Geocaching & Sightseeing auf Yucatán – Chichén Itzá & Mérida

Heute stelle ich Euch eine der beeindruckensten Maya-Städte vor: Chichén Itzá. Neben den vielen erhaltenen Gebäuden gibt es hier eine Cenote. Auch Geocaching kommt nicht zu kurz – insgesamt befinden sich drei Geocaches innerhalb dieser Anlage.

Zum Abschluß der Tour fahren wir in die Altstadt von Mérida und schauen uns am großen Platz um. Kommt mit auf diese virtuelle Tour!

 

 

Die archäologische Zone von Chichén Itzá

Die Zone ist riesig. Sie ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Mit einer Fläche von 1547 Hektar zählt Chichén Itzá zu einer der größten archäologischen Zonen in Yucatán. Trotz der vielen Sehenswürdigkeiten ist die Anlage gut zu Fuß zu besichtigen, da alles recht nah beieinander liegt. Die Anlage lässt sich gut in vier Bereiche aufteilen: die Mitte mit der Kukulcán-Pyramide, der Norden mit der heiligen Cenote, der Osten mit der Halle der tausend Säulen und der Süden mit dem Observatorium Caracol.

 

Die Mitte mit der Kukulcán-Pyramide

Wir erreichen die archäologische Zone am Morgen. Obwohl schon einige Reisebusse angekommen sind, ist der riesige Parkplatz noch recht leer.

Während wir nach der Busfahrt die sanitären Anlagen im Eingangsgebäude aufsuchen, kauft unser Guide in der Zwischenzeit die Tickets. Zum Glück gibt es für geführte Gruppen eine eigene Kasse und so müssen wir uns nicht in die endlos lange Schlange vor der Kasse einreihen. Wir folgen den Weg geradeaus zur großen Pyramide des Kukulcán. Kurz davor befindet sich die Tafel, die auf den Weltkulturerbe-Status dieser Maya-Stadt hinweist.

Im Schatten unter den Bäumen erfahren wir die Geschichte dieser Stadt. Der Name „Chichén Itzá“ entstammt der Maya-Sprache und bedeutet so viel wie „Am Rande des Brunnens der Itzá“. Während unser Reiseleiter erzählt, schaue ich mich etwas um und suche ein paar Stellen, von denen aus ich diese riesige Pyramide gut fotografieren kann.

Hier können wir auch unser Beweisfoto für den Virtual „El Castillo“ anfertigen und die erste Frage nach dem, was man hört, wenn man vor der Pyramide klatscht, beantworten. Viele Reiseleiter zeigten das ihren Gruppen – von daher leicht zu beantworten.

Unter der großen Pyramide befindet sich eine weitere kleinere und ältere Pyramide. Dort haben sich die Archäologen zum Tempel durchgegraben und einen Jaguar aus Stein gefunden. Um diesen dreht sich die zweite Frage des Virtuals. Leider ist sie nicht mehr zu beantworten, da das Innere der großen Pyramide inzwischen nicht mehr für Touristen zugänglich ist. An der Cenote gibt es jedoch ein Bild von dem gesuchten Jaguar …

Dann gehen wir weiter: Wir wenden uns nach links und spazieren zum großen Ballspielplatz. An der Ostwand des Platzes thront der Tempel der Jaguare über dem Spielfeld.

Dieses Spielfeld ist der größte und bedeutendste in der Mayakultur. Alleine in Chichén Itzá wurden zwölf Ballspielplätze gefunden. Ich stelle mich an das eine Ende in die Mitte und schaue auf die andere Seite. Das Feld ist mit 168 mal 38 Metern echt groß. Wegen dieser Größe nehmen die Archäologen heute an, dass hier nicht wirklich gespielt wurde. Vielmehr könnte das riesige Spielfeld für rituelle Handlungen gedient haben.

Die Mitte des „Juego de pelota“ ist an beiden Seiten mit einem steinernen Ring markiert, welcher mit Ornamenten verziert ist.

Ob bei dem Spiel der Ball durch das Loch geschossen werden musste, ist nicht erwiesen.

