Geocaching & Wandern: Die Litermont-Gipfel-Tour

Vor ein paar Wochen bin ich zusammen mit saarzwerg die Litermont-Gipfel-Tour gewandert und habe dabei natürlich auch Geocaches gesucht. Der Premiumwanderweg hat nur neun Kilometer, bietet aber viele interessante Stellen und ist abwechslungsreich.

Über die komplette Wanderung führt ein schöner Multi. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung mit vielen Bildern …

 

 

Die Litermont-Gipfel-Tour

Zwischen Dillingen und Lebach befindet sich der Litermont, der mit 414 Metern schon einer der höheren „Berge“ im Saarland ist. Von Nalbach führt eine Straße an den Fuß des Bergs zu einem großen Wanderparkplatz, der leider kostenpflichtig ist. Am oberen Ende des Platzes weist eine Informationstafel auf den Premiumwanderweg hin. Dort können auch die Informationsflyer zum Wanderweg mitgenommen werden.

Gleich daneben zeigt eine Holzfigur in die falsche Richtung – zum Start geht es nach rechts.

Die Litermont-Gipfel-Tour hat 8,9 Kilometer und wurde mit 94 Punkten vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg zertifiziert. Damit ist diese Tour die Wanderung mit der zweitbesten Punktzahl im ganzen Saarland. Auch im angrenzenden Pfälzerwald ist eine 90er-Punktzahl derzeit noch nicht zu finden. Trotz des Namens halten sich die Höhenmeter in Grenzen – mit meinem GPS habe ich etwa 330 Höhenmeter im Aufstieg ermittelt – offiziell angegeben sind 239 Höhenmeter. Mit Geocaching und einer ausgedehnten Mittagspause benötigen wir ziemlich genau vier Stunden.

Auf dem Weg zum Startpunkt kommen wir an einem Bunker vorbei, der außerhalb der Corona-Krise besichtigt werden kann.

Informationen zu den Öffnungszeiten findet Ihr auf der Homepage des Bunkermuseums.

Wir folgen weiter dem breiten Forstweg und erreichen den Startpunkt.

Dort ermitteln wir noch schnell die benötigte Information für die erste Station des Wandermultis Traumschleife Litermont Gipfel-Tour, den wir bei unserer Wanderung „mitnehmen“ möchten.

 

Durch das Frosch-Paradies

Wir starten auf die knapp 10 Kilometer-Runde bei herrlichem Wetter. Leider sorgt die starke Sonne für viele Kontraste, mit denen meine kleine Wanderkamera so ihre Probleme hat. Am Anfang der Strecke stoßen wir auf einige schöne Holzschnitzarbeiten wie diese Sitzbank.

Unser Wanderpfad verläuft recht eben – wir kommen schnell voran.

Dann kommen wir zu einen großen Abhang, wo uns ein großer hölzerner Froschkönig begrüßt.

Wir haben das erste Highlight auf unserer Wanderung erreicht: das Froschparadies. Schon von Weitem hören wir die Frösche quaken.

Wir steigen über Stufen und einige Serpentinen nach unten in dieses idyllische Biotop.

Ein langer Holzsteg führt durch die Büsche zum Froschweiher. Wir hören sie, können sie aber nicht sehen.

Auf der anderen Seite des Froschparadieses macht der Wanderpfad einen großen Bogen und wir steigen nun an einer anderen Stelle wieder den Hang hinauf. Oben lädt eine Bank mit herrlicher Aussicht zum Verweilen ein. Da wir gerade erst einen Kilometer geschafft haben, wandern wir weiter. Auf diesem Premiumwanderweg sind die einzelnen Kilometer markiert, so wissen wir jederzeit, was wir noch vor uns haben …

Wir kommen an einer Mariengrotte vorbei. Anschließend geht es abwärts zur Straße. Unterwegs bestaunen wir diese tolle Schnitzarbeit.

Dann werde ich wieder daran erinnert, dass es in Deutschland für fast jede Gelegenheit ein Schild gibt. Hier werden die Wanderer darauf hingewiesen, dass die Autos Vorfahrt haben. Aber ist das nicht immer so?

Wir überqueren die Straße – ein Auto haben wir dabei übrigens nicht gesehen …

 

Über sieben Brücken musst Du gehen …

Anschließend schlängelt sich der Wanderweg durch einen schönen Wald und folgt ein kleines Stück einem Bach.

Immer mal wieder kommt eine Brücke oder ein kleiner Steg, der eine feuchte Stelle überbrückt.

Auf diesem Wegstück wechseln schmale Wanderpfade und breite Forstwege einander ab.

An einer Stelle ist der Wanderweg gesperrt und eine Umleitung ausgeschildert. Der eigentliche Weg hätte durch ein kleines eingeschnittenes Tal geführt, das jedoch vom letzten Orkan in Mitleidenschaft gezogen wurde – der Weg ist von allerlei umgestürzten Bäumen versperrt.

 

Über Wiesen …

Über einen breiten Forstweg geht es ein kurzes Stück nach oben, bevor sich die Landschaft öffnet: Wir laufen über eine Wiese an Feldern entlang.

In der Wiese haben die Blumen schon angefangen zu blühen.

Hinter dem Feld kommen einge Obstbäume und kurz vor dem Wald eine Sitzgelegenheit.

Überhaupt ist dieser Wanderweg sehr üppig mit Sitzbänken ausgestattet.

