Wandermulti: Pyrmonter Felsensteig

Am vergangenen Karfreitag sind saarzwerg und ich in die Nähe der Mosel zwischen Mayen und Cochem gefahren, um dort den Premiumwanderweg Pyrmonter Felsensteig zu wandern, auf dem auch die Stationen des gleichnamigen Wandermultis liegen.

Unterwegs gibt es viel zu sehen: eine Burg, eine idyllische Mühle mit Wasserfall, eine kleine Höhle und ein wildromatisches Bachtal. Auf dieser Wanderung können einige Geocaches gesucht werden. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung über den Pyrmonter Felsensteig!

 

 

Der Pyrmonter Felsensteig

Aus dem Saarland ist es eine Fahrt von knapp zwei Stunden. Kurz vor 10 Uhr morgens kommen wir dort an und können gerade noch so den letzten Parkplatz an der Pyrmonter Mühle ergattern.

Am Parkplatz finden wir diese Informationstafel über den Pyrmonter Felsensteig vor. Es handelt sich dabei um einen Premiumwanderweg von etwa 12 Kilometern Länge, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 85 Erlebnispunkten ausgezeichnet worden ist. Damit gehört er zu den besten Premiumwanderwegen in Deutschland. Vielleicht war auch deshalb der Wanderparkplatz bei diesem tollen Wetter um diese Zeit schon so voll.

Wie es sich für einen Premiumwandweg gehört, ist auch dieser perfekt ausgeschildert.

Am Ende der Wanderung hatte ich 12,9 Kilometer und 450 Höhenmeter auf meinem GPS. Mit Geocaching, einer großzügigen Mittagspause und viel Fotografieren benötigten wir ziemlich genau fünf Stunden für diese Wanderung.

Neben dem Wandermulti Traumpfad Pyrmonter Felsensteig, der aus dreizehn Ablesestationen und einem Final besteht, können auf der Wanderung noch weitere dreizehn Tradis gesucht werden, von denen wir jedoch nicht alle geloggt haben: Einen haben wir nicht gefunden und an einem weiteren haben wir vergessen zu suchen. Alle Geocaches, die offensichtlich auf der Strecke liegen, habe ich Euch weiter unten in der interaktiven Karte eingefügt.

 

Der erste Anstieg

Wir starten unsere Wanderung. Zum Glück entspricht die auf der Informationstafel wegen Corona empfohlene Laufrichtung der Reihenfolge der Stationen unseres Wandermultis. An der Tafel notieren wir uns die erste von dreizehn für den Final benötigten Informationen. Anschließend wandern wir ein kurzes Stück an der Straße entlang, kommen an der Mühle vorbei und laufen über die Brücke.

An einer kleinen Felswand suchen wir den ersten Tradi dieses Tages, der schnell zu finden ist.

Danach zweigt der Wanderweg von der Straße in den Steilhang ab. Hier wurde ein Steig mit kleinen Serpentinen und ein paar Treppen angelegt, der gut zu laufen ist.

Im Aufstieg fallen mir ein paar Fußspuren auf dem Boden auf, denen ich folge und die mich zu einem tollen Aussichtspunkt auf die Burg Pyrmont führen.

Vom Parkplatz bis zu den drei Kreuzen werden gute 50 Höhenmeter überwunden.

An der Andachtsstätte lesen wir schnell die gesuchte Information ab und suchen anschließend dort noch einen Tradi, nach dem die Suche sich jedoch etwas hinzieht. Erst durch ein Logfoto kommen wir hier auf die richtige Spur!

 

Über Felder und Wiesen ganz nach oben

Gleich hinter den drei Kreuzen setzt sich der steile Anstieg fort bis oben zu einem kleinen Waldstück. Danach wird es dann wieder etwas moderater.

Wir wandern über einen offenen Hügel über einen breiten landwirtschaftlichen Weg zwischen Feldern und Wiesen hindurch.

Bei der nächsten Anhöhe kommen wir zu einer verfallenen kleinen Kirche, die inzwischen innen komplett leer ist. Leider gibt es in diesem Lostplace nicht mehr viel zu sehen.

