Lab2Gpx – Labcaches sehr einfach in GPX exportieren

Im Rahmen meines Blogbeitrags zur zweifelhaften Labcache-Strategie wurde ich von einem Leser auf eine Webseite namens Lab2Gpx aufmerksam gemacht,mit der er auch jetzt noch möglich sein soll, alle Labcaches um eine gegebene Koordinate in eine GPX-Datei zu exportieren.

Das habe ich mir natürlich sofort angeschaut und war überrascht, wie einfach und zuverlässig dies funktioniert. In diesem Beitrag findet Ihr eine kleine Anleitung, wie Ihr Labcaches exportieren könnt und was ihr dabei beachten solltet …

 

 

Für die Ungeduldigen

Um eine GPX-Datei zu erzeugen, die alle Labcaches rund um eine gegebene Koordinate enthält, solltet Ihr zunächst mit Eurem Browser auf die Webseite von Lab2Gpx gehen. Dann verschiebt Ihr die angezeigte Karte so, dass Ihr an der Stelle, um die Ihr die Labcaches exportieren wollt, klicken könnt. Eurer Klick bewirkt, dass ein roter Marker gesetzt wird und dem Feld über der Karte die Koordinaten der Stelle angezeigt werden.

Nun geht Ihr an das Ende dieser Seite und klickt auf die Schaltfläche für Download und schon solltet Ihr ein Zip-Archiv herunterladen, welches eine GPX-Datei mit den zu exportierenden Labcaches enthält.

Das war doch einfach, oder?

 

Nochmal langsam und im Detail

Als erstes öffnen ich den Browser meiner Wahl und gebe in der Adresszeile „https://gcutils.de/lab2gpx/“ ein und drücke die Return-Taste. Danach sollte sich die folgende Webseite öffnen:

Zu Beginn der Webseite finde ich eine kurze Erklärung dessen, was ich hier machen kann und wohin ich meine Verbesserungsvorschläge richten kann. Auch finde ich hier einen kurzen Hinweis zum Datenschutz: Meine Eingaben werden in einem sogenannten Cookie in meinem Browser gespeichert. Möchte ich keine Spuren hinterlassen, so muss ich nur dieses Cookie löschen. Ich probiere es aus und gehe dazu in die Einstellungen meines Browsers und suche die Cookies, die von „gcutils.de“ gesetzt werden. Genau eines finde ich, was ich anschließend lösche. Nachdem ich nun die Webseite aktualisiert habe, sehe ich nur noch die Standard-Einstellungen. Hat also prima funktioniert!

Unter dem Einleitungstext befindet sich ein Webformular, welches grafisch in die folgenden vier Abschnitte unterteilt ist:

  • Allgemein
  • Beschreibung
  • Ausschließen
  • Download

Um die AdventureLabcaches (ALC) exportieren zu können, muss ich im Abschnitt Allgemein in der Karte nun zunächst einen Punkt (Koordinaten) auswählen, um die ich die ALCs exportieren will. Dazu verkleinere ich in die Karte mit der Minus-Schaltfläche, verschiebe dann den Ausschnitt ins Saarland, vergrößere mit der Plus-Schaltfläche den Ausschnitt und klicke anschließend an die Stelle, an die ich den Marker zum Exportieren setzen möchte.

Unter der Karte sehe ich noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, die die Anzahl der ALCs beeinflussen, die ich exportiere: Ich kann die Radius einstellen, in dem die ALCs gesucht werden und ich kann die maximale Anzahl auswählen, die exportiert werden soll. Hier kann gilt eine Obergrenze von maximal 500 Labcaches pro Export.

Nun muss ich mir überlegen, was ich mit der gpx-Datei machen will. Will ich sie anschließend auf ein Garmin-GPS-gerät übertragen, so sollte ich noch den Cachetyp verändern, da die Garmin-Geräte immer noch keine LabCache-Symbole anzeigen können. In dem Fall ist es sinnvoll den Cachtyp auf „Virtual Cache“ umzustellen, was bewirkt, dass die Labcaches mit die Virtual-Symbol auf der Karte des Garmin-GPS dargestellt werden.

