CIGMAN CNVPRO Nachtsichtfernglas – Mein Test

Bist du bereit für die nächste Nachtwanderung? Ich habe das neue CIGMAN CNVPRO Nachtsichtgerät für dich unter extremen Bedingungen getestet – vom dunklen Weinkeller bis zum Einsatz auf dem Feld. Erfahre in meinem ehrlichen Testbericht, warum 4K-Videos und Starlight-Sensoren auf dem Papier super klingen, in der Geocaching-Praxis aber ganz eigene Tücken haben.

Lies jetzt weiter und finde heraus, ob dieses Gadget dein ultimatives Tool für Nachtcaches wird oder ob du dein Geld lieber anderweitig investieren solltest!

 

 

Die Vorgeschichte meines Tests

Es passiert nicht alle Tage, dass die Marketingabteilung eines Herstellers direkt auf meinen Blog aufmerksam wird. Vor kurzem kontaktierte mich Wency von CIGMAN, da ihnen meine Beiträge zum Thema Geocaching aufgefallen waren. Die Anfrage war konkret: Ob ich Lust hätte, das neue CNVPRO Nachtsichtgerät auf Herz und Nieren zu prüfen.

Laut Marketing ist das CNVPRO ein robustes High-Spec-Tool, das als ideale Ergänzung für die Ausrüstung eines Geocachers konzipiert wurde – besonders für die Herausforderungen bei anspruchsvollen Nachtcaches. Was ich an der Kommunikation besonders spannend fand, war ein offener Einblick in die technische Entwicklung: Ursprünglich versuchte das Team, das Gerät mit einem Vollfarbsensor ohne Infrarot-Unterstützung zu bauen. In der Forschungs- und Entwicklungsphase stieß dieser Chip jedoch an eine thermische Grenze – er wurde im Betrieb schlichtweg zu heiß.

Dieser ehrliche Blick hinter die Kulissen der Produktentstehung ist selten und macht das Gerät für mich technisch interessanter, da es zeigt, dass hier aktiv an Lösungen gefeilt wurde.

Da ich immer auf der Suche nach spannendem Equipment für uns Cacher bin, sagte ich dem Test zu. Das Gerät wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und erreichte mich innerhalb weniger Tage direkt aus einem Amazon-Lager. Die Lieferung war für mich unkompliziert, kostenfrei und ohne jegliche Zollgebühren.

 

Das CIGMAN CNVPRO Nachtsichtfernglas

Zu Beginn konzentriere ich mich voll und ganz auf das Unpacking, also das erste Auspacken und den Lieferumfang.

Wenn ich ein neues Gadget bestelle, ist mir der Schutz beim Versand besonders wichtig.

Das Unpacking des CNVPRO

Das Nachtsichtgerät steckt hier direkt in einer stabilen Verpackung aus einem kräftigen Schaumstoff. Sein Material erinnert mich sofort an die robusten Thermoboxen vom Lieferdienst. Dieser Schaumstoff ist toll, weil er Stöße perfekt abfedert und die empfindliche Optik im Inneren sicher umschließt.

Bevor ich aber tief in den Karton geschaut habe, fiel mir ein eleganter Umschlag ins Auge, der direkt oben auf der Schaumstoffverpackung liegt.

Darin befinden sich mehrere rechteckige Karten.

Eine davon ist besonders praktisch: Sie zeigt eine Übersicht des Geräts, auf der alle Bedienelemente markiert sind. So weiß ich sofort, welcher Knopf für das Infrarotlicht oder den Zoom zuständig ist, ohne lange suchen zu müssen. Auf den anderen Karten präsentiert der Hersteller stolz die Preise, die das Design des Nachtsichtgeräts bereits gewonnen hat. Das macht direkt Lust darauf, das Teil in die Hand zu nehmen.

Natürlich darf eine Bedienungsanleitung nicht fehlen. Diese ist in fünf Sprachen verfasst, was schon mal sehr nutzerfreundlich ist. Was mir besonders gut gefällt, ist der englische Teil am Anfang: Er ist komplett in Farbe gedruckt und mit hochwertigen Hochglanzfotos versehen.

