Okt 072013
 

Hier nun der zweite Teil meines Artikels “Sightseeing und Geocaching in Prag” – nun aber bei Tag. Für saarzwerg und mich war schnell klar, wenn wir das erste Mal nach Prag kommen, geht es uns nicht um die Masse, sondern um die Qualität – wir wollen Geocaching mit Sightseeing verbinden.

geocaching and sightseeing in prague

Und dazu habe ich mir als Vorbereitung die Sightseeing-Ziele in der Stadt markiert und in der Nähe befindliche Geocaches mit vielen Favoritenpunkten herausgesucht. Entstanden ist die folgende Tour, die ich Euch nun vorstellen möchte…

Am Samstagmorgen haben wir noch eine kurze Runde durch den Park zum GPS-Maze gedreht, worüber ich ja schon berichtet hatte. Danach brechen wir am späten Vormittag zur Metro-Haltestelle “Budějovická” auf, um den Mystery Prazske “hrady” / Prague “Castles” zu heben. Bei diesem Mystery muss man – neben der Dose – noch ein besonderes Bild machen: Es müssen die beiden Burgen von Prag auf diesem Bild zu sehen sein – und dieser magische Fotospot ist in der Nähe dieser Dose zu finden.

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Nachdem wir diese Aufgabe erfolgreich abgeschlossen habe, fahren wir mit der Metro wieder zurück in die Altstadt – dieses Mal zum Platz der Republik. Dort gönnen wir uns zunächst ein kleines Mittagessen in einem der vielen Staßencafés bevor wir weiter schlendern in Richtung Pulverturm. Unterwegs kommen wir am Gemeindehaus vorbei, einem bedeutenden Jugendstilbauwerk.

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Wir sind neugierig und werfen einen Blick ins Innere – alles sehr luxuriös!

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Wir gehen weiter und erreichen den Pulverturm. Dort beginnt der Multi “The Royal Road“, den ich jedem Touristen in Prag wärmsten empfehlen kann – er wird uns durch die komplette Altstadt über die Karlsbrücke bis zum Burgberg führen…

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Wir suchen am Pulverturm einige Zeit nach der gesuchten Information – haben aber beide Tomaten auf den Augen. Ist an diesem Wochenende aber kein Problem – die Stadt ist voll mit Geocachern und so finden wir welche, die uns schnell helfen können…

Weiter geht’s bis zum Marktplatz am Rathaus…

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Vor der nächsten Station unseres Multis nehmen wir noch den Virtual “Prague, Staroměstské náměstí” mit. Die Fragen sind schnell beantwortet.

Auf dem Marktplatz befindet sich auch der Prager Meridian, welcher früher die Zeit anzeigen konnte.

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Wir haben herrliches Wetter an diesem Wochenende – strahlend blauer Himmel – es macht Spaß Fotos zu machen. Wir laufen über den Platz. Im Hintergrund sehen wir die Teynkirche mit ihren tollen Türmen – bei Nacht ist sie noch schöner!

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Überall in der Altstadt sehen wir Oldtimer. Ihre Besitzer bieten damit Stadtrundfahren an – leider ist der Spaß nicht ganz billig: für 50€ gibt’s 40 Minuten Rundfahrt.

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Wir erreichen das Torhaus der Karlsbrücke von der Altstädterseite. Auch tagsüber ist hier viel los. Auf der Brücke werden allerlei “Kunstwerke” zum Verkauf angeboten…

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Bevor wir die Karlsbrücke betreten, werfen wir noch einen Blick hinüber zum Burgberg. Direkt neben dem Torhaus ist ein passender Fotospot.

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Die Brücke ist sehr beeindruckend. Rechts und links säumen 30 Figuren den Weg.

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Eine Stelle ist besonders markiert – hier ist der heilige Nepumuk in die Moldau geworfen worden. Berührt man dort die Kupferplatte, darf man sich was wünschen – wie man an der blanken Stelle sieht, wird davon sehr oft Gebrauch gemacht!

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Wir gehen die Brücke nicht bis zum nächsten Torhaus, stattdessen nehmen wir vorher die Treppen zur Kampa-Halbinsel.

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Von dort ist es nur noch ein Katzensprung zum Ufer der Moldau und diesen herrlichen Blick auf die Karlsbrücke und die dahinterliegende Altstadt.

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In der Nähe befindet sich noch der Tradi “Prague bridges 1 – Karluv most“, den wir gerne loggen. Wir spazieren weiter über die “Kampa” und entdecken an einer Brücke so allerlei Schlösser – erinnert irgendwie an Köln, oder?