Um den Export zu starten, scrolle ich einwenig nach unten bis zum Abschnitt Download und klicke dort auf die mit „Download“ beschriftete Schaltfläche. Trotz des Hinweises, dass es nun eine Weile dauern kann, geht es bei mir recht schnell und die gerade erzeugte Export-Datei wird in das Download-Verzeichnis meines Browsers heruntergeladen.

Auf meinem Laptop entpacke ich nun die Export-Datei „labs2gpx.zip“ und es erscheint einen Datei mit dem Namen „labs2gpx.gpx“. Diese kopiere ich nun auf mein Garmin-GPS in das Verzeichnis „garmin/gpx“. Danach starte ich das GPS und schaue auf der Karte und siehe da, die gerade exportierten Labcaches werden mit einem Virtual-Symbol angezeigt.

Persönlich bevorzuge ich jedoch eine andere Variante um die Stationen eines ALC auf der Karte meines GPS-Gerätes darzustellen: Ich möchte die Labcaches als echte Wegpunkte mit dem blauen Fähnchen dargestellt sehen. Auch das ist mit dieser Webseite möglich. Im Abschnitt Download befindet sich eine sogenannte Dropdown-Liste, also eine Schaltfläche, die aufklappt, wenn man sie anklickt.

Mit dieser Auswahlbox könnt Ihr einstellen, welche Art von Export durchgeführt werden soll. Dazu stehen Euch die folgenden Möglichkeiten zu Auswahl:

  • Gezipptes GPX
  • GPX
  • Gezipptes GPX mit Wegpunkten
  • GPX mit Wegpunkten
  • Cachetur.no Bulk Add Waypoints

Die erste Auswahlmöglichkeit ist der angezeigte Standard, den ich eben benutzt habe. Stelle ich „GPX“ ein, so bekomme ich den gleichen Inhalt und muss die gpx-Datei vor dem Kopieren auf das GPS-Gerät nicht mehr auspacken. Wähle ich nun eine der beiden Wegpunkte-Optionen aus, so bekomme ich mein Labcaches als echte Wegpunkte exportiert und sie werden auf dem Garmin-GPS als blaue Fähnchen dargestellt.

Dabei ist mir jedoch aufgefallen, dass der Informationsgrad des Exports als Caches im Vergleich zum Export leicht unterschiedlich ist: Bei den exportierten Labcaches finde ich die vollständige Beschreibung und die zugehörige Frage. Beim Export als Wegpunkt finde ich jedoch nur die Frage und vermisse dort die vollständige Beschreibung. Da ich ja aber nur wissen möchte, wo sich der Labcache befindet, sind beide Variante für mich gut einsetzbar.

 

Eine paar Überlegungen zur Funktionsweise

Für mich überraschend war, dass diese Webseite (im Gegensatz zu c:geo und den GSAK-Makros) scheinbar immernoch in der Lage ist, die LabAdventureCaches (ALC) samt ihren Stationen (mit Koordinaten und Fragen) zu laden und zu exportieren. Das sollte nach meinem jetzigen Kenntnisstand eigentlich nur noch der AdventureLab-App, die vom HQ entwickelt wird, möglich sein.

Das Stück Software, das bei Lab2Gpx dafür verantwortlich ist, läuft auf der Serverseite. Im Kopf der Webseite finde ich einen Verweis auf das Github-Repository, in dem Wünsche für die Weiterentwicklung dieser Webseite eingetragen werden können. In diesem Repository befindet sich auch PHP-Quellcode, der für mich so ausschaut, als könnte es sich dabei um das besagte Stück Software handeln. Wenn dem so wäre, dann erfolgt ein Zugriff auf die Suchfunktion der Labcache-API, für die ein gültigen CosumerKey zwingend erforderlich ist. Daran scheitert es aktuell bei c:geo und den GSAK-Makros. Die Drittanbieter haben soweit ich verstanden habe, einen solchen ConsumerKey – der jedoch nur eingeschränkte Informationen über einen ALC liefert: Die einzelnen Stationen mit ihren Koordinaten und Fragen fehlen.

