Rucksackabenteuer – Ein neues Geocaching-Magazin erscheint!

Anfang April erscheint ein neues Geocaching-Magazin mit dem Namen „Rucksackabenteuer“. Grund genug für mich mit den beiden Herausgebern Micha und Karo ein ausführliches Interview zu ihrem neuen Projekt zu führen.

Schaut doch mal rein, ob dieses neue Magazin vielleicht auch Etwas für Euch wäre?

 

 

In den zehn Jahren, in denen Saarfuchs on Tour nun schon besteht, habe ich schon einige Geocaching-Magazine gesehen oder von deren Planung gehört. Allen voran das bekannte Geocaching-Magazin von Herausgeber Christian Gallus, welches schon seit Oktober 2010 mit sechs Ausgaben pro Jahr erfolgreich veröffentlicht wird. Danach erschien das kostenlose GoCacher-Magazin, welches auf Megaevents verteilt wurde oder als Beilage zu einer Bestellung in diversen Geocaching-Shops geordert werden konnte. Weiter erinnere ich mich noch an die hochtrabenden Pläne für ein weiteres Magazin namens Mugg’l-Magazin, welches es nie in die Druckerei geschafft hatte.

Anfang April war es dann so weit, ein neues Geocaching-Magazin mit dem Namen „Rucksackabenteuer – Das Geocaching / Outdoor – Magazin“ konnte bei den Herausgebern Micha und Karo bestellt werden. Die Beiden sind dem Ein oder Anderen von Euch bekannt: Sie haben in der Vergangenheit viel über ihre Geocaching-Abenteuer in ihren Social-Media-Kanälen und ihrem Blog berichtet.

Grund genug für mich sie ausführlich zu ihrem neuen Projekt Rucksackabenteuer zu befragen.

 

Das Interview mit den Herausgebern

Was genau ist Rucksackabenteuer?

Rucksackabenteuer ist ein neues Magazin, welches auf die Themen – Geocaching & Outdooraktivitäten im Allgemeinen – inhaltlich Bezug nimmt.

Wie bist Du auf die Idee zu Rucksackabenteuer gekommen?

Die Idee ist tatsächlich aus einer Eingebung heraus entstanden. Es war an einem Abend, kurz vor dem Schlafengehen, da hatte ich auf einmal dieses Wort (Rucksackabenteuer) im Kopf. Am nächsten Morgen ist dieser Gedanke immer noch präsent gewesen. Aus der Eingebung wurde dann eine Umsetzung :)

Wie groß ist das Team hinter Rucksackabenteuer und wer gehört dazu?  Wie ist Eure Aufgabenteilung? Habt Ihr einen professionellen Lektor im Team, um die Textqualität zu steigern?

Feste Größen sind natürlich wir Beide und die Cindy aus Hessen. Cindy setzt das Design und Layout um und wir sind sehr froh sie mit an Bord zu haben. In der ersten Ausgabe haben wir natürlich auch mit freien Autoren zusammengearbeitet. Das kann und wird sicher von Ausgabe zu Ausgabe variieren, so dass sich feste Größen sicher erst im Laufe der Zeit herauskristallisieren werden. Wir streben es natürlich an mit Autoren eine feste und konstante Bindung einzugehen.

Jeder Autor sollte natürlich schon von Haus aus auf eine sehr hohe Textqualität achten. Fehler können sich aber immer mal wieder einschleichen. Davon ist wohl niemand verschont. Wir haben mehrere Korrekturlesungen abwechselnd vorgenommen, um ein bestmögliches Ergebnis zu liefern.
Von uns Beiden gibt es mehrere Beiträge, natürlich liegt auch die Koordination, das Schreiben und Fehlerlesen in unseren Händen. Des Weiteren erfolgt der Versand der Magazine über uns. Wir verpacken jedes Heft einzeln. Das nimmt natürlich auch einiges an Zeit in Anspruch. Eine andere Umsetzung ist für uns derzeit aber auch nicht möglich.

Was war für Euch bisher die größte Schwierigkeit auf dem Weg von der Idee zum Heft und wie seid ihr damit umgegangen?

Schwierigkeiten bei der Themengestaltung und Umsetzung gab es tatsächlich wenige bis gar keine. Natürlich ist das alles totales Neuland für uns. Keiner von uns Beiden hat Magazinjournalismus studiert. Das man sich dort auch erst einmal zurechtfinden muss, ist ganz normal. Wir haben uns sehr viel mit Leuten, die aus der Szene kommen, ausgetauscht und viel belesen und informiert. Auch bei der Shopeinrichtung habe ich mir Hilfe von einem IT – Techniker geholt. Ich denke aber auch, dass man mit der Zeit wächst. Verbesserungspotenzial ist immer vorhanden und es gibt viele Ideen, welche in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt werden.

