Von Ehre, Regeln und Statistik: Meine Gedanken über Geocaching

Letztens gab es doch wieder etwas Aufruhr in der Geocaching-Blogosphäre: Eine T5-Paddelrunde wurde archiviert und in diesem Zusammenhang die „Kreativlogger“ verteufelt. Sogar das Ende von Geocaching wurde befürchtet …

Ich habe mir mal die Mühe gemacht verschiedene Posts auf Facebook und anderen Webseiten zu lesen und mir meinen eigenen Standpunkt zu diesem Thema erarbeitet.

 

 

Was war passiert?

Am 13. Dezember hat geoclimbing.de auf Facebook über „Hohe Wellen auf dem Neckar“ und „Kreativlogger erreichen neues Niveau“ berichtet. Im Beitrag geht es um eine süddeutsche T5-Paddelrunde (https://coord.info/GC80X56), die scheinbar von einer Gruppe von Geocacher zu Unrecht geloggt worden war:

Von bekannten Kreativloggern, etwa aus Coburg und Stuttgart, wird demnach die gesamte Runde vom Schreibtisch aus per frei erfundenem Log-Märchen (inklusive Bilder) geloggt, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein. Neu ist, dass es nicht einmal mehr einen Logbucheintrag gibt, was früher ein Teammitglied per Sammel-Aufkleber/-eintrag erledigte. Trotzdem werden die Online-Logs nicht gelöscht, da es wohl mit dem Owner (in diesem Fall ImtWa) Absprachen gibt.

Weiter geht es dann mit einem „Lob“ für die schwäbischen Geocacher, die alles genau analysiert und dokumentiert haben:

Neu ist auch, dass die Kreativlogger wohl nicht mit der Akribie der Schwaben gerechnet haben. Offensichtlich sind alle Absprachen, beteiligte Personen, Vorgänge und Tricks bis ins Detail aufgezeichnet und belegt.

Und weiter unten im Beitrag steht dann noch zu lesen:

Kreativlogger scheinen in immer mafia-ähnlicheren Strukturen organisiert. Dabei loggen gegenseitig die ?Familienmitglieder? ihre Groß-Statistikrunden, ohne jemals dort gewesen zu sein oder im Logbuch zu stehen. Da unberechtigte Online-Logs nur von Ownern gelöscht werden können, diese aber unter einer Decke stecken, bleiben die Logs regelwidrig erhalten.

Dieser Beitrag auf Facebook hat inzwischen über 180 Kommentare bekommen. Es scheint die Community zu bewegen.

 

Jeder wie er will?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht mich durch die vielen Kommentare zu quälen die vielen Kommentare zu lesen. Einer der für mich interessantesten war der folgende:

Und immer wieder und für Alle: Die bescheissen sich nicht selbst, DIE BESCHEISSEN UNS ALLE !!!!!!!! Solange es eine auswertbare Statistik gibt aus der man eine Reihenfolgen ableiten kann bescheissen sie nicht nur sich selbst. Und selbst wenn das niemand interessiert, spätestens bei Logbedingungen vom Challenges wird es deutlich. Und auch dass „es ist nur ein Spiel“ kann ich nicht mehr hören…

Ja, es ist nur ein Spiel aber ich habe auch keine Lust Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit Leuten zu spielen die 3x würfeln und Zickzack laufen..

Nun sind wir wieder beim Thema „Statistik“. Ich finde, dieser Post bringt es auf den Punkt – solange es eine auswertbare Rangliste gibt, wollen viele weit oder gar ganz oben stehen.

Der angeführte Vergleich mit dem Spiel Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zeigt meines Erachtens ebenfalls das aktuelle Problem. Viele derer, die sich über die Kreativlogger aufregen, betrachten Geocaching scheinbar als ein einziges Spiel. Beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht kommt doch auch keiner auf die Idee seine Partie mit den Partien der Nachbarn zu vergleichen und daraus eine Rangliste aufzubauen. Daher finde ich den Ansatz „Jeder spielt für sich“ (oder mit seinen Freunden) passender – sowohl beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht als auch beim Geocaching.