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Von dort ist es dann nicht mehr weit bis zur “Lennon Wall“, wo ebenfalls ein Tradi versteckt wurde. Hier lauschen wir einige Zeit dem Straßenmusiker, der seine Sache recht gut macht.

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Weiter führt uns der Multi nun immer aufwärts dem Burgberg entgegen. Unterwegs gibt es noch an der ein oder anderen Station was abzulesen.

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Endlich kommen wir nach vielen Stufen vor dem Eingang der Prager Burg wieder auf eine breitere Straße. Dort gilt es den Tradi “Plynove lampy – Gaslamps“, der sich mit den historischen Gaslampen beschäftigt, zu finden. Wir haben Erfolg!

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Nun ist die Burg an der Reihe – die Uhrzeit passt – es ist nach 18:00 Uhr und ab dann kommt man kostenlos hinein. Am Haupteingang stehen zwei Wachen – die erinnern irgendwie an London, denn auch diese versuchen weitestgehend die Touristen zu ignorieren.

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Wie gehen hinein. Neben dem St. Veits Dom ist ein großer Obelisk – dort befindet sich der Earthcache “Mrákotínský monolit“, den wir ebenfalls loggen wollen. Dazu lassen wir uns von einem russischen Geocaching-Team fotografieren – die Verständigung ist eine Herausforderung!

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Irgendwie hab’ ich das Gefühl, dass hier die Zeit schneller vergeht – der Tag neigt sich schon fast dem Ende… die Sonne ist dabei unterzugehen und taucht die Burg in ein schönes Abendlicht.

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In dem Moment fährt vor dem Haupteingang der Burg eine Stretch-Limo vor und diese hübschen Model steigen aus und lassen sich vom Fahrer vor der Burg ablichten. Da es natürlich eine Weile dauert, bis der Fahrer mit der Kamera eines jeden Models ein Bild von allen geschossen hat, habe auch ich Zeit dieses Bild zu machen.

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Nun haben wir alle Informationen zusammen, um die Finalkoordinaten unseres Multis auszurechen. Es ist etwas zu Laufen bis zum Final. Als wir zurück Blicken sehen wir die Kathedrale, die die Prager Burg überragt.

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Jedoch werden wir dort von einer super Aussicht auf die Altstadt von Prag überrascht! Das Abendlicht bietet eine tolle Lichtstimmung – schnell mache ich noch ein Panorama aus mehren Bildern…

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Blick über die Altstadt von Prag am Abend

Von unserem anschließenden Abendspaziergang habe ich Euch ja schon im ersten Teil berichtet.

Am nächsten Tag besuchen wir zunächst morgens das Mega-Event und fahren anschließend wieder in die Altstadt. Dort wollen wir das jüdische Viertel besuchen. Wir beginnen diese Sightseeing-Tour bei der alten Synagoge, wo der dreiste Cache “Staronova synagoga / The Old-New Synagogue” versteckt ist. Beim Loggen lernen wir noch einige Schweizer Geocacher kennen bevor wir weiter laufen.

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Das Viertel ist interessant – überall entdecken wir jüdische Symbole und Schriftzeichen.

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Und natürlich wird an den Ständen hier auch allerlei Kunsthandwerk angeboten. Auch den Golem, der eng mit der jüdischen Geschichte verbunden ist, gibt es hier zu kaufen.

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Das jüdische Viertel ist nicht groß – wir haben schnell alles gesehen. Um den großen Friedhof zu besichtigen, haben wir leider keine Zeit, unser Rückflug geht bald.

So laufen wir nur noch in Richtung Moldau und nehmen unterwegs noch den Tradi “Jan Mydlar” mit. Am Moldau-Ufer angekommen, haben wir noch einen letzten Blick auf die Prager Burg und die Karlsbrücke bevor wir mit Metro und Bus zum Flughafen fahren.

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Falls ihr am Flughafen in Prag mal etwas Zeit (also mindestens eine Stunde außerhalb rumlaufen könnt) habt, so würde ich Euch noch die beiden folgenden Caches empfehlen:

Und mit diesen beiden Caches geht auch unser Wochenende in Prag zu Ende und wir treten den Heimflug nach Frankfurt an. Wie immer gilt, wenn ihr mehr Bilder von Prag sehen möchtet, so werft doch bitte einen Blick in mein Webalbum.

 

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