Geocaching & Wandern: Grenzweg mit Altschlossfelsen

Gestern machten saarzwerg und ich uns wieder auf, um eine Wanderung im Pfälzerwald zu unternehmen und unsere Auswahl ist dabei auf den Grenzweg gefallen, der an den beeindruckenden Felstürmen der Altschlossfelsen vorbei führt.

Auf der 11,3 Kilometer langen Wanderung sind wir an fünf Geocaches vorbeigekommen. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung durch den Pfälzerwald!

 

 

Der Grenzweg

Nachdem wir die Altschlossfelsen schon bei der Wanderung „Geocaching & Wandern: Tolle Felsformationen am Altschloßpfad!“ vor ein paar Jahren besucht hatten, wollte ich dort mal wieder vorbeischauen. Inzwischen gibt es dort den Wanderweg „Grenzweg“ , der im Oktober 2019 als Premiumwanderweg mit 64 Punkten zertifiziert wurde.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz am Spießweiher bei Eppenbrunn. Als wir am Morgen gegen zehn Uhr dort ankommen, sind noch viele Parkplätze frei – und das trotz Sonntag und tollem Wetter!

Am Parkplatz finde ich diese Karte, die den Wegverlauf und die Highlights unterwegs erklärt. Da wir einen bestimmten Multi suchen wollen, laufen wir die Tour in umgekehrter Reihenfolge.

Dort, wo wir unser Auto parken, finde ich noch ein anderes Schild, welches ebenfalls den Grenzweg zeigt. Die Wanderung hat 11,3 Kilometer und laut Outdoor-Active etwa 250 Höhenmeter.

Mich wundert jedoch, dass der Verlauf darauf nicht dem Track entspricht, den ich mir vorher heruntergeladen hatte.

Offensichtlich wurde die Karte erst nachträglich um den Grenzweg erweitert.

Wie bei allen Premiumwanderwegen üblich, ist der Weg sehr gut mit Schildern markiert. Wir mussten unterwegs kein einziges Mal auf dem GPS nach dem richtigen Weg schauen.

Allerdings konnte ich mir zu Beginn das auf dem Schild abgebildete Fachwerkhaus nicht erklären, da der Wanderweg komplett durch den Wald verläuft und an keinem Dorf vorbeikommt.

 

Vorbei an den Altschlossfelsen

Vom Parkplatz geht es zunächst über einen breiten Forstweg durch ein Tal in Richtung der Altschlossfelsen.

Dass es sich bei dieser Felsformation um etwas Besonderes handelt, ist leicht an dem gelben Hinweisschild zu sehen, auf dem am unten Rand in roter Farbe eine Grafik der imposanten Felstürme abgebildet ist.

Nach etwa eineinhalb Kilometern erreichen wir die ersten Felsen des Altschlossmassivs.

Dort sind bei dem schönen Morgenlicht gerade einige Fotografen zu Gange. Die Türme sind schon sehr beeindruckend!

Der ausgeschilderte Wanderweg verläuft auf der linken Seite der Felsen. Dort gibt es den Multi Altschlossfelsen, der aus drei Ablesestationen und einem Final besteht. Die einzelnen Stationen habe ich Euch in meiner interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet. Wenn Ihr (so wie wir) den Wanderweg in umgekehrter Richtung lauft, so kommt Ihr an den Stationen in folgender Reihenfolge vorbei: B – C – A. Von A ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Final.

Die Altschlossfelsen erstrecken sich über eine Länge von knapp eineinhalb Kilometern. Im ersten Teil laufen wir unten an den hohen Felsabbrüchen vorbei.

Öfters ragen mächtige Felsdächer heraus und bilden einen natürlichen Regenschutz. Heute ist das aber egal, denn wir haben tolles und sonniges Wetter. Die fast 15°C sind für den November sicher zu warm.

Ich mache sehr viele Fotos. Auf diesem Wegabschnitt gibt es sehr viele Felsformationen zu bestaunen.

Nach einiger Zeit erreichen wir ein großes Felsentor. Dort befindet sich die Station B unseres Multis. Wir haben etwas Mühe die gesuchte Inschrift zu finden. Als wir nochmal das Listing aufmerksam lesen und den Anweisungen folgen, entdecken wir sie endlich.

Das Morgenlicht erzeugt hier eine besondere Stimmung: Unsere Seite liegt noch im Schatten und die Sonne strahlt von der anderen Seite die Felssäulen an, die das Felsentor tragen.

Wow – hier hat die Natur wirklich etwas Grandioses geschaffen.

Von der anderen Seite mach ich noch ein letztes Foto vom Felsentor und danach setzen wir unsere Wanderung fort.

Die Felswände werden allmählich kleiner und schauen nicht mehr ganz so imposant aus. Der rote Sandstein ist einem grauen und moosigen gewichen.

Obwohl die Felswände in diesem Bereich nicht mehr so hoch sind, gibt es auch hier noch sehr ausladende Felsdächer.

Dann erreichen wir eine kleine Abzweigung: Hier trennt sich der Altschlosspfad vom Grenzweg. Der Altschlosspfad läuft weiter unten an den Felsen vorbei und der Grenzweg steigt an und verläuft oben über die Felsen, was wichtig für die Station C ist. Diese Stelle habe ich Euch in der interaktiven Karte mit „Seite wechseln – Altschlossfelsen“ gekennzeichnet.

Oben angekommen, erreichen wir nach ein paar Schritten den sogenannten Himmelsblick. Warum diese Stelle so heißt, hat sich mir leider nicht erschlossen.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Aussichtspunkt, an dem sich die Station C befindet. Wir müssen die senkrechten Stangen des Geländers zählen, was einfach ist!

