Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Tulum

Im letzten Teil meiner Artikelserie über Yucatán stelle ich Euch die kleine Mayastadt Tulum vor, die auf hohen Klippen über der Karibik thront. Zahlreiche Gebäude wurden restauriert. Ihre Lage ist einfach traumhaft und es gilt einen Virtualcache zu loggen.

Auf dem Weg nach Tulum suchen wir bei der kleinen Festung San Felipe in Bacalar einen Geocache. Kommt mit auf diese virtuelle Reise in längst vergangene Zeiten …

 

 

Geocaching in Bacalar

Auf unserem Weg von Belize nach Tulum übernachten wir in Chetumal. Am nächsten Morgen starten wir recht zeitig mit unserem Reisebus Richtung Norden. In Bacalar legen wir eine erste größere Pause ein. Wie bei vielen spanischen Städten üblich, gibt es auch hier einen großen Schriftzug mit dem Namen der Stadt.

Wir parken sehr Zentral am Park. Die Temperatur steigt – es ist sehr sonnig heute. Die Bäume spenden zum Glück etwas Schatten.

Gegenüber vom Park befindet sich die kleine Festung San Felipe, die 1733 von den Spanischen Eroberern hier gebaut wurde. Ich schaue auf mein Smartphone und freue mich, dass es hier sogar einen Traditional zu suchen gibt: den „The Ford of San Felipe„.

Der Tradi animiert saarzwerg und mich einmal komplett um die kleine Festung herum zulaufen. Die Koordinaten befinden sich auf der dem See zugewandten Seite an der Mauer. Leider werden wir auch nach einer längeren Suche nicht fündig. Die Dose scheint mal wieder weg zu sein.

Der Owner akzeptiert ein Fotolog. Durch die längere Sucherei verlieren wir leider so viel Zeit, dass es für eine Innenbesichtigung nicht mehr reicht. So laufen wir nur noch etwas herum, fotografieren dieses Museeumseingang und …

… steigen wieder in unseren Reisebus, der nun Tulum ansteuert. Bist dort hin sind es noch über 200 Kilometer.

 

Tulum und das Besucherzentrum

Knappe drei Stunden später erreichen wir den Ort Tulum, ein typischer Touristen Ort mit vielen Bars, Restaurants und Geschäften. Von Cancún aus sind es gerade mal 130 Kilometer und die Fahrt mit dem Bus sollte gut unter zwei Stunden zu schaffen sein.

Wir verlassen den Ort Richtung Karibik.

Neben dem Busparkplatz gibt es ein großes „Besucherzentrum“ mit großen Souvenir-Supermärkten, Bars und Fastfood-Läden. Auch der Schriftzug ist vorhanden, wenn dort auch schon etwas lädiert: aus dem „L“ ist inzwischen ein „I“ geworden.

Während unser Reiseleiter die Eintrittstickets kauft, bekommen wir eine knappe Stunde Mittagspause um etwas zu Essen und Souvernirs einzukaufen. saarzwerg und ich entern zunächst den nächsten Laden Supermarkt um unseren Lieben zuhause etwas mitzubringen. Da gibt es zum Beispiel diesen Frosch auf der Liege …

… oder die mexikanische Flagge.

Zum Mittagessen holen wir uns etwas aus dem Subways – etwas typisch mexikanisches kann ich hier leider nicht entdecken. Über einen überdachten Fußweg verlassen wir das Besucherzentrum Richtung Karibik. Kennt Ihr diese bunten Plastikfähnchen noch? Die sind sehr beliebt in Mexiko. In Valladolid haben wir sie schon vor der Kirche gesehen.

Von dort bis zum Eingang in die archäologische Zone sind es noch knapp sechshundert Meter über eine geteerte Straße. Die Fußkranken können kostenlos in einem Wagen mitfahren, der von einem Traktor gezogen wird. Wir laufen …

 

Die archäologische Zone Tulum

Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir den Eingang zur archäologischen Zone von Tulum, wo uns ein Hinweisschild darauf aufmerksam macht, das dies ein kulturelles Erbe der mexikanischen Nation ist.

Auf der nächsten Tafel wird dargestellt, wie die Stadt zu den Maya-Zeiten einmal ausgesehen haben könnte. Verglichen mit den anderen Maya-Städten, die wir auf dieser Reise schon gesehen haben, ist Tulum eher klein. Es gibt hier auch keine Pyramiden, die bestiegen werden dürfen.

Unser Guide führt uns in einer großen Schleife über das Gelände.

 

Die nördlichen Gebäude

Wir starten im Nordosten, wo wir einen tollen Blick auf das karibische Meer haben.

Von dort sehen wir auch den ersten Tempel: den Tempel der Winde. Der Blick auf seine Rückseite ist nicht so bekannt, wie seine Vorderseite, wie Ihr später noch sehen werdet.

Wir biegen nach rechts ab und kommen zum Haus der Cenote. Darunter befindet sich eine keine Quelle.

Diese ist links über den kleinen Weg, der sich in der Mulde versteckt, erreichbar. Seht Ihr auf der Mauer rechts den „kleinen“ Drachen?

Der ist gar nicht so klein! Auf dem Gelände der archäologischen Zone gibt es recht viele dieser Echsen. Diese hier lässt sich gar nicht von den Touristen beim Sonnenbaden stören.

