Schottland – Kurzbesuch in St. Andrews

Heute möchte ich Euch über unseren letzten Tag in Schottland berichten: Auf unserem Weg von Alyth zurück zum Flughafen Edinburgh haben wir noch etwas Zeit und statten der malerischen Kleinstadt St. Andrews einen Kurzbesuch ab.

St. Andrews hat einen historischen Altstadtkern, sowie die Ruinen einer Burg, einer Kathedrale und eines Klosters. In dieser tollen Umgebung macht Geocaching natürlich besonders Spaß. Kommt mit auf einen virtuellen Spaziergang durch St. Andrews …

 

 

Anreise und Parkplatz

Von Alyth fahren wir nach Süden und überqueren den Fluss Tay auf der riesigen Tay Road Bridge. Als wir uns St. Andrews nähern, kommen wir durch ein paar kleine Ortschaften mit den typischen englischen Wohnhäusern.

Rund um St. Andrews liegen viele Golfplätze, von denen wir einen bei der Einfahrt passieren. Die Kleinstadt ist bekannt dafür, dass hier die Wiege des Golfsports zu finden ist. Gegen viertel vor elf Uhr erreichen wir den Ortskern von St. Andrews. Wir suchen uns eine freie Parkbucht an der Hauptstraße, gleich neben einem der vielen Universitätsgebäuden, die es hier gibt.

Dabei handelt es sich um historische Gebäude, die mich an alte Herrenhäuser erinnern.

Nachdem unser Auto geparkt ist, machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden. Dafür habe wir leider nur eine gute Stunde, bevor wir weiter zum Flughafen fahren müssen. Angesichts der knappen Zeit, wollen wir nur nach Geocaches schauen, die auf unserem Weg liegen. Zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Bericht schreibe, fällt mir noch ein Multi auf, den es bei unserem Besuch noch nicht gegeben hat: der Pilgrim’s Way St Andrews führt Euch durch die Altstadt und scheint sich gut mit einem Stadtbummel verbinden zu lassen.

 

Am St. Andrews Castle

Von unserem Parkplatz schlendern wir an der Burgruine vorbei. Das St. Andrews Castle wurde von einem Bischof zum Schutz der Stadt und der Pilger gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und wurde im 17. Jahrhundert verlassen. Anschließend verfiel es relativ schnell. Da wir nicht viel Zeit haben, schauen wir uns die Burg nur von außen an.

Rund um die  Ruine ist heute noch gut der Burggraben zu erkennen.

Drinnen steht heute nicht mehr viel: Erhalten ist noch ein Teil der Südmauer mit einem Turm mit quadratischem Grundriss, das Verlies und der Küchenturm.

Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet Ihr auf der Webseite der Burg.

 

Hinunter zum Castle Strand

Unmittelbar neben der Burg befindet sich eine Treppen, die hinunter zum Strand führt. Dort wurde ein Bassin aus den Klippen herausgeschnitten und dient als Schwimmbecken. Obwohl es heute etwas windig und für mein Gefühl eher kühl ist, sehen wir ein paar wenige Badegäste, die sich gerade sonnen.

Ich drehe mich um, so dass ich das Meer im Rücken habe, und blicke hinauf zur Burgruine.

Von hier unten schaut sie noch majestätischer als von oben aus.

 

Der Torbogen am Stadtrand

Wir gehen vom Strand den gleichen Weg zurück, wie wir gekommen sind und laufen anschließend die Straße nach Süden an den Klippen entlang. An der nächsten Einmündung biegen wir nach rechts ab und können schon in einiger Entfernung einen großen Torbogen sehen.

Dabei handelt es sich um “The Pend”, einen von ehemals drei Toren, die Einlass zum Gelände der ehemalige Abtei der Augustiner-Chorherren gewährt hatte. Zu diesem ummauerten Gelände gehörte auch die ehemalige Kathedrale. Durch die Überreste dieses Tors führt heute eine normale Straße.

Als wir näher kommen, sehen wir, dass das Tor eigentlich ein Torhaus ist, welches aus zwei Bögen besteht und laut Wikipedia früher sogar eine Gewölbedecke aufwies.

Auf der Meerseite vor und hinter dem Torhaus sind die Überreste der Kathedrale und des ehemaligen Klosters zu sehen.

 

Die Ruinen der Kathedrale samt Abtei

Von der ehemaligen Kathedrale sind nur noch Ruinen übrig. Die rechte Seitenwand des Längsschiffs mit einem kleinen Turm ist im vorderen Bereich des Geländes noch zu sehen.

Der kleine Turm war ein Bestandteil des Eingangsportals der Westfassade.

