet und ist bei Bettercacher gelistet. Da wir dem Cache nicht schaden wollen, gehen wir zu vorsichtig an die Sache heran und finden den wichtigsten Hinweis nicht. Erst nach einer guten Stunde erfolglosem Probieren und zwei Hilfestellungen des Owners erhalten wir Zugang zum Logbuch.

Im Gegensatz zu dem vorherigen Geocache habe ich hier kein Aha-Erlebnis, sondern frage mich nur, wie ich hätte darauf kommen sollen? Trotzdem will ich fairerweise an dieser Stelle erwähnen, dass es sich um eine klasse Bastelarbeit handelt!

Wir setzen etwas gefrustet die Runde fort. Gleich der nächste Multi hebt aber wieder unser Stimmung. Mit Hilfe einer schönen ersten Station bestimmen wir die Koordinaten der nächsten und laufen bei Sonnenschein am Waldrand entlang.

An der Station angekommen, dürfen wir mit Murmeln spielen. Wieder eine tolle Bastelarbeit!

Damit ermitteln wir die Finalkoordinaten und dürfen erneut mit Murmeln spielen. Diesmal ist die Aufgabe etwas schwieriger – wir kommen aber schnell hinter das Geheimnis. Dieser Cache ist mein persönlicher Favorit der ganzen Runde!

Inzwischen ist es schon kurz vor 13 Uhr und wir bekommen Hunger. Da kommt die Picknickbank am Wegesrand wie gerufen. Wir lassen uns nieder und packen Tee und unsere Luchpakete aus der Jugendherberge aus und gönnen uns nur knappe 20 Minuten Pause, da wir nicht wissen, was noch alles an Schwierigkeiten auf uns zukommt.

Die nächsten beiden Dosen bereiten uns Probleme, da wir mit der Technik nicht zurecht kommen. Mit etwas Überlegen und Eliminieren von möglichen Zahlenkombinationen bleiben nur noch ein paar übrig. Gleich der zweite Versuch führt uns zum Logbuch – Puh, Glück gehabt! Der Cache danach ist toll gebastelt, wegen seines halbdurchlässigen Spiegels funktioniert er meiner Meinung nach aber nur in der Dämmerung gut. Hier nehme ich mit meiner Fenix TK25 UV eine Abkürzung und wir können uns ins Logbuch eintragen.

Ein paar Caches weiter stoßen wir auf diese kniffelige Aufgabe: Nicht ist, wie es scheint und nach kurzer Zeit stehen wir etwas ratlos da.

Mit Geduld und Ausdauer schaffe ich es dann nach einer gefühlten Ewigkeit doch noch die Box zu öffnen. Wow – Respekt vor den Ideen der Owner, dies ist mein zweitliebster Cache der Runde.

Wir wandern weiter und schaffen Aufgabe nach Aufgabe. Gegen Ende kommen wir zu dieser tollen Lego-Bastelarbeit, der wir schnell ihr Geheimnis entlocken können.

Nachdem danach auch der folgende Cache noch leicht zu lösen ist, erreichen wir um 16:07 Uhr wieder unser Auto und sind müde, aber glücklich und auch ein wenig stolz, dass wir fast alle Aufgaben selbst lösen konnten.

Wenn Ihr also Spaß an knackigen Herausforderungen habt und Zeit mitbringt, dann ist diese Runde meine Empfehlung für Euch!

 

Auf zum Bonus des LabAdventure

Gegen viertel vor fünf Uhr erreichen wir wieder die Jugendherberge. Nachdem wir unser Zeug abgelegt haben, wollen wir nochmal eine Runde durch die Altstadt drehen und den Schloßgeflüster Bonus-ALC, den ich gestern Abend noch ausgerechnet habe, einsammeln. Wir verlassen die Jugendherberge …

… und laufen die kurze Strecke hinunter in die Altstadt.

An den von mir bestimmten Koordinaten können wir auch nach einer längeren Suche nichts finden. Also loggen wir einen DNF. Leider gibt es auch keine Möglichkeit die Richtigkeit der Koordinaten zu überprüfen – schade! Aber was soll’s – schauen wir uns noch ein wenig bei Sonnenschein in der Altstadt von Diez um. Von der gegenüberliegenden Lahnseite kann ich dieses Foto von der Jugendherberge, die über der Altstadt thront, machen.

Der Marktplatz schaut auch im Hellen beeindruckend aus.

Auf dem Weg zurück zur Jugendherberge fällt mir der mächtige Uhrenturm des Grafenschlosses ins Auge.

In der Jugendherberge angekommen wird es Zeit für unser Abendessen. Danach lassen wir den Abend bei einem leckeren Cocktail im gemütlichen Bistro ausklingen.

 

Schlechtwetterprogramm: Ausgewählte Geocaches auf der Rückfahrt

Leider bewahrheitet sich der Wetterbericht für Sonntag und es regnet wie aus Eimern und dazu gibt es noch stürmische Windböen.

