Schottland – Inverness und Loch Ness

Nach unserer Rundfahrt über die NC 500 kommen wir am Nachmittag in Inverness an, wo wir zwei Nächte verbringen. Wir unternehmen mehrfach einen Stadtbummel in dieser tollen Stadt und werden dabei von einigen bemerkenswert gut gemachten Geocaches überrascht.

Am nächsten Tag fahren wir zum Loch Ness, wo wir Urquhart Castle besichtigen und auf einer Bootsfahrt Ausschau nach Nessie halten. Kommt mit auf die virtuelle Reise!

 

 

Geocaching und Sightseeing in Inverness

Gleich nach der Ankunft unternehmen wir unseren ersten Stadtbummel durch Inverness. Von unserer Unterkunft sind es nur wenige Minuten bis zur Ness-Bridge, die am Eingang der Altstadt liegt. Von der Brücke können wir gut das Schloss von Inverness sehen, an dem jedoch bei unserem Besuch kräftig gebaut wird und das daher wegen der vielen Bauzäune für uns unzugänglich ist.

Wir wechseln die Straßenseite, schauen über den Fluss Ness in Richtung der Altstadt und freuen uns  darauf gleich hindurchzuschlendern.

Wir spazieren weiter und kommen zu einem imposanten Gebäude: dem Inverness Town House, in dem schon das Britische Kabinett tagte.

Es wurde erst kürzlich renoviert. Mich beeindrucken vor allem die beiden steinernen Hunde, die vor dem Gebäude stehen.

Wir biegen nach links ab und schauen uns die Restaurants in der Straße an: Die wenigen, deren Speisekarte uns zusagt, sind schon ausgebucht. Bei dem fünften Versuch haben wir zumindest so viel Glück, dass in einer Stunde ein Tisch für uns frei wird – wir sagen zu und reservieren. Danach laufen wir hinunter zum Fluss und überqueren die Greig Street Fußgängerbrücke. Den Tradi dort finden wir beim ersten Versuch nicht.

Irgendwie scheint die Sonne, die Wolken machen jedoch den Eindruck, dass gleich ein großes Gewitter losgeht. Das ist natürlich eine tolle Stimmung zum Fotografieren. Das Schloss auf dem Hügel hinter der Ness Brücke wird sogar gerade von der Sonne angestrahlt!

Wir laufen wieder zurück in die Altstadt, wo sich unser reserviertes Restaurant befindet. Auf dem Weg dorthin kommen wir an vielen historischen Gebäuden vorbei.

Leider ist die Straße ziemlich zugeparkt und einige Häuser werden gerade renoviert: keine schöne Stelle für ein Foto.

Wir laufen gerade am Abertarff House vorbei als mein GPS piepst: Hier ist ein Tradi versteckt worden.

Den suchen wir noch schnell vor dem Essen. Wir werden fündig und tragen uns ins Logbuch vom AS – HP ein. Anschließend gehen wir gemütlich essen. Als wir fertig sind, ist es draußen schon dunkel geworden. Wir spazieren über die Greig Street Fußgängerbrücke zurück, die nachts beleuchtet ist.

Von dort habe ich einen sehr schönen Blick auf die grün beleuchtete Ness Brücke und das angestrahlte Schloss dahinter.

Am nächsten Morgen haben wir eine gute Stunde, bevor wir zu unserem gebuchten Besuch im Urquhart Castle aufbrechen müssen. Wir nutzen die Zeit zu einem weiteren Bummel durch Inverness, zumal um diese Zeit nun die Geschäfte offen sind. Wir starten unseren Rundgang am „Victorian Market“, einer kleinen und gemütlichen Markthalle.

Drinnen beeindruckt mich die tolle Architektur der Halle. Rechts und links der breiten Wege befinden sich in den Arkaden kleine Läden.

Plötzlich fällt mir ein Laden ins Auge, der Urkunden verkauft, die die Entstehung des eigenen Nachnamens erläutern. Das hört sich für mich spannend an und ich gehe hinein und kann sogar meinen doch eher seltenen Nachnamen finden.

Obwohl es nicht billig ist, fasziniert mich die Urkunde mit dem Wappen und der Herleitung, wie mein Nachname in Großbritannien entstanden ist – ich werde schwach und kaufe das Ding ;-)

Anschließend verlassen wir die Markhalle in Richtung des Bahnhofs. Dort befindet sich das Denkmal eines Soldaten.

