Schottland – Von Fort William auf die Insel Skye

Die sogenannte „Road to the Isles“ führt von Fort William zum Fährhafen von Mallaig. Unterwegs schauen wir uns das bekannte Viadukt aus den Harry-Potter-Filmen an und betreiben Geocaching.

Von Mallaig setzen wir auf die Insel Skye über und fahren zu deren Hauptstadt Portree. Was wir dabei erleben, schildere ich Euch in diesem Beitrag, Kommt mit auf die virtuelle Reise!

 

 

Die Altstadt von Fort William

Am Abend vor unserer Wanderung auf den Ben Nevis wollen wir in der Altstadt von Fort William zu Abend essen. Das Wetter ist leider sehr regnerisch. Wir parken auf dem kleinen kostenpflichtigen Parkplatz am Alexandra Hotel. Mit dem Regenschirm bewaffnet ziehen wir los. Zunächst kommen wir an der schönen Duncansburgh Church vorbei.

Ein paar Schritte weiter befindet sich gleich die nächste Kirche, die Saint Andrew’s Church. Da wegen Corona die meisten Kirchen nicht zugänglich sind, machen wir hier noch nicht einmal den Versuch uns die Kirchen von Innen anzuschauen.

Wir folgen weiter der Straße und gelangen in den Ortskern mit den vielen Geschäften und Restaurants. Gleich am Anfang finden wir einen recht großen Outdoorladen. Eigentlich will ich mir ein T-Shirt vom Ben Nevis kaufen – kann aber leider kein schönes in meiner Größe finden. tower27 hat da schon mehr Glück!

saarzwerg möchte sich einen Thermobecher für Kaffee kaufen, um in Zukunft die Wegwerfbecher zu vermeiden. Der nette Schotte hinter der Kasse kann aber diesen Becher leider nicht in seinem Inventarsystem finden und so auch nicht den richtigen Preis ermitteln. Als alle seine Versuche keinen Erfolg zeigen, schenkt er saarzwerg den Becher mit der Begründung, was er in seinem System nicht findet, kann er auch nicht verkaufen. Sachen gibt‘s?!

Wir spazieren weiter die Straße entlang auf der Suche nach einem passenden Restaurant. In jedem, in welches wir gehen, hören wir den gleichen Satz vom Personal: „Sorry, we are fully booked!“. Alle Restaurants sind wegen der verringerten Kapazitäten schon ausgebucht. Uns bleibt also nichts Anderes mehr übrig, als in unserem Hotel zu Abend zu essen. Unser Hotel hat zum Glück ein gutes Restaurant und sogar noch einen Platz für uns. Unsere Hotelempfehlung für Fort William findet Ihr im Beitrag über unsere Besteigung vom Ben Nevis.

 

Das Glenfinnan-Viadukt

Am Tag nach unserer Wanderung verlassen wir Fort William gleich morgens und folgen der „Route to the Isles“, einer Panoramastraße, die von Fort William zum Fährhafen von Mallaig führt. Auch heute haben wir wieder Pech mit dem Wetter, es regnet viel und oft. Unser erstes Ziel an diesem Tag ist das berühmte Glenfinnan-Viadukt, welches Ihr vielleicht aus den Harry-Potter-Filmen kennt.

Wir parken auf dem kostenpfichtigen Parkplatz am Besucherzentrum. Gleich gegenüber in Richtung des Sees befindet sich das Glenfinnan Monument, welches die Stelle markiert, an dem 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart zu Beginn der zweiten Jakobiterrevolte gehisst wurde. Das Ganze endet ein Jahr später mit der Schlacht bei Culloden, bei der die Revolte von den Englischen Truppen niedergeschlagen wurde.

Wir folgen zunächst ein kleines Stück der Hauptstraße und biegen hinter der Brücke rechts ab. Unterwegs loggen wir noch den Tradi NeiKat’s 3rd Anniversary, den wir nach etwas Suchen gut finden können. Wir folgen weiter dem Teerweg und stehen schon kurze Zeit später am Viadukt.

Zum Glück hat es inzwischen aufgehört zu regnen. Wir biegen nun links in einen markierten Wanderweg ein, laufen unter den Viadukt hindurch und steigen dahinter ein gutes Stück den Hang hinauf. Von dort haben wir eine tolle Aussicht auf das Viadukt.

Der Aussichtspunkt ist mit dem Virtual Glenfinnan Viaduct: The Jacobite/Hogwarts Express markiert. Natürlich mache auch ich dort ein Foto mit meinem Zauberstab. Auf den Zug im Hintergrund verzichte ich bewusst, da ich mich – wenn er denn endlich kommt – auf’s Fotografieren konzentrieren möchte.

Apropos Zug, zwei Mal täglich außer samstags fährt hier „The Jacobite“ über diese Brücke. Dabei handelt es sich um einen dampfbetriebenen Museumszug, der Fort William mit Mallaig verbindet. Er passiert morgens gegen 10:50 Uhr und nachmittags so gegen 15 Uhr das Viadukt. Als wir gegen 10:35 Uhr diese Stelle erreichen, ist trotz des schlechten Wetters schon die Hölle los.

Dann ist es endlich soweit, der Zug kommt angefahren und nähert sich dem Viadukt.