Den vor der Rückfahrt geplanten Ausflug in die historische Altstadt von Limburg lassen wir sein und entscheiden uns dafür, ein paar interessante Caches mit dem Auto anzufahren und anschließend schon zeitig die Rückfahrt ins Saarland anzutreten.

Als Erstes fahren wir zum Tradi Stein an Stein in der Nähe vom ICE-Bahnhof Limburg. Der ist schnell gefunden und noch schneller geloggt.

Danach fahren wir über Land weiter zum Tradi Die Tauschzelle. Da es, als wir dort ankommen, gerade stark regnet und wir die vielen Mülleimer davor sehen, verzichten wir auf einen Versuch.

Als Nächstes steht der Tradi Zum Geocacherestaurant auf der Liste. Dort angekommen, werden wir angenehm überrascht, denn hier ist vor dem Loggen noch ein kleines Rätsel zu lösen. Eine tolle Bastelarbeit!

Danach parken wir noch ein letztes Mal um und nehmen den empfohlenen Parkplatz vom Tradi Der Rohrkrepierer, dessen Idee nicht neu ist. Hier überrascht mich dann doch seine Größe. Mit etwas Geduld und Ausdauer kommen wir aber gut zurecht …

… und können uns dann schließlich ins Logbuch eintragen.

Zum Abschluss unserer Tour wechseln wir dann auf die andere Straßenseite und laufen dort etwas in den Wald hinein, um den Tradi Doppelzimmer frei im TB Hotel zu besuchen.

Damit geht unser verlängertes Geocaching-Wochende dieses Mal wetterbedingt etwas früher zu Ende und wir fahren nach Hause, wo uns unsere beiden Katzen, die in unserer Abwesenheit von Bud Macintosh und Familie versorgt worden sind, erwarten. An dieser Stelle nochmals danke schön und liebe Grüße!

 

Übernachtungsempfehlung: Grafenschloss-Jugendherberge Diez

Als Unterkunft für unser Geocaching-Wochenende haben wir uns die Grafenschloss-Jugendherberge in Diez an der Lahn ausgesucht. Sie ist mir in einem Blogbeitrag des Jugendherbergwerks aufgefallen. Wie auch bei unserem Wochenende in Bad Bergzabern buchen wir auch dieses Mal Vollpension und erhalten das Mittagessen auf unseren Wunsch als Lunchpaket.

An dieser Jugendherberge hat uns gereizt, dass sie sich in einem ehemaligen Grafenschloss befindet und in fußläufiger Entfernung zur Altstadt liegt.

Schon der Weg vom Parkplatz des Amtgerichts, wo man über das Wochenende kostenlos parken kann, bis zum Eingang der Jugendherberge ist beeindruckend.

Dieses Mal bekommen wir ein behindertengerechtes Zimmer, welches deshalb sehr geräumig ist. Aus dem Fenster sehen wir hinunter auf die Altstadt.

Besonders gut gefällt hat mir das gemütliche Bistro, welches an einen Festsaal in einer mittelalterlichen Burg erinnert.

Hier gönnen wir uns nach dem Abendessen jeweils ein Glas Wein oder einen leckeren Cocktail.

Die Abendessen bestehen aus mehren Gängen: Im Angebot ist eine Vorsuppe, ein Salatbuffet, eine Hauptspeise in verschiedenen Variationen (auch vegetarisch) und ein Dessert. Die ausgegebenen Portionen sind nach meiner Ansicht etwas klein, aber wir dürfen uns auch mehrfach anstellen.

Das Frühstück wird ebenfalls als Buffet angeboten. Samstags fehlen mir jedoch die Eier. Sonntags gibt es dafür eine größere Auswahl, die sogar Rührei und Nürnberger Würstchen enthält.

Für Tagsüber bekommen wir Lunchpakete, die Wasser und einen Müsliriegel enthalten. Dazu dürfen wir uns beim Frühstück Brötchen nehmen und selbst belegen. Dazu gibt es dann noch etwas Obst zur Auswahl.

Ich  fand das Essen nicht ganz so toll wie in der Jugendherberge Bad Bergzabern – aber das ist natürlich Geschmackssache. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis waren wir wieder sehr angetan.

 

Interaktive Karte unserer Tour

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Zauberwald-Runde und zu den AdventureLabs und Geocaches in der Nähe von Diez an der Lahn sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert und der Weg zu den Stationen und den Finals aus dem Track entfernt. Auch die weiteren Geocaches unserer Tour und die Übernachtungsempfehlung habe ich Euch auf der Karte eingezeichnet.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Cacheempfehlung gefallen? Seid Ihr die Zauberwald-Runde schon selbst gelaufen und habt Ihr alle Rätsel gut lösen können? Wie ist Eure Meinung zu der Runde? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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