Geocaching & Wandern: Von St. Martin über die Hohe Loog zum Kalmit

Am letzten Wochenende bin ich mit saarzwerg eine selbstgeplante Rundtour von St. Martin über das Hambacher Schloss, das Hohe-Loog-Haus, die Kalmit und das Felsenmeer gewandert.

Bei bestem Herbstwetter suchen wir einige Geocaches und kehren in zwei Hütten ein. Kommt mit auf diese reich bebilderte virtuelle Wanderung am Ostrand des Pfälzerwaldes!

 

 

Die Planung

Ende Juni war ich schon mal alleine auf die Kalmit gewandert. Damals hatte ich mir eine Wanderung aus dem Internet heruntergeladen und um einen Abstecher zum Hohe-Loog-Haus erweitert. Für die Tour mit saarzwerg wollte ich unsere Wanderung noch etwas verbessern. Herausgekommen ist eine Rundwanderung von 16 Kilometern und 650 Höhenmetern. Wir waren etwa sechseinviertel Stunden unterwegs, sind in zwei Hütten eingekehrt und haben unterwegs ein paar Geocaches gesucht. Die reine Gehzeit lag bei etwa viereinviertel Stunden.

Die ersten drei Kilometer sind recht flach durch die Weinberge. Am Hambacher Schloss kommt dann der erste Aufstieg von 120 Höhenmetern. Von dort geht es weiter 150 Höhenmeter bergauf bis zum Sühnekreuz und einer herrlichen Aussicht. Von da sind es dann nochmal 140 Höhenmeter bis zur Pfälzerwaldhütte an der Hohen Loog. Nach der Pause geht es leicht wellig bis zum Wanderparkplatz und es folgt der letzte Aufstieg von 120 Höhenmetern zum Kalmithaus auf dem Gipfelplateau. Ab dort geht es meist abwärts zum Felsenmeer und anschließend wieder ins Tal nach St. Martin. Insgesamt eine schöne Bergtour mit vielen tollen Ausblicken!

 

Durch die Weinberge

Wir starten um neun Uhr in St. Martin am Parkplatz am Friedhof, den ich Euch in der interaktiven Karte weiter unten eingezeichnet habe. Bitte beachtet, dass es zwei unterschiedliche Ticketautomaten gibt: einen für Wohnmobile und einen weiteren für Autos. Am richtigen seid Ihr, wenn das Tagesticket nur 3€ für den ganzen Tag kostet. Von dort laufen wir durch den Ort nach Norden, wo wir recht schnell die Weinberge erreichen. Auf einem breiten Weg laufen wir in Richtung des schon von Weitem zu sehenden Hambacher Schlosses.

Auf dem Wanderweg haben wir eine schöne Aussicht auf die umliegenden Dörfer.

Nach kurzer Zeit erreichen wir einen großen Picknickplatz. Dort können wir den ersten Geocache des Tages suchen, den Tradi Mandelhöhe am Römerweg. Er ist gut zu finden und saarzwerg war mal wieder die schnellste!

Wir wandern weiter …

Kurze Zeit später macht sich unser GPS bemerkbar – in der Nähe befindet sich nun der Tradi Planeten: 06 Saturn. Dazu müssen wir kurz unseren Wanderweg verlassen. Die Dose ist schnell gefunden und wir setzen unsere Wanderung fort.

 

Hinauf zum Hambacher Schloss

Kurz vor zehn Uhr erreichen wir die Ausläufer von Diedesfeld, einem kleinen beschaulichen Weindorf. Wir spazieren durch die Andergasse und sehen rechts und links viele Weingüter.

In diesem Dorf beginnt der Aufstieg zum Hambacher Schloss. Recht unscheinbar zweigt ein kleiner Pfad zwischen den Häusern in den Hang ab.

Hier geht es zunächst steil zwischen ein paar Gärten den Berg hinauf in den Wald, wo der Pfad in einen breiten Forstweg mündet. Nach einiger Zeit queren wir die Straße und setzen auf der anderen Seite unsere Wanderung zum Hambacher Schloss fort. Um viertel nach zehn Uhr kommen wir am Parkplatz vor dem Schloss an. Wir entscheiden uns das Schloss dieses Mal nicht zu besuchen und unsere Wanderung fortzusetzen.

