Norditalien – Pisa und sein schiefer Turm

Am Morgen des fünften Tages unserer großen Norditalien-Rundfahrt besuchen wir mit dem Zug Pisa und laufen vom Bahnhof durch die Altstadt zum Dom mit seinem weltbekannten schiefen Turm, wo wir Sightseeing mit Labcaching verbinden.

Auf dem Rückweg lassen wir uns von einem weiteren LabAdventure leiten und nehmen einen Imbiss im Studentenviertel, bevor wir am Nachmittag wieder nach Florenz zurück fahren. Kommt mit auf die virtuelle Tour durch Pisa!

 

 

Mit dem Zug von Florenz nach Pisa

Da wir wegen akutem Parkplatzmangel in der Altstadt von Florenz unser Auto für drei Tage abgegeben haben, fahren wir kurz nach neun Uhr mit dem Zug von Florenz nach Pisa, was gerade mal eine Stunde dauert und bequem ist.

Die Zugfahrt nutzen wir, um uns online Tickets für die Besichtigungen der wichtigen Bauwerke an der Piazza del Duomo, die im Volksmund auch Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt wird, zu kaufen. Gegen zwanzig vor zehn Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof von Pisa.

Nachdem wir den Ausgang gefunden haben, machen wir uns auf in die Altstadt.

 

Durch die Fußgängerzone zum Fluss

Wir folgen der breiten Straße nach Norden und kommen nach wenigen Metern zur Piazza Vittorio Emanuele II.

Mitten auf dem Platz steht ein Denkmal des Namensgebers. Viktor Emanuel II. war von 1849 bis 1861 König von Sardinien-Piemont und war maßgeblich an der Gründung des Staates Italien beteiligt.

Gleich hinter dem Platz beginnt die große Fußgängerzone von Pisa, durch die wir nun hindurch schlendern.

Unterwegs kommen wir an einer Arkade vorbei, in der gerade ein Trödelmarkt stattfindet.

Kurz danach erreichen wir den Fluß Arno, der die neueren Teile von Pisa von den älteren trennt.

Wir überqueren die Brücke und betreten die historische Altstadt von Pisa.

 

Weiter zu den Nerobädern

Auf der anderen Seite der Brücke beginnt wieder eine Fußgängerzone mit kleinen und engen Gassen.

Wir öffnen unsere LabAdventure App auf unseren Smartphones und starten Galileo a Pisa, welches uns die wichtigsten Orte zeigen möchte, an denen Galileo Galilei in Pisa gewirkt hat.

Nachdem wir die ersten beiden Labcaches richtig beantwortet haben, folgen wir weiter der Fußgängerzone in Richtung des nächsten. Dabei kommen wir an seinem Denkmal vorbei. Galileo wurde 1564 in dieser Stadt geboren.

Wir unterbrechen nun kurz das LabAdventure und schlendern zu den Überresten einer römischen Therme. Pisa wurde 180 v. Chr. zur römischen Kolonie – aus dieser Zeit ist aber nur noch wenig übrig geblieben.

In der Nähe suchen wir den Tradi Baths of Nero – Bagni di Nerone, den wir recht schnell finden und loggen können. Danach bummeln wir weiter in Richtung des Doms.

 

Auf der Piazza dei Miracoli

Nachdem wir das Ende der Straße erreicht haben, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: Wir stehen am Rand einer grünen Wiese und blicken auf den schiefen Turm von Pisa und dahinter auf den mächtigen Dom. So langsam kann ich verstehen, warum die Einheimischen die Piazza Duomo (Domplatz) als Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) bezeichnen. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, was ab etwa 1000 n. Chr. hier von Handwerkern mit einfachen Werkzeugen geschaffen wurde. Seit 1987 gehört der Platz zum UNESCO-Welterbe.

 

Rund um den Platz mit seinen Bauwerken spielt das LabAdventure Pisa Adventure, das wir nun beginnen.

Der Dom Santa Maria Assunta

Als Erstes gehen wir zum Dom hinüber, dessen Bau im Jahre 1063 begonnen wurde. Die beeindruckende Fassade wurde erst am Ende des 12. Jahrhunderts hinzugefügt.

Am Eingang zeigen wir unsere digitalen Tickets und dürfen eintreten.

Drinnen wirkt der Dom sehr groß und vor allem hoch auf mich. Besonders die Kassettendecke gefällt mir sehr gut.

Wir gehen weiter nach vorne und kommen an der reich verzierten Kanzel vorbei.

Im Altarraum fällt ein riesiger Christus sofort ins Auge.

Überhaupt, es gibt – glaube ich – keine Stelle mehr im Dom, die nicht reich mit Gemälden oder Steinmetzkunst verziert wurde.


Wir schlendern auf der anderen Seite des Hauptschiffes wieder in Richtung des Ausgangs zurück. Dabei fällt mir diese Figur auf, die über das Kirchenschiff wacht.

Noch ein letzter Blick zurück in die riesige Kirche und wir verlassen den Dom.

Das Baptisterium

Gleich gegenüber befindet sich das Baptisterium, welches die größte Taufkirche in der christlichen Geschichte darstellt. Es ist insgesamt 54 Meter hoch und hat einen Umfang von 107 Metern.

Auch hier werden unsere Online-Tickets sofort akzeptiert und wir betreten den großen Innenbereich, der nur aus einem einzigen Raum besteht. Im seinem Zentrum befindet sich das Taufbecken.

Ich schaue nach oben und sehe, wie die mächtigen Säulen kunstvoll die große Kuppel tragen.

Das Baptisterium verlassen wir durch den Seitenausgang.

Der Friedhof Camposanto Monumentale

Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Eingang zum Camposanto Monumentale, dem Friedhof des Doms. Auch hier werden wieder unsere Tickets kontrolliert.

