Wandermulti: Traumschleife „Cloef-Pfad“

Am vorletzten Wochenende sind saarzwerg und ich den Cloef-Pfad gewandert. Er gehört zu den bestbewertesten Premiumwanderwegen im Saarland. Obwohl er zu den kürzeren Wanderwegen gehört, hat er viel zu bieten.

Auf der Tour können sechs Geocaches gesucht werden. Kommt mit auf die reich bebilderte virtuelle Wanderung!

 

 

Der Cloef-Pfad

Das Wahrzeichen des Saarlands ist sicher die Saarschleife. Dort in der Nähe, genauer gesagt in Orscholz, startet der 7,9 Kilometer lange Premiumwanderweg, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 92 Erlebnispunkten ausgezeichnet wurde. Damit ist er derzeit im Saarland der Wanderweg mit der dritthöchsten Punktzahl. Besser bewertet sind nur noch der Felsenweg und die Litermont-Gipfel-Tour.

Wir parken auf einem der großen Parkplätze rund um das Cloef-Atrium (Besucherzentrum), die leider kostenpflichtig und nicht gerade billig sind. Am Atrium startet der Cloef-Pfad. Dort befindet sich auch ein Wegweiser, welcher auf die empfohlene Laufrichtung aufmerksam macht.

Da wir aber den Wander-Multi Traumschleife „Cloefpfad“ unterwegs suchen wollen, müssen wir in umgekehrter Richtung wandern. Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist er vorbildlich markiert. Ich benötige mein GPS nur für das Geocaching unterwegs.

Obwohl dieser Wanderweg mit 7,9 Kilometern recht kurz ist, findet sich für jeden erwanderten Kilometer unterwegs eine Markierung. Obwohl wir entgegen der empfohlenen Laufrichtung wandern, sehen wir die Kilometerangaben in der richtigen Reihenfolge.

Der Multi besteht aus neun Ablesestationen, die bis auf zwei gut zu finden und eindeutig sind. Für unsere Wanderung benötigten wir mit Geocaching und einer Mittagspause dreidreiviertel Stunden und am Ende habe ich auf meinem GPS 310 Höhenmeter.

 

Unterwegs zum Orkelsfels

Gegen elf Uhr starten wir unsere Wanderung am Atrium. An einer Hinweistafel befindet sich die erste Station unseres Wandermultis. Leider ist die Frage für den Buchstaben A so blöd gestellt, dass unsere Antwort nicht eindeutig ist. Zum Glück finden wir einen Hinweis, dass diese Zahl auch später aus zwei anderen Buchstaben errechnet werden kann.

Nach ein, zwei Abzweigungen sind wir alleine und lassen die Menschenmassen, die sich rund um das Attrium aufhalten, hinter uns. Ein schmaler Pfad führt durch einen kleinen Birkenwald.

Kurze Zeit später sind wir auf einem breiteren Forstweg, der uns an überdachten Wassertrögen vorbeiführt. Wir befinden uns am Ortsrand von Orscholz.

Wir wandern hinter den Gärten vorbei und biegen etwas später in eine enge Gasse ein, die uns zum Orkelsfelsen bringt.

Dort kommen wir zu einer Abzweigung: Auf dem Wegweiser lesen wir, dass es nur 50 Meter bis zum Aussichtspunkt sind. Den nehmen wir natürlich mit und steigen über ein paar Treppenstufen nach oben.

Am Aussichtspunkt stehen ein Fahnenmast und eine Sinnenbank. Für eine Pause ist es uns aber noch zu früh, wir sind noch nicht einmal den ersten Kilometer gewandert. So schauen wir uns nur etwas um. Links vom Aussichtspunkt sehen wir auf Orscholz.

Rechts davon sehen wir den großen Aussichtsturm, der zum Baumwipfelpfad gehört. Auf der oberen Plattform sind viele Leute zu erkennen.

