Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Ek Balam, Hubiku & Valladolid

Auf unserer großen Yucatán-Rundreise besuchen wir heute die erste Maya-Stadt: Ek Balam, was übersetzt „Schwarzer Jaguar“ bedeutet.

Anschließend werden wir in der Cenote Hubiku schwimmen gehen und den Abend bei Geocaching in Valladolid ausklingen lassen. Kommt mit auf diese virtuelle Reise!

 

 

Ek Balam, Besuch beim Schwarzen Jaguar

Die archäologische Zone von Ek Balam liegt ca. zwei Stunden mit dem Bus von Cancún entfernt. Die schnellste Strecke führt über die 180D, eine breite und zweispurige Straße, für die jedoch Mautgebühren zu entrichten sind. Gegen zehn Uhr morgens erreichen wir die Ausgrabungsstätte.

Unser Guide kauft die Tickets für die ganze Gruppe. Jeder bekommt zwei verschiedene: Eines ist die Gebühr an den Staat und das andere der Eintritt für die archäologische Zone von Ek Balam. Gleich hinter dem Eingang gibt es einige Souvenirläden mit mexikanischen Andenken.

Nach einem kurzen Spaziergang durch einen schattigen Wald erreichen wir die Reste der Stadtmauer mit dem restaurierten Eingangsgebäude. Das Besondere an der Maya-Architektur ist die Art der Bögen – die Maya haben diese „selbsttragend“ errichtet, was bedeutet, dass man die oberste Schicht Steine abtragen kann, ohne dass der Bogen in sich zusammenfällt. Ein römischer Bogen stürzt bei Entfernen des Schlusssteins ein.

Das Eingangsgebäude  ist nach allen vier Seiten offen. Rechts daneben steht der ovale Palast. Die Rückseite dieser pyramidenähnlichen Struktur ist halbrund.

Auf der Vorderseite hat der Palast eine breite Treppe, die zu der obersten Kammer hinauf führt.

Davor ist ein Ballspielsplatz. Ballspiele waren bei den Maya sehr beliebt. In allen archäologischen Zonen, die wir besuchen, sind ein oder mehrere Ballspielplätze vorhanden.

Wir laufen wieder eine kurze Strecke durch einen kleinen Wald zum anderen Ende der Zone. Dort befindet sich die Akropolis, eine 31 Meter hohe Pyramide, die aus mehreren Etagen besteht. Im Laufe der Zeit wurde sie öfters umgebaut und erhöht.

Das Besondere daran ist die noch erhaltene überreich mit Ornamenten verzierte Fassade. Zum Schutz vor Regen wurden die Ornamente mit Strohdächern abgedeckt.

Im oberen Teil befindet sich auf der linken Seite der Treppe ein besonders reich verzierter Eingang zu einer Kammer: ein weit aufgerissenes Schlangenmaul. Die untere Zahnreihe ist noch besonders gut zu erkennen.

Auf der anderen Seite der Treppe gibt es ebenfalls eine Kammer. Davor wurde diese noch recht gut erhaltene aber „kopflose“ Figur aufgestellt.

Es ist heute recht warm und die Sonne scheint mittlerweile recht stark. Dennoch kämpfe ich mich die vielen unebenen Stufen bis zur Spitze der Pyramide hinauf, was bei diesem Wetter echt anstrengend ist. Auf der obersten Plattform angekommen habe ich eine tolle Aussicht über die Tempelanlage von Ek Balam. Der ovale Palast und das Gebäude rechts daneben schauen aus dem Blätterdach der umliegenden Bäume heraus.

Wir spazieren wieder zum ovalen Palast zurück. Er ist bei Weitem nicht so hoch wie die Akropolis. Auch dort steige ich die Treppen bis ganz nach oben hinauf. Von dort habe ich nun genau den entgegengesetzten Blick auf die Akropolis, deren Spitze über die Bäume hinaus ragt.

Von oben ist die halbrunde Rückseite des „ovalen Palastes“ gut zu sehen. Man nimmt an, das hier wahrscheinlich adlige Familien lebten, die in den Tempelräumen, die zur Palastanlage gehörten, ihren religiösen Verpflichtungen nachgehen konnten.

Ich drehe mich um und kann nun das „Torhaus“ von oben sehen. Ein beeindruckendes Gebäude, welches den Zugang zu dieser Mayastadt ermöglichte.

Damit nähert sich unser Rundgang durch die archäologische Zone von Ek Balam dem Ende. Gute zwei Stunde haben wir uns Zeit gelassen, um uns die „Hinterlassenschaften“ der Maya genauer anzuschauen.

Am Parkplatz mache ich noch ein letztes Foto von der Maya-Glyphe des Schwarzen Jaguars und anschließend fahren wir zur Cenote Hubiku.

 

Schwimmen in der Cenote Hubiku

Die Fahrt von Ek Balam dorthin dauert nicht lange. Die lezten paar Kilometer verlaufen über eine unbefestigte Straße, die von unserem Reisebus jedoch ohne Probleme gemeistert wird.

Das Ganze gleicht einem Freizeitpark: Am Eingang ist der Eintrittspreis zu entrichten – hier haben wir die Wahl dazwischen nur die Cenote zu besuchen oder den Besuch der Cenote mit einem Mittagsbuffet zu kombinieren. Das es gerade Essenszeit ist, entscheiden wir uns für Letzteres. Das Buffet schmeckt uns sehr gut – besonders die Ceviche möchte ich Euch ans Herz legen, falls Ihr Fisch mögt. Das Nationalgericht von Peru haben wir in Lima kennen und schätzen gelernt.

