Wandermulti: Keep on rockin‘ – Eyberg

Am letzten Samstag bin ich recht früh am Morgen nach Dahn aufgebrochen, um den neuen Wandermulti „Wandermulti: Keep on rockin‘ – Eyberg“ der Klawitters in Angriff zu nehmen.

Am Ende habe ich gute 450 Höhenmeter, verteilt auf 11 Kilometer, erwandert und dabei viele tolle Felsen, einen Aussichtspunkt und einen Gipfel mit Aussichtsturm gesehen. Kommt mit auf die virtuelle Geocaching-Wanderung durch den Pfälzerwald …

 

 

Der Multi Keep on rockin‘ – Eyberg

Am Donnerstagnachmittag letzter Woche wurde der neue Multicache „Keep on rockin‘ – Eyberg“ von den Klawitters veröffentlicht. Er besteht aus acht Stationen, deren Koordinaten alle angegeben sind, und dem Final. Im Listing ist die Länge mit ca. neun Kilometern angegeben. Da saarzwerg am Samstag arbeiten musste, wollte ich die „freie“ Zeit für eine eigene Wanderung nutzen und da bot sich dieser Wandercache natürlich an. Als Vorbereitung habe ich alle Stationen auf meiner Karte eingezeichnet und dabei ist mir aufgefallen, dass die im Listing vorgeschlagene Route nicht unmittelbar an den Ungeheuerfelsen vorbeiführt. Da ich die Felsen schon von unserer Wanderung über den Dahner Felsenpfad kannte, wollte ich unbedingt zum Fotografieren dort noch einmal vorbeischauen. Also habe ich die Tour etwas erweitert – der geplante Umweg macht die Wanderung um einen knappen Kilometer länger. Bei dem Weg auf dem Gipfel sollte ein kleiner Teil doppelt gelaufen werden – auch dort habe ich mir daher einen anderen Aufstieg gesucht, der die Tour jedoch nicht verlängert. Den GPS-Track meiner Tourvariante findet Ihr unten in der interaktiven Karte zum Download.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir diese Geocaching-Wanderung sehr gut gefallen hat!

 

Der Wanderparkplatz kleiner Eyberg

Ich fahre aus dem Saarland eine gute Dreiviertelstunde bis zum im Listing angegebenen Wanderparkplatz. Der letzte Kilometer der Zufahrt führt über einen unbefestigten, aber dennoch sehr gut zu fahrenden Forstweg. Gegen halb neun Uhr stelle ich mein Auto auf dem Parkplatz ab. Er liegt mitten im Wald. Irgendwie habe ich schon ein etwas mulmiges Gefühl und hoffe, dass dem Wagen nichts passiert. Fünf Minuten später bin ich startklar.

Ich folge den blauen Wanderschildern der Eyberg-Tour und treffe wenig später auf den Dahner Felsenpfad. Beide Wanderungen teilen sich nun einen kleinen Teil des Weges.

 

Vorbei am Büttelfels

Es ist noch recht kalt an diesem Morgen.  Mein Wanderpfad verläuft leicht abwärts und meine Muskeln werden nicht richtig warm. Schon kurze Zeit später komme ich an den ersten Felsen vorbei. Ich habe das Büttelfelsmassiv erreicht.

Der Pfad geht zunächst an der rechten Seite des Felsens vorbei bis zu einer engen Spalte.

Durch die geht’s hindurch auf die andere Seite.

Nach der Spalte laufe ich auf der linken Seite des Felsens immer weiter. Die Felstürme und -wände werden allmählich höher.

Dann erreiche ich die erste Station meines Wandermultis. Ich muss ablesen, welche Familie diese Leiter gestiftet hat. Das ich einfach! Obwohl ich nicht müsste, steige ich die Leiter hoch bis zu einem Felsdurchbruch.

Darin ist ein Aussichtspunkt mit einer Bank eingerichtet. Von dort oben habe ich einen tollen Blick auf die Lämmerfelsen, die auf der anderen Seite des Tals emporragen.