Im Inneren findet man zwei kleine Schachteln entdeckt, die das Zubehör enthalten. In der ersten Box befindet sich ein Schultergurt. Den kannst du direkt am Nachtsichtgerät befestigen. Das ist beim Cachen extrem viel wert, weil wir oft beide Hände brauchen, um uns im Unterholz festzuhalten oder den GPS-Empfänger zu bedienen. So baumelt das Gerät sicher vor der Brust und ist jederzeit griffbereit.

Die zweite kleine Box ist vollgepackt mit nützlichen Extras. Ich habe darin ein modernes USB-C-Kabel gefunden, mit dem du das Gerät laden oder die Daten auf deinen Computer übertragen kannst. Außerdem liegt ein Karabiner mit einem integrierten Kompass bei – ein nettes Gimmick, das in keiner Geocaching-Ausrüstung fehlen sollte.

Ein passendes Putztuch für den Bildschirm ist ebenfalls dabei, damit du Fingerabdrücke nach einer spannenden Tour direkt wieder wegwischen kannst. Besonders gefreut habe ich mich über die beiliegende MicroSD-Speicherkarte. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, bedeutet für dich aber: Auspacken, Karte rein und direkt das erste Video im dunklen Wald aufnehmen.

Bei mir lag eine 64 GB A1 V30 Speicherkarte bei. Die laut Webseite zum Lieferumfang gehörende Stofftasche und die tragbare Tasche lagen in meiner Verpackung nicht bei. Dafür ist die Micro-SD-Karte mit 64 GB doppelt so groß wie auf der Webseite angegeben.

Die technischen Daten

Ich habe mir die Spezifikationen aus dem Handbuch und von der Webseite für dich genau angesehen und die wichtigsten Punkte verständlich zusammengefasst.

  • Sony CMOS-Sensor in Starlight-Qualität für native 4K-Videos mit Ton und 52MP-Fotos
  • 3 Zoll großes Display zur Ansicht
  • 25mm Objektiv mit einer sehr lichtstarken F/0.8 Blende
  • 7-lagig beschichtete sphärische Glaslinsen zur Vermeidung von Blendung und Kratzern
  • Infrarot-Modus in 4 Stufen einstellbar
  • Funktionen für Videoaufnahme, Fotoaufnahme, Wiedergabe und Taschenlampe
  • Taschenlampe mit 1W Dauerlicht oder 0,5W Stroboskop-Modus
  • Display-Helligkeit in 8 Stufen regelbar
  • 8-facher digitaler Zoom
  • Benutzeroberfläche in 12 Sprachen wählbar
  • USB-C Anschluss zum Laden und für den Datentransfer
  • 9 Funktionstasten für die Bedienung
  • Maximale Speicherkapazität von 512GB (MicroSD-Karte im FAT32 Format)
  • Interner 5100mAh Lithium-Akku mit bis zu 18 Stunden Laufzeit
  • Betriebstemperatur von -20°C bis 65°C
  • Abmessungen von 151mm x 223mm x 70mm
  • Gewicht von 837g
  • IP54 Schutz gegen Wasser und Staub

Das Gehäuse

Nachdem wir das Auspacken erledigt haben, schaue ich mir heute mit dir gemeinsam das Gehäuse des Nachtsichtgeräts genauer an. Wenn ich mir die Oberseite anschaue, fallen mir sofort die Tasten auf. Es gibt sechs große und drei kleinere Knöpfe. Das ist eine ganze Menge, aber durch die Größe der Haupttasten findet man sich vermutlich auch bei Dunkelheit oder mit dünnen Handschuhen zurecht.

Spannend wird es auf der Vorderseite, wo die eigentliche Technik sitzt. Links befindet sich die Optik mit dem fest verbauten Objektiv. Oben sitzt eine kleine Lampe und rechts der Infrarotscheinwerfer, der leicht grünlich schimmert. Falls du dich fragst, wofür man das braucht: Ein Nachtsichtgerät arbeitet oft mit Infrarotlicht, das für das menschliche Auge fast unsichtbar ist, aber die Umgebung für den Sensor des Geräts hell erleuchtet. Das Objektiv selbst hat einen manuellen Fokus. Das bedeutet, du musst wie bei einer alten Kamera am Ring drehen, um das Bild scharfzustellen. Das erfordert ein bisschen Fingerspitzengefühl, ermöglicht dir aber, das Bild genau auf die Entfernung deines Ziels anzupassen.

