Geocaching & Wandern: Rundwanderweg Drachenfels

Als erste Wanderung im Neuen Jahr habe ich mir den Wanderweg “Auf der Spur des Drachen: Rundwanderweg Drachenfels” ausgesucht. Die gut markierte Strecke führt über den Drachenfels mit seinen tollen Aussichtspunkten und zur Pfälzerwaldvereinshütte Lambertskreuz.

Auf der etwa 10 Kilometer langen Strecke liegen derzeit sechs Geocaches, die unterwegs gesucht werden können. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung durch den Pfälzerwald …

 

 

Auf der Spur des Drachen: Rundwanderweg Drachenfels

Die Wanderung startet am Wanderparkplatz Saupferch, der, als ich dort am Sonntag morgen kurz nach zehn Uhr morgens ankomme, schon zur Hälfte gefüllt ist. Laut den Angaben der Tourist Information Bad Dürkheim ist die Strecke 10,1 Kilometer lang und es werden unterwegs 376 Höhenmeter überwunden. Als reine Gehzeit werden 3:10 h angegeben. Die Route wurde gerade erst neu mit einem Drachen markiert und ist auch ohne GPS leicht zu finden.

An den größeren Kreuzungen stehen Wegweiser, an denen gut abzulesen ist, welche Strecke ich schon geschafft habe und welche noch vor mir liegt.

Interessant finde ich, dass ich, wenn ich die Entfernungen zum Wanderparkplatz Saupferch auf diesem Wegweiser zusammenzähle, nur auf 5,6 km + 4,1 km = 9,7 km statt der angegebenen 10,1 km komme. Naja, zumindest ungefähr kommt das ja gut hin!

Auf der Strecke liegen insgesamt sechs Geocaches: 2 Multis, 2 Mysterys, 1 Earthcache und 1 Tradi. Wie üblich sollten die Mysterys zuhause vorbereitet und schon mal alles, was bis dahin möglich ist, berechnet werden. Der Multi Zeitvertreib am Saupferch liegt am Wanderparkplatz und kann vor oder nach der Wanderung gesucht werden. Die Finals der beiden Mysterys Weltrekordler und Drachenfels liegen wie auch der Earthcache Konglomerat am Drachenfels im Gipfelbereich. Alle notwendigen Stationen sind leicht auf der Wanderung zu erreichen und werden während des Aufstiegs und später auf dem Gipfelplateau besucht. Die verbleibenden beiden Geocaches liegen in der Nähe der PWV-Hütte Lambertskreuz.

 

Der knackige Aufstieg auf den Drachenfels

Kurz vor viertel nach 10 Uhr beginne ich meine Wanderung. Vor mir liegt der knackige Aufstieg auf den Drachenfels. Auf einer Strecke von 2,3 Kilometern werden hier gute 300 Höhenmeter überwunden. Da ich heute alleine unterwegs bin und mein eigenes Tempo laufen kann, benötige ich dafür gerade einmal knapp 40 Minuten.

Doch der Reihe nach: Vom Parkplatz folge ich dem breiten Fahrweg rechts vorbei an der Gaststätte zum Saupferch.

Obwohl heute Sonntag ist, scheint die Gaststätte geschlossen zu sein.

Nach kurzer Zeit biege ich rechts in einen Wanderpfad ein, der sich steil den Berg hinauf schlängelt.

Nachdem ich die ersten steilen Höhenmeter überwunden habe, wird der Weg etwas flacher. Ich komme an einem urigen alten Baum vorbei.

Danach folgt eine kleine Passage durch einen Hohlweg.

An der nächsten Abzweigung halte ich mich rechts und gelange so zu einer Schutzhütte. Bei einem früheren Besuch habe ich hier schon die notwendigen Informationen für den Drachenfels-Mystery gefunden.

Kurz hinter der Schutzhütte biege ich rechts in einen Wanderpfad ein, der nun etwas steiler hinauf zum Gipfel führt.

Gegen 10:53 Uhr erreiche ich das Gipfelplateau des Westfelsens. Scheinbar sind am Sonntag viele Wanderer unterwegs. Ich muss etwas warten, bis der kleine Aussichtspunkt frei wird.

