Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Uxmal

Heute möchte ich Euch die ehemalige Maya-Stadt Uxmal vorstellen – sie ist für mich eine der schönsten Tempelanlagen, die wir auf unserer Tour auf Yucatán besucht haben.

Ich führe Euch virtuell mit vielen Bildern durch die archäologische Zone. Wir besuchen zwei Pyramiden, das Nonnenviereck, das Taubenhaus, den Cemitario und den Gouverneurspalast. Zum Schluss besuchen wir noch die toll illuminierten Tempel bei Uxmal@Night!

 

 

Die archäologische Zone von Uxmal

Weit nach Sonnenuntergang erreichten wir in unserem Reisebus Uxmal und übernachten zwei Nächte in einem tollen Hotel unmittelbar neben der Tempelanlage. Nach dem Frühstück spazieren wir die wenigen hundert Meter zum Eingang der Tempelanlage von Uxmal. Sie ist seit 1996 ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Anlage besitzt viele toll restaurierte Gebäude, die auf engem Raum verteilt liegen. Am Eingang informieren wir uns über die Lage der einzelnen Gebäude. Im Prinzip laufen wir überwiegend den grünen Weg in umgekehrter Reihenfolge  ab. Auf der Tafel ist dieser mit nur 3,6 Kilometern und zwei bis drei Stunden angegeben.

Wir beginnen an der Rückseite der Pyramide des Zauberers …

… und biegen dann Richtung Wald ab, um die große künstlich errichtete Plattform, auf der der Gouverneurspalast steht, zu umrunden und von hinten zu besteigen.

 

Der Gouverneurspalast

Auf der Rückseite erreichen wir über eine Rampe die große Plattform. Als wir oben ankommen, sehe ich zuerst die Seite des Gouverneurspalasts, dessen Steinmosaik über den Eingängen zu den vielen kleinen Kammern noch recht gut erhalten ist.

Während unser Reiseführer über unsere Funkheadsets die Geschichte dieser Mayastadt erklärt, nutze ich die Gelegenheit mir den Gouverneurspalast von vorne anzuschauen und ein paar Fotos zu machen. Von der Vorderseite ist die Pyramide des Zauberers gut zu sehen. Klasse, dass wir heute so ein tolles Wetter haben!

Der Gouverneurspalast steht auf der großen Plattform auf einer weiteren.

Ich laufe die Treppen hinauf zum Palast. Auch auf der kompletten Vorderseite läuft über den Eingängen das Steinmosaik weiter – es umfasst den kompletten Palast. Die einzelnen Gebäudeflügel sind verbunden mit großen spitzen Bögen.

Ich spaziere nun um den Gouverneurspalast herum. An der Ecke fällt mir dieser „kleine“ Drache ins Auge. Er ist recht groß und hat keine Angst vor mir. Als ich ihm zu nahe komme, faucht er mich an.

Die Vorderseite ist geprägt von den vielen Eingängen, die jeweils zu einer dahinterliegende Kammer führen.

Ich gehe in eine hinein. Schon an der Türschwelle steigt mir ein extrem beißender Ammoniak-Geruch in die Nase. Der Boden und die unteren Steinreihen sind schwarz verfärbt.

Als ich nach oben blicke, wird mir klar, wo dieser Geruch herkommt – die komplette Decke ist voll von Fledermäusen, die hier im Palast auf den Sonnenuntergang warten. Ich verlasse die Kammer wieder und setze meinen Rundgang um den Palast fort. Am anderen Ende habe ich von der Plattform des Gouverneurspalastes einen tollen Ausblick über die Anlage. Weiter hinten sehe ich den Ballspielplatz, das Nonnenviereck und die Pyramide des Zauberers.

Wieder auf der Vorderseite angekommen laufe ich zurück zu den Treppen und mache noch ein letztes Foto von dem tollen Steinmosaik zusammen mit der Pyramide im Hintergrund.

Mittlerweile ist meine Reisegruppe schon weiter zu der großen Treppe hinter dem Gouverneurspalast gelaufen …

 

Die große Pyramide

Hinter dem Gouverneurspalast befindet sich die große Pyramide. Sie ist an den Seiten inzwischen der Vegetation zum Opfer gefallen und nur noch an der großen Treppe an der Vorderseite zu erkennen, die zum Tempel auf der Spitze der Pyramide führt.

