Geocaching & Wandern: Hahnfels-Tour

Vor ein paar Wochen sind saarzwerg und ich den Premiumwanderweg Hahnfels-Tour im Pfälzerwald gewandert. Über die komplette Strecke führt ein einfacher Multi mit sieben Stationen.

Unterwegs gibt es viele schöne Felsen, mehrere grandiose Ausblicke und eine Burgengruppe zu besichtigen. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Die Hahnfels-Tour

Der Wanderweg Hahnfels-Tour startet in der Ortsmitte von Erfweiler, einem Nachbarort von Dahn ist. Dort befindet sich ein großer und kostenloser Parkplatz mit einer öffentlichen sanitären Einrichtung. Die Tour wurde mit 75 Punkten als Premiumwanderweg zertifiziert und hat einen Länge von 14,4 Kilometern. Nach unserer Wanderung mit Geocaching hatte ich knapp 15 Kilometer und 550 Höhenmeter auf meinem GPS. Die Wanderung ist als mittelschwer eingestuft, am Anfang recht „wellig“ und auf den letzten Kilometern überwiegend flach.

Mit Geocaching und einer gemütlichen Mittagspause benötigen saarzwerg und ich knappe fünfeinhalb Stunden. Wie es sich für einen Premiumwanderweg gehört, ist die komplette Wanderung sehr gut ausgeschildert.

An jeder Abzweigung zeigt Euch der blaue Hahn den richtigen Weg.

Über den kompletten Premiumwanderweg führt der Multi Keep on rockin‘ – Hahnfels-Tour der Owner Klawitters. Der Multi hat sieben Stationen, die alle recht gut und eindeutig zu finden sind. Das Final ist eine schöne Munitionsbox. Für Statistikcacher ist diese Wanderung weniger geeignet, da auf den ganzen 14 Kilometern derzeit „nur“ der Wandermulti, zwei Tradis und ein Multi in der Burgengruppe gesucht werden können. Uns hat diese Tour sehr gut gefallen!

 

Hinauf auf den Hahnfels

Wir starten auf an dem großen Parkplatz in der Ortsmitte, auf dem wir mühelos einen Parkplatz finden können. Wir haben Glück: es ist tolles Wetter mit viel Sonnenschein. An der Kirche folgen wir den Treppen in den Wald.

Dort windet sich ein kleiner Wanderpfad auf den Hahnberg hinauf. Im Wald ist es schön schattig – so ist der Aufstieg für uns leicht zu schaffen.

Kurz vor Erreichen des Aussichtspunkts suchen wir noch schnell den Tradi Felslandblick, der trotz der springenden GPS-Anzeige mit dem Spoilerbild gut zu finden ist. Ein kleines Stück weiter kommt das erste Highlight des Tages: der grandiose Ausblick vom Hahnfels, an dem sich auch eine Station unseres Wandermultis befindet.

Über einen kleinen gesicherten Steg laufen auf vor bis zur Abbruchkante des Felsens. Dort genießen wir den tollen Ausblick über Erfweiler. Im Hintergrund ist die Burgengruppe zu sehen, an der wir noch vorbeikommen werden.

Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen vor dieser Kulisse noch schnell ein Selfie zu machen.

Anschließend gehen wir über den Steg zurück zum Wanderweg und setzen unsere Tour fort.

Hier sollte man keine Höhenangst haben – rechts und links vom Steg geht es doch arg in die Tiefe!

 

Weiter zum Dorfblick

Es geht überwiegend flach bis leicht ansteigend weiter. Ich mag diese schmalen Wanderpfade im Pfälzerwald. Unterwegs tauchen immer mal wieder kleinere Felsen auf.

Dann geht es nach oben. Wir nähern uns dem nächsten Aussichtspunkt, der nicht ganz so spektakulär wie der erste ist. Dafür ist hier oben mehr Platz – es gibt so gar Bänke mit einem Tisch, die zum Picknicken einladen. Für uns ist das aber noch zu früh!

Bezeichnenderweise heißt der Aussichtspunkt Dorfblick: wir schauen wieder auf Erfweiler.

Nach einer kurzen Pause wandern wir weiter – es geht noch ein kleines Stück nach oben, bevor ein längerer Abstieg ins Tal folgt.

 

Durchs Tal zu den Schafsfelsen

Im Tal angekommen zweigt nach einem kurzen Stück Forstweg erneut ein schmaler Wanderpfad in den Hang ab, der am Heegerturm vorbei führt. Auf den ausgeschilderten Abstecher zum Felsen verzichten wir. Danach wandern wir durch das nächste Tal, bist der Aufstieg zu den Schafsfelsen beginnt. Dort oben ist jetzt schon mehr los. Die Felsen sind bei Kletteren beliebt. Als wir an der Felswand vorbei wandern ist gerade ein Klettere dabei sich die Route anzuschauen.

Auch nach den Schafsfelsen steigt der Wanderweg noch weiter an. Es geht an einigen kleineren Felsformationen vorbei.

Am Ende des Pfades kommen wir wieder auf einen Forstweg, der nun ein ganzes Stück eben in Richtung Westen verläuft. Hier können wir uns von dem letzten Anstieg erholen.