 

Auf dem Drachenfels

Oben angekommen nehme ich die Stufen zum kleinen Aussichtspunkt, der hier auf einem Felsen eingerichtet wurde.

Von hier oben habe ich eine tolle Aussicht über die bewaldeten Hügel des Pfälzerwaldes. Leider hält der Wetterbericht mal wieder nicht das, was er versprochen hatte: Es ist ziemlich bewölkt und auch windig.

Ich genieße noch etwas den 180° Rundumblick.

Als es mir dann zu kalt wird, setze ich meine Wanderung fort. Hier oben auf dem Gipfelplateau ist es recht flach – ich folge dem markierten Weg. Unterwegs gibt es hier oben allerlei interessante Motive zum Fotografieren. Hier ein alter verfallener Baum …


… und etwas weiter schöne, mit Moos überzogene Baumstämme.

An der Kreuzung, wo der Wanderweg den Drachenfels wieder nach unten verlässt, unterbreche ich meine Wanderung. Ich will mir noch eine auf der Karte eingezeichnete Klippe anschauen. Die Wege, die ich auf meiner OpenStreetMap-Karte sehe, sind inzwischen schon nicht mehr vorhanden. Ich laufe nach meinem GPS und taste mich an der Abbruchkante entlang. Nach wenigen Minuten erreiche ich eine große Felsklippe auf der westlichen Seite des Drachenfels.

Nun wird mir auch klar, warum die Pfade, die einst hier hin führten, nicht mehr genutzt werden: Die Aussicht von dem Felsvorsprung ist mehr als bescheiden.

An der Klippe fällt mir dieser Stein auf. Sein Zweck hat sich mir bei meinem Besuch jedoch nicht erschlossen.

Ich laufe den gleichen unwegsamen Weg, den ich gekommen bin, wieder zurück und biege dann zum Südfels ab. Schon von Weitem sind die großen flachen Felsplatten gut zu erkennen.

Je näher ich der Abbruchkante komme, desto bizarrer werden die Felsen.

Ich gehe zum vordersten Felsen. Von dort habe ich wieder eine tolle Aussicht über den Pfälzerwald.

In der Nähe des Aussichtspunkts gibt es einen unscheinbaren und leicht zu übersehenden Abstieg. In eine Spalte wurden hier Treppenstufen aus dem Fels gehauen.

Ich steige durch die enge Spalte hinunter und komme zu einer kleinen Treppe, die mich hinunter zur sogenannten “Durchblickkammer” bringt.

Dabei handelt es sich um einen großen Hohlraum, der sich unmittelbar unter dem Südfels befindet. Durch ihn kann ich von der einen Seite des Felsens auf die andere hindurch schauen.

Ich verbringe an diesem beeindruckenden Naturdenkmal etwas Zeit und schaue mich um.

Das wäre sicher auch ein toller Platz zum Übernachten. Leider (oder zum Glück) ist der komplette Gipfelbereich des Drachenfels Naturschutzgebiet und so ist das Lagern und Feuermachen hier selbstverständlich verboten. Allerdings ist hier unten deutlich zu sehen, dass die Verbote nicht wirklich erst genommen werden.

Nachdem ich mich hier unten umgeschaut habe, verlasse ich die Durchblickkammer wieder und steige die Treppe nach oben. Über die Steinplatten gehe ich zurück in Richtung der Abzweigung mit der Wanderwegsmarkierung.

Auf dem Weg dorthin komme ich an einer weiteren Treppe vorbei.

Sie führt zu einem Hohlraum, den ich mir schon bei meinem letzten Besuch ausgiebig angeschaut habe.

Ich laufe weiter bis zur Abzweigung und folge nun wieder den Markierungen, die mich nach unten führen. Ich verlasse das Gipfelplateau des Drachenfels.

 

Weiter zur Pfälzerwaldhütte

Mein Wanderpfad schlängelt sich durch den Hang unterhalb des Drachenfels. Von hier unten habe ich noch einen letzten Blick auf die mächtige Felswand.

Es geht mal etwas steiler und dann wieder moderater nach unten. Nach einiger Zeit komme ich zu einer Kreuzung die mit “Sieben Wege” beschriftet ist.

