Geocaching-Franken (Blogvorstellung)

Vor einiger Zeit schrieb mich Frank an und fragte mich, ob ich nicht den Neustart von Geocaching-Franken bei mir im Blog vorstellen möchte – und das war natürlich die ideale Gelegenheit zu einem Interview.

Frank hat zusammen mit einem Kollegen den schon länger bestehenden Blog übernommen und ihm eine neue Ausrichtung gegeben. Schaut doch mal rein!


Frank, wie heißt dein Blog und wo findet man ihn im Internet?

Unsere Seite „Geocaching-Franken“ ist unter geocaching-franken.de zu finden.

Seit wann bist Du Geocacher und wann hast Du angefangen zu bloggen?

Im Juli 2020 feiere ich mein 10jähriges Geocaching Jubiläum. In den 10 Jahren habe ich sehr viele Abenteuer erlebt und es ist bis heute nicht langweilig geworden. Mit Geocaching-Franken.de habe ich im November 2019 begonnen, die neue Seite ist aber erst seit dem 30.05.2020 online. Mit dem Blog Geoschnueffler.de bin ich schon ein paar Jahre im Internet vertreten.

Wie bist Du auf die Idee zu deinem Blog gekommen?

Als ich erfahren hatte, dass die Seite Geocaching-Franken.de eingestellt wurde und die Domain verkauft werden sollte, hatte ich nicht lange überlegt und hatte zugeschlagen, da ich die Seite „retten“ wollte. Geocaching-Franken.de war zu meiner Anfängerzeit immer die erste Anlaufstelle wenn ich eine Frage zum Geocachen hatte. Aber auch später war das Forum eine Bereicherung, das ich gerne besuchte.

Die Ideengestaltung hat sich im Gegenzug etwas gezogen. Das alte Forum mit seinen Inhalten konnte ich leider nicht „retten“ und ein neues Forum, zu Zeiten der vielen Facebookgruppen aufzubauen, macht keinen Sinn.

Ziel ist / war es, für Geocacher die Franken besuchen wollen, eine Anlaufstelle zu schaffen, um Informationen für ihren Aufenthalt zu sammeln. So entstand die Idee ein Webverzeichnis aufzubauen, welches neben dem Blog (bei uns das Magazin) den Kern der Seite darstellt.

Jetzt kann jeder im Vorfeld nach Informationen suchen und seinen Besuch einfacher planen. Besonders gut finde ich persönlich, die Funktion mit dem Smartphone, bei der man direkt vor Ort nach Einträgen in der direkten Umgebung suchen kann. Dies ist sehr praktisch, wenn man nach einer Wanderung ein Lokal oder weitere Möglichkeiten an Freizeitaktivitäten sucht.

Gab es von der Idee bis zur Umsetzung irgendwelche Schwierigkeiten und wenn ja, wie bist Du damit umgegangen?

Tatsächlich hat auch Corona bzw. die notwendigen daraus entstandenen Maßnahmen den Start der Seite verzögert. Eine Seite während Ausgangsbeschränkungen zu starten, die sich thematisch sehr mit Freizeitaktivitäten beschäftigt, machte für mich keinen Sinn. So hieß es erst einmal abwarten, wie sich die Sache weiter entwickelt. Unseren Veranstaltungskalender mussten wir z.B. aufgrund der abgesagten Events und Veranstaltungen komplett leeren.

Da im Mai die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen starteten, hatten wir uns überlegt, nun auch mit Geocaching-Franken.de online zu gehen.

Blogs über Geocaching gibt es ja inzwischen viele. Wie unterscheidet sich dein Blog von den anderen?

Wie bereits erwähnt, liegt der Kern der Seite auf dem Webverzeichnis. Hier werden neben „Geocaching-Highlights“ Informationen eingetragen die Geocacher interessieren könnten. Als kleine Beispiele: Wo kann ich übernachten? Wo kann ich essen gehen? Was gibt es für Freizeitaktivitäten? ……
Bei unseren Verzeichniseinträgen legen wir wert, dass die Empfehlungen von Geocachern kommen. Unser Motto: „Von Geocacher für Geocacher“. Dazu kann sich jeder Geocacher über sein Geocaching-Profil bei uns registrieren. Anschließend ist der Cacher berechtigt eigene Verzeichniseinträge zu verfassen und kann somit seine Region der Geocacher-Gemeinde vorstellen.

