Erlebe den Genießerpfad Feldbergsteig – einen der 50 besten Wanderwege Deutschlands mit 87 Erlebnispunkten, spektakulären Aussichten vom höchsten Gipfel Baden-Württembergs und urigen Almhütten, an denen du dich mit leckeren Käsespätzle stärken kannst.
Lass dich von meinem ausführlichen Erfahrungsbericht mit Routendetails, praktischen Tipps und Geocaching-Highlights inspirieren und verrate mir in den Kommentaren, welche Wanderungen im Schwarzwald du noch empfehlen würdest!
Inhaltsverzeichnis
Der Wanderweg „Genießerpfad Feldbergsteig“
Der Genießerpfad Feldbergsteig verläuft rund um Baden-Württembergs höchsten Berg. Mit 87 Erlebnispunkten wurde er 2024 zertifiziert und zählt damit zu den 50 höchstbewerteten Wanderwegen Deutschlands. Seine Länge beträgt 12,3 Kilometer. Laut meinem GPS bin ich auf der Wanderung, die ich euch heute vorstelle, insgesamt 13,2 Kilometer gelaufen, wobei ich etwa 550 Höhenmeter überwunden habe. Mit Mittagspause, Fotografieren und Geocaching war ich knapp sechs Stunden unterwegs.
Mein Auto habe ich im großen Parkhaus abgestellt, was mich 15 Euro Tagesgebühr gekostet hat. Aufgrund der erwarteten Dauer konnte ich die Lademöglichkeiten für mein Elektroauto nicht nutzen, da die Blockiergebühr bereits ab vier Stunden greift, was für diese Wanderung etwas zu kurz ist.
Vom Parkhaus bis zum Westwegportal, an dem der Feldbergsteig beginnt, sind es nur wenige Schritte. Gegen Viertel nach zehn Uhr beginne ich meine Wanderung.
Gleich neben dem Portal befindet sich eine Informationstafel, auf der der genaue Wegverlauf der Wanderung zu sehen ist.
Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist auch dieser hervorragend markiert.
Ich kann mein GPS also getrost in der Tasche lassen und mich auf die Markierungen verlassen.
Aufstieg zum Bismarckdenkmal
Der Aufstieg ist zu Beginn recht gemütlich. Ich folge dem leicht ansteigenden, asphaltierten Weg.
Ein Wegweiser signalisiert mir, den asphaltierten Weg zu verlassen und ein erstes, steileres Stück auf feinem Split zu überwinden. Nach kurzer Zeit komme ich wieder auf den Asphalt und folge ihm nun weiter. Etwas weiter verlasse ich erneut den breiten Weg und folge einem Pfad, der sich in Serpentinen nach oben schlängelt. Von hier aus habe ich diese tolle Aussicht.
Bei diesem ersten längeren Aufstieg wird meine Kondition auf die Probe gestellt.
Ab und zu bleibe ich kurz stehen, um die wirklich tolle Aussicht zu genießen.
Langsam komme ich höher. Auf dem gegenüberliegenden Berg, er heißt Herzogenhorn, kann ich die Skipisten erkennen, die ich vor vielen Jahren selbst gefahren bin.
Nach etwa 40 Minuten habe ich den ersten Aufstieg hinter mir gelassen und dabei rund 160 Höhenmeter überwunden. Ich erreiche das Bismarckdenkmal.
Das Bismarckdenkmal auf dem Seebuck bietet nicht nur eine spektakuläre Aussicht, sondern erinnert auch an die Reichsgründung von 1871. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren des ersten Reichskanzlers Otto von Bismarck errichtet und symbolisiert die damalige patriotische Verbundenheit der Region.
Ich laufe einmal um das Denkmal herum und genieße die wirklich atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Täler.
Über den Gipfel zur St. Wilhelmer Hütte
Anschließend folge ich dem breiten und gut ausgebauten Weg in Richtung des Feldberg-Gipfels. Auf dem Weg dorthin liegen vier Labcaches vom Adventure Feldberg.
Mein Weg macht eine kleine Welle: Zunächst geht es leicht bergab, bevor dann der Schlussanstieg zum Gipfel folgt.
