Geocaching & Wandern: Dahner Rundwanderweg

Bei dem tollen Wetter an Pfingsten wollten saarzwerg und ich mal etwas längeres im Pfälzerwald wandern und haben uns dafür den Dahner Rundwanderweg ausgesucht.

Auf fast 19 Kilometern können wir wieder tolle Felsen, grandiose Ausblicke, interessante Burgen bewundern. Auch Geocaching kommt mit 12 möglichen Caches nicht zu kurz. Kommt mit auf diese kurzweilige Wanderung rund um Dahn!

 

 

Der Dahner Rundwanderweg

Der beste Startpunkt für den Dahner Rundwanderweg ist der große kostenlose Parkplatz am Kurpark von Dahn. Vom Deutschen Wanderinstitut wurde der dieser Wanderweg als Premiumwanderweg mit 78 Punkten ausgezeichnet, was eine der höchsten Punktzahlen im Pfälzerwald ist. Der Weg hat eine offizielle Länge von 18,6 Kilometern und wir haben mit Geocaching, zwei längeren Essens-Pausen und ein paar kürzeren an den Aussichtspunkten ziemlich genau acht Stunden für die Tour benötigt. Am Ende hatte ich etwa 730 Höhenmeter auf meinem GPS.

Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört ist auch dieser sehr gut ausgeschildert. Wir folgen dem „grünen Baum“ …

An jeder größeren Kreuzung befinden sich Hinweistafeln mit Entfernungsangaben für die vielen Wanderwege, die es in dieser Region gibt.

Eine Informationstafel für den Dahner Rundwanderweg habe ich leider vergebens gesucht – lediglich eine allgemeine Wanderkarte habe ich am Ende unserer Wanderung fotografieren können.

Dieses Mal führt kein Wandermulti über die komplette Strecke – allerdings können unterwegs neun Tradis, zwei Multis und ein Earthcache gesucht werden. In diesem Beitrag werden ich nicht jeden einzeln Geocache ansprechen, da dies den Rahmen des Artikels sprengen würde. Ich habe jedoch alle Caches auf der interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet.

Mein Fazit: Diese Wanderung ist für mich eine der – wenn dich sogar die schönste – im ganzen Pfälzerwald, die ich bisher schon gewandert bin!

 

Hinauf zum Hochstein

Um Viertel nach Neun Uhr starten wir vom Parkplatz am Kurpark. Auf einem großen Stein bewundere ich eine Elwetritsch (ein Fabelwesen aus dieser Region), von dem wir auf unserer Wanderung noch mehr sehen werden.

Unser Wanderweg verläuft nun ein Stück am Rand des Kurparks entlang, bevor er in den Wald abzweigt. Dort geht es moderat nach oben zum Ehrenfriedhof. Da wir gerade erst gestartet sind, verzichten wir auf eine Besichtigung.

Anschließend geht es kontinuierlich nach oben. Wir wandern parallel zum Hochstein den Hang hinauf. Oben angekommen sehen wir die ersten größeren Felsen für diesen Tag.

Wir folgen weiter unserem kleinen Wanderpfad, der nun allmählich wieder bergab geht und am Parkplatz der Altdahner Burgengruppe endet.

 

Vorbei an der Burgengruppe Altdahn

Dies ist nun schon das zweite Mal in wenigen Wochen, dass wir hier vorbei kommen. Dieses Wegstück teilt sich der Dahner Rundwanderweg mit der Hahnfels-Tour.

Auch heute können wir den Multi Medieval Cache II – Altdahn nicht suchen, da die Burgengruppe an Pfingsten wegen Corona geschossen ist. Scheinbar wurde an den Feiertagen ein großer Andrang befürchtet. Da der größte Teil unserer Wanderung noch vor uns liegt, können wir das gut verschmerzen! Vorbei an einigen Felsen wandern wir über die schon bekannte Strecke vorbei an unserem letzten Rastplatz, an der Straße entlang und wieder in den Wald bis zur großen Abzweigung. Dort trennen sich die beiden Premiumwanderwege wieder.

