Dahner Felsenpfad: Das Wander-Highlight der Region

Um Fasching zu entfliehen, erwandern saarzwerg und ich den Multi „Dahner Felsenpfad“. Der zugehörige Premiumwanderweg ist der bestbewerteste der Region. Unterwegs sehen wir sehr, sehr viele Felsen und tolle Aussichtspunkte.

Auf der knapp 14 Kilometer langen Wanderung suchen wir drei Tradis, einen Earthcache und den Wandermulti. Also eher eine Tour für Genußcacher …

 

 

Die Dahner Hütte am Startpunkt

Ziemlich genau um zehn Uhr am Samstagmorgen erreichen wir den Wanderparkplatz an der Dahner Hütte. Da die Wandersaison noch nicht wirklich begonnen hat, sind wir erst das zweite Auto. Ich ziehe meinen Rucksack an und starte das GPS. Gleich am Eingang zur Hütte lesen wir die erste Station des Wandermultis „Dahner Felsenpfad“ ab.

Am Baum gegenüber vom Eingang sehen wir die Markierungen der Wanderwege, die zahlreich an dieser Hütte des Pfälzerwaldvereins vorbeikommen.

Auch unser Wanderweg ist aufgeführt. Er ist gut an dem orangefarbenen Untergrund zu erkennen. Darauf sind ein paar Steine und der Schriftzug „Dahner Felsenpfad“ abgebildet.

Der Weg führt uns an der Hütte vorbei. Um zehn Uhr morgens ist hier natürlich noch nichts los. Nach unserer Wanderung wollen wir hier vorbeischauen – ein kühles Radler ist doch eine schöne zusätzliche Motivation!

Vor der Hütte fällt mir dieser Wegweiser ins Auge. Akribisch sind dort alle Wege samt den Entfernungen aufgelistet. Hier kann man sich nicht verlaufen.

 

Wir starten unsere Wanderung bei schönem Wetter und moderaten Temperaturen. Momentan ist es noch etwas kühl …

 

Durch den Wald an den ersten Felsen vorbei

Zunächst wandern wir über breite Wege  durch einen schönen Tannenwald.

Anschließend geht es kurz durch ein offenes Tal, bevor der Dahner Felsenpfad links abzweigt. Ein schmaler Pfad schlängelt sich zwischen kleineren Felsen den Hang hinauf.

Die Felsen sind mit kleinen Tafeln beschriftet und nummeriert.

Auf der Webseite der Tourist-Information könnt Ihr Euch den Flyer vom Dahner Felsenpfad herunterladen. Darin findet Ihr alle Felsen mit ihren Nummern aufgelistet. Bitte beachtet, dass die im Flyer empfohlenen Startpunkte nicht dem des Wandermultis entsprechen. Falls Ihr diesen loggen wollt – wovon ich jetzt mal fest ausgehe – solltet Ihr auf jeden Fall an der Dahner Hütte parken.

Allmählich wird der Weg etwas flacher, wir haben den Hügel erklommen. Oben angekommen, finden wir diese tolle Felsnadel.

Der Pfad verläuft auf diesem Abschnitt an unzähligen Felsen und kleineren Felsformationen vorbei. Ich finde es sehr beeindruckend, was die Natur hier geschaffen hat. Scheinbar haben Wind und Wetter hier kleine Säulen aus dem Fels „herausgearbeitet“ .

An einigen Stellen des Wanderwegs bestünde Absturzgefahr, wenn denn nicht großzügig Sicherungen angebracht worden wären. Das erinnert mich daran, dass wir in Deutschland eine Verkehrssicherungspflicht haben und der Wegbetreiber hier wohl kein Risiko eingehen möchte.

Wir steigen in ein kleines Tal hinab und verlassen die Felsen. Der Wanderpfad geht in einen breiten Forstweg über.

 

Der erste Geocache auf der Tour

Der Weg macht eine große Biegung und mein GPS weist mich auf einen Geocache hin. Bis dahin haben wir eine knappe dreiviertel Stunde benötigt.

Neben einem Steinmännchen-Feld suchen wir den Tradi „Stones in the forest“ , der recht schnell zu finden ist.

Wir tragen uns ein und wandern weiter.

 

Weiter zum nächsten Geocache

Über einen breiten Forstweg geht es in ein Tal hinunter. Dort befindet sich dieser Brunnen, an dem wir die gesuchte Information für die zweite Station unseres Wandermultis ablesen. Bisher gefällt uns der Wandermulti sehr gut – alle Stationen waren eindeutig zu bestimmen.

Wir verlassen den breiten Forstweg und der Weg steigt nun wieder leicht an. An einer kleinen Felsformation wartet eine tolle Wegführung auf uns – der Wanderpfad passiert eine Engstelle zwischen zwei Felsen.