Eine clevere Lösung hat sich der Hersteller für den Infrarotscheinwerfer einfallen lassen. Hier gibt es eine Abdeckung, die wie ein Filter funktioniert. Das ist besonders im Nahbereich wichtig, damit das Bild nicht überbelichtet wird. Ohne diesen Filter wäre das Licht auf kurze Distanz oft viel zu stark, und du würdest auf dem Display nur eine weiße Fläche sehen.

Dreht man das Gerät um, findet man auf der Unterseite eine Temperaturanzeige und eine Aufnahmeöffnung für eine Stativschraube. Das ist ein Standardgewinde, wie man es von Kameras kennt.

An der Seite gibt es eine Gummiabdeckung, die die Anschlüsse vor Schmutz und Feuchtigkeit schützt. Man braucht schon ein wenig Kraft, um sie aufzuhebeln, aber das gibt mir ein gutes Gefühl für die Dichtigkeit im Wald.

Dahinter verbergen sich der USB-C-Anschluss und der Steckplatz für die MicroSD-Karte. Über diesen USB-C-Port wird auch der fest verbaute Akku geladen.

Eine kleine LED zeigt dir dabei praktischerweise den Ladestatus an, damit du genau weißt, wann der Energiespeicher wieder voll für die nächste Nachtrunde ist.

Die Kombination aus integriertem Akku und modernem Anschluss spart uns das Hantieren mit Batterien, was ich persönlich sehr zeitgemäß finde.

Der Bildschirm und die Bedienung

Nachdem wir das Äußere und die Technik besprochen haben, schauen wir uns nun die Rückseite an. Hier fällt sofort der umlaufende Lichtschutz auf, der mich optisch an eine Taucherbrille erinnert. Diese Gummierung ist richtig praktisch, weil sie dein Gesicht abschirmt und verhindert, dass Licht vom Monitor nach außen dringt. Hinter diesem Schutz sitzt ein 3 Zoll großer Monitor, der zusätzlich durch eine vergrößernde Glasscheibe geschützt wird. Diese Scheibe wirkt wie eine Lupe und sorgt dafür, dass das Bild für deine Augen angenehm groß erscheint.

 

Um das Gerät zu starten, drückst du einfach etwas länger auf den Einschaltknopf. Sobald der Bildschirm hell wird, siehst du alle wichtigen Infos auf einen Blick: Den aktuellen Aufnahmemodus, das Datum samt Uhrzeit und den Batteriestand. Außerdem zeigt dir das Gerät an, wie viele Bilder noch auf die Speicherkarte passen und welche Zoom-Stufe gerade eingestellt ist. So hast du im Einsatz immer die volle Kontrolle über deine Kapazitäten.

Die Bedienung ist erfreulich unkompliziert. Wenn du kurz auf den Einschalter drückst, wechselst du schnell zwischen der Video- und der Fotofunktion hin und her. Das ist ideal, wenn es im Unterholz mal schnell gehen muss. Mit den großen Plus- und Minus-Tasten steuerst du den digitalen Zoom, der das Bild bis zu 8-fach vergrößert. Der OK-Knopf ist dann dein Auslöser: Ein Klick startet das Video oder schießt das Foto, je nachdem, in welchem Modus du dich gerade befindest.

Wenn du tiefer in die Konfiguration eintauchen willst, bringt dich ein Druck auf die Taste M direkt ins Einstellungsmenü.

Dort findest du unter anderem die Option, das Nachtsichtgerät mit einer Smartphone-App zu verbinden. Ein kleiner Tipp am Rande: Um den Akku zu schonen, schaltet sich das Wifi nach jedem Neustart des Geräts automatisch aus. Wenn du die Verbindung nutzen möchtest, musst du sie also kurz manuell aktivieren.

