Wandermulti: Traumschleife Schluchtenpfad

Am letzten Wochenende sind saarzwerg und ich mal wieder im Saarland unterwegs gewesen: Wir sind den Wandermulti Traumschleife Schluchtenpfad in der Nähe von Losheim am See gelaufen.

Seine zehn Stationen liegen alle auf dem gut zehn Kilometer langen Premiumwanderweg Schluchtenpfad, der – wie sein Name schon verrät – durch einige Schluchten verläuft. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Die Traumschleife Schluchtenpfad

Einige von Euch kennen vielleicht noch den saarländischen Ort Losheim am See, wo vor ein paar Jahren ein Megaevent stattfand. Nicht weit davon entfernt liegt das beschauliche Örtchen Rissenthal, wo der Schluchtenpfad beheimatet ist. Dieser Premiumwanderweg ist 10,8 Kilometer lang und überwindet dabei 518 Höhenmeter. Er wurde im Mai 2018 vom Deutschen Wanderinstitut mit 85 Erlebnispunkten ausgezeichnet. Damit ist er im Saarland der fünfthöchstbewertete Premiumwanderweg. Mehr Punkte haben aktuell nur noch der Felsenweg, die Litermont-Gipfeltour, der Cloef-Pfad und der Steinhauerweg.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist auch dieser vorbildlich markiert. Unterwegs musste ich mein GPS nur nutzen, um die einzelnen Stationen des Wandermultis zu finden. Wer „nur“ wandern möchte, kann einfach den vielen Schildern folgen. Die Strecke geht fast ausschließlich über schmale Wanderpfade. Das Profil ist sehr wellig: Oft geht es kurz und knackig bergauf und kurz danach schon wieder hinunter. Die zu bewältigenden 500 Höhenmeter sind über die komplette Wanderung gut verteilt.

Gut gefällt mir bei den Traumschleifen, dass es, in der empfohlenen Laufrichtung, bei jedem vollen Kilometer eine entsprechende Markierung gibt. So weiß ich jederzeit, was ich schon geschafft habe und welche Strecke noch vor mir liegt.

Der Multi Traumschleife Schluchtenpfad besteht aus zehn recht eindeutigen Ablesestationen und einem Final. Auf der Strecke liegt noch ein Tradi, den wir wegen schlechten GPS-Empfangs und fehlendem Spoilerbild nicht wirklich gesucht haben. Mit einer großzügigen Mittagspause, Geocaching und Fotografieren waren wir knapp viereinhalb Stunden unterwegs. Dieses Mal stimmen sogar die offiziellen Angaben zum Weg mit der Anzeige meines GPS-Gerätes überein.

Wir parken in der Dorfmitte von Rissenthal auf dem Wanderparkplatz. Als wir morgens dort ankommen, ist er noch fast leer. Nach unserer Wanderung ist der Parkplatz überfüllt. Ihr solltet also nicht zu spät starten …

 

Der erste Anstieg

Am Parkplatz lesen wir an der Informationstafel den ersten Wert für unseren Wandermulti ab und folgen anschließend den Markierungen in Richtung Wald. Dort wandern wir durch einen idyllischen Hohlweg, wo sich schon gleich die nächste Station befindet.

Laut einer Informationstafel ist der Hohlweg durch schwere Fuhrwerke entstanden, die sich hier immer tiefer in den Boden eingegraben haben.

Danach biegen wir in einen Wanderpfad ein, der sich zunächst langsam und später etwas steiler den Hang hinauf „arbeitet“.

Wir wandern durch einen schönen Wald immer entlang eines kleinen Baches, der aber derzeit kaum Wasser führt.

Am Ende des Aufstiegs befindet sich eine kleine Bank, wo Ihr Euch ausruhen könnt.

Da wir bis dorthin noch keinen Kilometer gelaufen sind, verzichten wir auf eine Pause.

 

Recht eben um den Berg

Nun wird es etwas flacher – wir laufen in einem großen Bogen auf fast gleichbleibender Höhe um diesen kleinen Berg herum und kommen zu einem Aussichtspunkt, wo wir recht weit in die Ferne blicken können.

Am Aussichtspunkt stehen zwei Bänke – aber es ist immer noch zu früh für eine Pause und so folgen wir weiter dem kleinen Wanderpfad.

Nach kurzer Zeit erreichen wir die nächste kleine Schlucht. Der Bach, der diese offensichtlich gegraben hat, scheint zur Zeit jedoch ausgetrocknet zu sein.

Generell solltet Ihr diese Wanderung nicht unternehmen, wenn es vorher viel geregnet hat. An einigen Stellen überqueren wir einen Bach oder laufen durch sein Bett, was bei Hochwasser sicher ungünstig wäre.

 

Der Abstieg hinunter nach Rissenthal

Kurz hinter dieser kleinen Schlucht beginnt der Abstieg hinunter ins Dorf. Zunächst wandern wir in engen Serpentinen recht steil nach unten bis zu einer kleinen Teerstraße, die wir überqueren. Etwas später erreichen wir die Weiden eines Reiterhofes, an denen wir entlang laufen.

Anschließend folgt wieder ein kleiner Hohlweg, der uns zurück nach Rissenthal bringt.

Unten angekommen haben wir den Ortsrand erreicht.