Tja, die Rangliste – oder besser – die Ranglisten: Bei dem Versuch dort einen der vorderen Plätze zu erreichen, ist es natürlich blöd, wenn nicht alle in dieser Rangliste nach den gleichen Regeln spielen.

 

Gleiche Regeln für alle?

Dabei sind die Regeln doch recht klar vom HQ formuliert, oder? Jeder, der im Logbuch steht, darf den Cache online loggen! In den aktuellen Regeln habe ich nichts gefunden, dass man persönlich das Logbuch berührt haben muss. Auch habe ich nichts gefunden,  das Rätsel eigenständig und ohne jegliche Hilfe gelöst werden müssen.

Bei den T5ern gab es ursprünglich mal einen Kodex: „Nur, wer die Hand am Logbuch hat, soll auch loggen“. Es war ein Versuch zu belegen, dass die gestellte Kletteraufgabe gemeistert wurde, weshalb oft ein Logfoto des Cachers an der Dose eingestellt wurde. Es war eine Frage der Ehre!

Aber auch hier war es ein selbstverordneter Kodex einer Gruppe von Geocachern. In die Geocaching-Regeln (Guidelines) hat das nie Einzug gehalten.

Ich bin der Meinung, es gibt keine gemeinsamen Regeln für Geocaching außer dem wenigen, was in den Guidelines steht. Und das ist zu wenig, um eine vergleichbare Rangliste in irgendeiner Art aufzustellen.

Außerdem höre ich – gerade von Geocachern, die auf die Guidelines pochen – Ausflüchte Erklärungen, warum gerade ihr Verhalten den Regeln entspricht, aber das Verhalten der anderen zu verteufeln sei. Als Beispiele seien hier mal genannt:

  • Ich habe das Tretboot gefahren, welches den Taucher zum Finalpunkt gefahren hat. Natürlich darf ich mich dann ins hochgebrachte Logbuch eintragen.
  • Wir waren im Team unterwegs und schreiben so das komplette Team in jedes Logbuch (auch wenn wir uns aufgeteilt haben und jeder so seinen Beitrag geleistet hat).
  • Jeder hat ein paar Rätsel gelöst und vor der Tour haben wir alle zusammengelegt …

So traurig das sein mag – es gibt keine Regeln zum Erlangen von Finalkoordinaten Lösen von Mysteries.

Im Internet gibt es eine niederländische Seite mit derzeit 114.976 „unverifizierten“ Finalkoordinaten. In Facebookgruppen werden massenhaft .gpx-Dateien mit gelösten Mysteries, Virtuals und Earthcaches zur Verfügung gestellt. Wer sich eine Lösung nicht erarbeiten möchte, der kann sich ohne Probleme auch anderweitig helfen …

 

Was kann das HQ tun?

Was konnten die Organisatoren der Tour de France nach den ganzen Doping-Fällen tun? Sie haben die Regeln und die Kontrollen verschärft. Mittlerweile scheint es wieder besser um den Radsport bestellt zu sein.

Wäre das auch eine Lösung für Geocaching?

Meine Antwort auf diese Frage: ein ganz klares Nein!

Geocaching ist kein Sport. Es gibt keine überprüfbaren Regeln. Es gibt (zum Glück auch noch) keine Kontrollen. Geocaching ist ein Spielsystem. Einzelne Geocacher oder kleine Gruppen spielen es zum Vergnügen. Sie spielen miteinander und nicht gegeneinander.

Die Wurzel des Übels sind Ranglisten und Auswertungen. Was spielt es denn für eine Rolle, in wie vielen Ländern ich schon einen Cache gefunden habe oder wie viele Tage ich schon am Stück eine Dose gefunden habe? Es spielt keine Rolle! … und wenn doch, dann nur für mich selbst! Einfach mal schauen, ob ich das schaffe? … ob ich das selbstgesteckte Ziel erreichen kann?