An sich ist das nichts Besonderes, wäre da nicht der Earthcache The Soldier at Station Square, der sich mit dem Stein beschäftigt, aus dem dieses Denkmal gefertigt wurde. Noch haben wir etwas Zeit übrig und so schauen wir, was denn noch für Geocaches in der Nähe sind: Da war doch noch der Tradi, den wir gestern Abend nicht gefunden hatten – wir gehen erneut zur Greig Street Fußgängerbrücke.

Dieses Mal ist uns das Glück hold: Mit dem richtigen Griff kann ich den Tradi Greig Street Footbridge bergen und uns ins Logbuch schreiben. Und weil es nun so gut läuft, gehen wir zur nächsten Brücke, der Ness Bridge.

Dort müssen wir dann doch wieder etwas länger suchen. Erst ein Blick in die Fotos der Logs macht uns klar, was wir eigentlich suchen: Der Tradi Ness Bridge ist eine ganz „besondere Bastelarbeit“ und uns auf jeden Fall einen Favoritenpunkt wert.

Danach laufen wir zu unserer Unterkunft zurück und fahren zum Loch Ness. Erst am  frühen Abend haben wir nochmal etwas Zeit, um zum letzten Mal die Stadt zu erkunden. Dieses Mal spazieren saarzwerg und ich hinauf zum Castle. Leider gibt es aktuell kaum was zu sehen, da uns ein großer Bauzaun den Zutritt verwehrt.

Am Denkmal der Flora MacDonald wurde die Letterbox NC500 (Virtual Reward)versteckt. Obwohl wir fast die komplette NC 500 gefahren sind, bin ich nicht in der Lage, diesen Cache zu loggen. Sein Owner hat bewusst einen D5er daraus gemacht. Insgesamt sind vier Wegpunkte auf dieser besonderen Straße anzufahren. An drei sind wir gewesen. Die besondere Schwierigkeit besteht aber im Wegpunkt am Cape Wrath, welcher nicht im „Vorbeifahren“ zu erledigen ist – hier sind  mindestens eine geplante Übernachtung, eine Fährfahrt und eine lange Wanderung oder Radtour notwendig. Schade – damit taugt diese Letterbox NICHT als Touristencache. Seit 2017 wurde dieser Geocache insgesamt erst 35mal erfolgreich geloggt.

Übrigens, oben vom Castle habt Ihr einen herrlichen Blick auf den Fluss Ness.

Anschließend laufen wir zu unserer Unterkunft zurück. Unterwegs suchen wir noch den Tradi Infirmary Footbridge, der ebenfalls etwas Besonderes ist!

 

Besichtigung Urquhart Castle

Am späten Vormittag fahren wir am Loch Ness entlang bis zum Parkplatz des Urquhart Castle, wo wir um 11:30 Uhr eine Besichtigung gebucht haben. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch ist der Parkplatz fast leer – wegen Corona werden nur Online-Buchungen berücksichtigt und auch nur in geringer Anzahl. Nachdem wir unsere Buchung vorgezeigt haben, wird unsere Temperatur gemessen und wir dürfen die Burg betreten.

Am Eingang steht der Nachbau einer großen Steinschleuder, mit der damals die Burg angegriffen werden konnte.

Wir schlendern durch die Burg und kommen zu einem Tor, welches den Zugang zu einem Bootsanleger ermöglicht. Wir laufen die Treppen hinunter und haben einen schönen Blick über Loch Ness.

Das Highlight der Burg ist der noch halbwegs gut erhaltene Bergfried.

Um ihn besteigen zu können, müssen wir uns jedoch in die Warteschlange einreihen. Wegen Corona, dürfen nur wenige Besucher gleichzeitig in den Turm. Als wir dann endlich an die Reihe kommen, gehen wir gleich die Treppe nach oben und schauen aus dem Fenster. Von hier oben können wir weit über den See blicken.

Insgesamt halten wir uns knapp zwei Stunden in dieser interessanten Burg auf. Obwohl saarzwerg und ich schon bei unserem letzten Schottland-Urlaub hier waren, ist es immer wieder schön sich hier umzuschauen.

 

Bootsfahrt auf dem Loch Ness

In unserer Planung – als Corona noch kein Thema war – wollten wir mit dem Schiff zum Urquhart Castle fahren und dies besichtigen. Diese kombinierte Tour wurde leider wegen der Pandemie nicht mehr angeboten. So haben wir die Bootsfahrt Loch Ness einfach zusätzlich gebucht. Bis zur Abfahrt haben wir noch etwas Zeit, weshalb wir auf der Fahrt vom Castle zum Bootsanleger noch einen kleinen Stopp für ein Picknick machen. Dieses wird jedoch jäh von einem Regenschauer beendet.