Es folgen viele kleinere Felsen, um die der Weg herum führt. Diese bilden den Anfang der Ungeheuerfelsen …

 

Der kleine Klettercache in luftiger Höhe

Wir erreichen eine kleine Felsformation: Auf einem schmalen langezogenen Sockel stehen mehrere Felsnadeln. An den Logfotos erkenne ich, welche Stelle ich genau erreichen muss, um den Tradi „In luftiger Höh(l)e“ heben zu können. Da wir auf der Wanderung natürlich keine Kletterausrüstung dabei haben, suchen wir uns den leichtesten Zugang und laufen einmal um den Sockel herum. Im Südwesten der Felsformation werden wir fündig, steigen bequem auf den Sockel hinauf und laufen oben drauf vor bis zu den Koordinaten des Tradis.

Dort ist dann nur noch ein kurzes Queren eines Felsbandes notwenig. Der Fels ist gut griffig. Mit der entsprechenden Vorsicht alles gut machbar. Wenn Ihr hier den Halt verliert, führt das zu Knochenbrüchen oder gar Schlimmerem.

In einer kleinen Felshöhle finde ich diese große Box und darin das Logbuch.

Wow – ein echt schöner Geocache, für den ich gerne einen Favoritenpunkt dalasse.

 

Weiter zu den großen Felsmassiven

Wir wandern weiter an den Ungeheuerfelsen vorbei. Falls Ihr den Klettergeocache gehoben habt, müsst Ihr nicht mehr zum Wanderweg hinab steigen. Folgt einfach weiter den Felsen.

Wir haben das nicht gewußt und sind unnötigerweise hinab gestiegen, um später wieder den Hang hinauf zu laufen. Naja, wenigstens bin ich dabei an diesem fotogenen Baumstumpf vorbei gekommen.

Am Ende der Ungeheuerfelsen kommen wir an diesem großen Felsbogen vorbei. Eine schöne Stelle, um ein Foto von sich machen zu lassen. Geschwind laufe ich nach oben und lasse mich von saarzwerg ablichten.

Anschließend  geht es recht eben durch ein Tal.

Dort sehen wir schon die Häuser am Ortsrand von Dahn und dahinter eine recht hoch aufragende Felswand.

 

Am Büttelfels

Unser Weg biegt jedoch in die andere Richtung nach rechts ab. Es geht über einen breiten Forstweg nach oben. Nach kurzer Zeit kommen wir an eine gerodete Stelle, die einen ersten Blick auf den Büttelfels frei gibt. Auffällig ist das große „Loch“ mitten in der Felswand.

Der Wanderweg führt uns nun hinauf zu diesem Felsmassiv. Am „Loch“ angekommen, stellen wir fest, das es als Aussichtspunkt ausgebaut wurde.

Wir steigen die Metallleiter hinauf und schauen auf die andere Seite. Vom Aussichtspunkt sehen wir den Lämmerfelsen, der unser nächstes Ziel sein wird.

Bis dahin müssen wir jedoch noch etwas wandern. Der Weg geht in einem großen Bogen leicht bergan. Unterwegs kommen wir an vielen Felsen vorbei. Besonders gut gefällt mir wieder, dass unser Wanderpfad erneut durch eine kleine Felsspalte verläuft.

Allmählich nähern wir uns der Station „D“ unseres Wandermultis. Auch die ist schnell und eindeutig bestimmt.

 

Beim Lämmerfelsen

Inzwischen ist es schon 12:20 Uhr – also Zeit für eine Mittagspause. Unmittelbar hinter der Station D befindet sich ein toller Aussichtspunkt mit einer Bank. Wir haben Glück, die Bank ist leer und so packen wir unser Picknick aus. Heute gibt es ein belegtes Brot für jeden, ein paar Cocktail-Tomaten und eine kleine Flasche Rotwein.

Dazu gibt es Sonnenschein und eine tolle Aussicht – was will man noch mehr?

Nach guten 20 Minuten Pause brechen wir wieder auf und setzen unsere Wanderung fort. Als der ausgeschilderte Felsenpfad die Felsen verlässt, werfe ich einen Blick auf die Karte. Dort ist ein kleiner Pfad eingezeichnet, der an den Felsen bleibt. Wir folgen diesem und bleiben nahe an den Felsen. OK – an eingen Stellen solltet Ihr trittsicher sein und auch die Hände beim Klettern zur Hilfe nehmen können – aber dann ist es eine schöne Abwechselung.

Beim Tradi „Das Schweigen der Laemmer“ trifft unser Pfad wieder auf den offiziellen Wanderweg. Die Dose ist schnell gefunden und signiert. Noch ein letzter Blick auf die imposannte Felsnadel am Lämmerfels …

… bevor es wieder nach unten ins Tal geht.

 

Weiter zum Wachtfelsen

Im Tal angekommen, wandern wir ein kurzes Stück über Teer, bevor wir neben einem Bach am Zaun eines großen Hotels entlang laufen.