Was kann das HQ tun? Es kann die Auswertungen und Statistiken abschalten und unterbinden. Stellt Euch doch mal vor, es würde nicht mehr hinter Eurem Avatar die Anzahl der schon gefundenen geloggten Geocaches angezeigt? Es gäbe kein projekt-gc, wo ich schauen könnte, wie die Statistik meiner Kollegen ausschaut? Es gäbe keine Tools, die eine persönliche Statistik aus den Logs erzeugen können?

Ich glaube, es gäbe dann auch diese elenden Diskussionen über das, was erlaubt ist und was nicht, nicht mehr.

Aber es gäbe dann sicher auch viele zahlende Kunden bei Groundspeak weniger … von daher glaube ich nicht wirklich, dass das HQ etwas an der aktuellen Situation ändern kann oder will.

 

Mein Fazit

Eigentlich wie immer – also genauso weiter machen wie bisher. Ich mache die Geocaches, auf die ich Lust habe und stelle mir meine eigenen Geocaching-Herausforderungen, die ich dann für mich zu erfüllen versuche.

Ich werde meine eigene Statistik weiter auf meiner Profilseite lassen, um selbst schnell einen Überblick über meine Geocaching-Geschichte zu haben.

Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr: weniger oft in project-gc hineinzuschauen und mich immer wieder selbst daran zu erinnern, dass diese angezeigten Statistiken und Auswertungen keinerlei Aussagekraft besitzen ;-)

Ändert sich durch die Kreativlogger etwas für mich als Owner? Nein!

Natürlich habe ich auch geschaut, ob ich auch die Finalkoordinaten meiner schweren Mysteries im Netz finde. Natürlich sind die Koordinaten sowohl in Facebook als auch in den einschlägigen Datenbanken vorhanden. Ehrlich gesagt ist mir das ziemlich egal. Ich werde meine Mysteries nicht verändern oder gar archivieren! Warum sollte ich? Geocaches sind doch dazu da, um gefunden zu werden, oder?

Daher ist meine Meinung – auch wenn sie vielleicht dem Ein oder Anderen nicht gefallen sollte:

Geocaching ist ein Spiel und Jeder möchte es bitte so spielen, wie er Freude daran hat!

** ** ** ** **

So, nun aber Popcorn frei! Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema? Sollte das HQ eine Geocaching-Polizei einführen, die alle Logs überprüft und ggfs. harte Strafen bis hin zur lebenslangen Aussperrung aus geocaching.com verhängt? Oder ist es Euch eher egal, wie die Anderen loggen? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

21 Kommentare:

  1. Pingback:CF145 - Improtheater - CacHeFreQueNz

  2. Eigentlich hatte ich das Thema ja schon lange für mich abgehakt, bin aber vor ein paar Tagen hier zufällig d’rüber gestolpert …

    Interessant, wie sich die Diskussionen immer und überall gleich anhören. Insbesondere, das Argument, jeder kann doch so spielen, wie er will, muss doch niemanden berühren …

    Der Mensch macht seine Moral stets selber, wenn ihm der Freiraum dazu gelassen wird. Und wenn eine „arme Haut“ meint, sich die Statistiken selber zurechttürken zu müssen, wird er das tun. Dann hat er es anscheinend nötig, sich hierüber zu definieren. Arme Seele!

    Auch wenn HQ lediglich festlegt, man muss „nur“ im Log stehen, um online loggen zu können, kann doch damit nur gemeint sein, ich dokumentiere, dass ich die gestellte Aufgabe – mit eigenen Mitteln – selber gemeistert habe. (Mir ist klar, dass sich hinter „eigenen Mitteln“ eine weite Bandbreite verbergen kann.).

    Hier gilt stets, der Weg ist das Ziel, nicht der Log – dieser dokumentiert nur. Mehr nicht.

    Wer loggt, ohne die gestellte Aufgabe gemeistert zu haben, handelt unredlich und damit unmoralisch. Das ist sicher nicht die Idee des Spiels.