Daneben stehen noch ein paar weitere Mauerreste die, nach meiner Einschätzung, zum Querschiff gehörten. In diesem Bereich standen sicher auch weitere Gebäude, die zur Abtei der Augustiner-Chorherren gehört haben.

Der viereckige Turm, der ein gutes Stück hinter der verbliebenen Mauer steht, ist der St. Rule’s Tower, der zu der gleichnamigen Kirche gehört hat, die vermutlich schon um 1070 erbaut wurde. Am Ende des ehemaligen Längsschiffs steht noch die Ost-Fassade mit der großen Fensteröffnung und den beiden noch erhaltenen Türmchen. Am Rasen sind noch die ehemaligen Umrisse der Kathedrale zu erkennen und vermitteln einen Eindruck, wie groß dieses Gebäude einmal gewesen sein muss.

Übrigens, die Reste der Kathedrale können auch aus der Nähe besichtigt werden. Die Eintrittspreise und Öffnungszeiten findet Ihr auf der Webseite der St. Andrews Cathedral.

Wir folgen weiter der Straße, die um das ehemaligen Kirchengelände herumläuft, nun leicht bergab.

 

Auf dem Friedhof von St Andrews

Nach einiger Zeit taucht in der linken Mauer ein offenes Tor auf. Dahinter liegt auf dem ehemaligen Gelände der Abtei und der Kathedrale der Friedhof von St. Andrews. Wir schauen uns einige der Grabsteine an. Darunter sind auch einige besondere mit einem Keltenkreuz.

Unmittelbar hinter der Friedhofsmauer befindet sich die ehemalige St. Rule’s Church, die einmal den Hauptsitz der Schottischen Kirche bildete. Über die nördliche Mauer hinweg kann ich sie gut fotografieren.

Danach gehe ich zur östlichen Friedhofsmauer. Von dort habe ich einen erhöhten Blick über die Sandbank, das Meer und den dahinter liegenden Caravan-Park.

Nachdem wir uns nun ausgiebig auf dem Gelände der Kathedrale umgeschaut haben, wollen wir noch einen Blick in die historische Altstadt von St. Andrews werfen.

 

Zurück in die Stadt

Wir laufen die Straße wieder hoch in Richtung des Torhauses. Unterwegs kommen wir am Eingangstor der St. Leonards Schule, zu der auch ein Internat gehört und die auch bei deutschen Schülern recht beliebt ist, vorbei.

Ein paar Schritte weiter laufen wir wieder durch das Torhaus …

… und biegen dahinter nach links in die historische Altstadt ein.

 

Durch die historische Altstadt

Wir folgen der South Street bis zur Holy Trinity Church und haben damit das Zentrum von St. Andrews erreicht.

Gleich neben der Kirche fällt mir dieser Buchladen auf, der sich in einem besonders schönen historischen Gebäude befindet.

Von dort schlendern wir weiter nach Norden und kommen zum kleinen Marktplatz von St. Andrews, der einen schönen Brunnen besitzt.

An einer Bar fällt mir dieses schöne Schild ins Auge.

Danach machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Tradi Hows the weather?, der leider nur ein Nano ist.

Da wir uns langsam zwölf Uhr nähern und weiter zum Flughafen müssen, beschließen saarzwerg und ich langsam in Richtung von unserem Parkplatz zu schlendern. Dabei kommen wir an einem großen Eingang vorbei. Neugierig, wie wir sind, wollen wir wissen, was sich dahinter verbirgt. Wir gehen hinein und stehen auf dem Gelände der Die University of St Andrews, die schon 1413 gegründet wurde und die älteste Universität Schottlands ist.

Von dort ist es nicht mehr weit bis zu unserem Parkplatz. Wir laufen durch eine kleine Gasse …

… und stehen nun in der Strasse “The Scores”, von wo wir unser Auto schon sehen können. Damit geht unser Sightseeing-Programm in Schottland leider schon zu Ende. Nun steht nur noch die Fahrt zum Flughafen und der Rückflug nach Deutschland an.

 

Interaktive Karte unseres Kurzbesuches

Auf der folgenden Karte könnt Ihr die Wegpunkte sehen, die wir während unseres Kurzbesuches in St. Andrews besucht haben. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Alle Sightseeing-Ziele, die ich hier im Beitrag vorstelle, findet Ihr auch in dieser Karte.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über unsere 14-tägige Mietwagenreise durch das nördliche Schottland. Eine Übersicht über alle Orte und Sightseeing-Spots, die wir besucht haben, findet Ihr in meinem Beitrag “14 Tage Autorundreise durch Schottland” .

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon auf auf den Orkneys unterwegs gewesen? Was habt Ihr dort erlebt? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Vielen Dank für den schönen Reisebericht.

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