Geocaching im Harz – Qualitätscaches und die längste Hängebrücke

Eigentlich wollten saarzwerg und ich nur eine der längsten Seilhängebrücken der Welt besuchen. Da bei unserer Ankunft der Parkplatz überfüllt war, sind wir noch zu einer kleinen Geocaching-Runde in der Nähe aufgebrochen.

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Dabei werden wir von einer Dichte an Qualitätscaches überrascht. Lest hier nun über unsere Erlebnisse an der Rappbodetalsperre …

 

 

Unterwegs zur Hängebrücke

Es ist ein sonniger Samstagnachmittag. Das Pfingstwochenende hat begonnen. Am Nachmittag fahren wir über die B81 Richtung Blankenburg. Wir biegen in die L96 ein und sehen, dass hier die Hölle los ist. Alle Parkplätze, an denen wir vorbeikommen, sind besetzt. Vor der Talsperre kontrolliert die Polizei den Verkehr. Ich hoffe, dass wenigstens auf dem Parkplatz, den ich in unserem Navi eingestellt habe, noch Platz ist. Wir fahren über die Talsperre und durch den Tunnel. Unmittelbar dahinter ist der Parkplatz von Harzadrenalin, wo der Fußweg zur Hängebrücke beginnt. Mist – auch hier weist ein Schild darauf hin, dass der Parkplatz überfüllt ist.

Wir entscheiden uns es später nochmal zu versuchen. Die Hängebrücke ist ja ganzjährig bis 22 Uhr geöffnet.

 

Der Cache mit den meisten Favos im Harz

Vom überfüllten Parkplatz fahren wir ca. 1,5 Kilometer in Richtung Westen. Am Straßenrand kann ich unser Auto gut am Straßenrand parken. Auf der anderen Seite liegt der Tradi „Im Räuberland„. Zum Zeitpunkt unseres Besuches hat der Geocache schon mehr als 900 Favoritenpunkte. Der Cache stammt vom Owner Schnuffelbär64.

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saarzwerg versucht sich zuerst daran den Cache zu öffnen. Aber er klemmt. Ein Blick in den Hint löst unsere Probleme und wir dürfen uns ins Logbuch eintragen. Hier hat der Owner eine tolle und vor allem stabile Handwerksarbeit abgeliefert – wir lassen jeweils einen Favoritenpunkt da!

 

Eine Runde voller Qualitätscaches

Bei der Vorbereitung unserer Tour ist mir die Letterbox „Im Räuberland“ aufgefallen, deren Final ich schon zu Hause berechnen konnte. Auch dieser Cache ist vom Owner Schnuffelbär64. Wir parken an den empfohlenen Koordinaten, die vom Tradi „Im Räuberland“ nur 1,5 Kilometer entfernt liegen, an einem kleinen Friedhof mitten im Wald. Von dort ist es ein kleiner Spaziergang über eine breite Forststraße. Die letzten Meter geht es querfeldein zwischen Nadelbäumen hindurch. Das Final ist gut zu finden!

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Nur ein paar hundert Meter weiter gibt es noch ein paar Tradis dieses Owners. Wir entscheiden uns ganz spontan auch diese Dosen zu suchen. Der nächste Cache hat den vielversprechenden Namen „Peak-Flow-Messung ?“ Am Fuß des Baumes finden wir einen Spender für die zugehörige ECA – so wird das Ganze etwas hygienischer! Dieser Owner denkt wirklich an alles. Gemäß dem Namen ist hier etwas zu tun, damit die Dose aus dem Rohr kommt. Und bitte nicht zu dolle, sonst müsst Ihr wie wir die Dose suchen gehen, um sie loggen zu können. Ein echt gelungener Cache!

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Und weiter geht’s. Ein paar hundert Meter weiter finden wir den Tradi „Hau doch mal drauf„. Hier ist der Name Programm. Auch dieser Cache ist wieder eine tolle Bastelarbeit. Er funktioniert bei uns Beiden auf Anhieb und ist so stabil gebaut, dass wir keine Angst haben müssen hier etwas kaputt zu machen.

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Da uns die letzten drei Tradis so gut gefallen haben, beschließen wir auch noch den Multi am Parkplatz anzugehen. Da die erste Station scheinbar geklaut wurde, bekommt man inzwischen Daten für die Peilung zum Final. Weit ist es nicht. Wir spazieren etwas den Berg hinauf und finden die Cacherautobahn zur „Dose“. Naja „Dose“ ist in diesem Fall schier untertrieben. Wir finden eine „Installation“ vor, deren „Benutzung“ uns großen Spaß bereitet.

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Kurze Zeit später halten wir das Logbuch in unseren Händen und tragen uns ein.

