Kopenhagen und sein 2000er Geocache

Im zweiten Teil meiner Artikelserie über unsere Rundreise durch Dänemark erzähle ich Euch von unserem Besuch in Kopenhagen. Insgesamt verbringen wir fast zwei Tage in der der Stadt.

Dabei schauen wir uns viele Sehenswürdigkeiten an und loggen insgesamt acht Virtual- und dreizehn Traditionalcaches. Der erste Geocache Dänemarks aus dem Jahr 2000 ist natürlich auch dabei. Kommt mit auf die virtuelle Reise nach Kopenhagen!

 

 

Besuch beim 2000er Cache

Zur Mittagszeit erreichen wir die Vororte von Kopenhagen. Da es noch zu früh ist, um zum Hotel zu fahren, beschließen wir spontan unseren Besuch beim ältesten Geocache Dänemarks vorzuziehen. Bei der Planung habe ich mir einen Wegpunkt in einer Straße nahe des Caches herausgesucht. Von dort sind es nur wenige Hundert Meter zu Fuß durch ein parkähnliches Gelände.

Wir laufen jedoch nicht gleich zum 2000er, da wir – mit einem kleinen Umweg – noch den Tradi „Herring in the Bog“ mitnehmen können. Die große Box ist schnell gefunden!

Dann ist es endlich soweit. Wir wählen in unseren Geocaching-Apps den Tradi „Kippers in the Jungle (Denmark’s first)“ als nächstes Ziel aus. Dahin für ein schmaler Trampelpfad. Rechts und links vom Pfad geht die Landschaft in ein Moor über. Suchen müssen wir nicht mehr! Eine Cacherautobahn führt uns zu einer Munitionsbox, die mit einem Fahrradschloss an einem Baum „angekettet“ ist.

Wir haben ihn gefunden und tragen uns stolz dieses geschichtsträchtigen Geocache besucht zu haben, ins Logbuch ein.

Natürlich schießen wir schnell noch ein paar Selfies  als Erinnerung an diesen Besuch.

Ursprünglich hatte Dänemark noch einen weiteren Geocache aus dem Jahr 2000: den Tradi „High Tension in the Bog“ – dieser wurde jedoch im November 2018 vom HQ archiviert, nachdem der Owner sich geweigert hatte, den Geocache an eine zugängliche Stelle zu verlegen. Schade, dass es für die 2000er Geocaches noch keine Zwangsenteignung durch die Geocaching-Community gibt!

 

Hotelempfehlung für Kopenhagen

Für unsere drei Übernachtungen in Kopenhagen haben wir uns vorab ein günstiges Hotel in der Nähe einer U-Bahnstation herausgesucht. Mit dem Hotel Amager (Provisionslink) wurden wir fündig. Die drei Nächte bekommen wir samt Frühstück für 252?. Vor dem Hotel ist eine Bushaltestelle der Linie, die in Zentrum fährt und nur wenige hundert Meter weiter ist die U-Bahnstation. Unser Zimmer war recht geräumig mit Bett, Sofa und einem großen Bad. Das Frühstücksbuffet findet in der Sportbar im Erdgeschoss statt und bietet eine schöne Auswahl. Das Ei wird auf Wunsch frisch gemacht.

Einziger Nachteil – obwohl ich Hotels mit Parkplatz gesucht habe – musste ich vor Ort feststellen, dass es die gab, sie waren jedoch öffentlich und kosteten uns für die drei Tage ca 60? Parkgebühr. Das nächste mal würde ich dieses Hotel wieder nehmen, jedoch außerhalb auf einem kostenlosen P&R-Parkplatz den Wagen stehenlassen. Hier hätte ich mich besser vorbereiten sollen ;-)

 

Durch die längste Einkaufsstraße

Kopenhagen hat die längste Einkaufsstraße Europas: die Straße heißt Strøget und ist 1,1 Kilometer lang. Da auf der einen Seite eine U-Bahnhaltestelle ist und auf der anderen ein Tradi und ein Virtual spazieren wir die Straße am frühen Nachmittag ab.

Die Strøget ist eine Fußgängerzone und es ist die Hölle los. Unterwegs gibt es ein paar größere Plätze mit Cafés und Restaurants.

Da es es einiges zu sehen gibt, benötigen saarzwerg und ich über eine Stunde für die kurze Strecke bis zum Rathaus.

