Okt 132016
 

Im letzten Teil meiner Artikelserie über Geocaching in Schottland möchte ich Euch eine schöne Geocaching-Tagestour vorstellen: Vom Loch Ness fahren wir zum Highlander-Schloss und weiter über die Isle of Skye nach Portree.

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Neben dem Sightseeing suchen wir natürlich auch den ein oder anderen Geocache. Kommt mit auf die virtuelle Reise!

 

Denkmal von Roderick Mackenzie

Auf dem Weg von Loch Ness zur Isle of Skye taucht auf meinem Navigationssystem ein Tradi auf. Da an dieser Stelle gerade eine Parkbucht ist, halte ich an. Der Geocache “Caochan A’ Cheannaich” befindet sich etwa 100 Meter von unserem Parkplatzt entfernt. Dort führt ein kleiner Pfad zum Fluss hinunter.

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In der Nähe der Koordinaten angekommen finden saarzwerg und ich ein Grab und eine Gedenkplakette.

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Nachdem die Schotten die alles entscheidende Schlacht gegen die Englische Armee bei Culloden verloren hatten, musste Bonnie Price Charles ins Exil fliehen. Roderick Mackenzie sah dem Prinzen wohl sehr ähnlich und schaffte es so die Engländer vom Prinz abzulenken und ihm wertvolle Tage für seine Flucht zu verschaffen. Diese Hilfe bezahlte er mit seinem Leben.

Ein wenig außerhalb dieser Gedenkstätte ist die Dose versteckt, die wir gut finden können.

 

Auf dem Weg zum Highlanderschloss

Nachdem wir geloggt haben, setzen wir unsere Fahrt fort. Allmählich wird die Landschaft wieder rauer. Leider wird auch das Wetter schlechter. Es beginnt zu regnen. Kurze Zeit später brechen die Wolken etwas auf und ein paar Sonnenstrahlen schaffen ihren Weg zu uns herunter. Dadurch entsteht ein Regenbogen.

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Hier besteht das Gelände aus einer Moor-  und Seenlandschaft. Das Heidekraut blüht noch rötlich.

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Wir kommen an einen großen Stausee. Sonne und dunkle Wolken wechseln sich ab. Es herrscht eine fast bedrohliche düstere Gewitterstimung.

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Ein gutes Stück später kommen wir an einem Parkplatz vorbei, auf dem einige Fotografen stehen. Neugierig wie ich bin, halte ich auch an und schaue, welches Foto ich hier machen kann.

Ich habe Glück – hier ist wohl die erste Möglichkeit das Eilean Donan Castle zu sehen. Im Hintergrund taucht es aus dem Nebel auf.

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Es ist kalt und nass. Nach dem Foto fahren wir schnell weiter zum Parkplatz am Schloss.

 

Eilean Donan Castle

Eines der meistbesuchten Sightseeing-Ziele in ganz Schottland ist “Eilean Donan Castle“, welches besser bekannt ist als das Schloss aus dem Film “Highlander” mit Christopher Lambert.

 

Vom Parkplatz zum Schloss

Kaum sind wir auf dem Parkplatz angekommen, scheint auch wieder die Sonne. Gewittrig ist es aber immer noch. Vom unserem Parkplatz kann ich das erste vernünftige Bild vom Schloss machen. Leider ist gerade Ebbe … bei Flut wäre das Bild sicher noch besser geworden.

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Wir spazieren ins Besucherzentrum, wo wir die Eintrittskarten für £7 pro Person kaufen. Obwohl es erst zehn Uhr morgens ist, tummeln sich hier schon die Touristen. Wir laufen über die Brücke zum Schloss.

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Über diese Brücke ist schon Christopher Lambert im Film Highlander geritten.

 

Im Schloss

Wir gehen nicht durch das Haupttor ins Schloss, sondern nehmen den Seiteneingang. Dort ist ein kleines Museum untergebracht, das die Geschichte des Schlosses erklärt. Weil Eilean Donan Castle den Jakobiten Unterschlupf gewährte, wurde es 1719 von drei englischen Fregatten zerstört.

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Die Burg ist der Stammsitz des schottischen Clans der McRae und wurde zwischen 1920 und 1932 wieder aufgebaut und restauriert.

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Das Hauptgebäude ist komplett eingerichtet und könnte bewohnt werden. Die Einrichtung vermittelt einen guten Eindruck, wie das Leben um 1920 herum gewesen war. Leider ist drinnen das Fotografieren verboten. Trotzdem gönne ich mir ein Foto aus einem der vielen Fenster. Aus diesem kann man sehen, wer zu Besuch kommt.

