Geocaching-Rundfahrt durch Dänemark mit Schweden-Länderpunkt!

Ende April reisen Saarzwerg und ich mit dem Auto nach Dänemark. Der Plan: über Hamburg nach Lübeck, dann weiter über Kopenhagen, Aarhus, Ringköping wieder zurück nach Hamburg zum Giga. Natürlich sollte auch der Schweden-Länderpunkt nicht fehlen.

In diesem Übersichtsartikel stelle ich Euch unsere Reiseroute vor und erzähle von unseren Erlebnissen. Kommt mit auf die virtuelle Reise …

 

 

Dänemark und die Planung

Als die Bestätigung kam, dass ich auf dem Giga in Hamburg meine beiden Vorträge über c:geo und Looking4Cache halten werde, war schnell klar, dass saarzwerg und ich die Woche davor nutzen wollen für eine kleine Tour durch Dänemark . Da mir auch der Länderpunkt für Schweden noch fehlt, wäre ein kurzer Abstecher dort hinüber schön.

saarzwerg und ich sind keine Powercacher – wenn wir ein neues Land besuchen, wollen wir auch etwas von diesem sehen. Daher schaue ich mich nach Sightseeing-Zielen um und bin überrascht, wie wenig es dort gibt. Anschließend schaue ich mir die hoch-favorisierten Geocaches an und bin auch etwas enttäuscht: bei 34.258 Geocaches, gibt es gerade mal vier mit mehr als 1000 Favos?!

Also plane ich unsere Anreise über Hamburg – dort will ich einen Stopp an der Raststätte Stillhorn Ost einlegen um dort einen besonderen Geocache zu besuchen. Die erste Übernachtung buchen wir in Lübeck – so bleibt noch Zeit um die Altstadt anzuschauen und ein paar Dosen zu suchen. Am nächsten Tag auf die Fähre und bis Kopenhagen fahren: die Meerjungfrau und der 2000er sind dabei Must-Have-Caches. Von Kopenhagen mit dem Zug nach Malmö fahren um einen weiteren Länderpunkt zu erreichen. Weiter geht es dann mit der Fähre nach Aarhus und nach einer weiteren Übernachtung weiter nach Ringkøbing und seinem Bunkerstrand. Am nächsten Tag folgt dann die lange Rückfahrt zum Giga nach Hamburg.

Das hört sich doch nach einem Plan an, oder?

Die Hotels sind schnell über booking.com gebucht. Dabei fällt uns auf, dass Dänemark, wie auch viele andere nordische Länder im Vergleich mit Deutschland recht teuer sind. Um von Lübeck nach Kopenhagen zu gelangen, buche ich ein flexibles Ticket auf der Vogelfluglinie. Egal wann ich damit die Fähre erreiche, kann ich die nächste nehmen, die abfährt. Für die Strecke von Kopenhagen nach Aarhus wollen wir ebenfalls die Fähre nehmen – die Molslinjen –  leider ist ihre Webseite ausschließlich auf dänisch und ich tue mich etwas schwer damit. Mit Hilfe vom Google-Übersetzer buche ich uns ein günstiges Ticket, mit dem wir zu einer festen Zeit an der Fähre sein müssen!

Nachdem alle Buchungen erledigt sind, kann der Urlaub beginnen …

 

Die einzelnen Stationen unserer Rundreise

Im Folgenden gebe ich Euch einen kurzen Überblick über unsere Reiseroute. Zu jedem einzelnen Abschnitt werde ich in den kommenden Wochen noch einen detaillierten Reisebericht verfassen und diesen hier verlinken. Darin berichte ich über unsere Erlebnisse vor Ort und zeige Euch welche Hotels wir gebucht und wo wir besonders gut gegessen haben.

 

Anreise über Hamburg und Lübeck

Wir fahren morgens gegen 7:30 Uhr im Saarland los und erreichen Hamburg so kurz nach 14 Uhr. In Stillhorn Ost kümmern wir uns um den sehr hoch favorisierten Tradi „TB – Schlosshotel Rasthof Stillhorn Ost„, den wir gut loggen können. Ein echtes Erlebnis!

Am frühen Nachmittag erreichen wir Lübeck. So bleibt genügend Zeit für eine ausgedehnte Geocaching- und Sightseeing-Runde durch die historische Altstadt. Am besten gefällt uns dort der Tradi „Lübecks höchster Cache„, der sich in der Turmspitze einer Kirche befindet. Zusammen mit einem guten Abendessen verbringen wir gute sechs Stunden in der Altstadt. Lübeck gefällt uns wirklich gut! Am nächsten Morgen geht es zur Vogelfluglinie nach Puttgarden und weiter nach Kopenhagen.

Den Artikel zu diesen Tourabschnitt findet Ihr unter: „Geocaching in Lübeck und der Sprung nach Dänemark“ .

 

Kopenhagen und sein 2000er Geocache

Da wir recht schnell Kopenhagen erreichen, entscheiden wir uns den Geocache „Kippers in the Jungle (Denmark’s first)“ aus dem Jahr 2000 noch vor der Fahrt ins Hotel anzugehen. Er liegt etwas außerhalb und ist gut mit dem Auto zu erreichen. Zusammen mit einem weiteren älteren Cache in der Nähe loggen wir diese geschichtsträchtige Ammo-Box.

Unser Hotel wählen wir recht zentral in der Nähe einer U-Bahnstation. Von dort sind wir mit der Metro schnell in der Stadt. Während unseren drei Übernachtungen in Kopenhagen verzichten wir auf unser Auto und machen alles weitere mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was sehr gut funktioniert. Der Meerjungfrau statten noch am gleichen Abend einen Besuch ab. Wir erkunden die riesige Fußgängerzone, den Hafen, die Festung, die Kathedrale, zwei Schlösser und das alternativ-autonome Stadtteil „Freistadt Christiania“. Geocaching kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz.

