Project Augusta Treverorum – Nützliche Infos und kein Interview

Praktische Infos zum Eventgelände und ein gut beschriebener Panoramaweg in die Innenstadt – wer das Event besucht und dabei auch etwas von Trier mitnehmen möchte, findet hier einen guten Ausgangspunkt.

Blick in das Lottoforum auf dem Petrisberg in Trier – Veranstaltungsort für Project Augusta Treverorum

Die Stadt hat mehr zu bieten als die meisten Besucher erwarten: römische Bauwerke, die seit fast 2.000 Jahren stehen, eine Altstadt mit UNESCO-Welterbe-Status und Sehenswürdigkeiten wie die Porta Nigra, das Amphitheater oder die Konstantin-Basilika, die sich in der Innenstadt entdecken lassen.

 

 

Kein Interview mit dem Orga-Team

Gerne hätte ich auch ein Interview mit dem Organisationsteam des Mega-Events „Project Augusta Treverorum“ geführt. Meine Anfrage wurde jedoch mit dem folgenden Hinweis beantwortet:

Wir haben deine Anfrage im Team besprochen und uns dazu entschieden, in diesem Jahr keine Interviews zu geben. […]” Unser Event lebt vom ‚Erleben vor Ort‘.

Das ist natürlich schade. Da ich aber öfter mal in Trier bin, habe ich beim letzten Mal die Gelegenheit genutzt, um mich auf dem Eventgelände umzuschauen und für euch ein paar nützliche Informationen über diese Veranstaltung und Trier zusammenzutragen.

 

Lage und Erreichbarkeit

Das Hauptevent sowie fast alle Nebenevents des Mega-Events Project Augusta Treverorum finden auf dem Gelände der Landesgartenschau 2004 auf dem geschichtsträchtigen Petrisberg statt. Einzig für das erste Vorevent sowie viele der exklusiv buchbaren Führungen solltest du dich in die historische Innenstadt begeben.

Wo einst militärische Anlagen der Wehrmacht und später die französische Kaserne Belvédère das Bild prägten, ist nach dem Abzug der Garnison im Jahr 1999 ein moderner Wissenschaftspark und ein weitläufiges Naherholungsgebiet entstanden. Diese Umwandlung der ehemaligen Konversionsflächen gilt als eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte Triers, wodurch du heute zwischen eleganten Wasserbändern, abwechslungsreichen Themengärten und weitläufigen Spielbereichen flanieren kannst.

Das Gelände liegt Luftlinie etwa 2,5 Kilometer vom Hauptmarkt entfernt und thront stolze 110 Höhenmeter über dem Tal, was dir von den markanten Aussichtspunkten im Weinberg einen spektakulären Blick über die römischen Denkmäler der Stadt ermöglicht. Du erreichst diesen grünen Logenplatz sehr gut mit dem Bus der Linie 88, welcher am Hauptbahnhof oder am Stadtwerke-Zentrum samstags im Halbstunden-Takt abfährt. Die ideale Ausstiegsstelle für den Eventbesuch ist die Haltestelle Behringstraße.

Von dort aus führen dich nur wenige hundert Meter Fußweg direkt zum Lottoforum, wo das pulsierende Hauptevent auf dich wartet.

 

Impressionen vom Eventgelände

Um mich auf dem Eventgelände umzuschauen, steige ich an den Stadtwerken in den Bus der Linie 88, der mich auf das Plateau vom Petrisberg hinauf fährt. Da ich mich auch im Wissenschaftspark umschauen möchte, steige ich an der gleichnamigen Haltestelle aus und laufe von dort direkt zum markanten Wasserband, das als zentrales Gestaltungselement die Architektur der Moderne mit der Natur verbindet.

Das architektonische Wasserband im Wissenschaftspark auf dem Petrisberg in Trier

Über einen breiten Fußweg schlendere ich durch die moderne Wohnsiedlung, die auf dem ehemaligen Gelände der französischen Kaserne Belvédère entstanden ist.

Moderne Architektur der Wohnsiedlung auf dem ehemaligen Kasernengelände Belvédère in Trier

Nach einiger Zeit biege ich rechts ab und gelange so in den Park, der für die Landesgartenschau 2004 angelegt wurde und heute als eines der wichtigsten Naherholungsgebiete Triers gilt.