Nach dem Essen nutzt saarzwerg die vorhandenen Umkleidekabinen, um die Badesachen anzuziehen. Dann geht es die Treppen zur Cenote hinunter. Hinter dem Eingang ist schon das kristallblaue Wasser der Cenote zu sehen.

Wow – „sowas“ hatte ich bisher noch nicht gesehen. Hier hat das Regenwasser eine große Kaverne aus dem Kalkstein gelöst. Irgendwann ist dann ein Teil der Decke eingebrochen.

Durch dieses Loch scheint nun das Sonnenlicht in die Cenote. An der Seite gibt es Schränke für die Wertsachen, die man nicht mit ins Wasser nehmen möchte. Die Schlösser sind beim „Bademeister“ gegen eine kleine Gebühr erhältlich. Eine Treppe führt direkt ans Wasser, in das man über einen Holzsteg einsteigen kann.

saarzwerg genießt das kühle Nass, während ich versuche bei den schwierigen Lichtverhältnissen einigermaßen brauchbare Fotos hinzubekommen.

Vom Rand des Loches in der Decke hängen die Wurzeln der überirdischen Vegetation herunter. An mehreren Stellen läuft Oberflächenwasser durch dieses Loch in die Cenote. Aus dem Wasser heraus schaut das wie ein Vorhang aus.

Natürlich interessiert mich, wie das Loch von außen ausschaut. Nachdem saarzwerg zu Ende gebadet und sich wieder umgezogen hat, machen wir uns auf die Suche nach diesem. Neben dem Tequila-Museum werden wir fündig. Jedoch ist dieser Bereich abgesperrt, so daß ich nicht nahe an die Öffnung herankomme. Am gemauerten Rand der Öffnung entdecke ich diesen „Drachen“, der sich gerade sonnt.

Dort fällt mir auf, dass das Wasser, welches durch das Loch in die Cenote läuft, aus einer Wasserleitung stammt. Was tut man nicht alles für die Touristen!

Auf dem Weg zum Ausgang fällt uns noch dieses Kunstwerk ins Auge. Auf dem Zahnrad aus Stein sind die Zahlen von 1 bis 13 in der Schrift der Maya angebracht.

 

Geocaching in Valladolid

Nachdem wir unser Hotel direkt am am großen Platz von Valladolid bezogen haben, machen wir uns auf, um noch einen Geocache zu suchen. Sowohl in Ek Balam als auch in Hubiku waren weder eine Dose versteckt noch ein Virtual oder Earthcache platziert. In Valladolid ist mir auf der Karte der Tradi „Alux“ aufgefallen, der nur einen knappen Kilometer von unserem Hotel entfernt liegt. Auf dem Weg zum Cache kommen wir in die Dämmerung.

Die Finalkoordinaten sind wie im Listing beschrieben auf dem Privatgelände eines Hotels. Unser Weg führt uns durch einen dichten und beleuchteten Bambuswald.

Kurz vor dem Eingang zur Rezeption entdecken wir diese „Götterfigur“ aus Stein. Davor gibt es einen Steinkasten mit einem beweglichen Deckel.

Bingo – darin befindet sich die typische Plastikbox mit dem Logbuch. Ich suche mir einen freien Platz für unseren Aufkleber und wir laufen zurück zum Hauptplatz.

Unterwegs kommen wir an dieser eigenwilligen Verandaeinfassung vorbei. Naja, mein Geschmack wäre das nicht!

Am großen Platz besichtigen wir die inzwischen schön beleuchtete Kirche.

Über dem Eingang sind viele bunte Plastikfähnchen aufgehängt. Die sind in Mexiko sehr beliebt zum Tag der Toten und werden in vielen Läden verkauft.

Nach der Besichtigung der Kirche haben wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen im Hotel. Wir setzen uns auf eine Bank am Hauptplatz.

Kurz danach beginnt eine Gruppe Mexikaner in ihrer typischen Kleidung Musik zu machen. Der Platz füllt sich langsam.

Auf der anderen Seite des Platzes zeigt ein Paar seine Tanzkünste. Es ist schön hier heute Abend. Wie genießen unsere Zeit auf dem Platz bei den Spontanaufführungen.

Langsam wird es jedoch Zeit für das Abendessen. Noch ein letzter Blick zur Kirche …

… und wir gehen die wenigen Schritte zurück zu unserem Hotel.

 

Hotelempfehlung in Valladolid

Falls Ihr mal in Valladolid übernachten möchtet, so empfehle ich Euch das Hotel El Meson del Marques (Provisionslink), welches 5 Sterne hat. Trotz dieser Kategorisierung sind Zimmer oft günstig zu haben. Es hat ein recht gutes dreigängiges Frühstück, welches auf Tellern serviert wird. Die Zimmer sind mit zwei großen Betten ausgestattet. Das Bad ist funktionell und gut.

Das Besondere an diesem Hotel ist die Lage unmittelbar am Hauptplatz von Valladolid.

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Die Übersicht über alle Tourempfehlungen in Yucatán findet Ihr im Artikel „Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – meine Tourempfehlungen“ .

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Seid Ihr selbst schon in Ek Balam gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Wäre das etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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