Geocaching & Wandern: Der Richard-Löwenherz-Weg

Letztes Jahr Ende Juni sind saarzwerg und ich den Richard-Löwenherz-Weg bei Annweiler im Pfälzerwald gewandert. Auf knapp 13 Kilometern überwinden wir 500 Höhenmeter und kommen an mehreren tollen Aussichtspunkten, an schönen Felsen und einem Brunnen vorbei.

Damals konnten wir unterwegs sogar noch in eine Hütte einkehren und es uns gut gehen lassen. Kommt mit auf die reich bebilderte virtuelle Wanderung!

 

 

Der Richard-Löwenherz-Weg

In Annweiler, einem schönen Ort am Ostrand des Pfälzerwaldes, startet der Premiumwanderweg Richard-Löwenherz-Weg, der vom deutschen Wanderinstitut mit 61 Erlebnispunkten ausgezeichnet wurde, was ich persönlich etwas wenig empfinde.Auf der Webseite des Wegbetreibers lese ich, dass der Wanderweg mit seinen 13,1 Kilometern und 500 Höhenmetern als „schwierig“ eingestuft ist. Als Dauer werden dort 4:45 Stunden angegeben.

Die Strecke ist mit dem Wappen von Richard Löwenherz markiert, welches seit 1198 auch dem Wappen Englands entspricht. Eine Informationstafel zum Weg habe ich nicht gesehen.

Unterwegs können wir drei Tradis, einen Multi und den größten Teil des Wandermultis Richard Löwenherz und seine Dreifaltigkeit spielen. Um den Wandermulti abzuschließen, müsst Ihr jedoch noch den Annweilerer Burgenweg wandern, um noch an den Stationen H, I und J vorbeizukommen, deren Informationen noch zum Final fehlen. Da dieser Multi nicht komplett auf der Wanderroute liegt, habe ich ihn auch nicht in die interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet.

 

Aus Annweiler hinaus

Wir suchen uns einen Parkplatz in der Spittalstraße, der direkt am Richard-Löwenherz-Weg liegt. Unseren Parkplatz habe ich Euch in der interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet. Als wir gegen 11 Uhr morgens dort ankommen, ist genau noch ein Parkplatz für uns frei. Wir wandern los und kommen zur ehemaligen Stadtmauer von Annweiler. Durch ein noch erhaltenes Tor verlassen wir den Ortskern der Altstadt.

Kurze Zeit später beginnt unser Weg anzusteigen. Wir laufen durch ein Wohngebiet und …

… biegen anschließend rechts in einen Forstweg ein.

Vorbei an Feldern und Wiesen

Nun folgt der erste recht steile Anstieg durch den Wald. Als dieser sich öffnet, wird es wieder etwas flacher. Nun wandern wir zwischen Feldern und Wiesen hindurch. Hier oben haben wir den ersten schönen Blick auf die Reichsburg Trifels, die für mich eine der schönsten Burgen der Pfalz, wenn nicht sogar die schönste, ist.

Das Wetter ist schön sonnig an diesem Morgen. Es macht Spaß in dieser schönen Landschaft zu wandern. Unser Wanderweg steigt weiterhin leicht an, wir gewinnen an Höhe.

Unser Weg führt uns vorbei an einer Pferdekoppel – die Tiere nehmen jedoch keine Notiz von uns. Dann geht es wieder abwärts in den Wald. Bis hierhin sind wir nur breite Wege gelaufen. Nun biegen wir links in einen schmalen Wanderpfad ab. Er schlängelt sich in kleinen Serpentinen den steilen Hang hinauf zu einem großen Parkplatz. Dort schauen wir uns etwas um und sehen in der Ferne die hohen Kletterfelsen des Asselstein.

Der Parkplatz gehört zur Naturbegräbnisstätte Trifelsruhe, die auf der anderen Seite der Straße liegt.

 

Durch die Naturbegräbnisstätte Trifelsruhe

Wir überqueren die Straße und mein GPS piepst. Wir befinden uns in der unmittelbaren Nähe der ersten Station des Multis Two Rocks (reloaded), von dem ich hoffe, dass die nicht angegebene vierte Station und das Final auf der Wanderroute liegen. Den ebenfalls in der Nähe liegenden Tradi Biundo-Brunnen haben saarzwerg und ich schon bei einem früheren Besuch des Trifels geloggt. Um die erste Station des Multis zu finden, verlassen wir für hundert Meter unseren Wanderweg.