 

Weiter Richtung Litermont

Im Wald geht es zunächst wieder bergab zu einem Picknickplatz mit einer Schutzhütte an der Quelle Klingelborn.

Anschließend folgen wir einem Bach durch eine kleine Schlucht. Inzwischen laufen wir grob in Richtung des Litermontgipfels. Wir überqueren noch einmal die Straße und folgen breiten Wegen, die leicht bergauf gehen.

Auf der Karte sehe ich, dass wir uns dem Tradi Nala’s Way #2 nähern. Er liegt nicht unmittelbar am Wanderweg – wir machen einen kleinen Umweg von ca. hundert Metern und loggen ihn.

Etwas weiter kommen wir zu zwei Sitzbänken mit einem Tisch, die etwas abseits von unserem Wanderweg stehen. In Corona-Zeiten die ideale Stelle um unsere Mittagspause zu verbringen.

Gut gestärkt wandern wir weiter und erreichen die Waldbibliothek, die leider schon etwas ramponiert ist. Einer der Bögen ist bereits  umgefallen und das Holz am Vermodern.

Gerne hätten wir an dieser Stelle nach dem Tradi Nala’s Way #1 gesucht – leider war das nicht möglich, da eine andere Wandergruppe sich diesen Platz für eine Pause ausgesucht hat. Um den Tradi nicht zu gefährden, verzichten wir auf die Suche.

Es geht leicht bergauf und auch hier steht wieder eine tolle Holzschitzarbeit.

 

Über den Maldix-Wilderer-Trail

Wir erreichen einen Aussichtspunkt mit einer grandiosen Aussicht über das Saarland. Ab hier geht es wieder leicht bergab über einen schmalen Wanderpfad, den Maldix-Wilderer-Trail.

Gleich zu Beginn kommen wir an einem Bunker vorbei. Dort suchen wir den Tradi Am Wilderer Trail, den wir nicht finden können. Ein Blick in die Logs offenbart, dass wir nicht die einzigen mit Schwierigkeiten sind. Der Cache wird wohl nicht mehr gewartet. Wir loggen einen DNF.

Nach einem kurzen Abstieg verläuft der Trail quer zum Hang. Es geht immer mal wieder hoch und runter. Der Pfad führt zwischen einigen Felsbrocken hindurch. An steileren Stellen gibt es Stahlkabel als Halteseile. Diese Stelle des Wanderwegs gefällt uns besonders gut!

 

Gipfelsturm über den Felsen-Steig

Am Ende des Trails erreichen wir den Gipfelaufstieg zum Litermont über den Felsensteig.

Der Bergpfad geht in engen Serpentinen zwischen großen Steinbrocken hindurch. Als der Wald sich etwas lichtet, sehen wir zum ersten Mal das Gipfelkreuz. Nun ist es nicht mehr weit nach oben.

Der Weg ist fast übertrieben gut abgesichert.

Im oberen Bereich geht es über die Felsen und zwischen ihnen hindurch. Die Wegebauer dieses Wanderwegs haben wirklich eine tolle Arbeit geleistet und einen interessanten Verlauf geschaffen.

Oben angekommen werden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

In der Ferne ist sogar das Saarpolygon zu sehen.

 

Weiter zum grauen Stein

Ab dem Gipfel geht es zunächst zwischen den Mondsteinen hindurch in Richtung eines Wanderparkplatzes.

Dahinter befindet sich zum Einen eine keltischen Kultstätte und …

… zum Anderen eine besondere geologische Formation: der Graue Stein.

Dort beschäftigen wir uns mit den Fragen des Earthcaches Grauer Stein Düppenweiler – Grey Stone, dessen Antworten schnell auf der in der Nähe befindlichen Informationstafel gefunden sind.

 

Der Abstieg über die Himmelsleiter und durch die Schlucht

Anschließend müssen wir uns etwas orientieren – es fehlen scheinbar ein paar Wegmarkierungen. Dank des Tracks auf meinem GPS ist das aber kein Problem. Wir kommen zu einer Schutzhütte mit einem besonderen Dach.

In der Nähe, aber etwas abseits des Wanderwegs, suchen wir den Tradi Litermont Aufstieg, der ebenfalls schnell gefunden ist. Danach beginnt für uns der Abstieg zum Parkplatz.

Es geht über einen schmalen Wanderpfad, der Teil der Himmelsleiter ist,  in Serpentinen nach unten. Der Tradi Himmelsleiter liegt leider ein gutes Stück oberhalb und nicht auf dem Wanderweg – daher verzichten wir heute auf die Suche. Am unteren Ende der Himmelsleiter wandern wir ein kurzes Stück über einen Forstweg, bevor ein Pfad rechts steil nach unten in eine Schlucht abzweigt.

An deren Grund wartet der Teufel auf uns.

Von dort sind es nur noch wenige Minuten bis zum Parkplatz.

 

Das glückliche Ende

inzwischen haben wir alle notwendigen Informationen zusammengetragen, um das Final unseres Wandermultis zu berechnen. Das Ergebnis verwundert mich jedoch etwas, da es nicht unmittelbar auf dem letzten Teil des Wanderwegs liegt. Was soll’s? Mal nachschauen kostet ja nix …

Und wir haben Glück – an den berechneten Koordinaten finden wir einen großen Baumstumpf, in dessen Inneren wir eine funkelnagelneue Dose mit einem neuen Logbuch finden können. Wir tragen uns ein!

Damit geht auch dieser schöne Wandertag glücklich zu Ende!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über die Litermont-Gipfel-Tour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Saarland unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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