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Unsere Besichtigung dauert fast eineinhalb Stunden. Danach nehmen saarzwerg und ich uns noch etwas Zeit, um ein paar Fotos vom Schloss zu machen.

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Leider sinkt der Wasserstand kontinuierlich. Jetzt kann man schon fast zur Burg hinüber laufen.

 

Der Blick von oben aufs Schloss

Ich schaue auf meinem Smartphone nach Geocaches in der Nähe. Etwas oberhalb der Burg in den Hügeln gibt es einen Tradi, der über eine kleine Strasse zu erreichen ist und einen tollen Ausblick auf das Schloss verspricht. Daher versuchen wir unser Glück und fahren hinauf zum “Trigopoly – Dornie FBM Aux 1“.

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Die Fahrt über die kleine Straße lohnt sich – von hier oben haben wir wirklich einen tollen Blick auf Eilean Donan Castle.

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Doch das Wetter wird wieder schlechter – so setzen wir unsere Fahrt in Richtung der Isle of Skye weiter fort.

 

Über die Isle of Skye

Wie der Name schon sagt, ist die Isle of Skye eine Insel. An der Stelle, wo die Insel dem schottischen Festland am nächsten ist, wurde eine Brücke (“Skye Road Bridge”) errichtet.

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Neben der Brücke gibt es noch Fährverbindungen. Mit dem Auto ist die Brücke natürlich am günstigsten, da diese kostenlos ist.

 

Am Loch Ainort

Die Landschaft hier ist umwerfend. Wir fahren Richtung Portree, der Hauptstadt der Insel. Unterwegs kommen wir am Loch Ainort vorbei.

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An der Stasse gibt es mehrere Parkbuchten. Ich halte einige Male an, um die grandiose Landschaft in mich “aufzusaugen”. Aus dem Meer erheben sich hier die Berge, von denen so macher Gipfel in den Wolken verschwindet.

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Da an der richtigen Stelle mal wieder ein kleiner Parkplatz ist, halte ich an, um noch ein paar mehr Fotos zu machen. Dabei fällt mir auf, dass wir uns ganz in der Nähe des Tradis “Isle of Skye: Loch Ainort” befinden.

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Nach einem kleinen Spaziergang ist auch dieser Geocache gefunden und geloggt. Wir setzen unsere Fahrt fort. Leider wird das Wetter zunehmend schlechter. Heute beginnen mich die dauernden Wetterwechsel langsam zu nerven …

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Wir beschließen einen kleinen Umweg zu machen und fahren zunächst in Richtung der Westküste.

 

Quer über die Insel

Bei Bracadale zweigt eine kleine Strasse (B885) ab, die quer über die Insel verläuft und in Portree endet. Die wollen wir nehmen. Was mir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht klar war, ist, dass diese Straße – oder sollte ich Sträßlein sagen – ein sogenannter “single road track” – also nur einspurig ausgebaut – ist.

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Die Fahrt wird zum Abenteuer. Es regnet und ist recht neblig. Ab und zu überholt uns mal ein Einheimischer oder es kommt uns Jemand entgegen. In dem Fall muss einer der beiden wieder zurück bis zur letzten Ausweichstelle, die es zum Glück alle paar hundert Meter gibt.

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Die Landschaft hier oben ist recht karg – es gibt kaum Bäume und überwiegend Gräser. An wenigen Stellen weiden Schafe. Nach einer längeren Fahrt erreichen wir eine Brücke, die über ein Wildwasser führt. Das Wasser ist braun gefärbt – der viele Regen hat den Bach anschwellen lassen.

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Auf der kompletten Strecke über die Insel liegt kein einziger Geocache.

 

Portree, die Hauptstadt der Isle of Skye

Am frühen Nachmittag erreichen wir Portree. Im Stadt-, oder sollte ich besser sagen, im Dorfzentrum gibt es einen großen Parkplatz, auf dem wir unser Auto abstellen. Wir spazieren Richtung Hafen. Bevor es die Treppen zum Meer hinunter geht, treffen wir auf diesen jungen Dudelsackspieler, der sich so etwas Geld hinzuverdient. Kaum sind wir da, beendet er jedoch seine Performance – es beginnt gerade wieder zu regnen.

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Die Treppen führen uns in eine kleine Bucht, in der sich der Hafen des Orts befindet.

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Direkt am Hafen gibt es ein kleines Seafood-Restaurant: das Lower Deck mit seiner blauen Fassade. An der Schlange vor dem Eingang erkennen wir, dass die “Fish and Chips”, die hier auch “to go” wohl sehr gut sein müssen. Davon wollen wir uns selbst überzeugen.