 

Weiter hinauf zum Sühnekreuz

Wir queren die Straße und gehen auf der gegenüberliegenden Seite am Hotel den Berg hinauf. Dort steht diese Stehle, die auf die Entstehung des Sühnekreuzes hinweist.

Wir folgen dem Wanderweg, der sich kontinuierlich in großen Serpentinen den Berg hinauf zieht. Nach etwa 30 Minuten erreichen wir die Abzweigung zu dem Aussichtspunkt am Sühnekreuz. Es sind nur wenige Minuten bis dorthin.

Von dort oben haben wir einen tollen Blick auf das Hambacher Schloss und die umliegenden Weinberge.

Ich schaue auf mein GPS und sehe, dass hier die Challenge Welterbe – Challenge versteckt wurde. Leider kommt gerade in diesem Moment eine große Wandergruppe, die just an dieser Stelle eine Pause mit viel mitgebrachtem Wein einlegt. Da dies sicherlich noch recht lange dauern wird, verzichten wir auf die Suche.

 

Immer noch aufwärts zum Hohe-Loog-Haus

Wir laufen zurück zur Abzweigung und setzen unsere Wanderung fort. Es geht weiter den Berg hinauf. Zunächst etwas flacher durch einen Eichenwald und dann wieder etwas steiler.

Dann erreichen wir den recht unspektakulären Gipfel der Hohen Loog und folgen dem breiten Forstweg die wenigen Meter bis zum Hohe-Loog-Haus. Es ist gerade erst elf Uhr.

An der Hütte des Pfälzerwaldvereines ist schon viel los. Wir haben Mühe eine freie Bank zu finden. Da die Schlange für die Essensbestellungen recht lang ist, gönnen wir uns zunächst nur etwas zu trinken. Eine halbe Stunde später haben wir Glück und gerade als wir wieder aufbrechen wollen, ist die Warteschlange fast nicht mehr vorhanden. Da ich von meiner letzten Wanderung noch weiß, dass die Sitzgelegenheiten an der Kalmithütte recht beschränkt sind, beschließen wir, unsere Mittagspause doch noch hier zu machen. Ich stelle mich an und werde wenige Minuten später hereingerufen. Die Corona-Regeln sind hier effizient und gut umgesetzt. Ich bestelle für saarzwerg Pellkartoffeln mit weißem Käse und für mich einen Wurstsalat mit Brot.

Kurze Zeit später bekomme ich mein Essen und kann schon wieder den Ausgabebereich verlassen. An der Wand fällt mir diese Bauanleitung für eine Pfälzer Schorle auf – ich habe auf unseren Wanderungen die Riesling-Schorle lieben gelernt!

Insgesamt verbringen wir eine gute Stunde am Hohe-Loog-Haus.

 

Weiter zur Kalmit

Gut gestärkt setzen wir unsere Wanderung fort. Wir nehmen die Treppen zum Spielplatz und laufen dann über einen kleinen Pfad über den Kamm in Richtung des großen Wanderparkplatzes. Unterwegs kommen wir an diesen Felsbrocken vorbei, bei denen eine Sinnenbank aufgestellt wurde.

Am Wanderparkplatz „Hahnenschritt“ überqueren wir eine Straße und beginnen auf der anderen Seite den kurzen Aufstieg zur Kalmit. Den Tradi Krähensuche habe ich schon das letzte Mal gesucht und geloggt. Wir folgen dem schmalen Wanderpfad durch einen Nadelwald bergauf.

Dann queren wir die Zufahrtsstraße zur Kalmit und folgen weiter dem Pfad nach oben. Dort kommen wir an einem in den Stein gehauenen Adler vorbei. Es ist ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Von dort ist es nicht weit bis zum Tradi Zeitvertreib auf dem Kalmithaus –  aber auch den habe ich schon das letzte Mal geloggt. Nun liegen nur noch ein paar Treppen zwischen uns und dem Gipfelplateau der Kalmit.

Gegen zehn vor ein Uhr erreichen wir die PWV-Hütte auf der Kalmit. Bei dem schönen Wetter ist auch hier heute sehr viel los. Alle Tische und Bänke sind schon belegt. Es herrscht Chaos. Die Corona-Regeln sind meiner Meinung nach nur sehr unzureichend umgesetzt. Da wir etwas trinken wollen, stellt sich saarzwerg in die Schlange. Drinnen geht das Chaos weiter. Der Abstand ist fast nicht einzuhalten.