An der Seite vom Rathaus steht das Denkmal von Hans Christian Andersen, der der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks ist. Grund genug ihm einen Virtual zu spendieren: „HCA – Copenhagen virtual„.

Die Aufgabe ist recht einfach und schnell erledigt: wir müssen in der Nähe drei Informationen suchen und ein Foto von uns am Denkmal machen.

Gleich nebenan suchen wir noch schnell den Tradi „HCA 1875„, der an einer Bank klebt. Schnell ist hier aber übertrieben, denn wir müssen abwarten, bis der Muggel auf der Bank endlich weiter geht!

 

Die kleine Meerjungfrau

Als Nächstes möchte sich saarzwerg die kleine Meerjungfrau anschauen. Da es vom Rathaus bis zu ihr jedoch zu weit ist, um zu Fuß zu laufen, wollen wir die Bahn nehmen. Die ist in unserem Tagesticket „City Pass Small“ enthalten. Dieses Ticket gibt es für einen Zeitraum von ein bis fünf Tagen. Wir kaufen es für die drei Tage und sind damit flexibel.

Auf dem Weg zum Hauptbahnhof fällt mir der Tradi „Frihedsstøtten. Vesterbrogade historie“ auf, der an einem Denkmal versteckt ist. Mit etwas Suchen können wir ihn finden und loggen.

Im Hauptbahnhof ist der Virtual „The face at the Central Station – Virtual Reward“ versteckt. Um ihn zu loggen, müssen wir ein kleines Kunstwerk in der Bahnhofshalle suchen und uns damit fotografieren.

Dann suchen wir die richtige Linie und fahren bis zum Bahnhof „Østerport“.

Von dort ist es immer noch etwas zu laufen, da wir um das Kastell, die Festung von Kopenhagen, herumlaufen müssen. Da der Weg durch einen Park führt, macht das aber Spaß.

Wir nähern uns der Meerjungfrau. Hier wird es schon voller. Am Straßenrand parken einige Reisebusse. Bei der Meerjungfrau ist viel los.

Sie trägt ihren Namen zu recht, da sie höchstens 1,20 Meter hoch ist. Irgendwie hatte ich sie mir größer vorgestellt. Nun müssen wir warten, denn wir wollen ein Foto von uns (wie auch viele andere) vor der Meerjungfrau machen, damit wir den Virtual „The little Mermaid // Den lille Havfrue“ loggen dürfen. Dazu ist ein Selfie mit dem Peace-Zeichen nötig.

Inzwischen ist es Abendessenszeit. Wir beschließen den Abend am neuen Hafen zu verbringen.

 

Der neue Hafen – Nyhavn

Als wir dort ankommen, ist die Sonne gerade am untergehen. Auf der einen Seite des Hafens sind viele Restaurants, die sich um Gäste bemühen. Hab‘ ich schon erwähnt, dass Dänemark im Vergleich zu Deutschland recht teuer ist? Die Preise für ein einzelnes Hauptgericht liegen in Kopenhagen bei mindestens 20?. Wir laufen den kompletten Hafen ab und entscheiden uns letztendlich für das Restaurant Barock. Das Essen ist sehr gut. Wir essen beide den Lachs – leider ist die Portion etwas klein … naja, gemütlich und lecker war’s!

Nach dem Essen suchen wir noch den Tradi „Nyhavn„, welchen wir gut und schnell finden können.

Von Nyhavn sind es nur ein paar Schritte durch das schön beleuchtete Kopenhagen bis zur U-Bahnstation „Kongens Nytorv“. Nachdem wir die U-Bahn Richtung Flughafen genommen haben, sind wir recht schnell an der Haltestelle „Amagerbro“, von wo aus wir zu unserem Hotel spazieren.

Am nächsten Morgen fahren wir die gleiche U-Bahnstrecke, nur in umgekehrter Richtung.

Wir beginnen unseren Tag mit dem Virtual „H.C. Andersen in Nyhavn„, bei dem wir im neuen Hafen einige Stationen ablaufen müssen.

Um den Cache loggen zu dürfen, beantworten wir ein paar Fragen und fertigen ein Beweisfoto vor einem Haus, in dem H.C.A. gelebt hat, an.