Und tatsächlich, hier treffen genau sieben Wege aufeinander. Nach der Kreuzung folge ich der Beschilderung zum Waldhaus Lambertskreuz. Laut Wegweiser sind es nur noch 1,8 Kilometer bis dort hin. Ich wandere über einen fast ebenen breiten Fahrweg und komme gut voran.

 

Am Waldhaus Lambertskreuz

Nach einem großen Bogen taucht allmählich die Hütte des Pfälzerwaldvereines in der Ferne auf. Ein paar Minuten später stehe ich davor. Offiziell heißt diese Wanderhütte “Waldhaus Lambertskreuz”. Im Internet hatte ich mir vorher die Öffnungszeiten angeschaut und weiß, dass sie heute geöffnet haben sollte. Die Hütte ist nach einem mittelalterlichen Steinkreuz benannt, das seinen Namen nach dem heiligen Lambertus trägt. Es soll sich in der Nähe der Hütte befinden und ist das älteste erhaltene Steinkreuz der Pfalz. Eigentlich will ich mir das Kreuz anschauen …

Wegen Corona gibt es hier eine Einbahnstraßen-Regelung. Als ich die Rückseite erreiche, erkenne ich, dass hier die Hölle los ist. Naja, ist ja auch gerade Mittagszeit.

Eigentlich wollte ich hier etwas zu Mittag essen. Leider ist mir die Schlange einfach zu groß. Da ich heute alleine unterwegs bin, entscheide ich mich dafür, zum Parkplatz zurück zu wandern und erst zuhause etwas zu essen. Dabei vergesse ich das Steinkreuz und auch die beiden Geocaches, die in der Nähe der Hütte gesucht werden könnten. Aber ich werde ja sicher mal wieder hier vorbei kommen …

 

Der Abstieg zum Wanderparkplatz

Nach der Hütte folgt ein schöner Abstieg über einen schmalen Wanderpfad in das Tal eines Baches. Der Pfad verläuft etwa drei bis vier Meter über dem Bach durch den Hang. Durch die vielen Wurzeln im Pfad ist hier Vorsicht geboten – ich gehe etwas langsamer als üblich und muss mich auf den Weg konzentrieren.

Leider mündet dieser schöne und idyllische Pfad nach einem knappen Kilometer in einen breiten Fahrweg, dem ich nun für die nächsten 1,4 Kilometer folgen muss.

Er ist zwar nicht schön – dafür komme ich auf dem leicht abfallenden Fahrweg schnell voran und erreiche nach ca. 15 Minuten eine Abzweigung, wo ich diese Schotterpiste endlich verlasse. Dabei gehe ich unter einem Absperrband hindurch. Auf der Rückseite sehe ich , dass meine Route derzeit für Fahrzeuge gesperrt ist. Naja – ich bin ja eh zu Fuß unterwegs gewesen …

Nun geht es für einen knappen Kilometer über einen schönen Waldweg bis zur Gaststätte am Saupferch.

Nach knapp drei Stunden erreiche ich den Parkplatz und mein GPS zeigt 11,3 Kilometer an. Bis auf die Schotterpiste kurz vor Schluss hat mir diese Wanderung gut gefallen. Vielleicht lassen sich die Wegebauer für das Ende ja noch eine Alternative einfallen?

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf meiner Geocaching-Tour über den markierten Rundwanderweg Drachenfels sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei dem Geocache öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten der Multis nicht korrigiert und der Weg zu den Finals aus dem Track entfernt.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

 

 

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

Ein Kommentar:

  1. Hallo Jörg,

    als ich die Überschrift las, dachte ich, daß ich jetzt virtuell in eine mit gut bekannte Gegend komme, in der ich leider schon viel zu lange nicht mehr war. Aber schon nach den ersten Bildern und Zeilen war klar: hier geht es um den “anderen” Drachenfels. Schön, so lerne ich virtuell eine andere Region kennen.

    Vielen Dank für den wie immer sehr schönen Bericht, die sehr schönen Fotos und fürs virtuell mitwandern lassen.

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