 

Die fast längste Seilhängebrücke der Welt

Inzwischen ist es schon nach 17 Uhr. Wir fahren zurück zum Parkplatz von Harzadrenalin. Mittlerweile ist nicht mehr so viel los. Für die Stunde kostet uns das Parken 2€. Teurer ist da schon der Eintritt zur Hängebrücke. Im Gegensatz zur Geierlay-Hängebrücke kostet diese hier Eintritt. Pro Erwachsenem werden jeweils 6€ fällig. Das Ticket bekommen wir unten im Infozentrum.

Vom Infozentrum laufen wir kurz durch den Wald und erreichen den Eingang zur Brücke. Daneben steht der Turm, wo die Megazipline startet. Für 39€ könnt Ihr hier 120 Meter über den Boden und den Stausee fliegen. Der Flug kreuzt die Hängebrücke. …

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Unterhalb des Turms wird die Länge der Hängebrücke beworben: Mit 458 Metern sei sie die längste ihrer Art. Leider ist das Plakat schon etwas veraltet. Inzwischen ist sie nur noch die zweitlängste. Bereits kurz nach ihrem Bau wurde sie von der „Charles Kuonen Hängebrücke“ in der Schweiz übertroffen.

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Die längsten Seilhängebrücken der Welt findet Ihr bei Wikipedia. Die Geierlaybrücke ist inzwischen auf den sechsten Platz abgerutscht.

Gerade als wir die Brücke betreten, macht sich ein unerschrockenes Fliegerpaar auf dem Startturm bereit.

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Mit einer irren Geschwindigkeit fliegen die beiden über die Rappbode. Als Paar kann man schauen, wer denn der schnellere von beiden ist!

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Obwohl wir schon fast Abend haben, ist auf der Brücke noch recht viel los. Für mich recht überraschend – die Brücke schwankt ziemlich viel.

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Wir machen uns auf den Weg und müssen uns ab und an an der Seite festhalten. Die Geierlay hatte ich bei Weitem nicht so schwankend in Erinnerung.

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Zu beiden Seiten haben wir einen tollen Ausblick. Links schauen wir auf die Rappbode hinunter …

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… und rechts auf die gewaltige Staumauer mit dem dahinter liegenden Stausee.

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Langsam gewöhnen wir uns an das Schwanken. Wir nähern uns der Mitte …

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… als schon wieder ein Flieger an uns vorbei saust!

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Die Seilrutsche ist echt lang – das Ziel liegt unten am Fluß. Ich nehme an, dass die Flieger vom Shuttle zum Parkplatz zurückgefahren werden – sonst wäre das ziemlich weit zu laufen – zumal der ein oder andere nach diesem Flug sicher weiche Knie hat.

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In der Mitte der Brücke gibt es noch eine Kabine, wo der Gigaswing genannte Pendelsprung in 75 Meter Tiefe startet. Leider konnten wir das, während wir dort waren, nicht beobachten.

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Wir erreichen das gegenüberliegende Ende der Hängebrücke. Für den Rückweg wählen wir den Weg über die Staumauer und durch den Tunnel. So kann ich noch ein Foto von der Hängebrücke machen. Die ist echt lang!

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Am Tunneleingang fällt uns diese Tafel auf, die auf den Bau der Talsperre und des Tunnels hinweist.

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Ein Relikt der alten DDR!

 

Mein Fazit

Uns hat der Nachmittagsausflug zur Rappbodetalsperre sehr gut gefallen. Die Qualitätscaches vom Owner Schnuffelbär64 gefallen uns allesamt sehr gut. Die Runde ist gut zu laufen. Für die hier beschriebenen Geocaches solltet Ihr etwa eine gute Stunde einplanen. Die gleiche Zeit haben wir auf und bei der Hängebrücke verbracht. Wer die Geierlay kennt und mag, dem wird auch diese Brücke gefallen. Den Eintritt finde ich OK, schließlich baut sich so eine Brücke ja nicht von selbst. Wer mehr Nervenkitzel möchte, der kann ja mal die Megazipline oder die Gigaswing ausprobieren …

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Wie hat Euch dieser Reisebericht gefallen? Seid Ihr selbst schon im Harz gewesen? Was waren Eure Highlights dort? Wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare unter diesem Artikel.

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Saarfuchs

Jörg (Saarfuchs) betreibt Geocaching seit 2008. Sein besonderes Interesse galt zunächst Mysteries, dann den T5-Caches und mittlerweile den Lostplaces. Zu seinen Hobbies gehören Reisen, Fotografieren, Bergwanderungen und Hochtouren. Er geht weltweit auf Dosen-Suche und berichtet in seinem Blog regelmäßig mit vielen Fotos über sein “Geocaching” und damit verwandte Themen.

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