Statistik: Die Top 500 Geocaches mit den meisten Favoritenpunkten

Die Lego-Giraffe in Berlin nähert sich der 10.000-Favoritenpunktemarke und wird damit der erste und bisher einzige Geocache mit einer fünfstelligen Anzahl an Favoritenpunkten weltweit.

Aus diesem Anlass habe ich mir mal die 500 Geocaches angeschaut, die derzeit weltweit die meisten Favoritenpunkte haben. Deutschland spielt dabei eine führende Rolle …

 

 

Die Datenbasis

Um genau die 500 Geocaches zu bestimmen, die weltweit die meisten Favoritenpunkte besitzen, nutze ich die Suche auf Geocaching.com. Dort lasse ich das Suchfeld leer und klicke auf die Lupe. Nun wird die Suche gestartet und mir werden die ersten der 3.160.267 Geocaches angezeigt, die sich in der geocaching.com-Datenbank befinden. Nun sortiere ich die Anzeige nach den Favoritenpunkten absteigend. Der folgende Link führt Euch zu dieser Ansicht: Suche nach Favoritenpunkten sortiert. Die ersten 500 Einträge speichere ich dann in einer Pocket-Query, lade die nach GSAK und exportiere das Ganze nach Excel zur Auswertung.

 

Die Verteilung auf der Karte

Als Nächstes stelle ich mir die frisch erzeugte Pocket-Query auf der Weltkarte dar.

Auf den ersten Blick scheinen alle Top500-Geocaches entweder in Europa oder den Vereinigten Staaten zu liegen. Eine Häufung ist rund um Deutschland zu sehen.

 

Die Verteilung über die Länder

Um mir ein besseres Bild über die Verteilung dieser Top-500-Geocaches zu verschaffen, bemühe ich Excel und sortiere die Länder nach der Anzahl der Top-500-Geocaches, die sie haben.

Wow – das hätte ich in dieser Deutlichkeit nun nicht erwartet: Von diesen 500 Geocaches liegen mit 304 weit mehr als die Hälfte in Deutschland. Als zweites Land in dieser Auswertung erscheinen weit abgeschlagen die Niederlande mit immerhin noch  50 Top-500-Geocaches. Erst an der dritten Stelle tauchen die Vereinigten Staaten als Mutterland des Geocachings auf.

Nur drei Länder in dieser Liste gehören nicht zu Europa: die Vereinigten Staaten, Kanada und Russland (naja, streng genommen gehört ein Teil von Russland zu Europa und in diesem liegt sogar der eine gelistete Geocache). Alle drei haben zusammen 49 Top-500-Geocaches. Damit liegen mehr als 90 Prozent dieser Geocaches in Europa.

 

Die Verteilung über die Bundesländer

Da Deutschland in dieser Auswertung so stark ist, schaue ich mir mal die Verteilung nach den Bundesländern an. Nicht bei allen Top-500-Geocaches ist der „Bundesstaat“ gepflegt. Hier mal die ersten 15 Bundesländer:

Die meisten Geocaches mit dieser hohen Anzahl von Favoritenpunkten finden sich in Nordrhein-Westfalen und in Hessen mit jeweils mehr als 50 Geocaches. Als drittes folgt die niederländische Provinz Gelderland abgeschlagen mit noch 33 Dosen.

 

Die Verteilung über die Cachetypen

Als Nächstes schaue ich mir mal an, welche Cachetypen wie oft in den Top-500-Geocaches vorkommen.

Es ist nicht sehr überraschend, dass mehr als die Hälfte dieser Geocaches vom Typ Traditional sind. In der Auswertung folgen den Tradis die Multis und Mysteries. Erst danach tauchen die Virtuals auf, was für mich überraschend ist. Ich hätte erwartet, dass dieser leicht zu pflegende Cachetyp gerade an den typischen Sightseeing-Spots gelegt und massenhaft geloggt wurde – aber scheinbar wird für das Zeigen schöner Orte nicht unbedingt ein Favoritenpunkt vergeben?

