Lab- und Geocaching in der historischen Altstadt von Bad Wimpfen

Entdecke bei einer faszinierenden Geocaching-Tour durch Bad Wimpfens verwinkelte Gassen voller prächtiger Fachwerkhäuser die größte staufische Kaiserpfalz nördlich der Alpen! Erklimme den imposanten Blauen Turm und genieße den atemberaubenden Ausblick über den Neckar.

Dabei kannst du 15 Labcaches und einen Bonuscache sammeln. Dich erwartet ein perfekter Mix aus Geschichte, Architektur und Schatzsuche.

 

 

Mein Labcaching-Stadtrundgang durch Bad Wimpfen

Die Stadt im Landkreis Heilbronn liegt geografisch im Norden Baden-Württembergs und thront auf einem markanten Bergsporn über dem Neckar. Sie gliedert sich charakteristisch in die am Flussufer liegende Unterstadt und die oben gelegene, historisch bedeutsame Altstadt.

Die historische Altstadt begeistert mit ihrer markanten Silhouette und den verwinkelten Gassen. Sie bildete einst das Herzstück der größten staufischen Kaiserpfalz nördlich der Alpen. Beim Geocaching zwischen den prächtigen Fachwerkhäusern wird die Geschichte der einstigen Reichsstadt lebendig, während man auf den Spuren von Kaisern und Rittern verborgene Winkel entdeckt.

Auf meinem Rundgang, den ich euch weiter unten in der interaktiven Karte eingezeichnet habe, konnte ich insgesamt 15 Labcaches und einen Bonuscache (Mystery) loggen:

Für die Anreise habe ich mir die Bahn ausgesucht, da ich so auf eine nervige Parkplatzsuche verzichten konnte. Der Bahnhof liegt unmittelbar unterhalb der historischen Altstadt, die mich mit ihren vielen Fachwerkhäusern sehr beeindruckt hat.

 

Hinauf ins Burgviertel

Vom Bahnhof halte ich mich rechts und laufe den asphaltierten Fußweg auf den Burgberg hinauf. Unterwegs bietet sich mir der erste schöne Blick auf den Neckar.

Weiter oben halte ich mich links und gehe durch die Öffnung in der Stadtmauer in die ehemalige Kaiserpfalz. Die größte staufische Kaiserpfalz nördlich der Alpen ist heute noch durch markante Bauwerke wie den Blauen Turm und das Steinhaus sichtbar. Sie zeugen von der einstigen Macht der Hohenstaufen im 12. Jahrhundert. An dieser Stelle ist ein kleiner Teil der Stadtmauer noch begehbar.

Ich steige die Treppen zum Roten Turm hinauf, um dort feststellen zu müssen, dass dieser über Winter nicht bestiegen werden kann. Von der Stadtmauer bekomme ich aber einen weiteren schönen Blick auf den hier renaturierten Neckar.

Anschließend laufe ich in die historische Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern. Ich werfe noch einen letzten Blick zurück zum Roten Turm.

Ich folge der oberen Straße zur Pfalzkapelle. Die Eingangstür ist sehr beeindruckend, aber leider auch verschlossen.

Gleich daneben sind noch die Arkaden vom ehemaligen Palas, dem Hauptgebäude der Kaiserpfalz, zu sehen. Die Holztreppe, die dort hinaufführt, ist mit Vorsicht zu genießen, da die Stufen kurz und die Treppe steil ist.

Dennoch lohnt sich der Aufstieg, denn von dortaus hat man einen tollen Blick auf die umliegenden Neckarauen.

Ich folge weiter der Straße. Nach kurzer Zeit ist schon der Blaue Turm zu sehen. Der im 12. Jahrhundert als westlicher Bergfried der staufischen Kaiserpfalz errichtete Blaue Turm ist das Wahrzeichen von Bad Wimpfen. Er verdankt seinen Namen der charakteristischen Schieferdeckung seines markanten Helms. Nachdem er über Jahrhunderte als Hochwacht zur Früherkennung von Gefahren diente, bietet er nach seinem mühevollen Wiederaufbau Besuchern heute einen unvergleichlichen Ausblick über die mittelalterliche Stadt.