Natürlich mache ich auch noch ein kleines Selfie und schicke es saarzwerg,um ihr etwas die Nase lang zu machen: Sie muss arbeiten, während ich wandern darf ;-)

Anschließend steige ich die Leiter wieder hinunter und folge weiter dem ausgeschilderten Wanderweg.

Ein Wenig später gelange ich zu dem breiten Forstweg, über den ich zum Wanderparkplatz gefahren bin.

 

Durch den Büttelwoog

Am Forstweg trennt sich der Felsenpfad von der Eyberg-Tour. Um zur nächsten Station zu gelangen, folge ich jetzt den Markierungen des Felsenpfades. Dazu folge ich zunächst ein kleines Stück dem Forstweg und habe so nochmal einen schönen Blick auf den Büttelfelsen mit dem Loch, welches als Aussichtspunkt dient.

In die andere Richtung sehe ich einige Häuser von Dahn und dahinter einen Teil des Büttelwoogfelsens.

Der Wanderweg verläuft durch das Tal.

 

Entlang der Ungeheuerfelsen

Die zweite Station befindet sich an einem Wegweiser. Nachdem ich diesen abgelesen habe, verlasse ich die im Listing vorgeschlagene Route und folge weiter dem Dahner Felsenpfad, der mich zu den Ungeheuerfelsen bringt.

Ich folge weiter dem kleinen Wanderpfad, der unmittelbar an den Felsen vorbeiführt. An einer Stelle zweigt der ausgeschilderte Felsenpfad nach rechts ab. Ich bleibe aber weiter auf der linken Seite der Felsen.

Der Pfad wird immer schmaler – ist aber dennoch gut zu laufen. Ich nehme mir etwas Zeit, um die besonderen Felsformationen genauer anzuschauen und zu fotografieren.

Hin und wieder sind die Felsen „unterbrochen“ und ich kann in der Lücke einen Blick auf die andere Seite werfen. Diese Stelle kommt mir bekannt vor – hier war ich Anfang des Jahres schon mal oben, um den Tradi In luftiger Höh(l)e zu heben. Dazu müsst Ihr absolut trittsicher sein – es ist ein T4,5 und ihr müsst etwas klettern.

Die Dose befindet sich oben auf dem Felsen. Einen etwas leichteren Zugang findet Ihr am anderen Ende dieses Felsens.

Ich folge weiter dem schmalen Pfad auf der linken Seite der Felsen.Wenig später trifft der Pfad wieder auf den markierten Felsenpfad, dem ich ab hier wieder folge. Erneut geht es durch eine Engstelle zwischen zwei großen Felsen.

Ich mag diesen Pfad, der sich zwischen den Felsen hindurchschlängelt!

Noch etwas weiter erreiche ich einen breiten Forstweg, dem ich weiter folge.

 

Vorbei am Rothsteigbrunnen

An der nächsten Wegkreuzung gibt es einen kleinen Picknickplatz mit Tisch und Bänken. Davor ist ein Brunnen. Da ich erst eine knappe Stunde unterwegs bin, ist es noch viel zu früh für eine Pause.

Am Brunnen verlasse ich den markierten Felsenpfad und wandere entlang des breiten Forstwegs leicht abwärts. Kurze Zeit später zweigt links ein weiterer Forstweg ab und ich überlege diesen zu nehmen. Auf der Karte sehe ich, dass der Weg in die richtige Richtung führen würde, jedoch etwa 50 Meter vor dem Pfad, den ich nehmen will, aufhört. Ich könnte ja ein kleines Stück querfeldein laufen? Warum auch immer, sagt mir meine Intuition, dass das keine gute Idee wäre …

 

Jetzt geht’s aufwärts!