Da wir den Wert für A schon auf einer anderen Wanderung ermitteln konnten, setzen wir uns nun an den Tisch und rechnen das Final aus.

Danach folge ich einer kleinen Fußspur zu einer Stelle, wo ich den Aussichtspunkt von der Seite fotografieren kann.

Wir setzen unsere Wanderung fort und erreichen das südwestliche Ende der Altschlossfelsen. Die Finaldose können wir gut und schnell finden.

 

Der „kurze“ Abstecher zum Dianabild

Bei der Planung dieser Tour ist mir die Letterbox Dianabild Letterbox aus dem Jahr 2005 ins Auge gefallen. Leider konnte ich dem Listing den genauen Verlauf nicht entnehmen und so haben wir uns überlegt, den Grenzweg zu verlassen und einen „kurzen“ Abstecher zum Dianabild zu unternehmen. Die erste Station an den Altschlossfelsen haben wir schon bei einer früheren Tour abgelesen und so steigen wir mit der Zählung der Grenzsteine in diese Letterbox ein. Nachdem dieser Wert ermittelt ist, erreichen wir eine Informationstafel, die über die Geschichte des Dianabildes Auskunft gibt.

Wir folgen der Beschreibung der Letterbox und wandern einen kleinen Pfad den Berg hinauf. Als ich oben ankomme, ist die Information für C noch nicht in Sicht. Auf der Karte kann ich den weiteren Verlauf nicht erkennen und so beschließen wir die Letterbox für heute sein zu lassen. Wir gehen den gleichen Weg zurück und schauen uns noch das Dianabild an.

Leider ist es schon arg verwittert. Wir gehen wieder zurück zum Grenzweg.

Dieser „kleine“ Abstecher hat uns einen Umweg von fast drei Kilometern beschert und sich meiner Meinung nach nicht wirklich gelohnt!

 

Immer an der Grenze entlang

Ab den Altschlossfelsen folgt der Grenzweg für gute drei Kilometer dem Grenzverlauf. Auf der französischen Seite liegt der Truppenübungsplatz von Bitche, der scheinbar immer noch genutzt wird. Darauf weisen recht neue Schilder hin.

Zunächst geht es leicht wellig über schmale Pfade durch den dichten Wald.

Unterwegs gibt es einige neue Grenzsteine und auch noch ein paar historische. Auf dem rechten ist hier das Wappen von Lothringen zu sehen.

Wir wandern weiter – selten ist der Weg längere Zeit eben. außer den Grenzsteinen ist unterwegs nicht wirklich viel zu sehen.

Im weiteren Verlauf kommen wir an diesem historischen Grenzstein vorbei. Auf der Vorderseite ist ein Wappen mit drei Winkeln und den Text „HANA“ … ein Buchstabe scheint zu fehlen. Ich deute das als Hanau und das Wappen, welches ich im Internet finde, scheint zu dem Grenzstein zu passen.

Da sich der Wanderweg am Grenzverlauf orientiert, geht es öfters mal hoch und runter. Einige dieser Steigungen sind recht steil und giftig!

Nach einem kurzen, aber sehr steilen Aufstieg kommen wir zu einem größeren Felsen, der sich am Staffelskopf befindet.

Dies war der letzte Aufstieg, den wir auf dem Grenzweg zu erklimmen hatten. Nun geht es nur noch abwärts und eben.

An der Schutzhütte Zollstock verlassen wir die Grenze.

Unterwegs konnten wir die beiden Tradis Blick auf die Rollbahn und Schnauferl suchen und loggen.

 

Durch das Tal vorbei an den Seen

Ab der Schutzhütte sind es nun noch fünf Kilometer bis zum Wanderparkplatz am Spießweiher. Der Weg verläuft im ersten Teil noch etwas bergab und unten im Tal nur noch eben.

Wir kommen an einer Pferdekoppel vorbei. Das Tier hat Hunger und interessiert sich nicht für uns.

In einem großen Bogen führt der Grenzweg auf der einen Seite des Tals an ein paar Weihern vorbei und auf der anderen Seite wieder zurück. Wer die Tour abkürzen möchte, hat hier zweimal die Gelegenheit dazu.

Wer jedoch die Tour nicht abkürzt, der kommt noch am Tradi Warum in die Ferne schweifen……. vorbei, der leicht zu finden ist.

 

Das Forsthaus Stüdenbach

Kurz bevor wir wieder unser Auto erreichen, wechselt der Wanderweg die Talseite. Dort befindet sich ein großes Forsthaus.

Ich erkenne, dass dieses Fachwerkhaus auf den Wegschildern des Wanderwegs abgebildet ist. Damit konnte ich mir auch die offene Frage noch beantworten. Auf dem Weg zum Parkplatz grüßt uns noch ein Gartenzwerg, der in einer kleinen Felsnische abgestellt wurde.

In der Vorbereitung dieser Tour habe ich den Mystery Ich spring im Dreieck lösen können. Der Checker bestätigte mir die Richtigkeit meiner Koordinaten. Leider konnte ich die zugehörige Dose trotz Hinweis im Checker nicht finden. Hier wäre ein Spoilerbild sinnvoll!

Zwanzig Minuten nach drei Uhr erreichen wir wieder unser Auto. Mit einer Mittagspause, Geocaching und dem Ausflug zum Dianabild haben wir fünf Stunden und zwanzig Minuten für die Wanderung benötigt. Ohne Geocaching ist diese Wanderung sicher leicht in unter vier Stunden zu schaffen.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Tour über den Grenzweg bei Eppenbrunn sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Mysteries und des Multis nicht korrigiert.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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