Parkanlagen der ehemaligen Landesgartenschau 2004 auf dem Trierer Petrisberg

Hier halte ich mich links und entdecke schon von weitem den Turm Luxemburg, auf den ich nun zielstrebig zulaufe. Dieses architektonische Highlight wurde als Beitrag des Großherzogtums Luxemburg zur Landesgartenschau errichtet und symbolisiert als stählerne Skulptur die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Region.

Der markante Turm Luxemburg als Aussichtsplattform auf dem Petrisberg in Trier

Der Turm Luxemburg fungiert heute als beliebter Aussichtsturm, um den Blick weit über das Moseltal schweifen zu lassen. Das markante Design der Konstruktion erinnert mich irgendwie an das Raumschiff von Boba Fett aus Star Wars, das scherzhaft auch als fliegendes Bügeleisen bezeichnet wird.

Nahaufnahme der rostfarbenen Stahlkonstruktion des Turms Luxemburg

Gleich gegenüber vom Turm befindet sich der Pizza Club, in dem das Vorevent Panem et Circenses sowie das Nachevent Eventus Nudulorum stattfinden werden. Direkt gegenüber dem Haupteingang entdecke ich zudem einen großen Biergarten, der sicherlich ein beliebter Treffpunkt für die Community sein wird.

Biergarten auf dem Petrisberg Trier in der Nähe des Veranstaltungsortes

Von dort sind es nur wenige Schritte bis zu diesem großen runden Gebäude, an dessen Rückseite zunächst gar nicht zu erkennen ist, um was es sich eigentlich genau handelt.

Rückansicht des runden Lottoforums auf dem Petrisberg in Trier

Ich gehe hinein und erkenne sofort, dass es sich um ein großes offenes und überdachtes Theater, das sogenannte Lottoforum, handelt. In dieser beeindruckenden Arena wird das Hauptevent stattfinden und Platz für zahlreiche Geocacher bieten.

Innenansicht der Arena des Lottoforums auf dem Petrisberg

Danach gehe ich hinunter und schaue mir das Theater in Ruhe von vorne an. Während ich die steinernen Ränge betrachte, denke ich mir, dass ich auf jeden Fall mein Sitzkissen mitbringen werde, damit ich später nicht direkt auf den kalten Steinen sitzen muss.

Steinerne Zuschauerränge im Lottoforum Trier – Veranstaltungsort für Geocaching-Events

Ich verlasse das Lottoforum durch die große Öffnung und stehe wieder mitten im Park. Auf diesen Grünflächen wird am Sonntag das abschließende CITO stattfinden, um gemeinsam für Ordnung auf dem Gelände zu sorgen.

Grünflächen im Petrisberg-Park Trier für das geplante CITO-Event

Im Park befindet sich außerdem ein großer Spielplatz, der mit seinen vielfältigen Klettermöglichkeiten vor allem die jüngeren Besucher ansprechen wird. Für das Orgateam ergeben sich in diesem abwechslungsreichen Areal unzählige Möglichkeiten, um kleine und große Dosen kreativ zu verstecken.

Großer Abenteuerspielplatz auf dem Eventgelände Project Augusta Treverorum in Trier

Ich blicke mich noch einmal um und denke voller Vorfreude, dass es uns auf diesem weitläufigen Eventgelände garantiert nicht langweilig werden wird.

 

Meine Empfehlung: Ein Panorama-Spaziergang in die Innenstadt

Falls ihr Spaß an einer kleinen Wanderung habt und euer Auto nicht mit auf den Petrisberg genommen habt, so empfehle ich euch diesen Panorama-Spaziergang zurück in die Trierer Innenstadt. Die Tour hat eine Länge von 4,7 Kilometern, auf der nur 20 Höhenmeter im Aufstieg, dafür aber entspannte 130 Höhenmeter im Abstieg bewältigt werden müssen. Ihr findet meine Route für die einfache Navigation unten in der interaktiven Karte und in meinem Komoot verlinkt.

Ich starte meine Erkundung direkt am Lottoforum und laufe zunächst durch den weitläufigen Park, während ich nebenbei die Augen nach dem Tradi „#3107 Nicht nur Harry Potter…“ offenhalte. Ich verlasse das gepflegte Gelände schließlich durch ein Drehkreuz, welches als Einbahnstraße fungiert und mich sicher nach draußen, aber eben nicht mehr zurück auf das Eventareal führt. Danach folge ich dem asphaltierten Wirtschaftsweg bis zur nächsten Kreuzung und biege dort links ein. Wegen der offenen Wiesenlandschaft auf dem Hochplateau bekomme ich bereits hier tolle Ausblicke auf die umliegenden Ortsteile von Trier geboten.

