Wandermulti: Börfinker Ochsentour

Dieses Mal sind saarzwerg und ich zum Wandern in den Hochwald gefahren und sind den etwa 10 Kilometer langen Premiumwanderweg “Börfinker Ochsentour” gelaufen. Unterwegs fanden wir eine idyllische und abwechslungsreiche Landschaft, tolle Picknick-Plätze und interessante Bachübergänge. Mein persönliches Highlight war der Moorsteg, der zugleich den höchsten Punkt der Tour darstellt.

Auf unserer Wanderung suchten wir den Multi “Traumschleife Börfinker Ochsentour” und drei Tradis. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung durch den beeindruckenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald

 

 

Börfinker Ochsentour

Kurz hinter der Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz liegt das kleine Dörfchen Börfink. Für die unter Euch, die sich in dieser Region etwas auskennen: Börfink liegt ziemlich genau in der Mitte des Dreiecks, welches von Hermeskeil, Morbach und Birkenfeld aufgespannt wird. Außerhalb des Dorfes befindet sich ein großer Wanderparkplatz, auf dem wir, als wir am Sonntagmorgen gegen halb elf Uhr dort ankommen, mühelos einen freien Parkplatz finden können.

An der großen überdachten Informationstafel finden wir eine Übersichtskarte zu der Börfinker Ochsentour. Die Wanderung ist darauf mit neun Kilometern und 250 Höhenmetern angegeben.

Falls Ihr Euch ein wenig für Militärgeschichte und Bunker interessiert, solltet Ihr Euch die Rückseite der Tafel anschauen: Dort findet Ihr ein paar Informationen zum Kommandobunker Börfink, an dessen Zufahrt wir unser Cachemobil abgestellt haben und nach dem dieser Wanderparkplatz benannt wurde.

Die Traumschleife Börfinker Ochsentour wurde das erste Mal im Jahr 2015 als Premiumwanderung zertifiziert und wurde 2018 mit 71 Erlebnispunkten ausgezeichnet. Was mich an den Wegweisern am Parkplatz jedoch wundert ist, dass ich, wenn ich die Entfernungen zum Forellenhof  zusammenzähle, auf zehn Kilometer statt der angegebenen neun komme. Am Ende unserer Wanderung habe ich auf meinem GPS 10 Kilometer und 300 Höhenmeter.

Die komplette Strecke ist sehr gut markiert mit manchmal kaum zu übersehenden Schildern. Da es sich um eine Traumschleife handelt, sind auch die einzelnen schon zurückgelegten Kilometer markiert. Darüber hinaus sind an einigen Stellen Standortinformationen zu finden. Ihr wisst also immer genau, wo Ihr seid und was noch vor Euch liegt.

Da wir auf dieser Wanderung auch den Multi Traumschleife Börfinker Ochsentour suchen wollen, laufen wir die Tour entgegen der empfohlenen Laufrichtung, was sich später als eine sehr gute Entscheidung herausstellt. Neben diesem Multi können wir noch drei weitere Tradis auf der Strecke suchen – ein vierter ist zur Zeit leider deaktiviert.

 

Einmal über den Hügel

Um halb elf Uhr starten wir in die Wanderung. Zunächst queren wir die kleine Landstraße und laufen auf der anderen Seite über einen breiten Waldweg hinunter zum Bach. Diesen überqueren wir auf einer aus einem Baumstamm gebauten Brücke. Die Trittfläche auf dem Stamm ist so schmal, dass ich Mühe habe mich mit meinem Tourenrucksack umzudrehen, um ein Foto vom Bach zu machen.

Dann biegen wir links in einen Forstweg ein und folgen diesem ein Stück. Ein Wegweiser zeigt uns an, dass es nun rechts über einen Pfad nach oben geht. Der knackige Anstig ist recht kurz und schnell wird es flacher. Wir wandern durch einen schattigen Wald, was bei dem warmen Wetter heute recht angenehm ist.

Im Folgenden wechseln sich kleine Pfade und breite Forstwege ab. An einem Wegweiser zur Quelle suchen und loggen wir den Tradi Gute Bure. Dank seines genauen Hinweises ist er schnell gefunden. Etwa hundert Meter weiter erreichen wir die ausgeschilderte Quelle mit einem großen Kreuz und einem kleinen Picknick-Tisch. Für eine Pause ist es uns jedoch noch zu früh.

