Norditalien – Verona und seine römische Arena

Am nun schon siebten Tag unserer großen Norditalien-Rundreise erreichen wir um die Mittagszeit Verona. Wir schauen uns die große römische Arena an, gehen zum Marktplatz und besteigen dort einen Turm, besichtigen ein paar Kirchen und laufen am Abend über die Skaligerbrücke, gehen gemütlich Essen und vertreten uns danach die Beine im beleuchteten Verona.

Natürlich kommt bei dem vielen Sightseeing auch Geocaching nicht zu kurz! Kommt mit auf die virtuelle Tour durch Verona …

 

 

Ankunft in Verona

Kurz vor halb eins erreichen wir das Parkhaus Arsenale am Ufer der Etsch in Verona. Zum Einchecken in unser gebuchtes B&B ist es aber noch zu früh – das geht erst ab 14 Uhr. Daher beschließen wir, zunächst einmal alles im Auto zu lassen und uns die historische Altstadt anschauen zu gehen. Auf der etwa dreistündigen Fahrt von Florenz nach Verona hat saarzwerg schon mal zwei Mal die VeronaCard online gekauft, mit der wir nun ohne anstehen zu müssen in die Arena kommen sollten.

Vom Parkhaus laufen wir über eine Brücke über die Etsch in die Altstadt.

Hinter der Brücke verlassen wir die breite Straße und schlendern durch die engen Gassen.

Kurz danach stehen wir schon vor der riesigen Arena.

 

Besuch der Arena

Wir gehen zur Kontrolle und zeigen unsere Online-Tickets.

Zu unserer Überraschung erfahren wir, dass wir zunächst unsere Online-Tickets in der Tourist-Info gegen Papiertickets tauschen müssen. Zum Glück ist die gleich um die Ecke im Erdgeschoss des Palazzo Barbieri.

Nachdem das erledigt ist, werden wir endlich eingelassen. Wir schlendern durch die hohen und angenehm kühlen Gänge der Arena. Wie sich wohl die  Römer damals gefühlt haben müssen, als sie hier durchgelaufen sind?

Über eine Treppe betreten wir die Tribüne. Aktuell wird gerade eine Großveranstaltung vorbereitet, weshalb einige Teile der Arena heute für uns nicht zugänglich sind. Dafür ist der Innenraum aber schon herrlich rot geschmückt.

Wir gehen die Treppen ganz nach oben. Erst von hier oben bekomme ich einen guten Eindruck, wie riesig diese Arena doch ist!

Über eine andere Treppe gehen wir nun wieder nach unten. Dabei kommen wir zu einem großen Bogen, durch den wir nach draußen schauen können.

Wieder unten angekommen gehen wir nun durch das Hauptportal in den Innenraum.

Dort suchen wir einen römischen Text und beantworten die Fragen zum Virtual ( M.S.G. ) Arena di Verona??. Schon kurze Zeit später erhalten wir eine Email, dass wir alles richtig beantwortet haben. Danach verlassen wir die Arena von Verona wieder.

 

Durch die Fußgängerzone zur Piazza delle Erbe

Als Nächstes wollen wir uns den Hauptplatz von Verona, die Piazza delle Erbe, anschauen. Dazu laufen wir durch die Fußgängerzone in nördlicher Richtung.

Da wir inzwischen Hunger bekommen haben, wollen wir uns nach Etwas umschauen, was wir aus der Hand essen können. Die Pizza-Stücke, die hier in der Fußgängerzone verkauft werden, sind aber alle überteuert.

Daher nutzen wir die Gelegenheit, die Fußgängerzone zu verlassen und dabei den Tradi La sinagoga zu suchen. Nachdem der gefunden und geloggt ist, schauen wir weiter nach Möglichkeiten. In einer kleinen Bar werden wir fündig – hier werden Panini angeboten und ganz frisch zubereitet. Wir kaufen zwei und ein kühles Getränk und setzen uns auf einer Treppe in de Schatten. So macht der Mittagsimbiss in Verona Spaß!

Nach einer kurzen Pause laufen wir weiter zur Piazza delle Erbe, die wir nach wenigen Minuten erreichen. Dort beantworten wir die Fragen des Virtuals Virtual Reward 2.0 La tribuna di Piazza delle Erbe.

Auf der linken Seite ragt schon der große Torre dei Lamberti in die Höhe. Der Turm ist mit 84 Metern das höchste Gebäude in der Stadt.

 

Besteigung des Torre Dei Lamberti

Wir gehen zur Kasse des Turm. Leider müssen wir hier wieder anstehen, da nur eine bestimmte Anzahl Personen gleichzeitig auf den Turm gelassen wird und vor uns gerade eine Schulklasse hochgefahren ist. Der Turm ist in der VeronaCard enthalten, der Aufzug wäre aber extra zu bezahlen. Da wir gut zu Fuß sind, nehmen wir die Treppen …

Von oben haben wir eine grandiose Aussicht auf die Hügel hinter der Altstadt.