Asphaltierter Wanderweg auf dem Hochplateau des Petrisbergs in Trier

Dann drehe ich mich kurz um und blicke zurück auf den Park, wobei der Turm Luxemburg auch aus der Ferne sofort ins Auge sticht. Diese markante, rostrote Stahlskulptur des Architekten François Valentiny war ein Geschenk des Nachbarlandes zur Landesgartenschau 2004 und dient heute als begehbares Kunstwerk und Aussichtsplattform.

Blick zurück auf den Turm Luxemburg vom Panoramaweg aus

Ich laufe am unteren Rand eines Wingerts vorbei und sehe direkt vor mir die Rebenreihen, durch die ich gleich spazieren werde.

Wanderweg entlang der Weinberge am Petrisberg in Trier

An der zweiten Kreuzung biege ich links ab und folge nun dem geschotterten Fahrweg tiefer in die Kulturlandschaft hinein.

Geschotterter Fahrweg durch die Kulturlandschaft der Trierer Weinberge

Auf dem kompletten Wegabschnitt genieße ich durchgehend einen traumhaften Panorama-Blick über die umliegenden Hügel.

Panorama-Aussicht auf die Hügellandschaft rund um die Stadt Trier

An der Stelle, wo der Weg eine markante Kurve beschreibt, stoße ich auf eine geologische Informationstafel, die zur „Trierer Talweite“ informiert. Dort kann ich ganz leicht die Fragen für den gleichnamigen Earthcache beantworten, der sich mit der Entstehung des Tals und den verschiedenen Gesteinsschichten aus der Devon-Zeit und dem Buntsandstein befasst.

Geologische Informationstafel zum Earthcache Trierer Talweite

Diese Stelle empfinde ich als besonders idyllisch und beim Blick zurück entdecke ich ein charmantes, kleines Weinberghäuschen am Hang.

Ein kleines, charmantes Weinberghäuschen am Hang des Petrisbergs

Dann geht mein geschotterter Pfad in einen asphaltierten Weg über und ich passiere ein weiteres Häuschen, das sich perfekt für eine kurze Rast anbietet.

Rastmöglichkeit an einem kleinen Haus am asphaltierten Wanderweg in Trier

Nach der nächsten Kurve verändert sich die Kulisse schlagartig und die historische Altstadt von Trier rückt endlich voll in mein Blickfeld.

Blick vom Petrisberg auf die historische Altstadt von Trier

Kurz bevor ich die Straße erreiche, bietet sich mir dieser fantastische Blick von oben auf die gewaltige Konstantin-Basilika, die einst als Thronsaal Kaiser Konstantins diente, und den imposanten Trierer Dom St. Peter. Selbst das markante grüne Dach der Porta Nigra kann ich in der Ferne zwischen den Häuserzeilen ausmachen.

Aussicht auf die Konstantin-Basilika und den Trierer Dom von oben

Ich folge der Serpentinenstraße weiter nach unten und befinde mich nun unmittelbar oberhalb des römischen Amphitheaters. Die antike Arena, die einst über 18.000 Zuschauern Platz bot, ist heute Teil des UNESCO-Welterbes.

Blick in das antike römische Amphitheater in Trier von der Bergstraße aus

Als ich dem Rand näher komme, höre ich plötzlich metallische Kampfgeräusche aus der Tiefe heraufschallen. Ich bleibe stehen und beobachte fasziniert, wie zwei Gladiatoren in der Arena trainieren.

Gladiatoren-Training im römischen Amphitheater in Trier

Oberhalb des Amphitheaters biege ich schließlich in die Bergstraße und wenig später in die Schützenstraße ein, der ich folge, bis ich den Palastgarten direkt neben der Konstantin-Basilika erreiche.

Eingang zum Palastgarten in Trier bei der Konstantin-Basilika

Dort, im Schatten der antiken Mauern, geht mein toller Panoramaspaziergang nach knapp fünf Kilometern zu Ende.