Etwa eine Viertelstunde später haben wir unsere Getränke und ein Stück Kranzkuchen. Nun machen wir erst mal Pause. Dann schauen wir uns noch etwas um. Neben der Hütte steht ein großer Turm. Leider ist es heute nicht so leer wie auf diesem Bild, welches noch von meiner letzten Wanderung stammt, als die Hütte wegen Corona geschlossen war.

Bevor wir unsere Wanderung fortsetzen, mache ich noch schnell ein Bild von der grandiosen Aussicht, die wir von hier oben haben.

Anschließend laufen wir um die Hütte herum und steigen zum Wanderparkplatz „Kalmit“ ab.

 

Hinunter zum Felsenmeer

Hinter dem Parkplatz folgen wir dem Wanderweg in den Wald. Kurze Zeit später tauchen schon die ersten Felsen auf.

Bei meiner letzten Wanderung habe ich hier die beiden Tradis Felsenmeer und Felsenmeer bei St. Martin suchen und loggen können. Wenn Ihr den Pfad in der Kammmitte nehmt, wandert Ihr über die Felsen und kommt an allen interessanten Stellen vorbei.

Aber seid bitte vorsichtig, denn an den Felsabbrüchen besteht Absturzgefahr. Ein Schild weist Euch darauf hin!

Hinter dem Felsenmeer befindet sich eine kleine Schutzhütte.

Im Vergleich zur Kalmit ist die Aussicht hier eher bescheiden.

Wir laufen einmal um die Hütte herum und gehen zurück zum Wanderweg.

 

Der lange Abstieg ins Tal

Der Pfad teilt sich. Wir nehmen den rechten Pfad, der abwärts verläuft. Wir folgen immer der Beschilderung nach St. Martin.

Der Abstieg hat eine Länge von dreieinhalb Kilometern und verläuft stetig berab.

Bis zur Straße fällt der Wanderpfad um fast 300 Höhenmeter ab. Für diesen Abstieg benötigen wir etwa 40 Minuten. Dann queren wir die Straße, laufen im Tal über eine Holzbrücke und folgen auf der anderen Seite dem breiten Fahrweg. Wir haben den Ortsrand von St. Martin erreicht.

 

Durch St. Martin zurück zum Parkplatz

An einem Hotel biegen wir links ab, hinuter zu dem idyllischen Bachpfad. Er bringt uns in den Ortskern von St. Martin.

Hier gibt es viele schöne Fachwerkhäuser. St. Martin ist wirklich ein sehr sehenswertes Dörfchen.

Leider steht das aber auch in jedem Reiseführer und so ist in der Dorfmitte die Hölle los. Wir ziehen sicherheitshalber unsere Mund-Nasen-Bedeckungen an, da Abstandhalten bei dieser Menschenmenge sehr schwierig ist.

Wir spazieren durch die Straßen in Richtung unseres Autos.

Es ist wirklich sehr schön hier. Wie wollen auf jeden Fall wiederkommen und mal ein Wochenende hier verbringen.

Nachdem wir den Ortskern hinter uns gelassen haben, biegen wir links ab und laufen zwischen den Weinreben bergauf zum Friedhof.

Wenige Minuten später erreichen wir den Parkplatz, wo unser Auto steht. Damit geht eine tolle Wanderung zu Ende!

 

Interaktive Karte der Wanderung

Auf der folgenden Karte könnt Ihr den genauen Verlauf unserer Geocaching-Tour von St. Martin zum Hambacher Schloss, weiter über das  Hohe-Loog-Haus, die Kalmit und das Felsenmeer zurück nach St. Martin sehen. Die Karte ist interaktiv: Ihr könnt hinein- und herauszoomen und die Marker anklicken. Bei den Geocaches öffnet ein Klick auf den Namen das zugehörige Listing auf geocaching.com.

Falls Euch unsere Tour interessiert, so könnt Ihr hier meine gpx-Datei mit allen Wegpunkten und Geocaches herunterladen.

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Wie hat Euch diese Tourempfehlung gefallen? Seid Ihr selbst schon im Pfälzerwald unterwegs gewesen? Was sind Eure Empfehlungen für diese Region? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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