Da sich auf der Gipfelplattform viele Touristen befinden, verzichte ich auf einen Besuch. Die Frage des Labcaches „Feldberg : S5 Feldberg Panoramablick“ kann ich auch aus der Entfernung beantworten. Auch der Tradi „Der Höchste (FB-3 reloaded)“ ist schnell gefunden und geloggt.
Danach folge ich dem Wanderpfad hinunter zur St. Wilhelmer Hütte. Diese ist heute allerdings geschlossen.
Die St. Wilhelmer Hütte, die heute als die höchstgelegene Almhütte Baden-Württembergs gilt, blickt auf eine lange Tradition zurück. Sie wurde ursprünglich im Jahr 1886 als einfacher Viehunterstand für die Weidegenossenschaft erbaut. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sie sich von einer reinen landwirtschaftlichen Alphütte zu einem urigen Zufluchtsort für Wanderer und hat bis heute ihren authentischen Schwarzwälder Charme bewahrt.
Hinter dem Biergarten biege ich rechts ab und folge weiter den Wandermarkierungen.
Weiter zur Zastler Hütte
Hinter der Hütte laufe ich zunächst recht gemütlich und fast eben über die Wiese in Richtung Wald.
Der Wald ist schnell passiert, dann verläuft der kleine Wanderpfad durch einen Steilhang. Hier ist etwas Trittsicherheit gefragt.
Der Vorteil dieser Wegführung ist, dass es unterwegs einige Aussichtspunkte gibt. Von hier aus kann ich unten im Tal bereits die Zastler-Hütte erkennen, in der ich meine Mittagspause verbringen möchte.
Auf dem Weg dorthin komme ich an einem kleinen, idyllischen Wasserfall vorbei, der sich malerisch in die Landschaft einfügt.
Kurz vor der Hütte verläuft mein Wanderpfad über Holzplanken. Diese überbrücken ein Moor.
Gegen 12:30 Uhr erreiche ich die Hütte und kehre dort ein.
Die Zastler-Hütte wurde bereits im Jahr 1849 als Viehhütte für die Bauern aus dem Zastler Tal errichtet und ist damit eine der geschichtsträchtigsten Almhütten im gesamten Feldberggebiet. Ursprünglich diente sie lediglich als sommerliches Quartier für Hirten und ihr Vieh, bevor sie sich über die Generationen hinweg zu einer der gemütlichsten Einkehrmöglichkeiten für Bergwanderer im Schwarzwald wandelte.
Ich habe Glück, denn die Sonne scheint. Mühelos finde ich einen freien Tisch im Biergarten. Zunächst ziehe ich den Rucksack aus und setze mich.
Danach gehe ich zum Schalter und bestelle ein großes Radler und eine Portion Käsespätzle. Das Bier kann ich gleich mitnehmen. Sobald das Essen fertig ist, werde ich gerufen.
Hmmm … echt lecker! Ich verbringe eine gute halbe Stunde hier, bevor ich meine Wanderung fortsetze.
Weiter zum Sägenbachdobel
Gleich nach der Zastler Hütte folgt ein steiler Aufstieg über einen breiten Schotterweg. Oben angekommen, wird man mit einer schönen Aussicht belohnt.
Danach wird es wieder etwas gemütlicher: Der Weg führt nur noch leicht bergauf über einen idyllischen Wanderpfad.
Nachdem der Wanderpfad den Wald verlassen hat, erreiche ich das Naturfreundehaus Feldberg. Es wurde im Jahr 1921 als Symbol der Arbeiterbewegung und der frühen Freizeitkultur errichtet, um auch weniger begüterten Menschen den Zugang zur Schönheit der Bergwelt zu ermöglichen. Trotz der zeitweisen Enteignung während der NS-Zeit kehrte es nach dem Krieg in die Hände der Naturfreunde zurück und steht seither für ein solidarisches Miteinander und naturnahen Tourismus am höchsten Gipfel des Schwarzwalds.
Ich passiere es und biege dann links in einen Fahrweg ein.