    Weiterhin sollte man bedenken, dass auch der Owner eine gewisse Erwartungshaltung hat, die es zu respektieren gilt. Aber auch das scheint dem einen oder anderen völlig egal zu sein.

    Aber so ist der Mensch halt.

    Genau aus diesen Gründen habe ich zum einen meine Rätselcaches, die mir immer stets sehr viel Freude beim Erstellen gemacht haben, vom Netz genommen und den Kontakt zur (Hardcore-)Gemeinde mehr oder weniger eingestellt. Ist mir einfach zuwider.

    Ich dürfte damit einer der erwähnten 30% sein, die sich aus dem Geschäft zurückgezogen haben.

    Ich kann damit leben. Mein Ego definiert sich durch andere „Heldentaten“.

  3. Nach den aktuellen Guidelines muss man nicht nur im Logbuch stehen, sondern muss auch vor Ort gewesen sein:

    „Caches can be logged online as „Found“ after the geocacher has visited the coordinates and signed the logbook.“

    • Das Problem ist jedoch, dass nur der Logbucheintrag vom Owner (sofern er sich die Mühe macht) überprüft werden kann. Und was bedeutet schon die Koordinaten besuchen bei einem T5 Cache? Daher ist meine Meinung dass es keine Vergleichbarkeit der Statistiken geben kann …

  4. ich fass es nicht

    Ich frage mich nur, wie jemand regelmäßig mehrere hundert T5er im Jahr abreißt und das neben einer 40-Stunden-Woche. In einem guten Jahr waren es 500 – 600, dann ab 2016 der Größenwahn, den ersten Platz in der Weltrangliste erreichen zu müssen. Zack, 1190 T5er im Jahr 2016, das Jahr drauf nochmal 999 und in 2018 nochmal 1139. Und das sind schon die bereinigten Zahlen NACH den Log-Löschungen durchs HQ. Das riecht stark nach Betrug, nicht nur gegenüber sich selbst sondern auch den anderen Cachern. Und wenn die Log-Einträge nicht erfunden wurden, dann kommt ggf. noch Sozialversicherungsbetrug hinzu (Krankschreiben lassen zum Cachen gehen), und dann sind wir im Bereicht des Strafrechts. Aber es ist ja alles nur ein Spiel. Spielsucht gibts nicht nur im Casino…

    • Jep, das riecht kilometerweit gegen den Wind nach Besch…! 1190 T5er in einem Jahr? Wenn ich davon ausgehe, dass ein T5 im Schnitt eine Stunde Zeit beansprucht und im Schnitt 10 Stunden pro Tag für das Hobby Geocaching zur Verfügung stehen, dann wären diese Kreativlogger 119 Tage mit klettern, paddeln, angeln, tauchen, etc beschäftigt. Bei ca. 220 Arbeitstagen pro Jahr bleiben dann nur noch 26 Tage für die restlichen „Popelcaches“ übrig (das sind sicher auch mehrere Tausend, oder?) und in der Rechnung sind noch keine Fahrzeiten enthalten.
      Aber letztendlich ist mir das völlig latte…

      • Menschen sind verschieden...

        Es liegt in der Natur der Dinge, dass Menschen für Caches, Wanderungen, Biketouren oder Klettercaches unterschiedliche Zeiten brauchen. Je nach Können, Kondition, aber auch Gusto – es gibt Cacher die picknicken auch gern und manch einer packt sogar mal den Grill aus – ist man früher oder später fertig. Für geübte Kletterer ist nun eine Stunde für einen T5er wirklich sehr sehr hoch gegriffen. Schon gar wenn es ein Übungsbäumchen ist. Es gibt mittlerweile auch genug T5 Angelcaches. Und in diesem grandiosen Sommer sind auch genug Paddeltouren (auch naturverträglich) entstanden. Ich bin mir sicher kein Cacher braucht 1 Stunde, im einen Paddelcache zu loggen und dann 200m weiter zum nächsten zu fahren ;-)
        Also bei aller Bescheißerei (selbst schon mehrfach gesehen!) bitte nicht alle Cacher über einen Kamm scheren! In diesem Sinne…allzeit gutes Urteilsvermögen!