Was kostet Dich dein Blog im Jahr? Wie finanzierst Du den Blog? Wie stehst Du zu Werbung auf deinem Blog? Hast Du Partner oder Sponsoren?

Ich habe das Glück, dass Geocaching-Franken.de auf dem Server eines Onlineshops gehostet ist, mit dem ich im guten Kontakt stehe. Somit fallen keine Gebühren für den Server an. Aber klar, Lizenzkosten usw. fallen dennoch an. Das hält sich aber alles im Rahmen und ist somit aus „eigener Tasche“ zu finanzieren. Als Werbung auf dem Blog gibt es hin und wieder mal Beiträge wo ein Amazon-Partnerlink Verwendung findet. Das stellt aber eher die Ausnahme dar. Ansonsten gibt es einen Werbebanner für den gesagten Onlineshop, als Dankeschön für das Webhosting. Weiter Partner oder Sponsoren hat Geocaching-Franken.de nicht.

Wie schaut das Team hinter deinem Blog aus? Bist Du ein Einzelkämpfer oder hast Du Unterstützung?

Zusammen mit Frankenpower_GPS arbeiten wir als 2-Mann-Team an der Seite. Als Hobby neben Beruf und der Dosensuche wäre das anders auch nicht machbar. Sehr dankbar bin ich aber auch meinen Cacherfreunden, die tatkräftig Unterstützen wenn es mal „brennen“ sollte und auch konstruktive Kritik und Ideen in das Projekt mit einbringen.

Habt Ihr eine feste Aufgabenteilung?

Eine feste Aufgabenteilung gibt es eigentlich nicht. Wir sprechen uns öfters ab, was ansteht und wer was macht. Um alles technische kümmere ich mich selbst. Redaktionelle Inhalte übernimmt meist Frankenpower_GPS und tauscht sich aus regelmäßig mit anderen Cachern aus Franken aus.

Wieviel Zeit investierst Du/Ihr in den Blog?

Die Sache mit einem Webverzeichnis ist, dass man eigentlich nie fertig wird. Es gibt unzählige Informationen die eingepflegt werden müssen. Wir selbst haben uns die Auflage gesetzt, alle Einträge nach 6 Monaten auf Aktualität und Fehler zu überprüfen. Eigentlich wäre das ein Vollzeitjob. Neben Beruf, Hobby und Familie würde ich mal grob schätzen, dass jeder von uns ca.: 1bis 3 Stunden am Tag investiert.

Wie findest Du deine Themen für deine Artikel?

Zum einen aus meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen beim Geocachen. Zum anderen lese ich auch in anderen Blogs und Facebookgruppen mit. Auch in der lokalen Presse, bei Gesprächen mit anderen Geocachern kann man sich Inspiration holen.

Wann schreibst Du deine Artikel? Hast Du einen bestimmten Rhythmus oder schreibst Du nur, wenn Dir gerade danach ist?

Wenn es etwas zu berichten gibt, wird ein Artikel in unserem Magazin veröffentlicht. Als Ziel haben wir uns den 1-2 Wochenrhythmus gesetzt, den wir versuchen einzuhalten.

Hast Du bestimmte Schwerpunktthemen? Wenn ja, warum liegen Dir gerade diese Themen am Herzen?

Ganz klar: „Geocaching in Franken“

Ich merke selbst, wenn ich z.B. ein MEGA oder eine Region besuche, wie mühselig es oft ist, notwendige Infos für die Planung zusammen zu suchen. Geocaching-Franken.de soll dies für die Region Franken vereinfachen.

Wie gehst Du beim Schreiben deiner Artikel vor? Alles „frei Schnauze“ oder verfolgst Du ein bestimmtes Konzept?

Zunächst werden Informationen und Ideen gesammelt und in unserem „Notizbuch“ hinterlegt. Daraus werden dann die Artikel erstellt.

Welche Medien nutzt Du in deinem Blog? Bevorzugst Du kurze oder lange Texte? Machst Du deine eigenen Bilder oder gar Videos?