Wir folgen nun dem steilen breiten Weg hinauf zur Andachtsstätte Einsiedelei, wo sich die nächste Station befindet. Auch diese können wir schnell finden.

Dann fällt mir eine Holzkiste ins Auge.

Als ich den Inhalt sehe, merke ich, dass sie nichts mit Geocaching zu tun hat. Sie wäre jedoch ein richtig tolles Versteck für eine Dose! Wir wandern weiter den Berg hinauf. Kurz hinter der Einsiedelei treffen wir wieder auf unseren markierten Wanderweg.

In kleinen Serpentinen schlängelt sich unser Weg den Berg hinauf. Wir erreichen die Andachtsstätte Arche, die einen tollen Ausblick auf den Trifels und …

… auf Annweiler bietet.

An einer kleinen Schutzhütte suchen wir die dritte Station des Multis „Two Rocks“. Hier dauert es etwas länger, da wir uns nicht sicher sind, den richtigen Namen, der sich hier verewigt haben soll, gefunden zu haben. Wir probieren es mit unserem Fund und rechnen die vierte Station aus. Schaut gut aus – die Koordinaten liegen auf unserem Wanderweg.

Also setzen wir unsere Wanderung fort und folgen einem breiten Forstweg leicht ansteigend.

 

Vorbei an Ebersberg und Asselstein

Der Name war wohl richtig, da wir an den berechneten Koordinaten die gesuchte Information finden und so das Final berechnen können. Anschließend kommen wir zu einem Aussichtspunkt. Verglichen mit den vorherigen Aussichtspunkten ist die Aussicht nicht ganz so gut – wir wandern geich weiter. Nun steigt der Weg nur noch leicht an. Am Wegesrand stehen hier massenweise diese toll blühenden Fingerhüte.

Kurz danach haben wir den Anstieg fürs erste geschafft. Wir biegen links in einen kleinen Wanderpfad ein und es geht endlich mal bergab. Ein wenig später erreichen wir eine kleine Felsformation. Die Sandsteinfelsen sind gut griffig und auf den rechten führt ein zum Teil „gehauener“ Weg nach oben. Wir beschließen auf dem Felsen unsere Mittagspause zu verbringen und packen unser Picknick und die kleine Flasche Rotwein aus.

Wir verbringen eine halbe Stunde auf dem Felsen und setzen danach unsere Wanderung fort. Es geht weiter in Serpentinen den Berg hinunter, wo wir die Zufahrtsstraße zum Trifels queren. Nun steigt der Richard-Löwenherz-Weg wieder leicht an und wir wandern unterhalb des Asselsteins vorbei.

Dieser Felsen ist zum Klettern freigegeben. Allerdings bewegen sich die meisten Kletterrouten zwischen den UIAA-Schwierigkeitsgraden V und VII, was für mich im freien Fels etwas zu schwer ist. Höchstens der Normalweg, der mit IV- bewertet ist, würde mich mal interessieren. An der Ostseite des Asselsteinmassivs steht eine große Informationstafel, die über diesen Kletterfelsen informiert. Von der Tafel wandern wir bergab zur bewirtschafteten Klettererhütte.

Da unsere Mittagspause gerade mal eine gute Stunde her ist, beschließen wir, jetzt nicht in der Hütte einzukehren und das nach der Runde um den Rehberg nachzuholen. Übrigens, das Final des Multis „Two Rocks“ liegt auf dem Wanderweg und wir konnten die Dose gut finden.

 

Rund um den Rehbergturm

Wir folgen weiter den Markierungen unseres Wanderwegs, queren die Straße und kommen zu einem großen Parkplatz. Dort wandern wir über einen breiten Fahrweg den Berg hinauf. Nach einiger Zeit erreichen wir einen Aussichtspunkt mit einer Bank.

Neben einer tollen Aussicht über den Pfälzerwald …

… können wir an dieser Stelle den Tradi Richard Löwenherz Rast suchen und loggen. Er ist schön getarnt und dennoch gut zu finden! Nun dauert es nicht mehr lange und wir verlassen den breiten Weg. Über einen schmalen Wanderpfad steigen wir zum höchsten Punkt des Rehbergs hinauf.