Wir wandern nun längere Zeit über einen kleinen ansteigenden Pfad um den Wölmersberg.

Auf der anderen Seite nehmen wir die ausgeschilderte Abzweigung zum Römerfels.

 

Zum Gipfel des Römerfelsens

Ein schon etwas in die Jahre gekommenes Schild weißt uns darauf hin, dass es nun nicht mehr weit bis zum Römerfelsen ist.

Kurz davor suchen wir den Tradi Felsenland Pfalz: Römerfels (Reloaded), den wir gut und schnell finden können. Vom Cache kann ich den mächtigen Felsen schon sehen.

Diese Felsnadel kann bestiegen werden und wir brauchen dazu noch nicht einmal eine Kletterausrüstung. An der Seite führt eine recht neue Leiter in mehreren Abschnitten bis ganz nach oben auf den Gipfel.

Und unser Aufstieg wird uns mit einer grandiosen Aussicht über die Pfälzer Hügel belohnt.

Dann fällt mir dieses Schild außerhalb des Geländers ins Auge:

Dieser Felsen dient den Elwetritschen wohl als Versammlungsplatz – leider sind gerade keine anwesend! Nachdem wir ausgiebig die Aussicht genossen haben, steigen wir die Leiter wieder hinunter und setzen unsere Wanderung fort. Unterwegs sehen wir einige tolle „Felsskulpturen“.

Die Wanderung ist heute sehr kurzweilig, da es fast überall etwas zu entdecken gibt.

 

Vorbei am Burgblickfelsen

Vom Römerfels geht es nun abwärts in Richtung Dahn zurück. Nach kurzer Zeit kommen wir zu einem weiteren Aussichtspunkt, der den passenden Namen Burgblickfelsen trägt. Er befindet sich auf einem Felsvorsprung, dessen Zugang mit Geländern abgesichert ist.

Gerade aus blicken wir auf den Ortsrand von Dahn.

Wenn wir den Blick jedoch nach links schweifen lassen, so sehen wir hinter einem kleinen Hügeleinschnitt die Burgengruppe Altsdahn. Nach diesem Blick wurde der Felsen benannt. Da unser Wanderweg durch diesen Hügeleinschnitt verläuft zeige ich Euch das dazu passende Bild etwas später. wir folgen weiter dem Wanderweg, der an einigen Felsen vorbei führt.

An besagtem Einschnitt angekommen blicken wir zunächst zum Burgblickfelsen zurück. Auf seinem Gipfel sind einige Wanderer zu sehen, die gerade dort die Aussicht genießen.

Wir drehen uns um und schauen in die andere Richtung und sehen die Burgengruppe Altdahn, so wie wir sie auch schon vom Burgblickfelsen sehen konnten.

Danach geht es wieder aufwärts …

 

Über den Lachberg

Es folgt nun der aufstieg auf den Lachberg. Dazu gibt es den passenden Multi Felsenland Pfalz: Lachberg. Zum Glück habe ich mir diesen in der Vorbereitung genauer angeschaut und festgestellt, dass die eine Station sich am Jungfernsprung befindet und das Final mit Bilder aus dem Internet gelöst werden kann. ansonsten hätten wir vom Jungfernsprung, der noch vor uns liegt, ein gutes Stück zurücklaufen müssen. Oben auf dem Lachberg angekommen, erwartet uns wieder ein toller Aussichtspunkt mit Bank.

Da es noch etwas früh ist, wollen wir vor unserer Mittagspause noch etwas weiter wandern. Kurz vor dem Jungfernsprung entscheiden wir uns dann aber doch dafür, da wir am Jungfernsprung selbst viele Touristen und Wanderer vermuten. Wir suchen uns einen kleinen Felsen zum Ausbreiten unseres Picknicks.

Auch ein kleines Glas Rotwein zum Essen darf nicht fehlen …

 

Unterwegs zum Jungfernsprung

Nun ist es nicht mehr weit. Der Wanderweg führt uns über einen kleinen Kamm, der in den Felsen des Jungfernsprungs endet. Von dort oben haben wir einen tollen Blick auf den Hochstein und die Hochsteinnadel, die an seiner rechten Seite emporragt.