Zusammen mit saarzwerg steige ich die unzähligen Stufen hinauf. Hier ist Vorsicht geboten, denn nicht alle Stufen sind eben und haben auch nicht immer die gleiche Höhe. Oben angekommen machen wir ein Selfie von uns mit den Nonnenviereck im Hintergrund.

Auch hier oben am Tempel gibt es weitere tolle Steinmosaiken. Die Maya müssen wahre Meister im Behauen dieser Steine gewesen sein.

Eine Ecke ist besonders verziert – hier sind viele „Gesichter“ zu sehen.

 

Der Ballspielplatz

Es ist recht heiß heute, weshalb wir viel trinken müssen. Der Abstieg über die Treppe komplett nach unten ist echt anstrengend. Von der großen Pyramide laufen wir nun zum Ballspielplatz. Auch Uxmal hat (wie so ziemlich jede Maya-Stadt) eine dieser Sportanlagen. Sie sind gut zu erkennen an den beiden seitlichen Mauern und den davor liegenden schrägen Flächen.

Auch der Platz in Uxmal hat eine Markierung für die Mitte des Spielfeldes, …

… die aber nicht so schön verziert ist wie die in Chichén Itzá.

 

Das Nonnenviereck

Vom Ballspielplatz sehe ich zwischen den Bäumen zunächst nur einen für die Maya typischen Spitzbogen.

Er bildet den Eingang zum sogenannten Nonnenviereck: Hier umschließen die Palastbauten einen großen Platz in Form eines Vierecks.

Ich betrete das Viereck und spaziere zur gegenüberliegenden Seite. Bei allen Gebäuden dieses Ensembles gibt es wieder tolle Steinmosaike über den Eingängen. Der Platz ist riesig.

Ich laufe einmal um den Platz. Es geht langsam auf Mittag zu und die Tempelanlage füllt sich immer mehr mit Touristen.

Dort, wo die Steinmosaike am höchsten sind, stellt sich gerade eine mexikanische Schulklasse zum Gruppenfoto auf. Das umlaufende Steinmosaik erzählt eine Geschichte. Diese wird am Abend bei Uxmal@Night vorgetragen.

An den Gebäuden des Nonnenvierecks gibt es viel zu entdecken. Manche Eingänge sind mit besonders hohen Mosaiken geschmückt.

Unser Rundgang mit dem Reiseführer geht zu Ende. Nun haben wir noch genügend „Freizeit“, um die Anlage noch etwas auf eigene Faust zu erkunden.

 

Pyramide des Zauberers

Ich werfe einen Blick auf mein Smartphone. In Uxmal gibt es leider nur einen Geocache: den Virtual „Spud’s Estupendo Uxmal„, der mehr als nur ein Foto erfordert. Wir beantworten die Fragen und müssen feststellen, dass der Owner sehr kritisch ist und alles ganz genau wissen will. Zum Glück können wir auf einige Nachfragen jeweils richtig antworten und so diesen besonderen Geocache erfolgreich loggen.

Natürlich machen wir auch auch Logfoto.

Später stelle ich am Computer fest, dass uns sogar ein Sonnenstrahl „erleuchtet“. So macht Geocaching Spaß!

 

Die Cementerio-Gruppe

Auf der Karte sind noch zwei kleinere Gebäudekomplexe zu sehen, die wir auf unserem geführten Rundgang noch nicht besucht haben. Ich nutze eine Openstreetmap-Karte in meinem Looking4Cache, auf der auch kleine Pfade eingezeichnet sind. Wir spazieren dort hin. Nach nur wenigen Minuten sind wir den Touristenmassen entflohen und haben dieses Areal ganz für uns alleine.

Oben steht auf einem kleinen Hügel ein Gebäude, das nicht so aufwendig verziert wurde wie die anderen großen Gebäude in der Nähe des Nonnenvierecks. Auf dem Platz vor dem Hügel befindet sich eine kleine Altarplattform, deren Ränder mit einem Steinmosaik geschmückt sind.

Natürlich macht mich dieses Gebäude neugierig, zumal ein kleiner Pfad durch die Büsche in seine Richtung führt. Ich folge dem Pfad und kann das kleine Gebäude betreten.