Der Pfad geht einmal um die Bergkuppe herum. Kurz bevor wir oben ankommen, läuft unser Weg an beeindruckenden Felsen vorbei.

Dann erreichen wir das Gipfelplateau, auf dem 1862 der 14 m hohe achteckige Rehbergturm errichtet wurde. Am Rand des Plateaus steht eine Bank auf einem Felssporn. Dort legen wir unsere Rucksäcke ab und suchen den Tradi Rehberg, den wir nach einigem Suchen doch noch finden können.

Anschließend steigen wir im Inneren des Turms die Wendeltreppe hinauf und sind „geplättet“ von der grandiosen Aussicht, die wir hier vorfinden. Von hier oben können wir weit in den Pfälzerwald hineinschauen.

Dann schauen wir in die andere Richtung und haben diesen atemberaubenden Blick auf die Burg Trifels.

Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich heute nicht die große Spiegelreflex-Kamera mit dem Zoomobjektiv dabei habe. Wie gerne hätte ich die Burg größer auf dem Foto abgebildet!

Nach einer Fotopause steigen wir wieder über den selben Pfad vom Gipfel ab und anschließend auf der anderen Seite des Rehbergs über einen schmalen Pfad weiter nach unten.

Am Ende des Pfads befindet sich die Rehbergquelle, an der ein wirklich großer Picknickplatz mit vielen Tischen und Bänken angelegt wurde.

Von hier geht es über kleine Pfade vorbei an Felsen immer weiter abwärts.

Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir wieder zurück am großen Parkplatz bei der Klettererhütte. Da nun der komplette Aufstieg und der größte Teil der Wanderung geschafft ist, machen wir einen kleinen Umweg über die Hütte und gönnen uns eine große Weinschorle.

 

Der Abstieg nach Annweiler

Nach der ausgiebigen Trinkpause laufen wir zurück zum Wanderweg und folgen den Markierungen Richtung Annweiler. Zunächst verläuft der Weg eben durch einen Wald. Als dieser sich öffnet, weist uns ein Schild auf einen Aussichtspunkt hin. Die Bank ist nur wenige Meter entfernt. Ich frage mich, ob sich der Abstecher lohnt, da hier zunächst einmal nichts zu sehen ist.

Wir gehen die paar Schritte bis zur Bank und sind überrascht, da von hier aus nun gut die Burg Trifels zu sehen ist!

Der Umweg hat sich gelohnt. Wir wandern weiter an einem Feld vorbei und biegen in einen schmalen Pfad ein, der nun in vielen kleinen Serpentinen abwärts durch den steilen Hang verläuft. Am ehemaligen Kurhaus verlassen wir den Wald wieder.

 

Vom Kurhaus zurück zum Parkplatz

Das Kurhaus ist inzwischen ein Hotel. Da uns die Lage gut gefällt, beschließen saarzwerg und ich es demnächst einmal auszuprobieren. Aber das ist eine andere Geschichte.

Unmittelbar am Kurhaus gibt es einen Biergarten. Von den Tischen habt Ihr diesen Blick auf die Burg. Wie muss das erst abends ausschauen, wenn die Burg beleuchtet ist?

Wir folgen weiter den Markierungen durch eine weitläufige Parkanlage.

Dann verlassen wir den Park und der Richard-Löwenherz-Weg verläuft mitten durch den schönen Altstadtkern von Annweiler.

Von unserem Wochenende in Annweiler werde ich Euch in einem anderen Beitrag berichten und Euch darin auch die Altstadt vorstellen. Nach mehreren ausgiebigen Pausen und mit Geocaching erreichen wir unser Auto gegen 17 Uhr wieder. Damit ist eine tolle Wanderung zu Ende gegangen.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den Premiumwanderweg Richard-Löwenherz-Weg bei Annweiler im Pfälzerwald sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Die Finals der beiden Multis sind natürlich nicht in der Karte eingezeichnet.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

** ** ** ** **

Falls Ihr auch gerne Geocaching mit Wandern verbindet, so werft doch mal einen Blick in den Pfälzerwald-Bereich der Reiseberichte. Dort findet Ihr noch viele weitere Empfehlungen für schöne Wanderungen im Pfälzerwald.

** ** ** ** **

Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 

 Facebooktwitterpinterest

Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.