Am Felsen angekommen folgen wir dem schmalen und abgesichterten Pfad nach vorne zum Aussichtspunkt.

Wow – von dort haben wir einen grandiosen Ausblick auf Dahn und die dahinterliegenden Hügel.

Mit meinem Zoomobjektiv kann ich gut den Sängerfelsen sehen, der aus dem Wald herausragt. Das wir unser nächstes Ziel auf unserer Rundwanderung sein.

Vom Jungfernsprung steigen wir nach Dahn ab, gönnen uns am Eisheisel ein Eis zum mitnehmen, queren den Ort und überqueren die Wieslauter.

 

Über den Sängerfelsen

Dort blicken wir zurück auf den Jungfernsprung, der recht imposant über Dahn thront.

Nun folgt ein längerer Aufstieg in Serpentinen auf den Sängerfelsen. Auch dieser Aussichtspunkt ist gut abgesichert.

Von seiner Spitze können wir gut den Jungfernsprung sehen.

Im folgenden wird die Wanderung wieder gemütlicher – es geht leicht „wellig“ zum Hexenpilz, in dessen Nähe wir den gleichnamigen Tradi Felsengroteske Satansbrocken Hexenpilz suchen und finden können.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur nächsten Burg.

 

Die Burgruine Neudahn

Der Wald lichtet sich und wir sehen die noch recht gut erhaltete Burgruine Neudahn. Wir nehmen den rechten Weg und haben dort die Möglichkeit über eine kleine Kraxelei über einen flachen Felsen zu einem Eingang zu gelangen.

In der Ruine wollen wir den Tradi DIE BURGRUINE NEUDAHN suchen, der sich laut den Logs oben auf der „Aussichtsplattform“ befindet. Hinter dem Eingang führt eine Wendeltreppe nach oben in den großen Burgsaal, in dem inoffizielle „Übernachtungsgäste“ wohl ein Lagerfeuer angezündet hatten.

Weiter hinten gibt es eine weitere Wendeltreppe, die nun ganz nach oben führt. Nach einem tollen Ausblick suchen wir nun den Tradi, was uns trotz Hint und Spoilerbild schwer fällt. Nach einiger Zeit werde ich dann aber doch noch fündig!

Es gibt hier oben mehrere Treppen. Wir nehmen nun eine andere zum Abstieg und verlassen die Burg durch den Vordereingang.

Bevor wir weiter wandern, drehe ich mich noch einmal um und mache ein letztes Foto von der Burgruine Neudahn. Ein wirklich beeindruckender Abenteuerspielplatz!

 

Das Dahner Felsentor

Anschließend steigen wir über einen schmalen Wanderpfad ins Tal ab. Unterwegs kommen wir ein einer tollen Felsformation, dem Dahner Felsentor vorbei.

Hier hat die Natur einen engen überdachten Durchgang geschaffen, in dem inzwischen unzählige Steinmännchen aufgestellt wurden.

Kurze Zeit später erreichen wir das Tal.

 

Auf der Suche nach einer Einkehrmöglichkeit

Der Wanderweg führt nun am Neudahner Weiher vorbei das ganze Tal entlang bis zur Dahner Hütte, die zum Pfälzerwaldverein gehört. Hier hatten wir gehofft noch eine gemütliche Pause im Biergarten einlegen zu können – doch leider ist die Hütte selbst an Pfingsten immer noch wegen Corona geschlossen. Wir wandern weiter …

Eine knappe halbe Stunde später erreichen wir den Felsengraf, der geöffnet hat. In seinem Biergarten gönnen wir uns noch eine längere Pause mit einem kleinen Imbiss.

Danach teilt sich der Dahner Rundweg den Wegverlauf mit den Dahner Felsenpfad, den wir Ende Februar schon gewandert sind. Es geht vorbei an Braut und Bräutigam, am Wachtfelsen und führt dann wenig ansehnlich über den Parkplatz eines Supermarktes zurück zum Parkplatz am Kurpark, an dem wir kurz nach 17 Uhr ankommen.

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Dahner Rundwanderweg sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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