Alle Details zu diesem Tourabschnitt findet Ihr in dem Artikel „Kopenhagen und sein 2000er Geocache“ .

 

Malmö und der Länderpunkt

Von Kopenhagen ist es ein Katzensprung nach Malmö: gerade mal 35 Minuten dauert die Zugfahrt über die Öresundbrücke nach Schweden. Der Hauptbahnhof liegt sehr zentral. Von dort erkunden wir Malmö komplett zu Fuß! Insgesamt loggen wir 15 Geocaches auf unserer Sightseeingtour durch die Stadt. Gleich gegenüber einem Ausgang des Bahnhofs befindet sich der Virtual „Utblick“ , was auf schwedisch soviel wie Ausblick bedeutet. Und den habt Ihr an dieser Stelle ;-)

Wie schlendern durch die komplette Altstadt und machen einen Abstecher zum Malmö-Haus und zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Öresundbrücke. Am Marktplatz gönnen wir uns einen Kaffee und schauen den Touristen zu.

Obwohl das Essen in Schweden teuer ist, finden wir zwei tolle Möglichkeiten gut, günstig und lecker zu Essen. Den zugehörigen Artikel zu diesem Besuch findet Ihr unter: „Malmö und der Schweden-Länderpunkt von Kopenhagen aus“ .

 

Von Kopenhagen nach Aarhus

Gleich am Morgen starten wir in Kopenhagen Richtung Westen. Unser Ziel ist Sjællands Odde, wo eine der schnellsten Autofähren der Welt nach Aarhus abfährt. Da wir eine feste Zeit für die Überfahrt gebucht haben, ist noch genügend Zeit für einige Dosen unterwegs einzusammeln. Nach einer 70-minütigen Überfahrt erreichen wir am Nachmittag Aarhus, wo wir zunächst dem Botanischen Garten einen Besuch abstatten. In einer großen und hohen Hallen bewundern wir wunderschöne tropische Pflanzen.

Nach einer Fahrstuhlfahrt im Auto und dem Einchecken im Hotel, geht es in die Stadt. Der Virtual „Aarhus Sights – Rooftop – 360° Panoramaudsigt“ führt uns auf eine sehr interessante Dachterrasse mit einem tollen Blick über Aarhus. Anschließend folgt die historische Altstadt mit Kathedrale, Theater und einem guten Essen.

Alle Details zu diesem Tourabschnitt findet Ihr in dem Artikel: „Von Kopenhagen nach Aarhus mit Geocaching“ .

 

Ringkøbing und der Bunkerstrand

Um die Mittagszeit erreichen wir einen Parkplatz am Strand bei Søndervig, wo wir zunächst einmal ausgiebig picknicken. Dafür müssen wir uns eine kleine Senke suchen – es ist zwar herrliches warmes Wetter, aber leider mit sehr starkem Wind. Nach dem Essen laufen wir zum „Riddle underearth – „Regelbau L487““ – der Cache, wegen dem mir dieser Bunkerstrand überhaupt aufgefallen war. Die Dose in dem zweigeschossigen Gebäude, welches zu einer Stellung des Atlantikwalls gehört hat, finden wir gut. Wir verbringen fast den kompletten Nachmittag am Strand und schauen uns ausgiebig bei diesen betonierten Zeitzeugen um und loggen noch ein paar weitere Geocaches.

In einem Beobachtungsbunker finden wir die kleinen Zeichnungen eines Künstlers, der dort an den Holocaust erinnern möchte. Fast alle Bunker sind offen und zugänglich. Nur manchmal weißt ein Schild auf die Gefahren hin. Aber als erfahrene Lostplace-Cacher sind wir ja eh vorsichtig!

Den zugehörigen Artikel zu diesem Besuch findet Ihr unter: „LP: Atlantikwall – Der Bunkerstrand von Ringkøbing“ .

 

Interaktive Karte von unserer Rundreise

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Rundreise durch Dänemark sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken.

Falls Euch unsere Reiseroute interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

 

Mein Fazit

Diese Woche in Dänemark hat mir sehr gut gefallen. Wir haben sehr viel von dem Land gesehen und einige Sightseeingspots besucht. Die beiden Fährüberfahrten mit dem eigenen Auto sind absolut unproblematisch und wenn man rechtzeitig bucht, sogar noch richtig günstig. Die Fahrt auf einer der schnellsten Autofähren der Welt war ein Erlebnis.

Leider ist Dänemark und Schweden recht teuer. Einen schönen Rotwein zum Abendessen überlegt man sich da schon zweimal. Trotzdem haben saarzwerg und ich meist etwas gutes und günstiges gefunden. Die Dänen sind sehr hilfsbereit und überall wo wir waren der englischen Sprache mächtig.

Mein persönliches Highlight auf dieser Tour war unser Tagesausflug nach Malmö in Schweden. Eine tolle Stadt mit netten Geocaches bei bombastigem Wetter. Da hat das erkunden der Stadt zu Fuß natürlich Spaß gemacht!

Falls Ihr den Dänemark- und Schweden-Länderpunkt noch benötigt, dann möchte ich Euch diese Tour ans Herz legen!

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Wir hat Euch dieser Übersichtsartikel gefallen? Seid Ihr selbst schon in Dänemark gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für eine solche Tour? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Claudia Raddünz

    Eine schöne Tour, die Ihr da gemacht habt. Vielen Dank für diesen und auch all die anderen, interessant geschriebenen Artikel. Toll, das Du Dir die Mühe machst uns die Infos zur Verfügung zu stellen. Viele Grüße aus Oldenburg, Claudia und Horst

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