 

Durch Rissenthal hindurch

Nun laufen wir einige Zeit über eine Teerstraße. Auch hier unten im Tal rechts und links des Weges gibt es noch viele Weiden, auf denen wir Pferde sehen können.

Auf einer Weide hängen Futternetze, an denen sich die Pferde abmühen müssen, um etwas heraus zu bekommen. Ob das eine Beschäftigungstherapie für die Tiere sein soll?

Wir folgen weiter den Markierungen und biegen in die Hauptstraße ein. Dort steht ein besonders interessantes Haus, das mich von der Bemalung irgendwie an den Künstler Hundertwasser erinnert.

Direkt am Haus biegen wir in einen kleinen landwirtschaftlichen Weg ein und verlassen den Ort wieder.

 

Hinauf Richtung Hungerberg

Unser Wanderweg steigt nun wieder etwas an. Von der Wiese haben wir einen schönen Blick über den Ort.

Dann wird es wieder idyllisch, wir laufen durch eine „Röhre“, die die Natur hier geschaffen hat. Mittendrin steht eine Sinnenbank, auf der wir unsere erste kleine Pause machen.

Nun wandern wir kurz hinunter zu einer Weide, auf der wir wieder Pferde sehen. Eins scheint heute morgen besonders faul zu sein – es hat sich hingelegt.

Nach dieser Weide beginnt nun ein knackiger Aufstieg über eine recht lange Treppe. Für unseren Wandermulti müssen wir die Stufen zählen.

Nachdem wir diese erfolgreich hinter uns gebracht haben, wandern wir ein gutes Stück recht flach durch den Wald …

… bis sich der Anstieg wieder fortsetzt. Über weitere kleine Treppen schlängelt sich unser Wanderpfad bis zu einer offenen Felderlandschaft, wo wir erst einmal die Aussicht genießen.

An dieser schönen Stelle stehen gleich zwei Sinnenbänke, die aber leider beide besetzt sind als wir dort ankommen. Schade, für unsere Mittagspause müssen wir uns wohl eine andere Stelle aussuchen.

 

Hinunter in die nächste Schlucht

Kurze Zeit später biegen wir in einen schmalen Wanderpfad ein und folgen ihm. Er verläuft durch einen Hang. Während wir dort entlang wandern, hören wir immer lauter einige vorbeifahrende Autos: Wir nähern uns einer Straße. An der Stelle, wo unser Wanderweg diese kreuzt, steht eine kleine Kapelle.

Kurz dahinter verschwindet unser markierter Weg wieder im Wald. Wir haben die nächste Schlucht erreicht. Gleich zu Beginn befindet sich ein kleiner Aussichtspunkt mit einer Bank. Da sie gerade frei ist, nutzen wir die Gelegenheit zu einer ausgedehnten Mittagspause.

Gut gestärkt steigen wir nun die kleinen Serpentinen hinab zum Bachbett.

Unten angekommen sind wir froh, dass der Bach derzeit kein Wasser führt, da der Pfad doch recht nah am Bach entlang verläuft.

Gut, dass gerade kein Hochwasser ist!

 

Der nächste Aufstieg durch die Schlucht

Nach wenigen Metern biegen wir links ab und steigen den Hang hinauf, um in die nächste Schlucht zu gelangen. Dieser folgen wir nun bergauf. Gleich zu Beginn gibt es wieder eine Treppe …

… und anschließend eine längere steile Rampe, an deren oberen Ende wieder eine Bank zum Ausruhen wartet. Generell gibt es auf dieser Wanderung recht viele Bänke und Picknickmöglichkeiten.

Nach dem Aufstieg wird es dann wieder flacher – zunächst wandern wir über eine Wiese …

… und anschließend wieder durch den Wald.

 

Weiter durch den Wald

Es geht im Folgenden immer mal wieder etwas hoch und dann wieder hinunter. Dann erreichen wir die nächste Schlucht, an deren Seite wir wieder hinabsteigen.

Danach kommen wir zu einer kleinen Schutzhütte. Anschließend wandern wir über einen breiten Fahrweg leicht bergauf und kommen an vielen Bienenstöcken vorbei. Die letzte Station unseres Wandermultis befindet sich am Eingang einer weiteren Schlucht. Wir lesen die Information ab und setzen uns in die nahe Wiese, um das Final zu berechnen.

Danach wandern wir weiter. Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Weide mit Kühen.

Unser Weg läuft einmal um diese Weide herum. Auch hier steht wieder eine Sinnenbank zum Ausruhen.

 

Der Abstieg durch die letzte Schlucht

Wir wandern über einen schmalen Pfad in die Schlucht hinein. Am Anfang sieht man, dass der alte Weg wohl weggebrochen war und nun ein neuer Verlauf angelegt wurde. Über eine Brücke queren wir den kleinen Bach.

Auf der anderen Seite folgen wir dem Wanderweg, der nun stetig bergab verläuft. Wir laufen parallel zu einer Schlucht, in der einige große Felsbrocken liegen. Eine Informationstafel erklärt uns ihre Entstehung.

Weiter unten öffnet sich der Wald und wir kommen zu einigen Wiesen.

Noch ein letztes Mal nähern wir uns einem Bach und laufen ein gutes Stück durch sein Bett. Danach ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz. Unterwegs konnten wir die Finaldose gut finden. Unsere Koordinatenberechnung war wohl auf Anhieb richtig gewesen. So liebe ich das bei einem Wandermulti!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Schluchtenpfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den Weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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