Geocaching & Wandern: Die Traumschleife Steinhauerweg

Am letzten Samstag bin ich zusammen mit dem saarzwerg den Premiumwanderweg „Steinhauerweg“ gewandert. Die Traumschleife hat nach offiziellen Angaben eine Länge von 10,3 Kilometern bei weniger als 200 Höhenmetern.

Auf und in der unmittelbaren Nähe der Strecke wurden vier Geocaches versteckt. Wir kommen durch ein idyllisches Bachtal, sehen viele Steinkreuze und erreichen einen Aussichtspunkt. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über den Steinhauerweg …

 

 

Die Traumschleife Steinhauerweg

Der Steinhauerweg gehört zu den Traumschleifen Saar-Hundsrück. Der Premiumwanderweg hat eine Länge von 10,3 Kilometern bei knapp 200 Höhenmeter. Die Wanderung wurde im September 2020 neu zertifiziert und mit 87 Erlebnispunkten ausgezeichnet. Der Steinhauerweg soll an die Steinhauertradition in Britten erinnern. Daher gibt es einige Informationstafeln mit Erklärungen zu historischen Wegekreuzen und verlassenen Steinbrüchen, die während der Wanderung besucht werden.

Der Startpunkt dieser Wanderung befindet sich am Waldfestplatz in Britten bei Losheim. Die Zufahrt ist mit einem großen Wegweiser mit der Aufschrift Steinhauerweg versehen. Es gibt einen kleinen Parkplatz.

Gegenüber vom Parkplatz steht eine große Informationstafel zum Wanderweg. In der linken Spalte ist das Höhenprofil zu sehen: In der ersten Hälfte der Tour geht es fast nur bergab um auf der zweiten Hälfte wieder die Ausgangshöhe zu erreichen. Verglichen mit den Premiumwanderwegen im Pfälzerwald sind die Höhenunterschiede hier aber kaum nennenswert.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist auch dieser Weg vorbildlich mit Markierungen versehen. Da die Zertifizierung gerade erst ein paar Monate zurückliegt, ist der Weg in einem sehr guten Zustand.

Nützlich finde ich die Kilometermarkierungen, die auch auf dieser Traumschleife angebracht wurden. So wisst Ihr auch ohne GPS jederzeit, welche Strecke Ihr schon zurückgelegt habt und was noch vor Euch liegt.

In der Vorbereitung dieser Tour sind mir vier Traditional-Caches ins Auge gefallen die entweder auf der Strecke oder in unmittelbarer Nähe liegen. Leider konnten wir nur zwei erfolgreich loggen – doch dazu später mehr. Ein Wandermulti fehlt auf dem Steinhauerweg bisher noch!

Mit Geocaching und zwei Pausen benötigen wir für die komplette Wanderung knapp vier Stunden. Der Steinhauerweg hat uns wegen der tollen moosigen Wälder, den idyllischen Bachläufen und den beiden interessanten ehemaligen Steinbrüchen gut gefallen.

 

Auf geht’s

Kurz nach zehn Uhr parken wir unser Auto auf dem schon halb gefüllten Wanderparkplatz am Waldfestplatz. Gegenüber von unserem Stellplatz startet der Steinhauerweg durch ein großes Holzportal.

Zunächst geht es leicht abwärts zu einem kleinen Bach hinunter, den wir auf einer Brücke überqueren.

Anschließend laufen wir um eine große Wiese herum um auf der anderen Seite wieder in den Wald zu gehen.

 

Die ersten Steinkreuze bei Britten

Der Wald ist um diese Uhrzeit noch recht ruhig. Wir scheinen die einzigen Wanderer zu sein. Ein schmaler Pfad führt uns zwischen hohen Nadelbäumen hindurch. Es ist feucht und moosing hier.

Wir erreichen das erste Wegkreuz des Tages. Daneben steht eine kleine Informationstafel: Hier wurde eine Mutter begraben, die Ihr Kind mit Ihrem eigenen Herzblut vor dem Verhungern rettete und dafür Ihr Leben gab.