Nach der Quelle wandern wir kontinuierlich bergab. Wir laufen durch einen dunklen Nadelwald. An mehreren Stellen überqueren wir kleine Bäche. Dazu wurden entweder Trittsteine ins Wasser gelegt oder Holzbrücken gebaut.

Dann erreichen wir den Waldrand. Vor uns liegt eine große Wiese, auf der gerade ein Bauer mit seinem Trecker am Mähen ist.

Am unteren Ende der Wiese steht eine große Informationstafel des Nationalparks. Sie weist uns auf das Denkmal hin, welches weiter hinten neben der Schutzhütte aufgestellt wurde.

Eigentlich könnten wir hier nach einem Tradi suchen – leider sehe ich auf meinem Smartphone, dass der Tradi Nationalpark Denkmal gerade deaktiviert ist, er wurde wohl gemuggelt.

 

Durchs Tal des Traunsbachs

Wir biegen nach links in einen breiten Fahrweg ein. Nach wenigen Metern zweigt rechts von diesem ein kleiner Pfad ab, der hinunter zum Traunbach führt. Leider ist dieser Teil des Weges derzeit gesperrt und es wurde eine Umleitung über den Fahrweg ausgeschildert.

Vom Fahrweg kann ich sehen, dass zum einen umgestürzte Bäume über dem Pfad liegen und dieser zum anderen stellenweise auch unter Wasser steht. Es ist also sinnvoll der Umleitung zu folgen!

Kurz bevor der Fahrweg in die Landstraße mündet, biegen wir wieder ab und folgen einem Pfad in den Wald, der im Folgenden parallel zur Landstraße verläuft. Nach etwa 200 Metern überqueren wir die Straße und laufen zum Forellenhof hinüber.

Von weitem ist nicht zu erkennen, ob man im Forellenhof einkehren kann? Von der Seite des Wanderwegs ist nur der große geschotterte Parkplatz zu sehen – einen gemütlichen Biergarten können wir nicht erkennen und so setzen wir unsere Wanderung fort.

 

Über den nächsten Hügel

Ein paar Schritte weiter erreichen wir eine große Informationstafel vom Nationalpark und ein weiteres Wanderportal mit der Beschriftung Ochsentour. Dahinter geht es steil den Hügel hoch.

In Serpentinen erklimmen wir den kleinen Hügel und kommen zu einem schönen Picknick-Tisch mit Bänken. Dort befindet sich auch eine Ablesestation von unserem Wandermulti.

Danach verläuft der kleine Pfad durch einen idyllischen Wald, zunächst recht eben und am Ende absteigend. Nachdem wir auf der anderen Seite den kleinen Hügel wieder hinuntergestiegen sind, biegen wir in einen Forstweg ein, dem wir ein Stück folgen. Ein Wegweiser macht uns darauf aufmerksam, dass wir nun rechts einbiegen müssen. Hier ist ein Bach zu überqueren. Um das zu ermöglichen, wurden große Trittsteine ins Wasser gelegt und an einer Seite ein Geländer angebracht.

Unmittelbar hinter dem Übergang steht eine Bank, die zu einer kurzen Pause einlädt.

 

Über die Wiese zum Ochsenstall

Nun folgt ein kleiner Anstieg zunächst am Waldrand entlang und anschließend über eine große Wiese. Durch die leicht erhöhte Position und die offene Landschaft können wir in die Ferne schauen.

Nachdem wir den kleinen Anstieg hinter uns gebracht haben, sehen wir vor uns eine große Sinnenbank und einen Picknick-Tisch mit Bänken. Wir überlegen dort unsere Mittagspause zu verbringen. Als wir dort ankommen, werden wir jedoch enttäuscht: Die Sinnenbank ist derart mit Vogelkot versaut, dass sie nicht mehr benutzbar ist. Die anderen Bänke schauen ähnlich aus. Hier müsste dringend mal was gereinigt werden …

Ich schaue auf mein GPS und sehe, das nur ein paar hundert Meter weiter schon die nächste Picknickmöglichkeit eingezeichnet ist. Daher folgen wir weiter dem Wanderweg, überqueren eine kleine Landstraße und folgen einem landwirtschaftlichen Weg bis um Ochsenstall. Das ist eine große Picknickhütte mit Tischen und Bänken. Einige stehen im Freien und andere im Innern. Das ist ein wirklich toller Picknickplatz, der uns gefällt.