  5. Ich stimme Jörg sozusagen „vollumfänglich“ zu, man kann meines Erachtens zu keinem andren Ergebnis kommen. Was nicht bedeutet, dass ich mich nicht auch (als Owner oder „Logger“) über die „Unehrlichen“ ärgere, weil ich halt ein „Ehrlicher“ bin, das ist bei geocaching wie im wirklichen Leben.
    Und auch richtig ist, dass die Statistik der Kern des Übels ist, ohne diese aber ein Anreiz fehlen würde.
    Also lasst uns die Idioten (jeder seine) so gut es geht ignorieren und weiter Spaß am Spiel haben!

  6. Tja, wenn es nur ein Spiel wäre. Die Kreativlogger ist leider egal wie sie ihr Ziel erreichen. Ob in Franken wo eine ähnliche Bootsserie am Main unter Fake Account gelegt und auch gleich geloggt wurde und dabei die Umwelt und Brutplätze völlig egal waren. Erst die Naturschutzbehörde hat den Wahnsinn dann ins Archiv schicken lassen.
    Insofern geht es uns alle an wenn die Totengräber des Geocaching wie wahnsinnig bescheissen und schlechte Powertrails raushauen nur um sich gegenseitig Punkte zuzuschustern. Auf die Umwelt oder Qualität wird gesch…. kein Wert gelegt.
    Seit langem können wir hier in Coburg einem solchen Kreativlogger auf die Finger schauen.
    Ich würde die Falschspieler alle dauerhaft sperren, denn sie schädigen mit ihrer rücksichtslosen Spielweise Geocaching.

    • Ich finde das sind zwei paar Schuhe! Meines Erachtens haben die Reviewer vor dem Publish darauf zu achten, dass jeder Geocache naturverträglich ist. Wenn es schwarze Schafe unter den Reviewern gibt, so sind die vom HQ außer Dienst zu stellen. Die Logger machen „normalerweise“ nie das „Geocaching“ kaputt – Was stört mich ein Log eines anderen?

      • Ein Reviewer kann doch gar nicht beurteilen ob ein einzelner Cache naturverträglich versteckt wurde, denn wie wir alle wissen findet keine Überprüfung vor Ort statt.

        Für den Reviewer ist es nur möglich zu prüfen ob die Koords in einem Schutzgebiet liegen oder ob der Bereich evtl. für GC gesperrt ist.

        Du schreibst von Cacherehre und wenn man das ernst nehmen soll, dann liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Cachers auf die Naturverträglichkeit beim Cachen zu achten, sei es als Finder oder als Verstecker.

        Wenn ein Reviewer einen Cache freigibt, der nicht naturverträglich ist, dann liegt es an den Geocachern auf diesen Umstand hinzuweisen. Z. B. in Form eines NM-Logs oder in krassen Fällen eben mit NA. Und die Community sollte anstatt sofort rumzukrakeelen einfach mal inne halten und darüber nachdenken ob ein NM/NA-Log vielleicht gerechtfertigt ist. Dann kann man sich sachlich mit der Situation auseinandersetzen und den Cache entweder wieder freigeben, nach Modifizierung freigeben oder archivieren. Und je öfter das passiert, desto selbstkritischer wird die Community. Dann wird auch ein Bewusstsein für naturverträgliches Geocaching entstehen, und zwar in weiten Teilen und nicht nur bei Einzelnen.

        Wenn das alles der Fall ist, dann kann es auch keine „schwarzen Schafe“ unter den Reviewern geben, denn die Community würde sie umgehend als solche entlarven.

        Realität ist jedoch, dass die meisten Cacher einfach loggen und ihre kritischen Gedanken, die sie möglicherweise haben, lieber für sich behalten. Und Realität ist auch, dass Cacher die Kritik äußern sofort dem Bashing der anderen ausgesetzt sind.