Am unteren Ende sehe ich einen weiteren Tempel, der noch recht gut erhalten ist. Es ist heute sehr sonnig und recht heiß. Ich muss viel trinken. Die ausführlichen Erklärungen unseres Reiseleiters höre ich mir im Schatten an der Mauer des Spielfeldes an.

Wir verlassen den Ballspielplatz am unteren Ende und laufen wieder Richtung der großen Pyramide zur Venus-Plattform. Unterwegs kommen wir an reich verzierten Mauern vorbei.

Sogar einige Schlangenköpfe kann ich hier erkennen.

Bei dem heißen Wetter sonnen sich die kleinen „Drachen“ auf den Mauern. Die Leguane wissen, dass die Touristen sie dort nicht erreichen können.

Ich erreiche die Venus-Plattform. Dahinter ist wieder die große Pyramide zu sehen.

Die Venus-Plattform ist bekannt für ihre beeindruckenden Ornamente. So sind hier zum Beispiel Mensch-Vogel-Mischwesen zu sehen.

Die Ornamente sind toll restauriert und gut zu erkennen. Die ganze Plattform ist wie ein „Buch“ – sie erzählt eine Geschichte.

An der Venus-Plattform biegen wir nun nach Norden zur heiligen Cenote ab.

 

Der Norden mit der heiligen Cenote

Die archäologische Zone von Chichén Itzá ist voll mit den Ständen der Souvenir-Verkäufer. Eine Vielzahl von ihnen steht an dem Weg zur heiligen Cenote. Mit allen kann man gut handeln und verglichen mit den anderen Ausgrabungsstätten sind meiner Meinung nach hier schon alleine wegen der großen Konkurrenz die besten Preise zu erzielen.

T-Shirts sind schon für fünf bis acht Euro zu bekommen. Die Mexikaner ehren ihre Toten am „Dia de los Muertes“. Daher gibt es als Souvenir auch allerlei Totenköpfe. Auf dem Weg zur Cenote werden wir jedes Mal, wenn wir uns ein Souvenir näher anschauen, sofort vom Verkäufer angesprochen. So „aktiv“ habe ich die Händler in keiner anderen Maya-Stadt erlebt.

Wir erreichen die „Cenote Sagrado“. Es wird angenommen, dass die Maya hier Ihre Opfer hineingeworfen haben. Taucher haben auf dem Boden der Cenote viele Skelette samt Opferbeigaben gefunden. Neben der Cenote sind noch die Ruinen eines kleinen Gebäudes zu sehen. Nach dieser Cenote ist die Stadt benannt. Dennoch stellt sich die Frage, warum die Maya ihren Brunnen mit den Opfern vergiftet haben sollen …

Das Wasser in der Cenote ist grünlich – sie ist auf der kompletten Fläche geöffnet.

Hier befindet sich ein weiterer Geocache: der Earthcache „Cenote Sagrado (Mexico)„, dessen Fragen wir leicht beantworten können. Natürlich machen saarzwerg und ich noch schnell ein Beweisfoto von unserem Besuch.

Bevor wir wieder Richtung der großen Pyramide zurückgehen, gönnen wir uns noch ein kühles Cola in dem kleinen Café unmittelbar an der Cenote. Im Innenraum ist ein Foto, welches Euch bei der Beantwortung der zweiten Frage des Virtuals helfen könnte …

 

Der Osten mit der Halle der tausend Säulen

Wir erreichen wieder die Venus-Plattform und biegen dort nach links ab und lassen die große Pyramide rechts liegen. Wir kommen zum Tempel der großen Tische („Templo de las Mesas„).

Daneben schließt sich die Halle der tausend Säulen an.

Wir folgen dem Weg zwischen den Säulen hindurch und haben so einen schönen Blick auf die Plattform des Kriegertempels.

An dessen Wand sind noch einige Figuren erhalten.

Zwischen den Bereichen mit den Säulen war früher ein Markt. Auch heute haben sich dort einige Händler niedergelassen, die sich bei den vielen Touristen jeden Tag ein gutes Geschäft versprechen. Jeden Tag bauen sie ihren Stand auf und ab – ein Wahnsinns-aufwand.