Weiter links kann ich die Piazza delle Erbe sehen, die wir eben überquert haben.

Nachdem wir uns ausreichend umgeschaut haben, machen wir noch schnell ein Foto für den Virtual (max vr) Verona dall’alto – Virtual Rewards 2.0 und steigen anschließend die Treppen wieder hinunter und gehen in den Innenhof, wo eine riesige Treppe zum Palazzo della Ragione, in dem die Gemeinde ihren Sitz hatte, führt.

Wir gehen wieder zurück zur Piazza delle Erbe und biegen nach links in die Straße ein.

 

Weiter zum Haus von Julia (ohne Romeo)

Nach ein paar Schritten erreichen wir das Haus von Julia, die Casa di Giulietta, deren Steinbalkon damals William Shakespeare inspiriert haben soll. Natürlich machen auch wir ein Selfie davor.

Heute ist das Gebäude ein Museum und der Eintritt ist in unserer VeronaCard enthalten. Da uns hier aber entschieden zu viel Trubel herrscht, verzichten wir auf einen Besuch.

Unser Selfie nutzen wir, um den Virtual Giulietta -ZF192 zu loggen. Die gesuchte Information war hier leicht zu finden. Am Ausgang suchen wir anschließend noch den Tradi ( M.S.G. ) Il Balcone di Giulietta, mit dem wir so unsere Mühe haben. Erst als wir etwas großräumiger um die Koordinaten suchen, werden wir fündig!

 

Durch die Altstadt zur Basilika Sant’Anastasia

Wir schlendern weiter durch die Altstadt. In einer schönen Arkarde suchen wir den Tradi * sOtToRiVa *, den wir kurz vor dem Aufgeben doch noch finden können.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Sightseeing-Ziel suchen wir noch schnell den Tradi La Bra’ dei Molinari, was zum Glück einfacher geht. Kurz danach erreichen wir die Basilika Sant’Anastasia, deren Besichtigung ebenfalls in unserer VeronaCard enthalten ist.

Wir betreten die Kirche durch den Haupteingang und sind überrascht, wie kunstvoll diese Kirche verziert wurde.

Besonders das hohe Kirchenschiff und die toll bemalte Decke beeindrucken mich.

 

Besichtigung der Kathedrale von Verona

Wir verlassen die Basilika und laufen weiter zur Kathedrale, die gerade mal 300 Meter entfernt liegt. Hier ist jedoch der Haupteingang für Touristen gesperrt.

Daher gehen wir einmal um die Kirche herum …

… und nehmen den Seiteneingang. An der Kasse zeigen wir unsere VeronaCard vor und werden eingelassen. Die Kathedrale besteht aus mehreren Bereichen. Wir schauen uns zunächst das Baptisterium mit dem Taufbecken an.

Anschließend gehen wir hinüber zu einer frühen christlichen Basilika aus dem vierten Jahrhundert. Dort sind noch Mosaiken erhalten.

Zum Schluß betreten wir dann die Kathedrale, die wieder riesig ist und toll verziert wurde.

Durch einen ausgeschilderten Seitenausgang verlassen wir die Kathedrale wieder und stehen vor einem Kloster. Da saarzwerg etwas von einem Kreuzgang gelesen hat, gehen wir durch die offene Tür und werden fündig.

Wow – ich bin beeindruckt von der schlichten Architektur und mache wieder unzählige Fotos.

Danach verlassen wir das Kloster und suchen am Ausgang noch einen Tradi, den wir aber nicht finden können. Vor der Kathedrale setzen wir uns in eine Bar und lassen es uns bei zwei Aperol Spritz gutgehen. Gut ausgeruht wird es nun Zeit zurück zu unserem B&B zu gehen und einzuchecken.

 

Über die Ponte Scaligero

Nach dem Einchecken wollen wir in die Stadt zurück, um uns ein schönes Restaurant für unser Abendessen zu suchen. Dabei nehmen wir nun einen anderen Weg und überqueren die Etsch auf der mittelalterlichen Ponte Scaligero, die am Ende von einer mächtigen Festung bewacht wird.

Die Seitenmauern der Brücke sind mit Schwalbenschwanzzinnen, die typisch für diese Region sind, verziert.

Am Ende der Brücke laufen wir durch die Festung. Leider ist die Besichtigungszeit heute schon lange vorbei und morgen werden wir schon weitergefahren sein.

Wir verlassen die Festung in Richtung der Hauptstraße und laufen einmal um sie herum.

Ich finde es sehr beeindruckend, was die Scaliger ab 1355 hier mit ihren damaligen einfachen Werkzeugen erbauen konnten.

 

Vorbei am römischen Bogen

Neben der Scaligerburg befindet sich der Arco dei Gavi, ein römischer Ehrenbogen, der etwa 100 n. Chr erbaut worden ist.

Gleich gegenüber finden wir ein gemütliches Restaurant für unser Abendessen, wo wir draußen sitzen können.