Kurz danach suchen wir wieder einen Tradi, der sich leicht loggen lässt. Kurz hinter der nächsten Ablesestation an einem alten Wegkreuz biegen wir nach rechts in einen kleinen Weg ab. Das erste Mal für heute geht es nun etwas abwärts. Wegen der offenen Landschaft können wir hier weit in die Ferne blicken.

Wir nähern uns einem Hügel mit einem Kreuz. Es folgt ein kurzer Aufstieg zum höchsten Punkt der ganzen Wanderung: dem Sammetzkopf, der eine Höhe von 341 Metern über N.N. aufweist.

Wir folgen nun leicht abwärts den Markierungen in Richtung des Elzbachtals.

 

Der Abstieg ins Elzbachtal

Am Wegweiser biegen wir nach rechts in den Wald ein.

Kurze Zeit später kommen wir zu einer Schutzhütte. Eine Famillie hat dort gerade ihre Mittagspause beendet und macht sich fertig zum Aufbruch. Obwohl es gerade erst halb zwölf Uhr ist, entscheiden wir hier unsere Mittagspause zu verbringen. Ich habe Zweifel, dass später weiter unten im Elzbachtal noch viele Picknick-Gelegenheiten kommen werden.

An der Hütte packen wir eine kleine Flasche Rotwein und unsere belegten Baguettes aus. Obwohl es recht sonnig ist, weht ein leichter kühler Wind. Wir verbringen eine knappe halbe Stunde an der Hütte bevor wir wieder unsere Wanderung fortsetzen. Dabei vergessen wir den Tradi an der Schutzhütte zu suchen. Über einen schmalen Wanderpfad laufen wir nun stetig bergab.

Kurz nachdem wir einen weiteren Tradi gesucht und gefunden haben, piepst mein GPS. Wir erreichen eine kleine Höhle. Naja, eigentlich ist es eher ein in den Berg gehauener kleiner Tunnel.

Auf dem Boden steht etwas Wasser. Wir folgen dem Tunnel einige Meter in den Berg hinein bis wir sein Ende erreichen: nicht wirklich spektakulär! Aber für ein Foto reichts …

Wir steigen weiter über unseren Wanderpfad hinunter ins Elzbachtal. Dabei kommen wir an einem Aussichtspunkt mit einer Schutzhütte vorbei.

Da die Hütte gerade belegt ist, war unsere Entscheidung, weiter oben Mittagspause zu machen, wohl goldrichtig!

 

Immer am Elzbach entlang

Kurze Zeit später kommen wir unten am Elzbach an. Ab hier folgt der Wanderweg nun dem Flusslauf.

Da der Elzbach öfter seine Richtung ändert und einige Schleifen bildet, kommt es vor, dass unser Wanderweg ansteigt, um einen Weg oberhalb eines Steilhanges zu ermöglichen. Bei einem solchen Anstieg kommen wir an einem Wegweiser zur Teufelskammer vorbei.

Wir verlassen kurz den Wanderweg und folgen den Fußspuren nach vorne zu einer Klippe. Unten sehen wir, wie sich der Elzbach um eine Felswand herum schlängelt. Leider ist die Aussicht recht bescheiden wegen der vielen Bäume. Wir laufen die wenigen Meter zum Wanderweg zurück und folgen ihm hinunter zu einer Brücke. Dort überqueren wir das erste Mal den Elzbach.

Nach einem flachen Stück und einer weiteren Brücke steigt unser Wanderweg wieder an. Über eine gesicherte Treppe steigen wir wieder hinauf in den Hang.

Es geht mal rauf und anschließend wieder hinunter. Nach einiger Zeit wird es etwas flacher und das Tal öffnet sich. Bei einer Brücke suchen wir einen Tradi, was uns aber dieses Mal nicht gelingt. Ein Blick ins Log zeigt, dass es auch den beiden Vorloggern scheinbar nicht gelungen ist. Ich logge einen DNF.

Danach überqueren wir ein letztes Mal den Elzbach.

