Rucksackabenteuer – Das Geocaching / Outdoor-Magazin (Magazinbesprechung)

Anfang April ist das neue Geocaching- und Outdoor-Magazin „Rucksackabenteuer“ erschienen. Sein Herausgeber hat mir freundlicherweise die erste Ausgabe für eine Renzension zur Verfügung gestellt.

Ich habe mir das Rucksackabenteuer mal genauer angeschaut und bin recht angetan von seiner Qualität. Was mir dabei gut und weniger gut gefallen hat, findet Ihr in diesem Beitrag!

 

 

Die erste Ausgabe

Das Erste, was mir bei dem Heft auffällt, ist, dass es sich recht schwer und wertig anfühlt. Alle Seiten inklusive des Einbands, der nochmal etwas dicker ist, sind auf eine art Glanzpapier gedruckt. Um es zu fotografieren, musste ich mir eine Stelle in unserer Wohnung suchen, wo kaum Licht auf das Magazin fällt, da andernfalls die Bilder eine Spiegelung aufweisen.

Die erste Ausgabe hat mit dem Einband genau 60 Seiten. Aus Neugier habe ich das Magazin gewogen und bin dabei auf 256 Gramm gekommen. Die Maße des Magazins entsprechen einem DIN A4 Blatt.

Das Erste, was mir beim schnellen Durchblättern ins Auge gefallen war, ist, dass die Schriftgröße nicht immer einheitlich ist. Als Beispiel nehme ich hier das Interview mit den Erfindern der Kosmos-Exit-Spiele: Dort ist die Schrift auf der linken Seite wesentlich größer als auf der rechten Seite, was ich persönlich etwas störend beim Lesen finde. Auch könnte für mich der Rand rund um den Text etwas größer sein. Bei der aktuellen Ausgabe habe ich das Gefühl, dass der Text fast aus der Seite „herausfällt“. Ich denke, dass sich am Layout hoffentlich noch etwas verbessern wird, schließlich ist es ja die erste Ausgabe!

Gut gefällt mir hingegen das etwas dickere Glanzpapier der Seiten, auf denen die Fotos sehr gut zur Geltung kommen.

Aber diese technischen Daten sind ja nicht ganz so wichtig wie der Inhalt. Daher schaue ich in das Magazin: Auf Seite vier finde ich ein Inhaltsverzeichnis.

In der ersten Ausgabe ist Folgendes zu finden:

  • Vorwort des Herausgebers Michael Madauß (1 Seite)
  • Inhaltsverzeichnis (2 Seiten)
  • News aus der Geocaching-Szene (4 Seiten)

  • Deckblatt (1 Seite)
  • Reisebericht: Städtetripp Schwerin (6 Seiten)
  • Spieletest: Die Exit-Spiele von Kosmos (8 Seiten)
  • Web-App-Anbieter: Lilalo (4 Seiten)
  • Bericht über eine Geocaching-Aktion: #büchsenstattbützchen (6 Seiten)
  • Tutorial: Des Cachers Little Helpers (5 Seiten)
  • Reisebericht: Reisen in Deutschland – Sächsische Schweiz (12 Seiten)
  • Vorstellung: Die Owner Muggelschubser (6 Seiten)
  • Vorschau auf die nächste Ausgabe (1 Seite)
  • Verlosung (1 Seite)
  • Werbung für die Adventure Lab App, den LaserLogoShop und die Premium-Mitgliedschaft bei geocaching.com (3 Seiten)

Da ich selbst gerne reise, schaue ich mir den Beitrag über Schwerin genauer an. Insgesamt finde ich dort 10 Fotos, die den informativen Text illustrieren. Ich erfahre etwas über die Stadt und was ich in ihr unternehmen kann. Bei allen Geocaches, die im Text erwähnt werden, ist auch der GC-Code angegeben. Besonders gut gefällt mir, dass auch auf einige Lostplaces eingegangen wird.

Um das Ganze dann abzurunden, geben die Autoren noch Tipps für Restaurants, Cafés und Bars in der Stadt. Ich finde, dass der ganze Artikel gut geschrieben ist und ich beim Lesen Lust bekomme mal nach Schwerin zu fahren. Zumal die Autoren, um sich selbst vorzustellen, gleich zu Beginn recht provokant schreiben:

Wir fahren durchaus mal übers Wochenende zum Mega ins Saarland – welcher Saarländer kann das umgekehrt von sich behaupten?

Dazu möchte ich als Saarländer anmerken, dass es wesentlich mehr gute Gründe als das Mega gibt, um ins Saarland zu fahren und ich als Saarländer auch gerne Wochenenden in anderen Städten oder gar Ländern verbringe ;-)

Was ich absolut klasse in diesem Beitrag finde, ist der QR-Code auf der letzten Seite unten rechts. Wenn ich den mit meinem Smartphone scanne, lande ich auf geocaching.com in einer Bookmarkliste mit allen Geocaches, die im Artikel erwähnt worden sind.

Das ist doch mal ein toller Service, den ich mir in Zukunft unter allen Beiträgen wünschen würde, die Geocaches enthalten!

Der längste Beitrag im Magazin dreht sich um die Sächsische Schweiz und wurde vom Herausgeber selbst geschrieben. Er umfasst insgesamt zwölf Seiten und geht ausführlich auf die Sightseeinghighlights in dieser Region ein. Der Artikel ist mit 34 Bildern illustriert und vermittelt meiner Meinung nach einen sehr guten Eindruck, warum sich eine Reise in den einzigen Felsennationalpark Deutschlands lohnt.