 

Die Owner mit den meisten Top-500-Geocaches

Als Letztes habe ich mal noch die Owner der Top-500-Geocaches analysiert. Bei dieser Auswertung kommt der „Sieger“ aus den Niederlanden.

Mit 26 gelegten aktiven Geocaches in den Top-500 führt der Owner „WiGe“ diese Auswertung an. Er wird gefolgt von „Hotbina“ aus Nordrhein-Westfalen und dem „Geocaching HQ“ aus den Vereinigten Staaten. Die meisten Owner auf den vorderen Plätzen stammen auch hier aus Deutschland. Ich selbst habe schon viele tolle Dosen von Staubfinger, den Helden, den Finkenpiraten, Plotino und TCapitano machen können – es ist immer ein großer Spaß! Ein großes Danke an dieser Stelle für den großen Spaß, den sie mir bisher bereitet haben!

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Wie hat Euch diese Statistik gefallen? Hättet Ihr Euch mehr klickbare Links zu den Geocaches gewünscht? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Beitrag!

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

7 Kommentare:

  1. Pingback:CF150 - Dreiviertelzweihundert - CacHeFreQueNz

  2. Also die Statistik ist ja genial vor allem die mit den Bundesländern ist alles vertreten aber Washington statt dem Saarland ist schon etwas fehl am Platz.

  3. Die Statistik ist sehr interessant, zeigt aber wie Statistiken zu sehen sind: sehr kritisch!
    Ich war extrem enttäuscht vom ersten gefundenen Premium Cache und von der Karlsbrücke in Prag.
    Wer an touristischen Hotspots etwas auslegen kann, hat automatisch den Sack voller Favoriten Punkten, auch wenn der Cache kaum über die Qualität eines Leitplankencaches kommt.
    Um so größer ist die Freude, wenn ich irgendwo in der Pampa einen durchdachten Cache finde.
    Dank c: geo können die gespeicherten Caches nach Favoriten / Funde sortiert werden😎

  4. Der Link zu der Ergebnisliste funktioniert leider nur für Premium Mitglieder. Hätte mir eine verlinkte Liste für „Normalsterbliche“ gewünscht.
    So ist es zwar eine interessante Statistik mit Informationen, die ich nicht nutzen kann.
    Würde mir z. B.die in NRW befindlichen gerne mal ansehen.
    Trotzdem Danke für die Mühe und Info.
    VG
    Chris

  5. Danke für die Statistik! Das eröffnet mir wieder neue Optionen :-)

  6. Naja, die absolute Favizahl sagt jetzt nicht wirklich viel aus, schon gar nichts über die Qualität. Normalerweise sollte die ganze Sache noch auf die durchschnittliche Fundzahl dieser 500 Caches normiert werden, da kommt sicherlich ein ganz anderes Bild heraus (und ganz andere Dosen würden in der Liste auftauchen). Der Legocache hat seine Fundzahl einfach durch die gute Erreichbarkeit und die Vielzahl der Touristen in Berlin. Ähnliches ist auch mit dem Virtuellen in Prag zu beobachten – klassischer Ort für Touris = viele Visits/Funde = erhöhte Anzahl von Favis.

    • So isses.

      Bei vielen hochfavorisierten Caches ist auch ein Lemmingverhalten zu beobachten. Sprich, wo schon viele FP sind, lässt man halt auch einen da.

      Beispiel Lego-Giraffe (Touri-Hotspot). Wenn da kein Logbuch wäre, wäre es auch egal. Der Cache wird trotzdem geloggt und favorisiert.

      Oder der sogenannte „Heldenwald“. Das sind handwerklich schöne Dosen, sofern der Zahn der Zeit nicht deutlich daran genagt hat. Das Geocachingerlebnis ist m. E. eher zweifelhaft. Man fährt dahin, geht den Cacherautobahnen nach und kommt zwangsläufig zu den Dosen. Aber da sind 100.000 FPs auf weniger als 1 km². Das ist natürlich schon geil.

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