Sobald das Wifi aktiv ist, erscheint ein QR-Code auf dem Display. Wenn du diesen mit deinem Handy scanst, wirst du direkt zum Download der App namens Viidure weitergeleitet. Meinem Eindruck nach handelt es sich dabei um eine angepasste Dashcam-App, die aber ihren Zweck voll erfüllt. Über diese Anwendung kannst du das Nachtsichtgerät komplett fernsteuern und Aufnahmen auslösen. Das ist besonders spannend, wenn du das Gerät auf ein Stativ stellst und aus einiger Entfernung beobachten möchtest, ohne direkt daneben zu stehen.

Besonders bequem finde ich die Übertragungsfunktion der App. Du kannst deine aufgenommenen Bilder und Videos direkt vom Nachtsichtgerät auf die Fotoverwaltung deines Smartphones laden. So kannst du deine Entdeckungen sofort mit deinen Cache-Partnern teilen oder online stellen, ohne erst zu Hause die Speicherkarte am PC auslesen zu müssen.

Das spart Zeit und macht die Dokumentation deiner nächtlichen Abenteuer viel flexibler.

 

Mein Test

Nachdem ich die Theorie und die App-Anbindung geprüft habe, geht es jetzt endlich an den praktischen Teil. Ich wollte wissen, wie sich das CIGMAN CNVPRO im Einsatz schlägt. Zuerst habe ich das betriebsbereite Gerät auf die Waage gelegt. Mit 962 Gramm ist es etwas schwerer als die Werksangabe.

Mein erster Test startete bei Tageslicht mit meinen Aufbewahrungsboxen. Nachdem ich den manuellen Fokus passend gedreht hatte, war das Bild ohne Zoom angenehm scharf.

Doch sobald ich die Zoom-Tasten nutzte, um einen Barcode aus der Nähe zu betrachten, zeigte sich die Schwäche des digitalen Zooms. Im Gegensatz zu einem optischen Zoom, bei dem sich die Linsen im Inneren bewegen, wird beim digitalen Zoom das vorhandene Bild einfach nur elektronisch aufgepustet. Das führt leider dazu, dass die Qualität sichtbar schlechter wird und Texte kaum noch lesbar sind.

Zudem ist es im maximalen 8-fachen Zoom fast unmöglich, ohne Stativ ein unverwackeltes Bild hinzubekommen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei meiner Wanduhr im Wohnzimmer.

Ohne Zoom ist alles bestens, mit Zoom taugt das Ergebnis für Dokumentationszwecke kaum noch.

Richtig spannend wurde es dann im dunklen Keller. Ich habe das Licht komplett ausgeschaltet, um die Infrarot-Anzeige zu testen. Das Ergebnis war beeindruckend: Ohne Zoom konnte ich in absoluter Finsternis die Beschriftung einer Weinflasche problemlos lesen. Hier spielt das Gerät seine Stärken voll aus, da der Sensor das unsichtbare Infrarotlicht nutzt, um die Umgebung für das menschliche Auge auf dem Monitor sichtbar zu machen.

Für den finalen Outdoor-Test bin ich nach Sonnenuntergang auf ein Feld bei mir um die Ecke gegangen. Eine wichtige Erkenntnis direkt vorweg: Sicher laufen kannst du mit dem Gerät vor den Augen nicht. Die minimale Vergrößerung ist bereits zu stark, um den Boden unmittelbar vor deinen Füßen im Blick zu behalten. Du würdest über jede Wurzel stolpern.

Auf Distanz funktioniert die Nachtsicht dagegen sehr gut und ich konnte weit in die Dunkelheit blicken.

Etwas nervig fand ich allerdings die Handhabung des manuellen Fokus im Gelände. Bei meinem Testgerät drehte sich der Gummiring um das Objektiv sogar über den eigentlichen Endpunkt hinaus, was das Scharfstellen fummelig macht.

Ein echtes Highlight für uns Geocacher ist jedoch der Infrarotscheinwerfer. Er hat eine beachtliche Reichweite und das Beste ist: Die typischen Reflektoren, die wir bei Nachtcaches suchen, werfen das Infrarotlicht perfekt zurück.

Insgesamt ist das Gerät also ein mächtiges Werkzeug für die Ferne, erfordert aber beim Laufen und beim Scharfstellen etwas Geduld.

 

Der Preis für das CIGMAN CNVPRO Nachtsichtfernglas

Aktuell ist das Gerät im offiziellen Shop des Herstellers für 190,95 Euro gelistet, wobei der Versand für dich kostenfrei ist.