Anschließend verlassen wir den Hafen in Richtung Uferpromenade …

 

Rund ums Schloss Amalienborg

Als nächstes wollen wir uns den Wachwechsel am Schloss Amalienborg anschauen. Dort lebt die dänische Königin Margarete. Vom Nyhavn ist es nicht weit bis zum Schloss. Wir laufen an der Uferpromenade entlang bis wir zum Brunnen kommen. Der befindet sich direkt neben dem Schloss.

Das Schloss Amalienborg besteht aus vier großen Gebäuden, die um einen großen Platz angeordnet sind. In einem Gebäude ist ein Museum und in den anderen drei sind die Mitglieder der Königsfamilie untergebracht. Wenn die Fahne auf dem Gebäude weht, ist das jeweilige Mitglied der Königsfamilie zu Hause.

Da wir noch eine gute Stunde auf den Wachwechsel warten müssen, machen wir noch einen Spaziergang durch die Umgebung des Schlosses. Gleich daneben ist die „Frederiks Kirke“. Dort gibt es einen Earthcache, auf den wir heute aber keine Lust haben.

Wir schauen uns im Innenraum etwas um …

… und spazieren dann weiter die Straße zum Kastell Kopenhagen hinauf. Unterwegs suchen wir den Tradi „Dobbeltmordet #30 – Multikunstneren„, der nix besonderes ist aber für einen weiteren Statistikpunkt in Dänemark sorgt. Wir schauen uns kurz im Kastell um und gehen dann wieder zurück zum großen Platz in der Mitte von Schloss Amalienborg.

Pünktlich um 12 Uhr trifft die Wachablösung ein. Polizisten haben einen Bereich abgesperrt, in dem sich der größte Teil dieses Zeremoniells abspielt.

Der Wachwechsel dauert eine gute halbe Stunde. Ich mache viele Fotos von den Soldaten in ihren Uniformen. Obwohl die Uniform recht historisch ausschaut haben die Soldaten moderne automatische Waffen dabei.

Nach dem Wachwechsel kümmern wir uns um den Virtual „Virtual Reward: At the Queen’s door step„, bei dem wir ein Foto vor dem Haus von Königin Margarete II. machen müssen. Dabei lernen wir, dass diese Königin doch tatsächlich eine beschriftete Klingel hat. Der Soldat, der gleich neben dem Eingang steht, würde es vermutlich verhindern, dass ich dort mal klingele!

Wir verlassen das Schloss in Richtung des Tradis „Dobbeltmordet #19 – Amalienborg„. Gerade als wir diesen loggen, fährt ein Oldtimer mit einem besonderen Nummernschild vorbei: eine Krone und eine Nummer. Davor und dahinter ein dicker schwarzer Geländewagen mit Männern darin, die einen Knopf im Ohr haben. Das ist ja hier wie im Film.

Wir schauen in den Oldtimer hinein und glauben die Königin erkennen zu können …

Inzwischen ist es Mittag geworden und wir schauen uns nach einer Kleinigkeit zu Essen um. In der Nähe vom Schloss setzen wir uns vor dem Café No. 11 auf die bequemen Sitzgarnituren und genießen ein leckers Sandwich.

 

Rund ums Schloss Rosenborg

Nach dem Essen spazieren wir zur großen Parkanlage rund um das Schloss Rosenborg, wo wir den Virtual „Kongens Have – The King’s Garden“ machen wollen. Dazu sind fünf Fragen zu beantworten, die uns durch den kompletten Park führen. Dabei schauen wir uns die großen Löwen an, die den Schlosseingang schmücken …

… und kommen an einem Denkmal vorbei.

Bei dem Spaziergang sehen wir das Schloss von allen Seiten.

Auf eine Besichtigung verzichten wir, da wir noch weiter zu dem Virtual „1807 – An Original Virtual“ wollen. Er befindet sich an der großen Straße, die vor dem Schloß vorbei führt an einem Kasernengebäude in dessen Wand etwas „Besonderes“ steckt. Selbstverständlich schießen wir auch dort ein Beweis-Selfie von uns.