Gleich gegenüber zoffen sich zwei Nasenbären.  wenn einer der beiden was zum Fressen findet, bricht bei dem anderen der Neid aus – das erinnert mich irgendwie an Geocacher, wenn es um die Gummipunkte geht. Das ist echt lustig anzusehen.

Dann spazieren wir weiter zu den Gebäuden auf der dem Meer abgewandten Seite der archäologischen Zone. Hinter der Wiese sehe ich das Haus des Halach Uinic – da werden wir später noch näher vorbei kommen. Heute möchte ich keinen Schritt zu viel machen – es ist inzwischen recht heiß geworden – die Sonne brennt.

Wir gehen weiter und kommen zum „Haus im Nordwesten“. Seine Mauern sind voll mit Echsen, die sich hier ausruhen.

Nachdem wir weiter dem Rundweg gefolgt sind, kommen wir nun ganz nah am Haus des Halach Uinic vorbei.

Im Hintergrund sehe ich schon (rechts neben der Palme) den Turm des Castillo.

 

Die westlichen Gebäude

Weiter geht’s – wir erreichen den großen Palast. Die Tür ist mit einer Freske geschmückt – das Strohdach schützt es.

Vor der Tür stehen vier Säulen. Wie dieser Palast wohl zu Zeiten der Maya ausgesehen haben mag?

Gleich daneben steht noch ein weiteres Gebäude: das Haus der Säulen. Ein Teil ist offen – das Dach wurde von einigen Säulen gestützt.

Die Rückseite ist nicht mehr so gut erhalten. Mir gefällt, dass nicht alles für die Touristen wieder aufgebaut wurde. Bei den fehlenden Teilen ist ja nicht immer klar, wie sie wirklich ausgesehen haben.

Die Sonne brennt heute! Zum Glück haben wir unsere Rucksäcke mit Wasser dabei. Das ist heute wichtiger als etwas zu Essen. Wir kommen zum Freskentempel. Die Außenseite ist geschmückt mit recht gut erhaltenen „Bildern“.

Jetzt biegen wir ab Richtung karibisches Meer und lassen das Castillo links liegen.

 

Der Strand in der archäologischen Zone

An den Klippen wurde eine Holzplattform installiert, von der wir auf den Stand schauen können. Viele Besucher haben ihre Badesachen mitgenommen und genießen bei der Hitze ein Bad. Von der Plattform führt eine Holztreppe nach unten.

Ich nutze sie und schaue mich unten ein wenig um.

Vor dem Strand sind viele Boote zu sehen. Es gibt auch viele Bootstouren für Touristen, bei denen in Tulum angehalten wird.

 

Geocaching in Tulum

In der archäologischen Zone gibt es hinter dem Castillo einen Geocache: den Virtualcache „The Mayan Ruins Of Tulum„. Dazu laufen wir um das Castillo herum zum dem Aussichtspunkt, von den man diesen Bilderbuch-Ausblick hat, der in fast jedem Mexiko-Reiseführer enthalten ist: der Blick auf den Tempel des Windes.

Dieses Virtual zu loggen ist recht einfach – Ihr müsst nur mit einem Bild „beweisen“, dass Ihr vor Ort gewesen seid. Solche Virtuals an den Sightseeing-Spots liebe ich. Manche Owner verlangen ja ein Geschichtsstudium um Ihre Virtuals zu lösen – nicht so hier! Das Bild ist schnell gemacht.

Der Blick über die kleine Bucht hinüber zum Tempel des Windes ist einfach traumhaft. Dahinter liegt ruhig die Karibik!

 

Die östlichen Gebäude

Der Tempel der Windes hat es auch mir angetan – ich weiß nicht mehr, wie viele Fotos ich davon gemacht habe.

Auf der Rückweg kommen wir an dieses Drachen vorbei, der vor den Touristen und ihren Kameras mitten auf dem Weg poussiert. Er hat die Hoffnung dafür ein paar Früchte abstauben zu können. Jemand hat ein Herz und gibt ihm ein Stück eine Apfelsine, die er schnell verspeist.

Auf dem Rückweg spazieren wir am Tempel des herabsteigenden Gottes vorbei. Er hat seinen Namen von der Figur über dem Eingang.

Noch ein letzter Blick zum Castillo, dessen „Turm“ in der Mitte zum Fotografieren einlädt.

Dann vorbei an ein paar kleinen Tempeln, die sich in der Nähe des Tempel des Windes befinden …

… und unser Besuch in der Mayastadt Tulum ist zu Ende. Damit geht auch unsere große Yucatán-Rundreise langsam dem Ende entgegen. Zum Ausspannen gönnen wir uns noch zwei Übernachtungen in einem der riesigen All-Inclusive-Resorts in Cancún, wo wir die großen Pools, gutes Essen und die Karibik noch etwas erleben dürfen, bevor es dann zum langen zehnstündigen Rückflug zurück nach Deutschland geht.

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Die Übersicht über alle Tourempfehlungen in Yucatán findet Ihr im Artikel „Geocaching & Sightseeing auf Yucatán ? meine Tourempfehlungen“ .

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Seid Ihr selbst schon in Tulum gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Wäre das etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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