Vom Kreuz laufen wir hinunter zur Landstraße …

… die wir kurz danach queren. Auf der anderen Seite steht ein weiteres Steinkreuz mit einer Informationstafel.

Dieses Mal schauen wir uns die Tafel nicht mehr so genau an und setzen unsere Wanderung fort. Recht eben geht es zunächst hinter den Gärten der Wohnhäuser von Britten vorbei, bevor wir wieder in den Wald abbiegen. In einem großen Bogen wandern wir hinunter zum Saarhölzbach.

 

Durch das Tal des Saarhölzbaches

Schon von weitem hören wir den Bach vor sich hin plätschern. Wir wandern über einen breiten Forstweg kontinuierlich nach unten.

Nach einer letzten Kurve sehen wir den Bach das erste mal: Hier oben am Talanfang ist der Saarhölzbach nicht mehr als ein kleines Rinnsal, den wir auf einer kleinen Brücke überqueren.

Wir wandern nun gute zweieinhalb Kilometer meist über einen schmalen Wanderpfad immer entlang des Baches. Mal befindet sich unser weg auf der rechten Seite, mal auf der anderen.

Das kleine Bachtal ist sehr idyllisch. wir haben Glück, abundzu scheint mal die Sonne durch die Wolken und strahlt die moosigen umgefallenen Bäume an, die kreuz und quer hier herumliegen.

Nach und nach wird der Saarhölzbach breiter. Am Weg befinden sich einige Informationstafeln, die zum einen auf eine ehemalige Wasserleitung hinweisen, deren Verlauf mit Steinen markiert wurde und zum anderen auf den Grenzverlauf (der ebenfalls mit Steinen markiert ist) zwischen Deutschland und dem Saarland, als dieses noch unter der Verwaltung des Völkerbunds stand.

An einigen Stellen hat er sich tief in den Hang gegraben. Unser Wanderpfad steigt an diesen Stellen etwas an und verläuft oberhalb des Steilhanges. Hier müssen wir etwas aufpassen, dass wir nicht stolpern …

Anschließend geht es wieder hinunter zum Bach, den wir wieder über eine kleine Brücke queren.

Dort befindet sich ein kleinen Picknickplatz. Wir machen eine erste kleine Pause und trinken unseren Tee, den wir in einer Thermoskanne mitgenommen haben.

 

Hinauf zum Ruheforst

Wir verlassen nun den Saarhölzbach und steigen durch ein anderes kleines Tal wieder etwas auf. Hier ist der Wald besonders idyllisch: Der ganze Boden ist mit einem leuchtend grünen Moos überzogen. Nur der Wanderpfad ist frei.

Solch einen „grünen“ Wald habe ich bisher noch niergends gesehen.  Wie wandern einen kleinen Hang hinauf um auf der anderen Seite wieder in kleinen Serpentinen zum Bach hinab zu steigen.

Der Wanderpfad quert nun den Bach. Leider gibt es hier keine Brücke. Auch Trittsteine suchen wir vergebens. Wir müssen improvisieren und suchen uns einen Weg, bei dem wir unsere Schuhe nicht komplett versenken.

 

Durch den Ruheforst

Auf der anderen Seite beginnt der Ruheforst. Der Steinhauerweg verläuft mitten durch. Ein wenig später erreichen wir eine kleine Kapelle.

Wir folgen weiter dem Wanderweg  und kommen wieder an einem scheinbar recht alten Steinkreuz vorbei. Dieses wurde mit Grabkerzen geschmückt, von denen einige noch brennen.

Wir nähern uns dem Eingang des Ruheforsts mit dem Parkplatz. Dann piepst mein GPS. Wir haben den ersten Geocache des Tages erreicht, den Tradi #06 Schlumpfland. Er ist für uns gut zu finden. Der nächste Tradi dieser Serie liegt ca. 150 Meter vom Wanderweg entfernt, der vorher abbiegt. Wir machen den kleinen Umweg und können auch den #07 Schlumpfland ohne Probleme finden und loggen. Dann laufen wir wieder zu unserem Wanderweg zurück und setzten die Tour fort.