 

Der Süden mit dem Observatorium Caracol

Wir spazieren um die große Pyramide herum und gehen wieder Richtung Eingang. Bei den Bäumen zweigt ein breiter Weg nach Süden ab. In diesem Teil der archäologischen Zone liegt ein Tradi versteckt. Der Weg ist wieder von vielen Händlern gesäumt. Nach ein paar Minuten kommen wir zum „Observatorium“, dessen Turm wie ein Schneckenhaus ausschaut. Das Gebäude heißt daher auch „Caracol“, der Schneckenturm.

Ich biege nach rechts ab und laufe um das Gebäude herum: eine weitere Tempelplattform mit breiter Treppe und reichverziertem Aufbau.

Meine Gruppe ist in eine andere Richtung weitergelaufen – zur Iglesia („Kirche“). Alle Gebäude in diesem Bereich sind besonders schön verziert.

Die Maya müssen wahre Meister bei den Steinmetzarbeiten gewesen sein.

Auf der Vorderseite des nächsten Gebäudes ist ein Herrscher abgebildet. Die Herrscherfigur thront groß über dem Eingang.

Ich frage mich, wie hier ein Tradi bei all den vielen Touristen überleben kann? Wir begeben uns an die Koordinaten von „Chichen Itza„. Nach etwas Suchen finden wir ein Tablettenröhrchen auf dem Boden zwischen ein paar Wurzeln und wirklich, darin befindet sich das Logbuch.

Die Stelle ist etwas abseits im Schatten und leider auch gut von den Touristen einzusehen. Umso mehr bin ich überrascht, dass die Dose noch zu finden ist!

Es wird Zeit zu unserem Reisebus zurückzukehren. Auf dem Rückweg fällt mir diese tolle Säule ins Auge. Sie ist komplett mit Ornamenten geschmückt und steht vor dem Tempel „Osario“.

 

Mérida

Von Chichén Itzá sind es im Reisebus ungefähr eineinhalb Stunden bis nach Mérida. Der Bus quält sich durch die Stadt bis zum großen Platz, wo wir aussteigen dürfen. Leider gibt es im Zentrum keine Geocaches.

Wie in vielen Städten in Mexiko ist auch hier der bunte Schriftzug mit dem Stadtnamen aufgestellt.

Als Erstes laufen wir zum Gouverneurspalast. Am Eingang stehen Wachen. Der Eintritt ist frei und wir dürfen passieren. Der Palast hat einen schönen Innenhof.

An der dem Eingang gegenüberliegenden Seite führt eine Treppe in das obere Stockwerk hinauf. Im Treppenhaus hängt ein großes Gemälde an der Wand, welches die Erschaffung des Menschen aus Mais zeigt.

Im kompletten oberen Stockwerk sind noch viele weitere Gemälde dieser Art zu besichtigen, die anschaulich die Geschichte von Mexiko zeigen.

Nach unserem Rundgang durch den Palast gehen wir wieder zum großen Platz zurück. An der Nordseite steht die Handelskammer. Das rote historische Gebäude ist noch gut erhalten.

Wir spazieren zur Kathedrale. An der Straße warten Kutscher auf Touristen, die sie durch die Stadt fahren dürfen.

Die Kathedrale ist zunächst noch geschlossen. Gegen 15 Uhr soll sie öffnen, hören wir. Naja – in Mexiko nimmt man die Zeit nicht so genau. Nach einigem Warten ist es dann soweit – die Türen öffnen sich.

Innen ist die Kirche recht schlicht. Große Säulen tragen das Dach. Vorne hinter dem Altar steht ein großes hölzernes Kreuz mit einer Jesus-Figur.

Wir verlassen die Kirche und suchen uns etwas zu Essen. Irgendwie ist das hier am großen Platz nicht so einfach. In den wenigen Cafés am Platz sind keine Plätze mehr frei und sonst gibt es nicht viel. Dann fällt uns die Werbung eines kleinen Supermarktes ins Auge – drinnen gibt es Enchilladas zum Mitnehmen für wenig Geld. Das probieren wir aus und werden nicht enttäuscht.

So macht Mexiko Spaß!

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Seid Ihr selbst schon in Chichén Itzá oder Mérida gewesen? Wie hat es Euch dort gefallen? Wäre das etwas für Euch? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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