Wir gehen die Treppen wieder hinunter bis zum Wegweiser und folgen weiter dem Cloef-Pfad. Unser Wanderpfad geht nun einmal um den Orkelsfels herum. Erst jetzt sehen wir, auf was wir da eigentlich gestanden haben.

Übrigens liegt auf der Strecke zum Orkelsfels auch der Wherigo der Drache von der Cloef, den ich noch einsammeln wollte. Falls Ihr ihn aber noch nicht gespielt habt, wäre er meiner Meinung nach für einfach nur zum „Mitnehmen“ während der Wanderung zu aufwendig.

 

Durch Wald und Wiesen

Wir lassen den Orkelsfels hinter uns und wandern in Richtung des Steinbachtals.

Es geht durch eine kleine Baumallee und über Wiesen zum Waldrand. Heute Morgen ist es noch etwas kühl und das Gras ist noch feucht von der Nacht.

Leicht wellig führt uns der Wanderpfad durch einen Nadelwald. Wir kommen dabei an Erdgruben vorbei, die Steine offenlegen. Ob hier irgendetwas abgebaut wurde? Leider ist weit und breit keine Informationstafel zu entdecken.

Einige Zeit später erreichen wir eine kleine Schutzhütte mit einem Aussichtspunkt. Als wir vor Jahren die Saarschleife-Tafeltour gelaufen sind, haben wir dort vor dem Regen Zuflucht gesucht.

Die Aussicht ist recht bescheiden – die Saar sieht man von hier oben nicht – jedoch ist der Bergrücken mit der Burg Montclair, um den die Saar eine große Schleife macht, gut zu sehen.

Dieser Aussichtpunkt ist der obere Eingang zum Kerbtal des Steinbachs mit seinem Naturschutzgebiet.

 

Hinunter ins Steinbachtal

Wir starten unseren Abstieg hinunter zur Saar über einen recht breiten Weg, der durch den Steilhang verläuft. Rechts geht’s steil bergauf und links kann ich hinunter ins Tal des Steinbachs schauen.

Als unser Weg einen Bach passiert, der durch lautes Rauschen auf sich aufmerksam macht, fallen mir Fußspuren auf, die den Weg verlassen. Ich folge ihnen ein kleines Stück den Bach entlang und finde einen kleinen Wasserfall.

Ein wirklich sehr idyllisches Plätzchen. Dann setze ich meine Wanderung fort. saarzwerg wartet am nächsten Aussichtspunkt auf mich. Wegen der inzwischen sehr hohen Bäume ist dort aber nicht mehr viel zu sehen. Etwas weiter wird unser Weg steiler – es geht über einige Treppenstufen nach unten.

Kurz hinter dem Kilometer 3 unserer Wanderung haben wir das hintere Ende des Kerbtales erreicht. Wir wechseln nun die Richtung um fast 180°. Über eine lange Treppe steigen wir hinab zum Steinbach.

Die Ablesestation unseres Wandermultis können wir leider nicht finden. So fehlt uns der Wert für den Buchstaben E. Nun geht es immer entlang des Steinbachs vor bis zur Saar.

Unser Weg kreuzt dabei mehrmals mit großen Holzbrücken den Bach.

 

An der Saar entlang

Das Kerbtal öffnet sich und wir erreichen die Saar. Über dem Fluss ist der mächtige Aussichtsturm des Baumwipfelpfades an der Cloef zu sehen.

Wir laufen nun ein wenig an der Saar entlang. Dabei treffen wir auf dieses Schwäne, die uns unmissverständlich klar machen, dass wir uns in ihrem Revier aufhalten.

Da es inzwischen schon halb ein Uhr ist und wir gerade an einer Bank vorbei kommen, beschließen wir nun unsere Mittagspause einzulegen. Mit Broten und etwas Rotwein verbringen wir eine halbe Stunde mit einer schönen Aussicht auf die Saar und die Cloef.

Nach der Mittagspause suchen wir ein paar Meter weiter den Tradi 6 Cacher an der Saar (4), den wir recht schnell finden können.