An der anderen Seite des Hotels geht es dann wieder einen bewaldeten Hügel hinauf, auf dem sich ein größeres Felsmassiv in den Himmel streckt. Der Wanderweg läuft einmal um den Fels herum. Unterwegs kommen wir an diesem geschmückten Baum vorbei.

Kurze Zeit später erreichen wir den Aufgang zum Aussichtspunkt auf dem Wachtfelsen. Eine steile Eisentreppe führt hinauf auf den Gipfel.

Oben angekommen, finden wir eine Bank vor. Das Geländer schützt vor einem Absturz – der Wachtfelsen ist echt hoch.

Dafür bietet er aber auch eine wahnsinnig tolle Aussicht über Dahn und die Umgebung.

Leider zieht sich der Himmel zu und der Wind wird stärker. Wir steigen wieder hinunter und setzen unsere Wanderung fort.

 

Am Earthcache

Nur wenige hundert Meter weiter kommen wir zur Hauptstraße. Dort steht eine weitere imposante Felsformation, mit der sich ein Earthcache beschäftigt. Um die Fragen zu beantworten, müssen wir knapp hundert Meter den Wanderweg verlassen und die gesuchten Informationen von einer Informationstafel ablesen.

Zum Schluss machen wir noch ein Beweisfoto und loggen diesen Geocache in unseren Apps.

 

Hinauf auf den Schwalbenfelsen

Anschließend müssen wir eine ausgeschilderte Umleitung nehmen, da am Felsenland-Hotel gebaut wird. Der Umweg ist aber überschaubar. Nach wenigen hundert Metern sind wir wieder auf dem Felsenpfad zurück und es geht über den Pfaffenfels, auf dem sich eine weitere Station unseres Wandermultis befindet. Auch von dort oben haben wir eine grandiose Aussicht über das Dahner Felsenland.

Dann geht es wieder hinunter nach Dahn, bevor ein weiterer Aufstieg vorbei am Schillerfelsen hinauf auf den Schwalbenfelsen beginnt. Unterwegs führt uns der Wanderweg wieder durch eine Engstelle. Irgendwie jagt hier ein Highlight das nächste und wir haben uns schon fast daran sattgesehen.

Wir erreichen den Schwalbenfelsen und erklimmen noch eine letzte Leiter, bevor wir die Aussichtsplattform erreichen.

Von dort oben haben wir einen tollen Blick auf den Schillerfelsen, der schon etwas wie ein hochhackiger Damenschuh ausschaut.

Schräg gegenüber ist der Jungfernsprung zu sehen – das Felsmassiv mit dem Kreuz darauf.

Anschließend benutzen wir die Bank zum Berechnen der Finalkoordinaten unseres Wandermultis. Gleich der erste Versuch produziert vertrauenserweckende Koordinaten – so mag ich das!

 

Unterwegs zum Final

Auf dem Weg zum Multifinal kommen wir an diesem schön bemalten Stromkasten vorbei. Hier war wirklich ein Künstler am Werk!

Dank genauer Koordinaten und einem passenden Hint ist die Finaldose schnell gefunden und ich trage uns ins Logbuch ein.

 

Am letzen Fels des Tages

Kurz vor dem Ende unserer Wanderung kommen wir noch an einem weiteren Fels vorbei: dem Elwetrischenfelsen. Der Felsenpfad führt uns unscheinbar aus dem Wald heraus auf einen Felsen.

Ich laufe nach vorne und stehe auf einer Plattform, die sich sicher dreißig Meter über dem Boden befindet und die eine tolle Aussicht ins Tal freigibt.

Ein wirklich schöner Abschluß dieser Wanderung …

Naja, um ehrlich zu sein, sind wir zum richtigen Abschluss noch in die Dahner Hütte eingekehrt und haben uns dort ein großes Stück Kuchen gegönnt. Laut meinem GPSmap 66s sind wir 13,4 Kilometer bei guten 500 Höhenmetern gewandert. Wir haben drei Tradis, einen Earthcache und einen Multi loggen können. Das war definitiv die beste Wanderung in der Südpfalz, die ich bisher erleben durfte!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Dahner-Felsenpfad sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Link mit den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Wandermultis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr diesen Premiumwanderweg schon selbst gewandert? Was sind Eure Empfehlungen für die Südpfalz? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. vielen Dank für diese tolle Beschreibung. Wir waren in der vergangenen Woche in der Nähe von Dahn und haben uns auch anhand eurer Beschreibungen im Vorfeld informiert, welche Runden wir denn laufen wollen und Vorfreude geweckt. An der ein oder anderen Stelle hat uns euer Text auch beim Finden eines Geocaches geholfen (wobei dies absolut kein „Spoilern“ war).
    Leider konnten wir nicht alle diese interessanten Touren wandern, daher werden wir sicherlich noch einmal her kommen.
    Der Felsenpfad war – nicht nur weil es die erste Wanderung in der Region war – etwas ganz besonderes.

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