Etwas weiter unten liegt die nächste Hütte, die zur Einkehr einlädt: die Baldenweger Hütte. Sie blickt auf eine lange Historie als traditionelle Viehhütte zurück, die ursprünglich im Jahr 1888 für die Weidegenossenschaft der Bauern aus dem Dreisamtal errichtet wurde. Aber auch diese ist heute geschlossen.
Ich folge dem Fahrweg, bis ich zu einem Wanderwegweiser komme. Hier biege ich in Richtung Wald ab.
Mein Pfad schlängelt sich im Wald immer am Sägenbach entlang.
Auch hier ist wieder Trittsicherheit gefragt. Ich muss immer mal wieder über Felsbrocken und Wurzeln steigen.
Nachdem ich die Brücke überquert habe, ist es nicht mehr weit.
Es folgt noch ein kleiner Abstieg, der meine volle Konzentration fordert. Ich erreiche einen breiten Forstweg und wandere nun darauf weiter.
Über die Stempelstelle zum Feldsee
Nachdem ich den Sägenbach verlassen habe, folge ich für etwa eineinhalb Kilometer dem breiten Forstweg. Meiner Meinung nach gehört dieser Abschnitt zu den schwächsten des gesamten Wanderwegs. Unterwegs komme ich an der Stempelstelle vorbei, wo ich mir den dritten Stempel für meinen Wanderpass holen kann.
Der Forstweg bietet recht wenig Abwechslung. Nur selten tauchen mal ein paar Felsen am Wegesrand auf.
Auf den nächsten 700 Metern führt ein Wanderpfad weiter. Er bietet einen schönen Ausblick auf ein kleines Tal, in dem bereits der Raimartihof zu sehen ist.
Der Hof, der ebenfalls zu einer Einkehr einlädt, liegt nicht direkt auf der Wanderroute. Da ich weder Hunger noch Durst verspüre, wandere ich weiter und erreiche bald den Feldsee.
Er liegt sehr idyllisch in einem tiefen Talkessel, der von felsigen Steilwänden umgeben ist.
Hier verbringe ich etwas Zeit mit Fotografieren. An dieser Stelle hätte ich noch den EarthCache Feldsee lösen können – allerdings habe ich heute irgendwie keine Lust darauf.
Aufstieg zum Touristinfo am Parkhaus
Zum Abschluss wird es noch einmal anstrengend: Auf einem steinigen Bergpfad sind vom Feldsee bis zum Haus der Natur 1,6 Kilometer und 160 Höhenmeter zu überwinden.
Für diesen letzten Aufstieg benötige ich gute 40 Minuten.
Nach meiner Wanderung gehe ich in die Tourist-Information im Haus der Natur und hole mir die kleine Überraschung ab, die ich für die drei Stempel in meinem Wanderpass bekomme. Damit geht eine der schönsten, aber auch anstrengendsten Wanderungen im Hochschwarzwald für mich zu Ende.
Interaktive Karte meiner Wanderung
Auf der interaktiven Karte kannst du den genauen Verlauf meiner Rundwanderung nachverfolgen. Sie führt dich vom Parkhaus aus über den Feldberggipfel zur Zastler-Hütte, am malerischen Feldsee vorbei und schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nutze die Zoom-Funktion, um mehr Details zu sehen, oder klicke die Marker an, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Wenn du die Geocaches oder Adventure Labs vor Ort suchst, leitet dich ein Klick auf den Namen im Marker sofort zum jeweiligen Listing auf geocaching.com weiter.
Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen. In Komoot findet ihr ebenfalls meine Wanderung mit einigen Bildern.
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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über meinen siebentägigen Wanderurlaub im Hochschwarzwald. Unter „Geocaching & Wandern: 7 Tage im Hochschwarzwald“ findet ihr den Überblicksartikel mit vielen Tipps und den Links zu weiteren Detailbeiträgen.
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Wie hat dir diese Tourempfehlung für den Hochschwarzwald gefallen? Warst du selbst schon in der Region auf Cache-Jagd oder hast die Wanderwege erkundet? Schreib mir deine persönlichen Highlights und Geheimtipps für dein nächstes Geocaching-Abenteuer im Schwarzwald einfach unten in die Kommentare. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!







