Ich mache unzählige Fotos. Der Lokführer macht sich auf dem Viadukt einen Spaß daraus, vor den vielen Zuschauern die Dampfpfeife zu betätigen. Damit schaut das Bild natürlich besonders gut aus!

Einen Augenblick später ist dann schon alles vorbei und die vielen Besucher treten langsam den Rückweg zu ihren Autos an.

Auch wir spazieren zu unserem Van zurück und setzen unsere Fahrt Richtung Mallaig fort. Wenige Minuten später halten wir in einer Parkbucht, um an der Leitplanke den Tradi Lest we forget – Glenfinnan zu loggen.

 

Am Fährhafen Mallaig

Wegen des schlechten Wetters und den fehlenden Fotostopps sind wir recht früh in Mallaig, wo wir zunächst einmal im örtlichen Supermarkt einkaufen.In dessen Nähe können wir sogar noch einen Geocache suchen, den Tradi SideTracked – Mallaig.

Anschließend gönnen wir uns im Auto zunächst einmal ein ausgedehntes Picknick. Gut gestärkt  schaue ich mich danach etwas im Hafen um.

Es gibt dort nicht wirklich viel zu sehen – und so fotografiere ich mehr aus Verlegenheit einige der Boote.

An einem Pier entdecke ich dieses gut vertäute Rettungsschiff.

Wir müssen bis 14 Uhr auf unsere Fähre warten, die uns zur Insel Skye bringen wird.

 

Die Überfahrt nach Skye

Die Überfahrt von Mallaig bis nach Armadale auf Skye dauert noch keine Stunde. Die Fähre gehört eher zu den kleineren. Nachdem die Fahrzeuge die Fähre verlassen haben, dürfen wir mit unserem Van auffahren.

Wir stehen in der ersten Reihe direkt vor der Ladeklappe. Einziger Wermutstropfen: Wir dürfen wegen Corona während der kompletten Überfahrt unser Fahrzeug nicht verlassen. Da es regnet, ist das nicht ganz so schlimm.

Durch unsere „günstige“ Position gehören wir zu den Ersten, die auf der anderen Seite die Fähre wieder verlassen dürfen.

Von dort fahren wir in Richtung der Inselhauptstadt Portree.

 

Unterwegs nach Portree

Landschaftlich gehört Skye meiner Meinung nach zu den schönsten Flecken, die Schottland zu bieten hat. Unterwegs machen wir einen kurzen Fotostopp an einem Meeresarm.

Leider hat sich das Wetter immer noch nicht verbessert. In der Nähe befindet sich der Tradi Isle of Skye: Loch Ainort, den wir schon bei unserem letzten Besuch auf Skye geloggt haben.

Ich mache noch ein paar wolkenverhangene Bilder, bevor wir unsere Fahrt fortsetzen.

Leider ist nicht wirklich viel zu sehen. Die hohen Berggipfel sind heute alle in Wolken gehüllt.

Bei Sligachan kommen wir an der alten Brücke vorbei. Das Foto, was ich aus dem Auto schießen kann, ist leider sehr bescheiden ausgefallen. Wäre besseres Wetter gewesen, hätten wir hier sicher gehalten und den Tradi in der Nähe versucht.

 

Im Ortskern von Portree

Am späten Nachmittag erreichen wir unsere gebuchte Ferienwohnung. Obwohl ich kein Fan von Ferienwohnungen bin, gefällt mir diese recht gut. Der Ausblick auf die Bucht ist grandios. Im nächsten Blogartikel über unsere Rundfahrt auf Skye werde ich Euch die Ferienwohnung vorstellen.

An einem Abend wollen wir uns ein Restaurant suchen und spazieren den kurzen Weg in den Ortskern von Portree. Unterwegs kommen wir am Hafen vorbei, wo wir genau den Blick haben, der in so vielen Reiseführern über Schottland abgebildet ist.

Die Häuserzeile am Hafen mit den vielen kleinen bunten Häusern und der Kirche darüber ist schon toll anzusehen.

An diesem Abend herrscht zudem noch eine besondere Stimmung – die Boote in der Bucht werden von dem Licht der untergehenden Sonne angestrahlt.

Zunächst versuchen wir unser Glück um den zentralen Platz. Doch auch hier hören wir immer wieder den entscheidenden Satz: „Sorry, we are fully booked!“

Danach laufen wir zum Hafen hinunter – auch dort gibt es einige Restaurants. Doch leider sind auch diese komplett ausgebucht. Während Corona scheint spontanes Essengehen in Schottland fast unmöglich zu sein. Schließlich landen wir bei der besten Fish & Chips Bude in ganz Portree.

Auch dort herrscht ein Riesenandrang – wir müssen fast eine Stunde ab der Ankunft warten bis wir unser Essen in den Händen halten. Doch das Warten hat sich gelohnt, das Essen ist super.

Danach treten wir unseren Rückweg zur Ferienwohnung an. Inzwischen ist es dunkel geworden. Ich mache noch ein letztes Foto von der beleuchteten Häuserzeile.

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Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über unsere 14-tägige Mietwagentour durch das nördliche Schottland. Eine Übersicht über alle Orte und Sightseeing-Spots, die wir besucht haben, findet Ihr in meinem Beitrag „14 Tage Autorundreise durch Schottland“ .

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon auf der Route to the Isles gewesen? Wie ist es Euch dabei ergangen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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