        • Micha, für einzelne Caches gebe ich Dir recht … aber bei Trails von mehr als 8 Dosen wollen die Reviewer bei uns eine Genehmigung sehen. Daher sehe ich bei dem Paddeltrail bei dem genehmigenden Reviewer zumindest eine „Mitschuld“ an der ganzen Misere …

          • Ich bin bei dir, für Dosenhäufungen eine Genehmigung zu verlangen. Leider agieren die Reviewer in den Bundesländern uinterschiedlich und selbst innerhalb eines Bundeslandes sind sie sich nicht einig. Insofern ja, der Reviewer trägt in diesem Fall eine Mitschuld.

  7. Ich sehe das praktisch genauso. Jeder soll das Spiel spielen, wie er will, solange mir persönlich kein Schaden entsteht. Also z.B. meine Dosen von groben Powercachern kaputt gemacht werden oder wegen unvorsichtigem Zugriff einem Muggel in die Hände fallen. Ich muss sagen, dass ich praktisch nie in die Statistik anderer Cacher reinschaue, weil mich das nicht die Bohne interessiert. Ich mache mir bei meinen eigenen Challenges auch nie die Mühe, die Richtigkeit der Logberechtigung nachzuprüfen. Nur wenn sie komplett fehlt, frage ich mal nach.

  8. Hallo Joerg,

    schön geschrieben, von mir bekommst du volle Zustimmung :)

    Grüße
    Thomas

  9. Auch wenn es nicht explizit in den Regeln steht, für mich war und ist es aber immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass ich mich selber ins Logbuch eintrage. Bei Touren in Gruppen schreibt zumindest einer die anderen gleich mit ein, bevor die Dose da noch herumgereicht wird, aber man war halt physisch an der Dose gewesen.

    Ja und auch bei uns gibt es solche Cacher mit fünfstelligen Fundzahlen und einem Tagesschnitt, wo man sich fragt, wie machen die das? Dazu noch jeden Tag auf FTF-Jagd und man fragt sich zusätzlich, was die bitte Arbeiten, wenn die zu allen erdenkbaren Tag- und Nachtzeiten zum FTF ausrücken können?

    Die Statistik abzuschalten bin ich aber ganz klar dagegen. Ich schaue da gern mal rein und NATÜRLICH versuche ich auch, die ein oder andere Lücke zu füllen. Warum denn auch nicht? Das gehört irgendwie auch dazu, das man sich ein Ziel setzt und versucht, es zu erreichen.

  10. Mir als Owner ist es völlig Schnuppe wer meine Caches loggt. Wenn er dort war und eine schöne Zeit hatte, sehr gut. Wenn er auf dem Sofa sitzt und 2000 Caches in 2 Stunden loggt, bitte. Kontrollieren der Loggs kommt mir nicht in den Sinn. Also…. Jeder wie er mag.

  11. Wow, ich hätte nie gedacht, dass sich Leute dafür eine solche Mühe machen. Wenn ich Geocachen gehe, schnappe ich mir mein Navi, evtl. Freundin und/oder ein paar Freunde und los geht es. Ich war etwa zwei Jahre kaum dabei. Aber damals war das noch so. Oder geht es nicht mehr um eine gemeinsame schöne Zeit beim gemeinsamen rätseln, suchen und Spaß haben? Wie kann man das Geocaching nur so verbissen sehen? Fragen über Fragen…

  12. Sascha / Die Blümchen

    Mein lieber Jörg,

    das ist sowas von treffend auf den Punkt gebracht, dass mir nichts anderes bleibt, als dir vollumfänglich zuzustimmen.

    Viele Grüße Sascha

  13. Das wirklich lustige ist, dass diese Weltrangliste auch von „ehrlichen“ Cachern über die Cacheauswahl manipuliert werden kann. Ein Klettercache kann noch so anspruchsvoll sein, er ist in der Statistik genausoviel „wert“ wie ein T5-Angelcache oder ein einfacher Baumtradi.
    Statistikbewusste T5-Cacher werden sich also auch eher auf die Trails mit der hohen Punkteausbeute stürzen als auf die zeitintensiven, wirklichen T5er.

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