Geocaching & Sightseeing: Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen

In der Vorbereitung unserer Schwarzwald-Tour ist mir ein relativ neuer Multi aufgefallen, der Sightseeing, Wandern und Geocaching optimal miteinander verbindet: der Multicache „Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen“.

Auf der gerade mal 4,6 Kilometer langen Wanderung kommen wir an den tollen Allerheiligen Wasserfällen und an einer Klosterruine vorbei. Kommt mit auf die virtuelle Wanderung …

 

 

Der Multi Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen

Zwischen Oppenau und der Schwarzwaldhochstraße liegt der Multicache Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen, der aus sieben Stationen und einem Final besteht. Seine Stationen sind so angeordnet, dass sie auf einer 4,6 Kilometer langen Rundwanderung leicht zu erreichen sind. Dabei werden etwa 150 Höhenmeter überwunden. Mit einer Pause am Klosterladen sind wir knappe zwei Stunden unterwegs. Zuerst wandern wir über viele Treppen entlang der Wasserfälle nach oben zu dem ehemaligen Kloster Allerheiligen, welches von circa 1195 bis zu seiner Säkularisation im Jahre 1803 existierte. Da es danach als Steinbruch genutzt wurde, steht heute nur noch eine Ruine, die jedoch sehr fotogen ist.

Da es zwischen der ersten und zweiten Station in der Schlucht mit den Wasserfällen einen schlechter GPS-Empfang gibt, hat sich der Owner hier etwas Besonderes ausgedacht: Bilder mit Zahlen müssen unterwegs in die richtige Reihenfoge gebracht werden und verraten so die Nordkoordinate des Finals. Um die Ostkoordinate zu ermitteln, dienen einfache Ablesestationen, deren Koordinaten im Listing angegeben sind. Für saarzwerg und mich war dieser Multi einfach zu spielen und sein Final gut und schnell zu finden. Dieser Multi hat mir so gut gefallen, das ich dafür gerne einen Favoritenpunkt vergeben habe.

 

Am Eingangsportal der Wasserfälle

Gegen Viertel vor drei Uhr stellen wir unser Cachemobil auf dem Parkplatz ab, der zu diesem Zeitpunkt schon recht voll ist. Heute ist ein Freitag, also ein Werktag. Ich möchte nicht wissen, wie es hier an Wochenenden oder Feiertagen bei schönem Wetter ausschaut. Die Listingkoordinaten befinden sich an einer großen Informationstafel auf dem Parkplatz. Hier finde ich auch einige Informationen über die Wasserfälle.

Das ist ganz praktisch, da am Eingangsportal zu den Wasserfällen noch der Eartcache Allerheiligen Wasserfälle gelistet ist. Ich mache schnell ein Selfie als Beweisfoto und beantworte die Fragen später im Hotel.

Anschließend folgen wir dem breiten Weg in die Schlucht. Das Eingangsportal zu den Wasserfällen ist recht aufwendig gestaltet.

Schon von Weitem hören wir das Plätschern des Wassers. Langsam steigt unser Weg an und die Schlucht wird immer enger.

 

Vorbei an den Wasserfällen

Das Wasser wird lauter. Dann sehen wir den ersten kleinen Wasserfall.

Noch befinden wir uns rechts vom Bachlauf. Dann kommen wir zu einem kleinen Bassin, an dem wir die Seite wechseln. Dahinter befindet sich ein erster etwas größerer Wasserfall.

Die Allerheiligen-Wasserfälle sind die größten natürlichen Wasserfälle des Nordschwarzwaldes. Der Grindenbach fällt hier durch eine steilwandige Porphyr-Schlucht über sieben Stufen insgesamt 66 Meter in die Tiefe. Seit 1840 existiert hier ein Weg mit Treppen, der Besuchern eine sichere Passage durch die Schlucht erlaubt. Er wurde damals von der Forstverwaltung angelegt. Inzwischen wurde er mehrfach renoviert und umgebaut. Heute ist er einfach und sicher zu gehen. Wir steigen über eine Treppe nach oben und kommen schon zum nächsten, noch größeren Wasserfall.

Auch hier steigen wir wieder eine Treppe nach oben, von der wir eine schöne Sicht auf den Wasserfall haben.

Je höher wir kommen, um so mehr können wir in die Schlucht hineinblicken. Es ist schon bemerkenswert, wie hier der Weg quasi aus dem Fels geschlagen wurde.

Langsam wird unser Weg flacher, wir nähern uns dem oberen Ausgang der Schlucht. Hier gibt es nur noch kleine Felsstufen, über die das Wasser des Grindenbachs nach unten fällt.

Die letzte kleine Treppe liegt hinter uns und wir laufen gemütlich weiter am Bach entlang.

Dann überqueren wir auf einer kleinen Brücke den Bach und verlassen endgültig die Schlucht mit den Allerheiligen Wasserfällen.

 

Weiter nach Allerheiligen

Wir wandern relativ flach durch ein breites Bachtal. Rechts über uns thront das Ehrenmal des Schwarzwaldvereins.

Vor uns tauchen nun die ersten Gebäude von Allerheiligen auf.