 

Durch zwei Steinbrüche

Nun beginnt wohl der lange Aufstieg, den wir zu Beginn unserer Tour im Höhenprofil auf der Hinweistafel am Parkplatz gesehen haben. Es geht recht knackig einen kurzen Anstieg hinauf. Zum Glück geht es anschließend wieder recht moderat über einen breiten Forstweg weiter. Wir kommen zu einem großen Sandsteinblock.

Eine Hinweistafel informiert uns über die umliegenden Steinbrüche, die wir uns schon wenig später selbst anschauen können. Vorher „verlaufen“ wir uns aber noch das einzige Mal auf der kompletten Tour. Wir sind mit quatschen beschäftigt, dass wir eine große Tafel mit dem Hinweis hier links abzubiegen einfach übersehen. Als ich das auf meinem GPS bemerke, drehen wir um und laufen zu der kleinen Abzweigung zurück.

Über viele Stufen steigen wir zu einem verlassenen Steinbruch hinauf.

Unser Wanderpfad führt in einem großen Bogen an den behauenen Felswänden vorbei.

Am Ende verlassen wir den Steinbruch über eine lange Treppe.

Danach schlängelt sich unser Pfad durch den Wald, bis wir zu einem breiten Forstweg gelangen. Dort steht wieder ein altes Steinkreuz, dass dieses Mal an einen dort gestorbenen Postboten erinnern soll, der hier in einer kalten Winternacht von einem Sturm überrascht wurde.

Etwas später queren wir erneut die Landstraße und folgen unserem markierten Wanderweg durch eine Engstelle im Fels in einen weiteren Steinbruch.

Hier kommen wir nicht mehr so nah an die Felsen heran.

Über eine kleine und steile Rampe verlassen wir den Steinbruch.

 

An der Schutzhütte

Anschließend folgen wir wieder einen breiten Forstweg bis zu einer kleinen Schutzhütte.

Hier suchen wir recht lange nach dem Tradi Das Häuschen mit blauer Bank. Leider ist der Hinweis im Listing nicht wirklich hilfreich. Dank des schlechten Mobilfunkempfangs an dieser Stelle, können wir auch keine Bilder herunterladen. Nach einer gefühlten Ewigkeit geben wir genervt auf, loggene inen DNF und wandern weiter.

 

Vorbei an zwei Aussichtspunkten

Von der Schutzhütte ist es nicht weit bis zum Aussichtspunkt. Von hier haben wir eine tolle Sicht weit über den Hochwald hinaus. Vor uns sehen wir im Tal die Kirche von Hausbach.

Dann piepst mein GPS wieder. In der Nähe befindet sich der Tradi Schöne Aussicht. Leider liegen die Koordinaten 35 Meter den Steilhang hinunter – hier starten wir noch nicht einmal einen Versuch diese Dose zu finden. Zuhause sehe ich dass die „richtigen“ Koordinaten im Listingtext platziert wurden, die Koordinaten im Listingkopf jedoch nicht korrigiert wurden? Was ist denn das für ein Schwachsinn? Hier sollte dringend mal nachgebessert werden!

Wir wandern weiter abwechselnd über schmale Pfade und breite Forstwege. Einige Zeit später kommen wir zu einem weiteren Aussichtspunkt, der aber keine so gute Aussicht wie der erste bietet.

Daher halten wir uns hier nicht lange auf und setzen die Tour fort. Über einen schmalen Pfad geht es nun in mehreren Bögen zurück zum Waldfestplatz.

 

Zurück zum Waldfestplatz

Als wir eine kleinen Böschung erklimmen, können wir schon die Autos sehen. Unser Wanderpfad führt eine einem kleinen Marienschrein vorbei …

… und dann hinunter zur Hütte am Festplatz.

Wir haben das Ende unserer Rundwanderung erreicht. Bei wärmerem Wetter könnte man hier noch eine Picknick anschließen und die Sachen dazu im Auto lassen.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Traumschleife Steinhauerweg sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Multis und Mysterys waren dieses Mal keine auf der Strecke.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

** ** ** ** **

Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Saarland-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Saarland.

** ** ** ** **

Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.