Gleich daneben wurde eine Madonna aufgestellt.

Im Schatten unter den Bäumen entdecken wir noch einen weiteren Picknick-Tisch und entschließen uns dort unser Mittagspicknick zu veranstalten. Wir gönnen uns eine halbe Stunde Pause. Nur ein paar Meter vom Tisch entfernt liegt der Tradi Die Madonna vom Einschiederhof, der schön gebastelt ist, auch wenn er inzwischen schon in die Jahre gekommen ist. Er ist schnell gefunden!

 

Hinauf zum Hochmoor

Nach der Pause setzen wir unsere Wanderung fort, verlassen den Ochsenstall, queren die Landstraße und wandern auf einem kleinen Pfad kontinuierlich bergauf. Wir befinden uns nun im Anstieg zum Ochsenbruch.

Unterwegs sehen wir am Wegrand sehr viele Fingerhutpflanzen.

Dann ist es endlich soweit, wir erreichen den Moorsteg. Bevor wir ihn überqueren, machen wir noch eine kleine Trinkpause an dem Picknicktisch, der kurz vor dem Anfang des Stegs steht. Wir warten ab, bis wir keine Wanderer mehr sehen und begeben uns dann auf den schmalen Steg.

Auf einer Länge von knapp 200 Metern verläuft hier ein Holzsteg durch das Moor.

Rechts und links ragt der Fingerhut in die Höhe. Es ist sehr schön hier oben.

Am Ende des Stegs suchen wir den Tradi Pause am Ochsenbruch, bei dem wir echt lange suchen. Das ist aber unser Fehler, wir haben mal wieder Tomaten auf den Augen. An dieser Stelle ist der höchste Punkt der Wanderung erreicht – nun geht es nur noch nach unten zum Waldparkplatz.

 

Hinunter zur Hischtränke

In einem großen Bogen wandern wir durch einen schönen Wald den Hang hinunter.

Dabei laufen wir parallel zu einem kleinen Bach, der allmählich größer wird. Leider ist unser Weg recht nass, da der Bach über die Ufer getreten ist. Mit meinen Wanderschuhen ist das aber alles kein Problem.

Weiter unten kommen wir zur Hirschtränke, an der wir uns mit kühlen Getränken verpflegen können.

Die Getränke werden im Bach gekühlt und es gibt eine Vertrauenskasse. Das Ganze ist dabei noch recht günstig: Für einen Softdrink wird 1€ und für ein alkoholisches Getränk 1,50€ erwartet.

Die Hirschtränke gefällt mir, das könnte es gerne öfter an den Premiumwanderwegen geben. Bisher kannte ich das nur von Wanderungen im Schwarzwald. Wir gönnen uns eine weitere Trinkpause an der Hirschtränke.

 

Durch den moosüberzogenen Wald

Wir wandern weiter immer in Richtung von unserem Auto. Dieser letzte Teil der Wanderung gefällt mir persönlich sehr gut: Wir laufen durch einen tollen Wald.

Obwohl es ein dunkler Nadelwald ist, leuchtet es rundherum grün: Der Waldboden ist von einer geschlossenen Moosdecke überzogen.

Kurz vor dem Parkplatz finden wir am Baum die Neun-Kilometer-Markierung. Ein guter Platz für ein Selfie von saarzwerg und mir.

Dann ist es nicht mehr weit – nach wenigen hundert Metern sehen wir schon unser Auto zwischen den Tannen herausschauen.

 

Am Final des Multis

Den Final unseres Wandermultis konnten wir gut finden und dass, obwohl unsere berechneten Koordinaten ein gutes Stück im Off waren. Dennoch konnte ich die “Dose” schon von Weitem sehen.

Wir tragen uns ins Logbuch ein und beenden damit eine tolle Wanderung!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Börfinker Ochsentour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Multis und den Weg dahin habe ich natürlich aus der Trackaufzeichnung entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Hochwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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