Wir biegen über eine kleine Brücke nach links ab in einen ehemaligen Barockgarten, von dem heute jedoch nicht mehr viel übrig ist. Die Teiche sind leer und die Springbrunnen funktionieren auch nicht mehr.

Wir verlassen den Garten und kehren auf die „Hauptstraße“ zurück. Wir laufen zwischen den Gebäuden hindurch …

… und am Ende der Ansiedlung tauchen die Mauern der Klosterruine auf.

 

Auf Entdeckungstour in der Klosterruine

Obwohl keine der Stationen unseres Multis in der Klosterruine liegt, lasse ich mir es nicht nehmen, diese ausgiebig zu erkunden. Ich finde es spannend mich in alten Gemäuern umzuschauen und diese zu fotografieren. Wir betreten die Ruine an der Vorderseite durch einen noch erhaltenen Raum.

Dahinter liegt das Kirchenschiff, von dem jedoch nur noch Teile der Säulen und der Wände zu sehen sind.

Auf der linken Seite steht noch ein kleiner Turm mit einem Eingang zu einer Wendeltreppe. Leider kann ich mir diesen nicht genauer anschauen, da dort gerade ein Fotograf mit seinen zwei Gothic-Modellen zu Gange ist. Und das dauert echt länger als meine Geduld. Schade …

Oberhalb der Ruine ist noch die neu errichtete Allerheiligenkapelle zu sehen.

Auf der hinteren rechten Seite des Kirchenschiffs finde ich eine Nische, in der die Marienkapelle eingerichtet wurde.

Da wir nun fast alles gesehen haben, laufen wir wieder zurück in Richtung des Eingangsraums, durch den wir gekommen sind.

Noch schnell ein letzter Blick ins Kirchenschiff …

… und wir verlassen die Ruine wieder.

Dann laufe ich nochmal schnell um die Ruine herum, …

… kann aber nicht wirklich eine schöne Stelle finden, um die Ruine von außen zu fotografieren.

 

Pause am Klosterladen

Nachdem wir nun schon eine knappe Stunde unterwegs sind, wird es Zeit für eine kleine Pause. Im Klosterladen kaufen wir uns ein paar kühle Getränke.

Dann setzen wir uns auf die Mauer vor dem Laden und löschen unseren Durst, was bei dem heißen und sonnigen Wetter heute echt gut tut!

 

Über den Sagenweg zu den Aussichtspunkten

Dann setzen wir unseren Multi fort. Wir verlassen Allerheiligen über einen breiten Wanderweg, dieses Mal auf der anderen Seite des Baches.

Nach kurzer Zeit taucht ein Schild des Nationalparks Schwarzwald auf, das uns darauf hinweist, dass hier ein Wegegebot herrscht.

Wir wandern – natürlich auf dem Weg – weiter. Allmählich steigt dieser an.

Kurze Zeit später bekommen wir die erste Aussicht auf die hohen Felswände. die die Schlucht bilden, in der sich die Wasserfälle befinden.

Unser Weg wird abenteuerlicher und ist durch ein Geländer gesichert. Dahinter geht es fast senkrecht in die Tiefe.

Wir erreichen einen Aussichtspunkt auf einem kleinen Felsvorsprung.

Von dort oben kann ich in die Schlucht hineinblicken. Ich sehe den Weg und die Treppen, über die wir gekommen sind.

Wenn ich statt nach unten nach vorne blicke, kann ich sogar den großen Parkplatz erkennen, auf dem wir unser Auto abgestellt haben.

Wir wandern weiter und folgen dem Wanderweg. Kurze Zeit später erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt. Leider sind die Bäume rund herum wohl etwas gewachsen und versperren die Sicht in die Schlucht.

Danach folgt ein kleiner Abstieg über Serpentinen bis zu einem breiten Forstweg, wo sich ein Brunnen befindet. Dort lesen wir die vorletzte Information ab, die wir für die Berechnung des Finals noch benötigen.

Wir folgen ein gutes Stück dem Forstweg und kommen an einer Hütte vorbei, die innen recht dunkel und muffig ist. An der Tür ist zu lesen, dass hier Übernachten nicht gestattet ist – aber wer will das schon?

Dann erreichen wir die letzte Station und berechnen das Final: Schaut gut aus. Wir steigen über einen kleinen schmalen Pfad hinunter zum Parkplatz. Den Final konnten wir gut finden. Dieser Multi ist ein echt schöner und vor allem gut gemachter Multicache, der uns sehr gut gefallen hat!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour über den Multi Wasserfälle und Klosterruine Allerheiligen sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Natürlich wurden die Koordinaten des Multis nicht korrigiert und der Weg zu dem Final aus dem GPS-Track entfernt.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei herunterladen.

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Im Beitrag „Ein verlängertes Wanderwochenende im Schwarzwald“ findest Du unsere Tourplanung. Dort kannst Du lesen, was wir alles in der Region besucht und welche Wanderungen wir gemacht haben. Auch eine Empfehlung für ein Hotel findet Du dort.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Schwarzwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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