Obwohl der Artikel recht umfangreich ist, sind im Text selbst nur sechs Geocaches mit ihren GC-Codes erwähnt. Man merkt deutlich, dass hier der Schwerpunkt eher auf dem Erleben dieser abenteuerlichen Felsenregion liegt. Zusätzlich zu den Erlebnissen der Autoren finde ich im Beitrag alle relevanten Informationen, die ich benötige, wenn ich selbst eine Tour in die Sächsische Schweiz organisieren möchte. Selbst auf den Drohnenflug wird hier eingegangen, der hier – wie auch in allen anderen Naturschutzgebieten – grundsätzlich verboten ist.

Mir gefällt dieser Artikel ebenfalls sehr gut, zumal ich 2016 schon einmal die Gelegenheit hatte zumindest zwei Tage dort zu wandern: Die Landschaft dort ist grandios und der Beitrag mit seinen schönen Fotos wird dem gerecht! Den Carolafelsen mit dem im Text erwähnten Geocache haben wir auch besucht und ja, die Aussicht von da oben ist wirklich atemberaubend. Jedoch hat mich gewundert, dass die berühmte Basteibrücke nicht im Beitrag zu finden ist, da sie ja quasi DAS Aushängeschild der Region darstellt?

Etwas gewundert haben mich die drei Seiten Werbung, die ich im Heft gefunden habe: Jeweils auf einer kompletten Seite wird für das AdventureLab-App und die Premium-Mitgliedschaft vom HQ sowie für Geocoins und Token vom LaserLogoShop geworben. In dem Interview, welches ich kürzlich mit dem Herausgeber Michael Madauß geführt habe, antwortete er beim Thema Werbung, dass die erste Ausgabe komplett über Eigenmittel finanziert worden wäre? Aber egal – bei 57 Seiten Information finde ich 3 Seiten Werbung nicht wirklich schlimm.

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die kommende Ausgabe, die hoffentlich im Juli erscheinen wird.

Aus der Vorschau entnehme ich, dass es dieses Mal sogar vier Reiseberichte geben wird:

  • Menorca
  • Prag
  • Eutin
  • Landkreis München

Besonders gespannt bin ich auf Prag, welches ich auch schon besuchen durfte. Neben einer sehr schönen Stadt mit vielen Sightseeing-Zielen haben wir dort auch einige schöne Geocaches suchen können. Über unseren Besuch im Jahr 2013 habe ich die beiden Artikel „Sightseeing und Geocaching in Prag bei Tag“ und „Sightseeing und Geocaching in Prag bei Nacht“ verfasst.

 

Mein Fazit

Hier ist dem Herausgeber Michael Madauß ein wirklich schönes Magazin gelungen, welches informativ und unterhaltsam zugleich ist. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen. Natürlich ist es ein Erstlingswerk und wie bei allem, was neu ist, sehe ich hier noch den ein oder anderen Verbesserungsbedarf. Aber das ist nun schon Jammern auf hohem Niveau. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass in allen Beiträgen, die sich mit Geocaches beschäftigen, ein QR-Code hinterlegt ist, der zu der passenden Bookmarkliste oder gpx-Datei führt. Das wäre ein echter Mehrwert. Gut gefallen würde mir auch, wenn ich gleich unter der Titelzeile lesen könnte, wer den Beitrag verfasst hat und erfahre, ob es sich inhaltlich um eine Selbstdarstellung oder um eine Schilderung durch einen neutralen Dritten handelt. Bei dem Beitrag über die Muggelschubser konnte ich nur erahnen, dass der Autor zu diesem Team gehört. Wenn dann noch das Layout in Bezug auf die Fonts und die Ränder optimiert werden würde, dann wäre ich schon glücklich.

Lieber Michael, bitte verstehe mich nicht falsch – trotz meiner Verbesserungsvorschläge finde ich, dass Dir hier ein wirklich tolles Geocaching-Magazin gelungen ist. Dafür zolle ich Dir meinen vollen Respekt!

 

Kosten & Bestellung

Ein einzelnes Heft kostet derzeit 5,50 € plus Versandkosten und ist nur über den Webshop des Herausgebers erhältlich. Während ich an diesem Artikel schreibe, sind die letzten verfügbaren Exemplare der ersten Ausgabe gerade verkauft worden – daher ist dieses Heft nun nicht mehr erhältlich. Da ein Magazin pro Quartal geplant ist, sollte die zweite Ausgabe irgendwann im Juli erscheinen.

Im Shop wird neben einzelnen Heften seit Kurzem auch ein Abonnement für vier Ausgaben angeboten: Es kostet 27 € plus 1,55 € für den Versand. Das Abo greift ab Ausgabe 2 oder fortlaufend, je nach Eingang der Bestellung.

 

Transparenzhinweis

Die erste Ausgabe dem Rucksackabenteuer-Magazins wurden mir freundlicherweise vom Herausgeber für diese Rezension kostenlos zur Verfügung gestellt und ich darf sie anschließend behalten. Wer mich kennt, weiß, dass dies meine Objektivität bei diesem Testbericht nicht beeinflusst. Die Besprechung beschreibt die ehrliche Meinung von mir zu der ersten Ausgabe des Rucksack-Magazins.

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Kennt Ihr dieses Magazin schon? Wie ist Eure Meinung darüber? Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Hallo Saarfuchs,
    vielen Dank für den Bericht. Auch ich habe das Magazin mit großer Begeisterung gelesen und stimme deinen Ausführungen vollumfänglich zu. Das Magzin fühlt sich wertig an, bevorzugen wüde ich aber tatsächlich Recyclingpaper. Aber ansonsten: echt toll gemacht, ich habe es gleich abonniert.
    Happy hunting
    Udo

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