Kurz vor dem Turm komme ich am Steinhaus vorbei. Das um 1200 errichtete Steinhaus ist der größte erhaltene Wohnturm der staufischen Kaiserpfalz. Im Mittelalter diente er als repräsentativer Wohnbau für die kaiserliche Familie. Heute beherbergt das historisch bedeutsame Gebäude das Museum der Stadt Bad Wimpfen. Dort können Kulturbegeisterte spannende Exponate zur Stadtgeschichte sowie archäologische Funde aus der Stauferzeit entdecken.

Davor steht eine Stauferstele. Die im Jahr 1998 eingeweihte Stele im Bereich der ehemaligen Kaiserpfalz ist ein modernes Denkmal, das an das bedeutende Adelsgeschlecht der Staufer erinnert. Die achteckige Säule ist mit Inschriften und Wappen versehen. Diese verdeutlichen die historische Verbindung der Stadt zum Heiligen Römischen Reich und bilden somit einen informativen Fixpunkt auf jedem geschichtlichen Rundgang.

Bisher konnte ich schon bei meinen Touren in Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Speyer und auf der Burg Trifels Stauferstelen entdecken.

 

Aufstieg auf den Blauen Turm

Als ich am Eingang des Blauen Turms vorbeikomme, fällt mir auf, dass hier die Tür offen steht. Ich gehe hinein und lese, dass der Turm heute am Sonntag für Besucher geöffnet ist und der Eintritt oben in der Turmstube erhoben wird. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3 € und mit Kurkarte sogar nur 2 €.

Um die schöne Aussicht vom Turm genießen zu können, muss ich zunächst 134 Stufen bis zur Türmerwohnung bewältigen. Dort entrichte ich die Eintrittsgebühr. Anschließend steige ich weitere 33 Stufen zur 32 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform hinauf. Wobei Plattform ist etwas übertrieben: Es handelt sich eher um einen kleinen Rundgang, der hinter den Zinnen verläuft.

Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend. In östlicher Richtung sticht das Steinhaus hervor, das damals das größte Gebäude der ehemaligen Pfalz war.

Im Norden macht der Neckar einen kleinen Bogen.

Im Westen sind der Marktplatz und die evangelische Stadtkirche zu sehen. Daran schließen sich unzählige Fachwerkhäuser an.

Etwas weiter links auf dem Rundgang über die Zinnen kann ich sogar einen Blick in die Fußgängerzone werfen.

Am Rand der historischen Altstadt, in südwestlicher Richtung, erhebt sich die katholische Stadtpfarrkirche zum Heiligen Kreuz über die Dächer.

Damit bin ich einmal um den Turm gelaufen und steige anschließend wieder hinunter.

 

Im großen Bogen vom Marktplatz zum Löwenbrunnen

Der Marktplatz ist gesäumt von Fachwerkhäusern. In seiner Mitte steht der Marktbrunnen. Leider wird dieser Platz auch als Parkplatz für die Anwohner verwendet, was mich beim Fotografieren stört.

Ich überquere den Marktplatz und gehe hinüber zur Stadtkirche.

Der Haupteingang ist offen und ich schaue mich drinnen etwas um.

Anschließend laufe ich die sehr enge Badgasse entlang. Diese Gasse ist eine der ältesten und idyllischsten Gassen der Altstadt und erinnert mit ihrem Namen an das mittelalterliche Badehaus, in dem die Bürger der Stadt über Jahrhunderte hinweg Körperpflege und sozialen Austausch pflegten.

Hier fällt mir an einem Haus dieser „Zeitgenosse“ ins Auge.

Dort, wo die Gasse in einen Platz mündet, steht dieses besondere Haus, welches unten so schmal ist, dass nur ein einziges Fenster Platz hat. Soweit ich weiß, ist das eine für das Mittelalter typische Bauweise, da damals die Steuern nach der Hausbreite erhoben wurden.