Die Textlänge variiert je nachdem wie viel Text das Thema gerade hergibt. Unsere „Nachrichten“ sind eher kurz und knapp gehalten und verweisen auf die entsprechende Quelle. Unsere Artikel im „Magazin“ können hingegen auch mal länger ausfallen.
Wir versuchen so viele Bilder wie möglich selbst zu machen, aber nicht immer klappt das. Daher greifen wir auch auf Stock-Bilder zurück.
Künftig ist es geplant mehr in das Thema Video und Streaming einzusteigen. Wir haben zum Beispiel den Livegang von Geocaching-Franken.de mit einem YouTube-Livestream „gefeiert“.
Wenn du mal in der Gegend bist, bist du gerne auf unserer „Streamingcouch“ eingeladen. ;-)

Wie ist das bisherige Feedback deiner Nutzer? Gibt es viele Kommentare zu deinen Artikeln? Gibt es Wünsche oder Verbesserungsvorschläge?

Wir waren von dem positiven Feedback nach dem Start sehr erfreut. Es hatten sich auch gleich Geocacher auf unserer Seite registriert und eigene Verzeichniseinträge erstellt. Das hatten wir so nicht direkt erwartet und sind deshalb sehr „Happy“. Auch die Reaktionen der eingetragenen „Geschäfte“ sind bis jetzt nur positiv. Diese werden von uns kontaktiert und über ihren Eintrag in unser Verzeichnis informiert. Von vielen bekommen wir noch zusätzliche Informationen und Bildmaterial zugesandt.

Schaust Du auch nach den anderen Geocaching-Blogs und -Podcasts? Wenn ja, welche liest Du? Wie hältst Du dich im Thema Geocaching auf dem Laufenden?

Klar konsumiere ich auch. Sehr gerne höre ich den Podcast „CacHeFreQueNz“ während meiner Autofahrt von bzw. zu meiner Arbeitsstelle. Blogs lese ich regelmäßig von „Die Blümchen“, „…noch ein Geoblog “ und „Schmelli online“. Dein Blog gehört natürlich auch dazu.

Wie gefällt Dir die aktuelle Geocaching-Blogger-Szene?

Es gibt einige sehr gute Blogs. Leider haben aber auch schon sehr viele Blogger wieder das Handtuch geworfen.

Bei Berichten und Kommentaren zu kritischen Themen liest man oft das Killer-Argument „Hört auf zu diskutieren und geht lieber raus Dosen suchen.“ Wie ist deine Antwort darauf?

Diskussionen sind gut und wichtig. Aber es gibt irgendwann einen Punkt, wo eine Diskussion so festgefahren sein kann, dass man lieber seine Zeit mit der Dosensuche verbringt.

Gibt es bei Dir eine Netiquette für Kommentare oder darf jeder alles schreiben? Wie gehst Du damit um, wenn sich jemand daneben benehmen sollte?

Generell darf bei uns jeder alles schreiben, solange es sachlich und in einem vernünftigen Ton passiert. Aus jeder Kritik kann man ja auch eine Verbesserung ziehen. Sollte sich jemand mal extrem daneben benehmen behalten wir uns das Recht vor den Kommentar zu löschen.

Was glaubst Du, wie sich Geocaching in den nächsten fünf Jahren verändern wird? Welche Auswirkungen wird das auf die Geocaching-Blogs haben?

Nachdem in den letzten Jahren der Hype um das Geocaching gesunken ist, wäre es schön wieder etwas „Nachwuchs“ an Geocachern zu bekommen. Ich denke, dass gewisse Blogs bestehen bleiben um eine feste Anlaufstelle für Cacher zu sein, andere Blogs werden wie immer kommen und gehen.

Nun noch zu Dir – ganz kurz, wie bist Du zum Geocaching gekommen und was machst Du so, wenn Du nicht gerade eine Dose suchst?

Ich bin vor 10 Jahren bei einem „Sommerlochbericht“ zum Thema Geocaching hängen geblieben. Ganz ohne GPS und Handy hatte ich anschließend meine erste Dose gesucht und bin seitdem „infiziert“.

Frank, ich danke Dir für dieses Interview. Möchtest Du noch einen Gruß loswerden?

Ich möchte mich bei Saarfuchs für die Möglichkeit dieses Interviews bedanken. Alle Leser möchte ich gerne nach Franken zum Geocachen einladen und wünsche allen in dieser Zeit: „Bleibt gesund!“

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Falls auch Ihr Euren Blog oder Podcast hier vorgestellt haben möchtet, so füllt doch einfach den Onlinefragebogen für Blogger & Podcaster mit den Interviewfragen aus und drückt anschließend auf senden. Ich freue mich schon auf Eure Beiträge!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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