Da Lab2Gpx jedoch die vollständigen Informationen inklusive der einzelnen Stationen und sogar Fragen zurückliefert, würde ich daraus schließen, dass der Entwickler von Lab2Gpx genau den ConsumerKey nutzt, der auch von der HQ-eigenen AdventureLab-App für iOS verwendet wird.

Aber Ihr merkt sicher, wie viele „wenn – könnte – müsste – sollte – vermutlich“ dieser Text enthält. Meine Überlegungen sind reine Spekulation und erheben nicht den Anspruch die Wirklichkeit zu beschreiben.

 

Mein Fazit

Eigentlich spielt es keine Rolle wie oder warum diese Webseite funktioniert. Ich freue mich, dass sie es tut und danke dem Entwickler, dass er oder sie dieses praktische Werkzeug der Geocaching-Community kostenlos zur Verfügung stellt. Der Export ist auch für Anfänger sehr einfach zu nutzen und die Optionen für den Export sind überwiegend selbsterklärend. Das einzige was mir auf der Webseite noch fehlt ist eine Möglichkeit den Namen der Labcaches zu beeinflussen – die Nummer der Station sollte am Anfang stehen, da bei der Darstellung auf dem GPS lange Namen abgeschnitten werden und sie dann nicht mehr unterschieden werden können.

Ich würde mir wünschen, dass es weiter vom HQ geduldet wird, da es einfach ein paar Probleme mit den AdventureLab-Caches löst: Ich kann damit vernünftig eine Geocaching-Tour vorbereiten, auf der ich sowohl die Stationen von LabAdventures als auch „normale“ Geocaches suchen kann. Nach der Tour kann ich die gpx-Datei der Labcaches dafür verwenden um meine gefundenen Labcaches nach GSAK zu übertragen und dort die Statistik zu erzeugen.

Ich hoffe, dass diese Möglichkeit noch lange bestehen bleibt!

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Habt Ihr dieses Script schon mal genutzt? Wie gefällt es euch und wofür nutzt Ihr es? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

3 Kommentare:

  1. Hallo Jörg,

    danke für deinen wieder mal interessanten Beitrag.
    ich nutze das Tool schon eine Weile und bin echt begeistert. Ergänzend zu deinem Bericht möchte ich noch auf die Funktion „Lineare Adventure Labs“ hinweisen. Dabei kann man sich die besagten Labs noch mit einem zusätzlichen „[L]“ im Namen ausgeben lassen und sieht somit sofort, ob man den Lab in der vom Owner bestimmten Reihenfolge oder frei wählbar spielen kann. Hat mir auch schon oft geholfen ;-)
    Grüße aus Brandenburg

  2. Bisher habe ich zum Download immer das GSAK-Macro genutzt, funktioniert, aber dauert etwas.
    Das hier hat mich aber jetzt interessiert, ob das wirklich funktioniert. Das geht ja Ratz-Fatz und schon hat man die ALC‘s im Kasten, respektive im GPS/L4C. Bin begeistert und gespannt wie lange das noch geht.
    Danke für den informativen Bericht!
    Gruß aus Westfalen 🙋🏻‍♂️

  3. Hallo Jörg,

    danke für den tollen Tipp mit der Website. Ich habe jetzt mal zum Experimentieren ein kleines Gebiet (20 km Radius) mit ein paar Lab-Caches runtergeladen (gefundene, lineare und freie Reihenolge, einige „Stationen“ außerhalb des Kreises).
    Auf den ersten Blick sieht es aber sehr gut aus – und läßt sich gut in GSAK importieren.

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