Wie beurteilst Du Dein Verhältnis zu Groundspeak? Seid ihr wegen Rucksackabenteuer schon mal auf einander zugegangen?

Das Verhältnis zu Groundspeak würde ich als sehr gut einstufen. Es gab schon vor der Idee zum Magazin immer mal wieder einen sehr netten Austausch. Für das Magazin wurden uns zwei Werbebanner vom HQ zur Verfügung gestellt, im Gegenzug bekommen wir Impressionen zum Magazin auf deren Webseite geschaltet. Das ist ein mehr als fairer „Deal“.

Es gibt doch schon eine Zeitschrift für Geocacher: das Geocaching Magazin. Wir wird sich Euer Heft davon unterscheiden? Was wird die Zielgruppe sein?

Es gibt natürlich schon ein sehr renomiertes Magazin, welches wir auch nach wie vor sehr gerne und auch regelmäßig lesen. Ich denke aber auch, dass frischer Wind nie verkehrt ist und Konkurrenz bekanntlich ja auch den Markt belebt. Unsere Zielgruppe sind in erster Linie die Geocacher. Dass es da auch mal Themen zu Regionen oder Orten geben wird, die auch schon ihren Platz im Geocaching – Magazin gefunden haben, auch das bleibt nicht aus. Wir versuchen aber dennoch eben auch andere Themen mit einzubinden, wie z.B. Escape – Room – Möglichkeiten, gerade auch die spielbaren von zuhause aus oder aber Berichte über Web – App – Anbieter. Wer weiß, vielleicht werden auch mal ein zwei Seiten zu Pokemon GO zu finden sein. Das halten wir uns offen.

Die erste Ausgabe ist ja jetzt schon fertig erstellt. Mit welchen Themen wollt Ihr Eure Leser begeistern? Das Magazin heißt vollständig „Rucksackabenteuer – Das Geocaching / Outdoor – Magazin“. Auf welche Outdoor-Themen, die nichts mit Geocaching zu tun haben, dürfen sich Eure Leser freuen?

In der ersten Ausgabe haben einige spannende Themen ihren Platz gefunden. Es wird einen Bericht über die Landeshauptstadt Schwerin geben, die EXIT – Spiele werden vorgestellt und getestet, ein Bericht über die Sächsische Schweiz, über ein Bützchenevent und einen Web – App – Anbieter wird ebenfalls ein Teil der ersten Ausgabe sein. Des Weiteren hat Dietrich Limper, ein freier Autor aus dem Süden Deutschlands, ein Tutorial zu Geocaching – Apps geschrieben und die Muggelschubser, ein Ownerteam aus Hessen, stellt sich vor.

Soweit ich Eure Berichterstattung bisher verfolgt habe, habt Ihr Euch bewußt für eine Print-Ausgabe und nicht für eine digitale Version entschieden. Was war der Grund hierfür?

Mehrere Umfragen haben diese Entscheidung einfach untermauert. Unsere Tendenz ging schon in diese Richtung, aber wir wollten da auch einfach mal die Meinung der Community erfragen. Andererseits sehe ich das auch ein wenig kritisch bei Onlinezeitschriften, auch wenn es aus ökologischer Sicht sicher angenehmer wäre. Die Gefahr, dass ein Magazin dann schneller herumgereicht wird, ist bei dieser Variante deutlich höher.

Üblicherweise finanzieren sich Zeitschriften zumindest zum Teil über den Verkauf von Werbung? Wie ist bisher die Resonanz und welche bekannte Werbepartner habt Ihr schon gefunden?

Die erste Ausgabe ist komplett aus Eigenmitteln finanziert worden. Werbepartner in dem Sinne konnten wir mit dem LaserLogoShop und Cacher.Cafè gewinnen. Von beiden Shops wurden uns tolle Pakete zur Verfügung gestellt, welche wir via Gewinnspiel an die Leser generieren werden, um uns dadurch ein Feedback einzuholen. Da werden wir auch einige Rückmeldungen in der 2. Ausgabe veröffentlichen. Wir wünschen uns natürlich auch ein wenig Kritik, denn nur daran kann man wachsen und Dinge optimieren. Wir hoffen und wünschen uns aber dennoch sehr, dass wir den Großteil der Leser überzeugen können und man uns treu bleibt :)

Soweit ich gelesen habe, soll die erste Ausgabe in einer Auflage von 750 Magazinen erscheinen und nie mehr als 1000 Exemplare umfassen. Wie seid Ihr auf diese Zahlen gekommen?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Wir möchten den Kleinunternehmerstatus nicht verlassen und sehen uns eher als eine Ergänzung als Konkurrenz. Wenn wir 1.000 Exemplare verkaufen können, dann freut uns das schon ungemein!