Ich bleibe also weiter auf dem Forstweg bis zur nächsten Abzweigung. Dort biege ich links ab in einen zunächst breiten Weg, der die blauen Markierungen der Eyberg-Tour hat. Kurze Zeit später zweigt ein schmaler Wanderpfad rechts ab. Das ist der ausgeschilderte Weg der Eyberg-Tour.

Es geht durch einen dunklen Nadelwald, der im unteren Teil recht moosig ist. Dann steigt der Pfad an – er wird richtig steil. Endlich wird mir warm – sogar etwas wärmer als mir lieb ist. Unterwegs kann ich den Forstweg sehen, bei dem ich mir überlegt hatte, eine Abkürzung zu nehmen. Und ja, er ist nur 50 Meter entfernt – aber auch gute 30 Höhenmeter tiefer, unterhalb von einem Steilhang. Da hab‘ ich echt Glück gehabt diesen nicht genommen zu haben.

Eine gute Viertelstunde benötige ich, um 120 Höhenmeter auf 900 Metern Länge zu zu überwinden. Oben wird es immer nebliger. Ich glaube mich in den Wolken zu befinden.

Die dritte Station ist wieder ein Wegweiser. Hier muss ich eine Entfernung ablesen, was auch kein Problem ist. Ich folge weiter der Eyberg-Tour. Es geht kontinuierlich nach oben. Dann erreiche ich den Fahrweg zum oberen Parkplatz. Ich folge ihm.

Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Abzweigung, die hinauf auf den Eyberg führt. Etwa 25 Meter weiter befindet sich die Station 8, der ich – vorwitzig wie ich bin – schon mal einen Besuch abstatte und die benötigte Information ablese. Anschließend gehe ich das kleine Stück wieder zurück und folge weiter der Eyberg-Tour.

 

Hinauf auf den Eyberg

Es geht logischerweise immer noch nach oben. Dann zweigt die Eyberg-Tour links ab. Ich verlasse die ausgeschilderte Route und laufe immer weiter geradeaus. Der Wald ist echt neblig. Aber so langsam kommt die Sonne heraus und strahlt zwischen den Bäumen hindurch.

In mir keimt die Hoffnung, dass der Gipfel schon wolkenfrei ist. Ein wenig später zweigt mein Weg rechts ab. Es geht wieder steiler über ein paar nicht mehr existierende Treppenstufen nach oben.

Wow – je höher ich komme, um so interessanter wird die Stimmung. Die Spitzen der Bäume sind noch  weiß von der Nacht. Die Wolken werden dünner und ich kann schon einen sonnigen blauen Himmel erahnen.

In kleinen Serpentinen quält sich der Wanderpfad nach oben. Dann wird es flacher. Ich scheine mich dem höchsten Punkt zu nähern und wirklich: Kurze Zeit später kann ich eine kleine Schutzhütte und daneben den Eyberg-Turm sehen.

Die nächste Station befindet sich auf dem Turm. Ich steige die Stufen nach oben und stelle fest, dass die Konstruktion nicht für Wanderer mit großen Tourenrucksäcken geeignet ist. Ich bleibe öfter hängen. Oben angekommen erwartet mich dieser traumhafte Blick – das Tal ist in Wolken gehüllt und ich kann von hier oben darüber schauen.

Schnell mache ich noch ein weiteres Selfie und schicke es saarzwerg. Danach lese ich die Station ab, die sich hier oben befindet. Sie ist gut zu finden.

Bei Hinuntersteigen muss ich höllisch aufpassen, denn die Eisenstufen sind vereist. Wenn ich mir hier ablege, findet mich so schnell keiner. Bisher bin ich noch an keinem Wanderer vorbeigekommen …

 

Die Pause in der Schutzhütte

In der Schutzhütte packe ich mein Picknick aus. Ich habe wegen des kalten Wetters warmen Tee dabei. Eigentlich ist es noch zu früh für die Mittagspause – es ist gerade mal zwanzig nach zehn Uhr.

Während ich einen Teil meiner Brote esse, rechne ich schon mal die Nord-Koordinaten für das Final aus. Für die Ost-Koordinaten fehlen mir noch einige Stationen.