 

Etwas Alpin-Feeling im Saarland

Etwas weiter zweigt links ein schmaler Wanderpfad in den Steilhang ab. Warnschilder weisen darauf hin, dass dieser Weg für Radfahrer gesperrt ist und nur trittsichere Personen mit festem Schuhwerk diesen Weg nehmen sollen. Von der Saar hinauf zur Cloef sind es knapp 180 Höhenmeter!

Wir starten unseren Aufstieg. Der Weg ist nicht sehr steil und geht kontinuierlich in großen Serpentinen unaufhörlich nach oben.

An einigen Stellen gibt es unterwegs eine Bank.

Ein guter Aussichtspunkt ist im unteren Teil aber nicht vorhanden. Hier stehen die Bäume auch zu hoch, um viel sehen zu können. Die einzige Ausnahme sind die wenigen Stellen, an denen der Wanderpfad ein großes Geröllfeld passiert. Dort gibt es kaum Vegetation und die Sicht auf die Saar ist kurz frei. An diesen Stellen kommt bei mir etwas Alpin-Feeling auf …

 

Die ersten Ausblicke auf die Saarschleife

Das ändert sich aber im oberen Teil. Als Erstes komme ich an einem Felssporn vorbei. Eine Fußspur führt vom Wanderweg steil nach unten zu einem Felsen. Ich bin neugierig und folge der Spur.

Der Abstieg ist schwierig und vorne am Felsen besteht Absturzgefahr. Vom Felsen kann ich das erste Mal die komplette Saarschleife sehen.

Ich klettere den Hang wieder hinauf bis zum Wanderweg und setze gemeinsam mit saarzwerg unsere Wanderung fort. Etwas weiter oben lichtet sich der Hang und der Wanderweg gibt einen tollen Blick auf die Saarschleife frei. Ich hätte mir also die Kletteraktion von eben sparen können.

Ab hier wird es auch laut. Ich bemerke, dass wir uns unmittelbar unter der Cloef befinden, wo scheinbar trotz Corona die Hölle los ist.

 

An der Cloef

Eine Serpentine später kommen wir oben an. Da sich das Wetter inzwischen gebessert hat, sind viele Besucher hier unterwegs. Ich versuche soweit es geht Abstand zu halten und mache ein Foto von Innen aus der Schutzhütte. Dort befindet sich auch eine Ablesestation für unseren Wandermulti.

Dann wird kurz eine Stelle an der Mauer vorne frei. Ich nutze die Gelegenheit für ein schnelles Foto, bevor wir schnell wieder unsere Wanderung fortsetzen. Hier möchten wir uns nicht lange aufhalten!

Zum Glück habe ich den Virtual Saarlands Wahrzeichen Nr.1 (Virtual Reward) und den Earthcache Cloef schon bei einem früheren Besuch loggen können.

 

In einer großen Schleife zurück zum Atrium

Unser Wanderweg verläuft nun fast eben durch den Wald. Unterwegs kommen wir an einem weiteren Aussichtspunkt vorbei, wo der Tradi Kleine Cloef versteckt wurde. Diesen haben saarzwerg und ich schon vor ein paar Jahren loggen können.

An der kleinen Cloef ist auch die letzte Ablesestation für unseren Wandermulti. Wir können nun die Finalkoordinaten ausrechnen. Dafür nutzen wir den Tisch und die Bänke, die sich am Aussichtspunkt befinden. Leider fehlt uns ja E und so bekommen wir mehrere Möglichkeiten für das Final heraus. Nach Ansicht von saarzwerg macht aber nur genau eine davon Sinn. Sie überzeugt mich und wir setzen unsere Wanderung fort.

In einer großen Schleife geht es zunächst zum Erlebnisspielplatz und dann weiter zum Atrium. saarzwerg hat die richtige Finalkordinate ausgewählt – genau an diesen Koordinaten finden wir, nach etwas Suchen, die kleine Finalbox und tragen uns in Logbuch ein.

Damit geht wieder eine sehr schöne Wanderung für uns zu Ende!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Cloef Pfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis und des Wherigos nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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