 

Meine Empfehlung: Die historische Altstadt von Trier

Falls ihr Spaß an Sightseeing oder Weinkultur habt, so solltet ihr nicht eure komplette Zeit auf dem Petrisberg verbringen, sondern unbedingt auch einen Blick in die historische Altstadt von Trier werfen.

Die älteste Stadt Deutschlands beeindruckt mich immer wieder mit ihren monumentalen Bauwerken, die seit 1986 zum UNESCO-Welterbe zählen und die glanzvolle römische Vergangenheit lebendig halten. Euch detailliert vorzustellen, was ihr dort zwischen der Porta Nigra, den Kaiserthermen und dem Dom alles entdecken könnt, würde sicher diesen Beitrag sprengen. Daher lege ich euch meinen Artikel „2000 Jahre in 48 Stunden: Unterwegs in Deutschlands ältester Stadt“ ans Herz, der tiefer in die faszinierende Geschichte der Stadt eintaucht.

Die Porta Nigra in Trier – das römische Wahrzeichen und UNESCO-Welterbe

Mögt ihr Wein genau so sehr wie ich? Dann seid ihr am geschichtsträchtigen Hauptmarkt, der mit dem Marktkreuz aus dem Jahr 958 und der Petrusbrunnen-Statue als einer der schönsten Plätze Deutschlands gilt, genau richtig. Dort befindet sich vom 13. März bis zum 1. November 2026 ein Weinpavillon, der samstags von 10 Uhr bis 22 Uhr seine Pforten öffnet. Am Eventwochenende könnt ihr dort die exzellenten Weine vom Weingut Zilliken aus Nittel kennenlernen, welches für seine spritzigen Elbling-Weine von den Kalksteinhängen der Obermosel bekannt ist.

Der Weinpavillon auf dem Trierer Hauptmarkt vor historischer Kulisse

Kleiner Geheimtipp am Rande: Wer Lust auf Kultur und Genuss hat, kann für 27 € eine Weinprobe im ältesten Keller Deutschlands dazubuchen. Mein Ticket ist bereits reserviert! Kleiner Hinweis: Der Bestellvorgang direkt über die Orga ist aktuell noch etwas „Oldschool“ und erforderte bei mir einige Mails. Das geht bei anderen Mega-Events technisch zwar fixer, sollte euch aber nicht vom Wein abhalten!

Falls die vom Megaevent angebotenen Veranstaltungen schon ausgebucht sein sollten, lohnt sich für euch auch ein Blick auf die Webseite der Trierer Tourismus GmbH, wo ihr ebenfalls spannende Führungen durch die antiken Stätten oder thematische Stadtrundgänge buchen könnt.

 

Unterkünfte in Trier

Wenn ich mich nach einer passenden Bleibe umsehe und bei booking.com (Provisionslink) stöbere, stelle ich fest, dass für das Eventwochenende in Trier zwar noch einige Unterkünfte verfügbar sind, die Preise jedoch spürbar anziehen.

Da bei mir zum Glück schon relativ früh feststand, dass ich dieses Mega-Event unbedingt besuchen möchte, konnte ich mir rechtzeitig ein Zimmer in der Jugendherberge in Trier sichern, die direkt am Moselufer gelegen ist. Diese beliebte Unterkunft ist inzwischen zwar offiziell ausgebucht, doch solltet ihr kurzfristig noch eine Schlafmöglichkeit suchen, empfehle ich euch eine direkte telefonische Nachfrage vor Ort. Es kommt immer mal wieder vor, dass Buchungen storniert werden und so spontan doch noch ein Bett in der Nähe des Geschehens frei wird.

Nützliche Links zur Veranstaltung

 

Meine interaktive Karte von Trier

Auf der folgenden Karte habe ich euch alle wichtigen Sightseeingpunkte, die Bushaltestellen und andere nützliche Punkte sowie die Veranstaltungen des Megaevents „Project Augusta Treverorum“ eingezeichnet. Auch den Panorama-Spaziergang, den ich vom Eventgelände zurück in die Innenstadt gelaufen bin, findet ihr in der Karte.

Falls Euch die Route, Wegpunkte und Geocaches interessieren, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen. Die zugehörige Wanderung habe ich inzwischen in mein Komoot eingestellt.

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Ihr interessiert Euch für weitere Geocaching-Veranstaltungen? Dann werft doch mal einen Blick in den großen Geocaching-Eventkalender.

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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