 

Durch das beleuchtete Verona

Gut gestärkt unternehmen wir noch einen letzten Spaziergang durch Verona, bevor wir morgen weiterfahren werden. Wir bummeln zunächst zur Piazza del Signori, wo um diese Zeit noch überraschend viel los ist.

Hier der Blick in Richtung der Piazza delle Erbe, zu der wir anschließend gehen.

Auch hier ist noch viel los: Die Restaurants rund um den Platz sind alle noch gut gefüllt.

Ich gehe zum Brunnen und schaue mir die Gemälde an den Fassaden an. Die erinnern mich an die bemalten Häuser, die wir an unserem ersten Tag in Trient gesehen haben, was ja nicht sehr weit entfernt von Verona ist.

Wir laufen durch die Fußgängerzone zurück zur Brücke über die Etsch.

Um diese Zeit ist die Scalingerbrücke toll beleuchtet, findet Ihr nicht auch? Wir schlendern weiter zu unserem B&B und lassen den Tag ausklingen.

 

Unsere Hotel- und Restaurant-Empfehlung für Verona

In der Vorbereitung war die Suche nach einer guten und erschwinglichen Unterkunft mit Parkplatz und in fussläufiger Entfernung zu Altstadt nicht einfach. Schließlich wurden wir fündig und buchten uns die B&B Arsenale Suites (Provisionslink). Einen Tag vor unserer Anreise wurden wir informiert, dass wir “vollautomatisch” (digital online) einchecken  und auf diesem Wege auch unser Frühstück bestellen können.

Das komplette B&B ist automatisiert und wir öffnen das Tor zur Einfahrt und die Haustür per App. Irgendwie gefällt mir das als Geocacher und Exitgame-Spieler schon mal sehr gut. Auf der Webseite des Hauses stellen wir uns unser Frühstück zusammen, welches im Übernachtungspreis enthalten ist.

Morgens können wir alles in der Küche abholen und uns dann raus auf unsere eigene kleine Terrasse setzen. Das ist doch mal ein schöner Beginn für den Tag!

Das Zimmer ist modern und geräumig, genauso wie das Bad. Die eingesparten Personalkosten wurden hier scheinbar sinnvoll investiert. Uns hat es hier sehr gut gefallen und ich würde das B&B jederzeit wieder buchen!

Zum Abendessen sind wir in die L’Osteria Il Ciottolo gelaufen, die sich in unmittelbarer Nähe zum römischen Triumpfbogen befindet. Dort haben wir uns als Vorspeise die große Vorspeisenplatte des Hauses mit regionalen Leckereien bestellt und wurden nicht enttäuscht.

Neben Schinken und Salami gab es auch tollen Käse, sauer Eingelegtes und gebackene Polentastreifen – ein echter Genuß!

Dazu haben wir eine Karaffe des Rotweins des Hauses bestellt. Auch das Hauptgericht hat mich überzeugt, ich habe mir einen Ochsenfetzen mit reichlich Bratensoße und Katoffelstampf bestellt. Auch hier würde ich jederzeit wieder essen wollen!

 

Interaktive Karte von unserem Besuch

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching- und Sightseeing-Tour durch die historische Altstadt von Verona sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Die Geocaches, die wir dort gesucht haben, sind ebenfalls auf der Karte eingezeichnet. Ein Klick auf das Cachesymbol öffnet ein kleines Fenster mit weiteren Informationen. Falls in der Beschreibung eines Markers unten links drei Punkte angezeigt werden, so ist das ein Link zu weiterführenden Informationen. Bitte beachtet, dass alle Links zu Unterkünften und Hotels Provisionslinks sind.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelserie über unseren Besuch in San Marino und Norditalien mit einem Schwerpunkt auf der Toskana. Unsere komplette Reiseroute findet Ihr im Überblicksbeitrag “8 Tage Autorundreise durch Norditalien und San Marino“, wo Ihr auch die Links zu den weiteren Detailberichten, die ich bereits zu ausgewählten Zielen unserer Reise geschrieben habe, findet.

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Wie hat Euch dieser Reisebericht über unseren Besuch in der historischen Altstadt von Verona gefallen? Seid Ihr selbst schon in Venetien unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

2 Kommentare:

  1. Netter Bericht, sehr vieles kam mir bekannt vor.
    Ich war 2019, da ich mein Erasmus Semester in Bergamo verbracht hatte, öfters in Verona und durfte dort die cacher des MSG Teams (eine große Gruppe verschiedener Einheimischer Cacher) kennenlernen. Nach einem GIFF im Gewerkschaftshaus mit Buffet mit einheimischen Spezialitäten inkl. Pferdewurst und Selbstgebrannten, besuchte ich noch das Adventsevent auf den Hügeln nahe der Stadt. Selten durfte ich so eine Gastfreundschaft erfahren, wie in dieser kleinen aber herzlichen Cachergemeinschaft.

    Vor allem die Multis (einer endet direkt auf der Brücke) sind echte Highlights.

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