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Und wirklich – saarzwerg und ich teilen uns eine große Portion. Die sind echt lecker. Falls Ihr dort mal vorbei kommt, solltet Ihr die unbedingt probieren.

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Während wir unsere Mahlzeit genießen, beobachten wir die Möwen, die hier auf den geparkten Autos warten, dass sie von unserem Essen etwas abbekommen. Nach dem Essen wird es Zeit sich mal etwas zu bewegen. In der Nähe gibt es den Tradi “Portree’s Viewpoint of Doom! -Skye, Inner Hebrides“, der eine schöne Aussicht auf den Hafen verspricht.

Zunächst haben wir etwas Probleme den richtigen Zugang zu finden. Dann gehen wir vorsichtig den steilen Hang hinunter bis die Bäume sich etwas lichten. Volià – da ist er – der schöne Ausblick auf die bunten Häuschen am Hafen.

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In unmittelbarer Nähe unter einem Stein finden wir recht schnell die Dose und können unser Log ins Buch schreiben. Leider wird der Regen immer stärker. Eigentlich wollten wir noch dem anderen Tradi in Portree, dem “The Lump“, ebenfalls einen Besuch abstatten. Mangels Schirm (der mal wieder im Auto liegt) lassen wir das aber und  treten langsam die Rückfahrt zu unserer Unterkunft am Loch Ness an.

 

Auf dem Rückweg

Kurz vor dem Loch Ainort halte ich noch einmal an. Ein Foto von einem Schafwarnschild fehlt mir noch in meiner Sammlung.

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Etwas weiter unten gibt es noch einen kleinen Wasserfall, den wir uns auch noch genauer anschauen.

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Trotz des Regens macht es uns Spaß diese Landschaft hier zu genießen.

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Irgendwie ist der Tag schon wieder zu kurz. Leider haben wir bei der Planung kein freies Zimmer mehr auf der Insel finden können. Falls Ihr mal hierher kommt, solltet Ihr mehrere Tage Aufenthalt auf der Isle of Skye einplanen.

 

Mein Fazit

Zwei Landschaften haben mir in Schottland besonders gut gefallen: Glen Coe und die Isle of Skye. An der schottischen Westküste liegt die Isle of Skye, die auch bei den Touristen ein beliebtes Ziel ist. Bei Eurer Reiseplanung solltet Ihr möglichst früh die Übernachtungen auf der Insel buchen – als ich es ein paar Wochen vor unserer Reise versucht habe, war die komplette Insel schon ausgebucht. Das kleine Hafenstädtchen Portree lädt zum Verweilen ein.

Die Isle of Skye hat einige Geocaches zu buchen – wir haben nur einen Bruchteil davon besucht. Auch haben wir in der kürze der Zeit (wenige Stunden) und nur einen kleinen Teil der Insel abgefahren. Wenn ich mal wieder nach Schottland komme, so will ich auf jeden Fall mehr von dieser Insel sehen!

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Falls Ihr gerne mehr von unserer Tour sehen möchtet, so lege ich Euch mein Webalbum ans Herz.

Wie schaut es bei Euch aus? Seid Ihr schon auf der Isle of Skye oder in Schottland gewesen? Wie hat es Euch gefallen und was sollte man Eurer Meinung nach auf jeden Fall gesehen haben? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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  2 Antworten zu “Geocaching in Schottland: von Loch Ness auf die Isle of Skye”

  1.  

    Hallo Saarfuchs,
    vielen Dank für den tollen Bericht.
    Ich plane ebenfalls einen Tripp auf die Isle of Sky.
    Allerdings liegt mein Hauptaugenmerk hier eher bei einen Besuch der Insel St. Kilda. die ungefähr 64km vor der Küste Schottlands liegt. Schau mal auf You Tube nach dem Video “St.Kilda – The Sketch” und du weißt warum ich unbedingt mal dorthin will.
    Von der Isle of Sky aus werden nämlich Bootstouren dorthin angeboten.
    Ansonsten sind deine Berichte immer wieder genial zu lesen, mach unbedingt weiter.

    Viele Grüße aus dem Erzgebirge
    Maik aka Kratos66

    Der Link zum You Tube Video (hoffe er funktioniert)
    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwi56t7p2_bPAhXqK8AKHVQpB1IQtwIIHDAA&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DrrL-YAEDh8c&usg=AFQjCNFB4Qyp-elTcM2NB9DdfZ7HQ7ccMw&sig2=S_x3rxZlxq_nA-1KzeisaQ&bvm=bv.136593572,d.ZGg

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