Hinter den Eingängen verbirgt sich nur eine Kammer mit einer recht hohen und spitz zulaufenden Decke. Ansonsten ist der Raum komplett leer und ungeschmückt. Ich signalisiere saarzwerg, dass es sich nicht lohnt hier auf den Hügel zu steigen …

 

Das Taubenhaus

Wir laufen wieder zurück Richtung Ballspielplatz und biegen zur großen Pyramide ab. Rechts daneben liegt das sogenannte „Taubenhaus“, das letzte Gebäude, welches wir in dieser Anlage noch nicht besucht haben. Es hat seinen Namen von den vielen kleinen Öffnungen, die sich im Dachkamm befinden.

Leider ist der Durchgang mit einem Gitter versperrt. Heute dürfen wir nicht den Weg um die große Pyramide nehmen. Wir spazieren zum Eingang und weiter zu unserem Hotel zurück, wo wir etwas entspannen und uns für den Abend erholen.

 

Uxmal at night

Am Abend laufen wir vom Hotel zum Eingang der Tempelanlage. Für die Light & Sound-Show ist ein erneuter Eintritt zu entrichten. Auf Wunsch kann man sich einen Audioguide leihen, der das Spanische in die eigene Sprache übersetzt.

Vom Eingang bis zum Nonnenviereck sind jetzt Lampen aufgestellt. Die Gebäude sind alle farbig beleuchtet. Im Nonnenviereck auf der Seite gegenüber dem Eingang sind oberhalb von den Treppen viele Stühle in einem abgesperrten Bereich aufgebaut. Als wir dort ankommen, sind nur noch wenige hinten an der Seite frei. Wir nehmen Platz und und es dauert noch ein wenig bis die Show startet.

Ich nutze die Zeit, um von den toll illuminierten Räumen ein paar Fotos zu machen …

Dann geht es los: Auf Spanisch wird die Geschichte von dem König von Uxmal und dem Zauberer erzählt. Dabei werden immer nur die Gebäude beleuchtet, die in der Geschichte gerade eine Rolle spielen.

Die Lichtstimmung mit den Farben wechselt im Laufe der Erzählung. Mal ist alles rot, dann wieder blau oder auch grün. Wow – was für eine Atmosphäre – so habe ich noch keine archäologische Zone erleben dürfen.

Durch die verschiedenen Beleuchtungen bekommen diese alten Gebäude einen neuen Glanz.

Natürlich spielt auch die Pyramide des Zauberers eine wichtige Rolle in dem Märchen. Der Eingang zum Tempel auf der Spitze ist dabei von Innen ausgeleuchtet.

Spannend finde ich, wenn im Hintergrund der Gouverneurspalast in die Geschichte mit eingebunden wird. Nur durch diese besondere Beleuchtung ist er in der Nacht zu sehen.

Während unserer Führung durch das Nonnenviereck erklärte uns unser Reiseführer, dass im Steinmosaik eine große Schlange verborgen ist.

Während der Light-Show wird diese besonders illuminiert und ist deshalb recht einfach zu erkennen.

Nach einer guten Stunde neigt sich Uxmal@Night dem Ende. Ich bin echt froh, dass wir daran teilgenommen haben – das war nochmal ein besonders Highlight bei unserem Besuch in Uxmal.

Nach der Show statten wir auf dem Rückweg zu unserem Hotel der Küche des Restaurants „Coole Chepa Chi“ einen Besuch ab und werden nicht enttäuscht. Der Teller mit dem Enchillada-Mix ist günstig und echt lecker!

 

Hotelempfehlung für Uxmal

Wie haben zwei Nächte in der Hacienda Uxmal (Provisionslink) verbracht, einem 5-Sterne-Hotel unmittelbar in Laufreichweite der archäologischen Zone von Uxmal.

Das Hotel ist im Hacienda-Stil rund um einen schönen Innenhof mit Palmen und Pool gebaut.

Die Zimmer sind sehr geräumig und Hacienda-typisch eingerichtet. Zum Frühstück gibt es ein tolles Buffet mit regionalen Speisen.

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Die Übersicht über alle Tourempfehlungen in Yucatán findet Ihr im Artikel „Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – meine Tourempfehlungen“ .

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Seid Ihr selbst schon in Uxmal gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Habt Ihr die Tempelanlage auch während Uxmal@Night besucht? Wäre das etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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