 

Hinauf zur Burg Pyrmont

Inzwischen wandern wir wieder über einen breiten Fahrweg. Wir steigen diesen hinauf bis zur Straße, die wir überqueren. Danach folgt eine kurze Strecke über eine Teerstraße bis hinauf zum Parkplatz der Burg Pyrmont. Dort angekommen, folgen wir einem nicht ganz eindeutigen Wegweiser nach links einen steilen Schotterweg bis ganz nach oben. Dort erreichen wir wieder die Teerstraße, die vor der Burg Pyrmont vorbei läuft.

Die Burg ist heute wegen Corona geschlossen und so setzen wir unsere Wanderung ohne Sightseeing fort.

 

Einmal rund ums Wahlbachtal

Wir verlassen die Teerstraße und biegen in den markierten Wanderpfad ein, der recht flach durch den Hang verläuft. Auch hier ist auf meiner OSM-Karte eine Höhle unweit des Wegs eingezeichnet. Wir statten ihr einen Besuch ab. Leider ist es dieses Mal nicht mehr als ein unscheinbares Loch im Felsen.

Apropos Felsen – davon gibt es auf diesem Abschnitt recht viele. Es scheint so, als wäre unser Weg aus dem Felsen herausgehauen worden.


Der Wanderweg läuft nun parallel zum Tal des Wahlbachs. Auf der einen Seite wandern wir bis fast zum Talsabschluss und biegen kurz vorher nach links in einen absteigenden Wanderpfad ein, dem wir nach unten bis zum Bach folgen. Unterwegs loggen wir noch schnell einen Tradi und erreichen anschließend eine kleine Brücke, auf der wir den Bach überqueren.

Nun steigt der Wanderpfad wieder an und geht recht schnell in einen breiteren Forstweg über. Wir kommen zu der Stelle, die im Listing markiert ist, um die Finalkoordinaten unseres Wandermultis auszurechnen. Dort steht eine Bank an einem Aussichtspunkt. Und die Aussicht ist wirklich schön. Dort und ein paar Meter weiter habe ich eine schöne Sicht auf die Burg Pyrmont.

Ich mache unzählige Fotos von der Burg.

Dann setzen wir uns hin und rechnen die Finalkoordinaten aus. Zu unserer Überraschung liegen sie nicht auf dem Wanderweg. Trotzdem erscheinen sie uns sinnvoll und auch ein Nachrechnen bringt uns wieder zu dem selben Ergebnis. Auch der Plausibilitätscheck aus dem Hint passt. Also nehmen wir den kleinen Umweg in Kauf und werden fündig!

Später erfahre ich von den Ownern, dass sie gerne den Final auf den Wanderweg gelegt hätten, dies aber wegen Abstandskonflikten zu anderen Dosen nicht möglich war.

 

Rund um die Pyrmonter Mühle

Wir gehen zurück zum Wanderweg und folgen den Markierungen. Kurz vor der Pyrmonter Mühle biegen wir rechts in einen Fahrweg ein, der an einem kleinen See vorbei führt. Diese Stelle finde ich sehr idyllisch und sie gibt einen Blick auf den Wasserfall unter der Brücke frei.

Auch hier mache ich wieder unzählige Fotos von der schönen Umgebung. Mal nur die Brücke, dann wieder die Mühle, die Burg und den Wasserfall.

Wir machen hier eine kurze Pause bevor wir die letzten Meter zurück zum Parkplatz in Angriff nehmen. Wenige Minuten später sitzen wir schon wieder im Auto und fahren zurück ins Saarland.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Wanderung über den Premium Wanderweg „Pyrmonter Felsensteig“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Das Final des Wandermultis und den weg dahin habe ich natürlich aus dem Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch unser Bericht der Wanderung gefallen? Ich hoffe, ich habe nicht zu viel gespoilert? Kennt Ihr diese Tour und wäre sie etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

2 Kommentare:

  1. Ein toller Bericht, der schöne Erinnerungen an unsere Tour im letzten Jahr weckt.
    Unterwegs auf dem Traumpfad kann man auch noch die 5 Schmetterlings-Mysteries und den Mysterie Cave Canem problemlos mitnehmen, wenn man sie vorher gelöst hat. Außerdem noch den Mysterie „Der Hexer in der Teufelskammer und den Bonus zu den Tradis (der ist super gemacht- sehr lohnenswert!)

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