Als wir am Parkplatz der Ausflugsboote ankommen, scheint schon wieder die Sonne. Also mache ich dort noch schnell ein Selfie mit Nessie …

Anschließend stellen wir uns in die Warteschlange am Pier. Es dauert nicht lange und das Boot kommt.

Zum Glück ist das Passagierdeck abgeschlossen, denn der Himmel verfinstert sich wieder und es beginnt zu regnen. Wir fahren einmal am Urquhart Castle vorbei und drehen dann um.

Aber das schlechte Wetter hat auch seine Vorteile: Es zeigt sich ein beeindruckender Regenbogen auf dem See.

Und bei genauerem Hinsehen erkennen wir, dass es sogar ein doppelter ist. tower27 erklärt mir, dass der dunkle Zwischenraum zwischen den beiden Ringen Alexanders dunkles Band genannt wird – so habe ich schon wieder etwas dazu gelernt!

Das schlechte Wetter endet zum Glück recht abrupt und die Sonne kommt wieder heraus. Das schottische Wetter ist wirklich speziell – an einem Tag kann man alle Jahreszeiten durchleben ;-)

Als wir auf der Rückfahrt wieder an der Burg vorbeifahren, sieht diese in der Sonne schon schöner aus!

Insgesamt dauert die Fahrt eine gute Stunde und sie hat uns gut gefallen.

 

Meine Übernachtungsempfehlung für Inverness

Am späten Nachmittag kommen wir an unserem gebuchten B&B Drumdale Bed and Breakfast (Provisionslink) in Inverness an. Die netten Betreiber geben uns eine Anwohner-Parkerlaubnis für unseren Van, damit wir in der Straße vor dem Haus parken dürfen. Die Lage ist traumhaft: Die Unterkunft liegt in einer ruhigen Straße in fußläufiger Entfernung zur Altstadt.

In diesem B&B gefällt es uns sehr gut. Wir verteilen uns im Haus auf drei geräumige und gemütlich eingerichtete Zimmer. Unser Bad ist modern und die Betten groß. Wir in Großbritannien üblich, steht im Zimmer ein Wasserkocher mit Tee und löslichem Kaffee. Selbst an kleine Leckereien wurde gedacht.

Zum Frühstück gibt es ein Buffet: Der Mann des Hauses kocht uns auf Wunsch das leckere warme schottische Frühstück.

Wow, hier werden, was die Gastfreundlichkeit anbetrifft, neue Maßstäbe gesetzt. Insgesamt verbringen wir hier zwei Nächte und ich würde beim nächsten Besuch in Inverness dieses B&B wieder buchen!

 

Meine Restaurantempfehlung für Inverness

Am ersten Abend stellen wir fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen freien Platz in einem schönen Restaurant zu bekommen. Unsere Gastgeber bieten uns an für den kommenden Abend etwas für uns zu buchen – das nehmen wir dankend an.

Sie buchen uns fünf Plätze im Restaurant Urquhart’s, welches von außen so unscheinbar ausschaut, dass wir nie auf die Idee gekommen wären, da hineinzugehen.

Aber es stellt sich im Laufe des Abends als eine sehr gute Wahl heraus. Innen schaut es richtig nobel aus und die Speisekarte ist toll – ich kann mich bei den vielen leckeren Gerichten gar nicht entscheiden, was ich nehmen soll. Am Ende wird es als Vorspeise die typische schottische Fischsuppe Cullen Skink, die mir hier besonders gut schmeckt.

Danach entscheide ich mich für gegrillten Lachs mit Stampfkartoffeln und Gemüse – ebenfalls der Hammer!

An der Stelle noch mal einen ganz herzlichen Dank an unsere Gastgeber für diese tolle Empfehlung!

 

Interaktive Karte unserer Tour

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Tour zum Loch Ness und unsere Ziele in Inverness sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com. Alle Sightseeing-Ziele, die ich hier im Beitrag vorstelle, findet Ihr auch in dieser Karte.

Falls Euch meine Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Dieser Beitrag gehört zu einer Artikelserie über unsere 14-tägige Mietwagenreise durch das nördliche Schottland. Eine Übersicht über alle Orte und Sightseeing-Spots, die wir besucht haben, findet Ihr in meinem Beitrag „14 Tage Autorundreise durch Schottland“ .

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon in Inverness unterwegs gewesen? Was habt Ihr dort erlebt? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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