 

Weiter zum „schönen Ausblick“

Nachdem ich nun den höchsten Punkt der Tour erreicht habe, geht es fast nur noch abwärts. Dabei komme ich an ein paar kleineren Felsen vorbei.

In Serpentinen schlängelt sich der Weg nach unten. Ab dem Eyberg-Gipfel folge ich wieder der Route aus dem Listing.

Etwas später erreiche ich eine größere Hütte. Dort befindet sich die nächste Station. Ich soll was ablesen und was zählen. Leider stelle ich fest, dass ich mich um eins verzählt habe und dieser Wert mit 23 malgenommen wird …

Kurz hinter der Hütte biege ich links in einen etwas verwilderten Weg ab, dem ich bis zur nächsten Schutzhütte folge. Dort gibt es wieder eine Station. Nachdem das auch erledigt ist, wandere ich weiter zur siebten Station, die meine letzte ist, da ich die achte ja schon beim Aufstieg abgelesen hatte.

Die Station befindet sich an einem Aussichtspunkt mit dem passenden Namen „Schöne Aussicht“.

Mittlerweile ist es aufgeklart und ich kann recht weit in den Pfälzerwald hinein blicken.

Nachdem ich die einzige noch fehlende Information abgelesen habe, rechne ich am Tisch noch die Ostkoordinate aus und wundere mich über die Lage des Finals.

 

Zurück zum Parkplatz

Vom Aussichtspunkt geht es zunächst noch leicht bergauf bis zur achten Station.

Dort biegt die Eyberg-Tour nach rechts ab und geht stetig den Berg hinab. Nach einem guten Kilometer erreiche ich wieder mein Auto und eine schöne Tour geht zu Ende!

 

Die Suche nach dem Final

Wegen meines kleinen Rechenfehlers stimmen meine Koordinaten nicht so ganz. Ich komme bis auf 40 Meter an die Dose heran.Die Kontrollsumme im Hint habe ich voll übersehen, da ich mich auf die Spoilerbilder konzentriert habe. Auch hier gilt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)

Meine Koordinaten liegen mitten in einem Steilhang. Da mir das komisch vorkommt, kontaktiere ich die Owner und frage ob meine Koordinaten richtig sind. Zum Glück bekomme ich sehr schnell Antwort und eine kleine Hilfe. Nochmal Danke dafür! Damit kann ich die Dose recht schnell finden. Ich wusste ja schon vorher, dass der FTF schon weg ist – so trage ich mich als Zweiter ins Logbuch ein.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour entlang des Multicaches „Keep on rockin‘ – Eyberg“ sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei dem Multi öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert und der Weg zum Multi aus dem Track entfernt.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

3 Kommentare:

  1. Hallo Saarfuchs,
    vielen Dank für Deinen schönen Bericht. Ich mag die Klawitter-Caches in der Region sehr und wir werden diesen Cache sicher im nächsten Jahr angehen.
    Bei Deinem Bericht haben mir aber 2 Sätze zu Deinem persönlichen Resume gefehlt. Es wäre schön, wenn Du dies noch ergänzen würdest.
    VG
    Frank

    • Hi Frank,

      was meinst Du mit persönlichem Resume?

      Vielleicht soviel – mir hat die Geocaching-Tour gut gefallen, alle Stationen waren einfach zu finden. Das Final war ca. 20m in off, aber Dank der Spoilerbilder gut zu finden. Die Wanderung als solche, hat mir (mit meiner kleinen Erweiterung) sehr gut gefallen. Es gibt zwei sehr schöne Aussichtspunkte und tolle Felsen unterwegs. Die Leiter zum Loch im Büttelfels ist schon etwas besonders. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich dieser Wanderung eine 7 geben wollen. Hast Du in etwa so ein Fazit gemeint oder hast Du bestimmte Fragen?

      VG Jörg

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