Um die Zeitschrift verkaufen zu können, müsst ihr doch sicher viele Geocacher erreichen. Wie schaut Euer Werbekonzept aus?

Ich denke ein kleiner Vorteil ist es sicher auch gewesen, dass wir Beide sehr aktiv sind und über unsere social – media – channels schon viele Gleichgesinnte erreichen konnten. Ansonsten haben wir Werbung über die bekannten FB – Gruppen gemacht oder es wurde in Podcasts über das Magazin berichtet. Es wird demnächst noch einen Newsletter von Seiten des HQs zum Magazin geben, was sicher auch noch einmal sehr gute Werbung sein wird. Ansonsten spricht es sich ja auch schnell in der Szene rum. Werbekampagnen wird es in der Zununft aber sicher noch geben.

Wie viele Seiten hat Eure erste Ausgabe? Wie ist in der aktuellen Ausgabe das Verhältnis zwischen Information und Werbung?

Uns ist es wichtig die Leser mit tollen Beiträgen und Informationen zu fesseln und haben nur wenig Werbung in das Magazin mit eingebunden. Die Seitenanzahl der ersten Ausgabe ist auf 60 Seiten festgesetzt. Das ist für uns tragbar gewesen, da wir ja alles aus Eigenmitteln finanziert haben und auch keine Vorstellung hatten, wie das Ganze angenommen werden wird und ob überhaupt Leute bestellen. Es kann aber auch sein, dass in der nächsten Ausgabe dann z.B. 64 oder gar mehr Seiten zu finden sein werden. Wir sind einfach gespannt wie sich dieses sehr große Projekt entwickeln wird und welche Möglichkeiten sich uns da noch offenbaren werden.

Gibt es zu Eurem Magazin schon eine Facebookseite und wenn ja, bekommt Ihr schon Feedback von den Nutzern von Rucksackabenteuer? Was sind so die typischen Fragen und Anliegen?

Eine FB – Seite gibt es aktuell noch nicht. Vieles teilen wir über unseren Instagram – Kanal bzw. haben Interessenten via Newsletter generiert. Für diesen konnte man sich vor einigen Wochen anmelden. Bisher gab es viele postive Rückmeldungen, also das sich auf das Magazin gefreut wird, man uns ganz viel Glück damit wünscht oder aber es sehr schätzt, dass wir dieses Wagnis eingehen. Die häufigste Frage war tatsächlich: Wird es auch die Möglichkeit eines Abonnements geben!?

Plant Ihr die Leser des Heftes irgendwie mit einzubinden? Wird es Leserbriefe oder sogar Artikel der Leser geben?

Wir würden gern in der 2. Ausgabe einige Rückmeldungen der Leser veröffentlichen, die am Gewinnspiel teilgenommen haben. Es gibt auch eine Idee, Leser aktiv mit einzubinden, aber dazu möchte ich mich noch nicht äußern!

Nun noch zu Euch – ganz kurz, wie seid Ihr zum Geocaching gekommen und was macht ihr so, wenn Ihr nicht gerade eine Dose sucht?

Wir sind Beide seit Anfang 2018 Geocacher, also noch gar nicht solange mit dabei, aber dennoch von Anfang an sehr aktiv! Angefangen hat es durch einen Arbeitskollegen, der mir immer wieder von der Dosensuche im Wald erzählt hat, was ich am Anfang doch immer wieder sehr belächelt habe! Im Urlaub an der Ostsee haben wir es dann doch einmal ausprobiert und in den darauffolgenden Tagen gefühlt die ganze Küste leergecacht :)

Ansonsten machen wir Beide wohl die üblichen Dinge. Wir reisen sehr gerne, spielen oft Escape – Room – Games und sind gerne und viel mit unseren Freunden zusammen.

Habt Ihr noch einen Schlusssatz für mich? Etwas, was ihr den Lesern mit auf den Weg geben wollt?

In erster Linie möchten wir uns bei den Lesern bedanken, für dieses große Vertrauen, welches uns entgegengebracht worden ist. Das wissen wir sehr zu schätzen. Für ein Magazin, welches neu auf dem Markt ist, die Themen zwar bekannt sind, aber man noch nie drin gelesen hat, dann doch nach so kurzer Zeit sagen zu können, dass fast 700 Exemplare bereits verkauft worden sind, das freut uns ungemein und damit hätten wir auch nie gerechnet! Natürlich danken wir auch dir für diese Möglichkeit, in deinem Blog einen Platz zu finden.

 

Links

Hier noch ein paar nützliche Links zum Thema:

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Wie hat Euch diese Magazin-Vorstellung und das Interview gefallen? Wäre das neue Magazin auch etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Schade, dass es GoCacher nicht mehr gibt, war eigentlich immer eine gute News-Quelle gewesen.

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