Gleich gegenüber fällt mir ein Tradi ins Auge, der „Københavns Observatorium„. Wir laufen ein kleines Stück durch den Botanischen Garten und gelangen so von der Seite ans Observatorium, dass nicht besichtigt werden kann, da er von der Universität genutzt wird. Gerade als saaruzwerg unter der Treppe sitzt um uns in Logbuch zu schreiben, kommt eine Mitarbeiterin aus dem Haus und grinst. Sie fragt ob wir den Geocache suchen und wünscht uns noch einen schönen Tag. Scheinbar wird diese Dose öfters gesucht und gefunden.

Vor dem Observatorium steht ein Denkmal für Tycho Brahe, welcher einer der bedeutendsten Astronomen ist. Er wurde bekannt durch seine genauen Vermessungen der Himmelkörper.

 

Unterwegs zur Freistadt Christiania

Zum Abschluss unseres zweiten Tages in Kopenhagen wollen wir uns noch die alternative Freistadt Christiania anschauen. Sie liegt an der südwestlichen Seite des ehemaligen Festungsrings von Kopenhagen. Dazu spazieren wir wieder zurück zum Hafen. Unterwegs kommen wir am Virtual „Be a GIANT in Nyboder“ vorbei, der vor der Sankt Pauls Kirke platziert wurde.

Die Logbedingung ist recht einfach: Wir müssen ein Foto von uns machen, welches uns als Riese erscheinen lässt. Eine witzige Idee, wie ich finde!

Wir erreichen den Hafen und müssen auf die gegenüberliegende Seite gelangen. Dazu nehmen wir den Hafenbus, der ebenfalls in unserem Tagesticket „Small City Pass“ enthalten ist.

Wir verlassen das Boot an der Haltestelle „Holmen Nord“ und spazieren weiter zum ehemaligen Festungsring. Unterwegs kommen wir beim Restaurant Noma vorbei, welches schon viermal zum besten Restaurant der Welt gewählt wurde. Statt dort zu Essen, beschränken wir uns auf das Loggen des Tradis „Noma“ .

Kurz hinter dem Noma beginnt Christiania. Wir spazieren einmal komplett von Norden nach Süden durch dieses autonome Stadtteil.

Hier herrscht ein alternativer Lebensstil. Auch eine Stupa gibt es hier.

Langsam nähern wir uns der Pusher-Street. An den Häusern und auf Plakaten wird dargestellt, dass die Einwohner für die Legalisierung von Cannabis und gegen harte Drogen sind.

In der Pusher-Street werden offen die verschiedensten Cannabis-Produkte zum Kauf angeboten. Offiziell ist das natürlich in Dänemark verboten. Auf Tafel wird darauf hingewiesen, dass an dieser Stelle fotografieren verboten ist. Auf Wikipedia kann ich lesen, dass die Polizei in der Vergangenheit schon mehrfach Razzien durchgeführt hat. Dennoch wird es „irgendwie“ hier geduldet. Das Stadtteil hat sich mittlerweile zu einer der größten Touristenattraktionen in Kopenhagen entwickelt. Wer Interesse an anderen Kulturen und Lebensstilen hat, sollte hier mal vorbeischauen …

 

Geocaching in Amager

An unserem zweiten Abend in Kopenhagen wollen wir in der Nähe unseres Hotels etwas essen. Wir hoffen, dass es dort etwas günstiger ist. Wir landen schließlich im Magasasa, einem asiatischen Restaurant. Uns schmeckt es dort sehr gut, und das zu vernünftigen Preisen.

Um das Essen wieder etwas abzutrainieren, laufen wir eine kleine Runde mit den folgenden Tradis ab:

Eigentlich sollten das vier werden – aber den letzten in einem Baum können wir nicht mehr finden.

Als nächstes steht der Besuch in Malmö mit dem Schweden-Länderpunkt an – aber das ist eine andere Geschichte …

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Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Artikelserie über unsere Dänemark-Rundreise mit dem kleinen Abstecher nach Schweden. Den Übersichtsartikel mit den Links zu den anderen Beiträgen findet Ihr unter „Geocaching-Rundfahrt durch Dänemark mit Schweden-Länderpunkt!“ .

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Wie hat Euch unser Besuch in Kopenhagen gefallen? Wäre das auch etwas für Euch? Welche Caches hätte ich noch machen sollen oder welche Sightseeing-Spots besuchen? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Schöner Beitrag. War letztes Jahr in Kopenhagen und auch Malmö und es hat mir sehr gefallen.

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