 

Über den Kahlenberg

Dann zweigt der Wanderweg wieder vom Forstweg ab und geht in kleinen Serpentinen auf den Kahlenberg hinauf. Dieser Anstieg ist zum Glück recht kurz und schon wenige Minuten später haben wir den Kamm erreicht und wandern recht eben weiter zum Aussichtspunkt.

Auch hier bietet sich uns wieder eine tolle Aussicht über die bewaldeten Hügel des Pfälzerwaldes …

… und ein erster guter Blick auf die Burgengruppe, die aus den drei Burgen Tanstein, Grafendahn und Altdahn besteht.

An diesem Punkt haben wir den zweiten längeren Aufstieg dieser Tour hinter uns gebracht – es geht nun zunächst wieder leicht bergab.

Im Abstieg kommen wir zu dem nächsten Aussichtspunkt „Wasgaublick“, der sich auf der Spitze eines großen Felsens befindet. Auch hier gibt es einen Picknicktisch mit Bänken, die zum Verweilen einladen.

Abschließend steigen wir über Serpentinen ins Tal ab.

 

Hinüber zu den Burgen

Unten angekommen, wandern wir an einem Sportplatz leicht wellig in ein grünes Bachtal und überqueren anschließend die Landstraße.

Auf der anderen Seite geht es anschließend leicht ansteigend das nächste Tal hinauf. Nun ist es nicht mehr weit bis zu den drei Burgen, die schon über den Bäumen zu sehen sind.

Über den breiten Forstweg laufen wir hinauf zum Parkplatz unterhalb der Burgengruppe.

Hier suchen wir den Tradi Parva via 3 (tradi Cache Tour), den wir leider, trotz eines eindeutigen Hints, nicht finden können. wie unsere Vorlogger machen wir ein Fotolog. Der Owner dieses Caches ist seit April des letzten Jahres nicht mehr aktiv. Inzwischen wurde auch ein „Needs Archived“ geloggt, so dass ich davon ausgehe, dass dieser Tradi in den nächsten Monaten verschwinden wird. Wir folgen der kleinen Teerstaße hinauf zu den Burgen.

Leider ist die Burgschänke, in der ich gehofft hatte, einkehren zu können, noch wegen Corona geschlossen. In den Burgen könnten wir den Multi Medieval Cache II – Altdahn suchen – wegen der fortgeschrittenen Zeit und weil wir inzwischen Hunger bekommen haben, verzichten wir darauf. Wir laufen außen an den Burgen vorbei und folgen dem Wanderweg in den Wald.

Dort geht es recht „wellig“ über den Kamm, vorbei an vielen schönen Felsen.

Sogar an einer kleinen Höhle kommen wir vorbei. Sie ist wohl ein beliebter Platz für Parties. Die Decke ist schon ganz schwarz vom offenen Lagerfeuer.

Es geht noch einmal kurz steil nach unten und anschließend wieder nach oben. Am Ende des Pfades nutzen wir die Bank für eine ausgedehnte Mittagspause.

 

Die lange Schleife durchs Bottental

Nach der Mittagspause kommen nun keine größeren Anstiege mehr. Wir spazieren ein kleines Stück die Landstraße entlang, bevor ein breiter Forstweg in den Wald abzweigt.

Diesem folgen wir das Bottental hinauf – wobei hinauf in diesem Falle wirklich übertrieben ist, die letzten sieben Kilometer haben keine nennenswerten steilen Anstiege mehr. Wir erreichen die Köhlerhütte. einmal im Jahr wird hier ein Meiler aufgebaut und angezündet. In diesem Jahr fällt die Köhlerwoche jedoch wegen Corona aus.

Kurze Zeit später erreichen wir den Landschaftsweiher. Auch hier laden einige Bänke zum Verweilen ein.

Wir wandern immer weiter das Bottental hinauf. Dann biegen wir vom Forstweg auf einen schmalen Wanderpfad ab. Wir kommen zur Eibachquelle. Dort hängt ein „Gemeinschaftsbecher“ um wasser zu schöpfen. In Zeiten von Corona ist das aber sicher nicht zu empfehlen?!

Der Weg bleibt schmal und führt durch ein dichtes Waldgebiet mit bemoosten Bäumen. Am Ende erreichen wir einen kleine Wasserfall. Dort können wir die letzte gesuchte Zahl unseres Wandermultis bestimmen und das Final ausrechnen. Gleich unser erster Versuch liefert Koordinaten, die auf den ersten Blick recht gut ausschauen.

Nun geht es auf der anderen Talseite wieder zurück in Richtung Erfweiler. Zunächst über einen breiten Forstweg und dann über den schmalen Dickkopfpfad, der sich idyllisch durch den Hang schlängelt.

Dieser Pfad ist ein schöner Abschluß für diese Wanderung.

Kurze Zeit später erreichen wir Erfweiler. Das Final war gut zu finden und besteht aus einer großen Munitionskiste.

In Erfweiler folgen wir der Beschilderung durch den Ort, welcher wirklich sehr schön ist. Es gibt noch viele Fachwerkhäuser und einen kleinen Dorfplatz mit Denkmal. Eine kleine Gasse bringt uns zum großen Parkplatz in der Dorfmitte. Damit geht ein tolle Wanderung mit vielen Eindrücken für uns zu Ende!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Premiumwanderweg Hahnfels-Tour sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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