Am Platz biege ich links ab und laufe jetzt durch die Hauptstraße, welche heute eine Fußgängerzone ist.

Nach einiger Zeit komme ich zu einem weiteren großen Platz, an dessen Seite sich der Löwenbrunnen befindet.

Hier gehe ich ein paar Schritte die Marktrain hoch bis zum Kräuterweible, ein besonderes Haus, in dem sich heute ein Restaurant befindet.

Nachdem ich ein Foto gemacht habe, gehe ich wieder zurück zum Löwenbrunnen.

Der prachtvolle Löwenbrunnen am Marktplatz wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance errichtet und symbolisiert mit dem namensgebenden Löwen, der das Stadtwappen hält, stolz die einstige Unabhängigkeit der freien Reichsstadt. Als ehemaliger Mittelpunkt der städtischen Wasserversorgung erzählt das kunstvoll gestaltete Denkmal noch heute von der wirtschaftlichen Blütezeit Bad Wimpfens und dient Reisenden als beliebter Treffpunkt im Herzen der Altstadt.

 

Weiter zur Stadtpfarrkirche

Vom Löwenbrunnen gehe ich durch die Neutorstraße und die Langgasse bis zur Klostergasse. Unterwegs komme ich an einigen besonderen Fachwerkhäusern vorbei.

Bei dem rechten Gebäude kann ich mittels der Fenster sechs Etagen zählen. Quasi schon ein Hochhaus ;-)

Nach rechts öffnet sich die Gasse zu einem größeren Platz. Auch hier kann ich viele historische Gebäude entdecken. Wenn man jedoch genau hinschaut, sieht man, wie das Alter inzwischen die Holzbalken gebogen hat. Solch ein Haus ist sicher nicht günstig in der Unterhaltung.

Am Ende der Klostergasse erreiche ich die Stadtpfarrkirche. Natürlich schaue ich mir diese auch von innen an. Sie hat einen ganz anderen Stil als die evangelische, die ich mir vorher angeschaut habe.

Nachdem ich auch hier die ganzen Labs geloggt habe, laufe ich wieder zurück zum Löwenbrunnen.

Hier werfe ich einen Blick in die Bahn-App und stelle fest, dass ich noch etwas Zeit habe, bevor mein Zug zurück fährt.

 

Ein kleiner Abstecher durch das Hohenstaufentor

Daher mache ich noch einen kleinen Abstecher, als ich am Hohenstaufentor ankomme. Ich gehe hindurch und laufe nochmal kurz zur Burg hoch, da ich mir diese Straße noch nicht angeschaut habe.

Auch hier entdecke ich ein paar interessante Fachwerkhäuser, die an einer gepflasterten Gasse stehen.

Generell ist in der historischen Altstadt alles gepflastert, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Dann wird es Zeit für mich wieder umzudrehen und über die Hauptstraße und das untere Stadttor zurück zum Bahnhof zu laufen. Damit geht ein toller Nachmittag in der historischen Altstadt von Bad Wimpfen zu Ende!

 

Interaktive Karte meiner Tour durch Bad Wimpfen

Auf der folgenden Karte könnt ihr die von mir besuchten Sightseeing-Spots meiner Tour durch die historische Altstadt von Bad Wimpfen sehen. Die Lab- und Geocaches, die ich geloggt habe, habe ich euch ebenfalls in die Karte eingezeichnet. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Lab- und Geocaches öffnet sich das Listing bei einem Klick auf den Cachenamen.

Falls euch meine Tour interessiert, so könnt ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Inzwischen habe ich diese Tour auch in meinem Komoot eingestellt.

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Wie hat euch mein Bericht von meinem Besuch in Bad Wimpfen gefallen? Seid ihr selbst schon dort gewesen? Was habt ihr in der Stadt unternommen und angeschaut? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare unter diesem Beitrag.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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