Besonders spannend wird es aber mit einem aktuellen Rabattcode. Wenn du den Code CNV2026 bei deiner Bestellung nutzt, sinkt der Preis deutlich auf 162,31 Euro. Das klingt erst einmal nach einem super Schnäppchen. Allerdings gibt es eine kleine Besonderheit beim Bezahlvorgang: In meinem Test wurde automatisch eine Versandversicherung namens Seel’s für 4,95 Euro hinzugefügt. Ich habe versucht, diese Option aus dem Warenkorb zu löschen, aber das war leider nicht möglich. Damit landest du am Ende bei einem Gesamtpreis von 167,26 Euro inklusive Versand und Versicherung.

Zum Vergleich habe ich auch bei Amazon (Provisionslink) vorbeigeschaut, da viele von uns dort gerne wegen der schnellen Abwicklung bestellen. Dort wird das Nachtsichtgerät momentan allerdings für stolze 239,99 Euro angeboten.

 

Transparenzhinweis

Das CIGMAN CNVPRO Nachtsichtgerät wurde mir vom Hersteller für diesen Test kostenfrei überlassen und wandert danach fest in meine Cache-Ausrüstung. Aber keine Sorge: Wer meinen Blog liest, weiß, dass ein Gratis-Gadget bei mir noch lange kein „Favoriten-Badge“ bekommt. Meine Reviews bleiben wie gewohnt ehrlich, unabhängig und knallhart praxisorientiert. Ob beim Nachtcache im tiefen Forst oder auf Lost-Place-Tour – das Teil muss sich im Feld beweisen, nicht auf dem Papier.

 

Mein Fazit

Nachdem ich das CIGMAN CNVPRO nun ausführlich in verschiedenen Situationen getestet habe, komme ich zu meinem ganz persönlichen Fazit. Um ehrlich zu sein, kann ich für uns Geocacher keinen wirklichen Nutzen erkennen, der den doch recht hohen Preis rechtfertigen würde – egal ob du nun einen spannenden Nachtcache planst oder einen verlassenen Lost Place erkunden möchtest.

Ein großer Kritikpunkt für mich ist die optische Leistung. Da das Gerät lediglich über einen digitalen Zoom verfügt, ist es in meinen Augen kein echtes Fernglas-Ersatz. Du musst dir das so vorstellen: Ein optischer Zoom vergrößert wie eine Lupe ohne Qualitätsverlust, während ein digitaler Zoom das Bild nur künstlich aufbläht. Das führt dazu, dass die Qualität der Anzeige und der aufgenommenen Bilder massiv abnimmt, je mehr du heranzoomst. Alles wird pixelig und unscharf. Zudem hat mich der manuelle Fokus im Feld recht schnell genervt. Es dauert einfach zu lange, bis man das Bild scharf gestellt hat, wenn man mal eben schnell etwas entdecken will.

Ein weiteres Problem für die Praxis im Wald ist die Zoom-Untergrenze. Das Bild ist schon in der Standardeinstellung so stark vergrößert, dass es unmöglich ist, mit dem Gerät vor den Augen vernünftig zu laufen. Man verliert völlig das Gefühl für den Boden unter den Füßen und sieht nicht, wo man hintritt. Das macht es für die aktive Suche nach Dosen oder Reflektoren eher hinderlich als nützlich.

Am Ende des Tages muss ich für mich feststellen: Ich brauche dieses Nachtsichtgerät nicht wirklich. Es bietet mir keinen echten Mehrwert für mein Hobby, der das zusätzliche Gewicht und die Kosten aufwiegt. Aus diesem Grund wird es auch keinen festen Platz in meinem Rucksack für die tägliche Ausrüstung finden. Für spezielle Beobachtungen mag es seine Daseinsberechtigung haben, aber für den klassischen Geocaching-Alltag ist es meiner Meinung nach nicht die richtige Wahl.

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Wie schätzt ihr das CIGMAN CNVPRO ein: Bereicherung für die Lost-Place- oder Nachtcache-Ausrüstung oder eher ein nettes Spielzeug? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken direkt unter diesem Beitrag. Ich freue mich auf einen regen Austausch mit euch!

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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