Drinnen sind viele Sarkophage ausgestellt, die aus dem Mittelalter stammen. Die lokalen Adeligen ließen sich so in der Nähe des Doms bestatten.

An einigen Stellen sind heute noch riesige Gemälde zu sehen. Vor dem Zweiten Weltkrieg muss die komplette Halle bemalt gewesen sein. Wir kommen zum oberen Ende der umlaufenden Halle. Von dort habe ich diesen schönen Blick in den Innenraum, der jedoch zur Zeit wegen Bauarbeiten nicht betreten werden darf.

Ich mache noch ein letztes Foto …

… und danach verlassen wir den Friedhof wieder.

Die Besteigung des Campanile (Schiefer Turm von Pisa)

Nach einer kleinen Trinkpause ist es dann endlich soweit: Unser gebuchter Termin für die Besteigung des schiefen Turm naht. Wir machen davor noch schnell ein Selfie und gehen dann zur Garderobe, um unsere Taschen abzugeben, da wir diese nicht mit nach oben nehmen dürfen.

Ein letztes Mal werden unsere Tickets kontrolliert und unsere Gruppe sammelt sich im Innenraum des Turms, der innen komplett hohl ist.

Dann ist es endlich soweit, wir dürfen die vielen Treppenstufen, die sich in der Außenwand des Turms befinden, nach oben steigen.

Dabei merke ich jede einzelne Umrundung: Einmal werde ich nach außen an die Wand gedrückt und kurz danach wieder an die Innenwand. Die Schieflage ist beim Hochsteigen schon sehr gut zu spüren!

Oben angekommen werfe ich zunächst einen Blick auf den Dom.

Dann wechsele ich die Seite und schaue über die Stadt.

Eine knappe halbe Stunde dürfen wir uns hier oben aufhalten, bis wir wieder aufgefordert werden, hinunterzusteigen.

Zum Abschluss ein Selfie

Zum Abschluss unseres Besuchs der Piazza dei Miracoli laufen wir noch einmal um den Dom herum. Besonders gut gefällt mir, dass hier das Betreten des Rasens verboten ist – so kann ich wenigstens ein paar schöne Fotos ohne Touristen machen.

Für den Virtual Lean on Me will ich noch schnell ein Beweisfoto anfertigen – dabei “stütze” ich den Turm ein wenig!

Nach etwa zweieinhalb Stunden Besichtigungen verlassen wir den Domplatz wieder und schauen uns nach Etwas zum Essen um.

 

Mittagspause an der Stadtmauer

Da wir leider etwas zu spät dran sind, können wir bei den Foodtrucks rund um den Domplatz keine Pizzaschnitten mehr kaufen, da die inzwischen ausverkauft sind. Daher kaufen wir uns an einem kleinen Foodtruck Panini, was sich als Glücksfall herausstellt: Mein Panini mit Porchetta ist der Hammer!

Wir setzen uns bei der Stadtmauer in den Schatten und genießen unser Essen. Dabei schauen wir im Internet nach, ob es eine Möglichkeit gibt, über die Stadtmauer zu laufen. Leider müssen wir feststellen, dass das grundsätzlich möglich ist, jedoch heute der Zugang geschlossen ist …

 

Weiter durch die Altstadt mit Lab- und Geocaching

Anschließend steuern wir die noch beiden fehlenden Labcaches in der Altstadt an und kommen dabei auch an dem Tradi Leaning towers in Pisa: San Nicola vorbei, den wir gut finden können. Danach haben wir alles zusammen, was wir benötigen, um das Final des Mysterys Galileo a Pisa – Bonus cache berechnen zu können. Dabei laufen wir auch etwas am Arno entlang.

An den Finalkoordinaten angekommen, müssen wir zunächst etwas suchen. Kurz bevor wir aufgeben wollen, finden wir die kleine Dose.

 

Imbiss-Empfehlung für Pisa

Auf dem Weg zum Final sind wir an der Terrasse einer Bar vorbeigekommen. Da wir noch etwas Zeit haben, bevor unser Zug zurück nach Florenz fährt, beschließen wir spontan dort einzukehren. Wir bestellen uns zwei Aperol Spritz und sind sehr überrascht, was wir dazu alles noch kostenlos bekommen.

Wir bekommen mehrere Piccolini und ein paar kleine Stücke einer Pizza, die sich fast zu einer kompletten Pizza zusammensetzen lassen.

Wow – das ist ja fast ein ausreichender Mittagsimbiss! Man merkt deutlich, dass man im Studentenviertel viel mehr für sein Geld bekommt als dort, wo viele Touristen unterwegs sind.

 

Durch die Altstadt zurück zum Bahnhof

Gut gestärkt starten wir in Richtung Bahnhof. Wir laufen durch die kleinen Gassen der Altstadt …

… und kommen an einem kleinen Wochenmarkt vorbei.

Danach überqueren wir wieder den Arno und laufen durch die Fußgängerzone zur Station Pisa Centrale,wo wir pünktlich ankommen und mit dem Zug zurück nach Florenz fahren.

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unseres “kleinen” Geocaching- und Sightseeing-Spaziergangs durch Pisa sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Lab- und Geocaches, den wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Natürlich habe ich den Weg zum Final des Bonuscaches aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unseren Besuch in San Marino und Norditalien mit einem Schwerpunkt auf der Toskana. Unsere komplette Reiseroute findet Ihr im Überblicksbeitrag “8 Tage Autorundreise durch Norditalien und San Marino“, wo Ihr auch die Links zu den weiteren Detailberichten, die ich bereits zu ausgewählten Zielen unserer Reise geschrieben habe, findet.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch in der historischen Altstadt von Pisa gefallen? Seid Ihr selbst schon in der Toskana unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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